Vor einem Monat habe ich meine neue Stelle begonnen. Ich bin sowas von happy. Seit 4 Wochen lerne ich in der Stiftung neue Arbeitskollegen und -kolleginnen, Projekte und das Geschäftsfeld kennen. Ich werde punktuell eingeführt und habe bereits die Kommunikationsaufgaben von meinem Vorgänger übernommen. Ich nehme an strategischen Sitzungen teil und kann jetzt schon viele Inputs & Ideen liefern. Der Umgang untereinander und mit jeder Person, die ich treffe, ist freundlich, kollegial. Ich habe den Eindruck, dass man jeden so lässt, wie er ist und man nicht vorverurteilt wird. Ich fühle im Moment eine sehr offene und umgängliche Art unter einander. Ich werde sehr unterstützt und freundlich aufgenommen. Das ist gerade sehr neu für mich. An meiner letzten Stelle war das ja gar nicht so. Ich wurde von meinen Teamkolleginnen als Feind betrachtet und das vom ersten Moment an. Ich hatte das Gefühl, die denken sich, was will die jetzt hier und weshalb hat unsere Chefin die eingestellt. Ich habe mir zwar gedacht, ich mach mein Ding und wenn die mich nicht mitnehmen, integrieren und akzeptieren wollen, ist das allein ihr Ding und nicht meins. Ich habe ja gelernt, ganz bei mir zu sein. Die Ablehnung führte dazu, dass ich an einem Teamanlass offen gesagt habe, dass ich mich ausgeschlossen und auch nach 5 Monaten nicht integriert und akzeptiert fühle. Grosse Augen und grosses Schweigen. Auch nach der Diskussion über Emotionen oder besser meine Emotionen hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, diese Art Mobbing ging weiter. Und auch wenn ich ein dickes Fell hab und mir diese «Bibbeli» nie das Wasser reichen können, so offen abgelehnt zu werden, tut und tat weh.

Deshalb habe ich mich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umgesehen und ich glaube, jetzt endlich – nach Jahren des Durchhaltens – eine wirklich gute Stelle gefunden zu haben. Zumindest ist der Umgang mal nett und respektvoll. Was nach all den Erfahrungen, eine gute Grundlage darstellt.

Psychostress macht krank, deshalb muss man sich schützen

Nach meiner Kündigung wurden die Schikanen von alles Seiten inkl. Geschäftsleitung so massiv, dass ich eine vorzeitige Vertragsauflösung vorgeschlagen habe. Mir wurden nämlich von einem auf den anderen Tag und ohne vorgängiges Gespräch sämtliche Aufgaben und Projekte entzogen und ich hätte einfach 3 Monate Däumchen drehen dürfen. Im Nachhinein hat mir meine Erfahrung und das Bauchgefühl, genau den richtigen Weg gezeigt. Denn jetzt knapp 3 Monate später – also genau zur Ende der Kündigungsfrist – wäre ich wohl krank und gar nicht bereit eine neue Stelle anzutreten. Der Psychostress der «Bibbeli» und der unfähigen Führungscrew hätten genau dazu geführt.

Das Verhalten anderer zeigt ihren wahren Charakter

Das Verhalten beschäftigt mich zuweilen jetzt noch und Wut und Enttäuschung kommen auf. Die «Bibbeli» haben mit ihrem Verhalten nur ihren wahren Charakter gezeigt. Ich bin froh, dass ich dort mit erhobenem Kopf und ohne Drama das Weite gesucht habe. Mein Abgang ging so schnell von statten, dass ich mich gut abgrenzen und auffangen konnte. Es hatte alles nichts mit mir zu tun. Auch wenn es mich verletzt oder mir weh getan hat, es ist alles ihres und nicht meins. Denn mein Credo war und ist: «Leben und leben lassen». Dies ergänzt sich mit dem Spruch, den ich kürzlich gelesen habe: «Du bist einzigartig. Deine Träume, Dein Lachen, Dein Herz, Deine Liebe, Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Stimme, Deine Worte, deine Geschichte, Deine Seele». Und das bringt mich zum Schluss – ich will und werde ohne Vorurteil Menschen mit offenem Geist annehmen. Ich tue dies, weil ich weiss – ich bin wunderbar. Ich bin einzigartig. Und so wie ich bin ich gut. Und jeder, der sich selber nicht genauso annimmt, liebt und schätzt, wird auch nichts Gutes in einem anderen, andersdenkenden, anderslebenden Menschen sehen.

«Du bist einzigartig. Deine Träume, Dein Lachen, Dein Herz, Deine Liebe, Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Stimme, Deine Worte, deine Geschichte, Deine Seele».

Wen wundert es also, dass sich die «Bibbeli» nicht anständig von mir verabschiedet haben, heute aber fleissig meinen WhatsApp-Status anschauen und wohl weiter über mich ablästern. Das obwohl sie sich in keinem Moment die Mühe gemacht haben, mich wirklich kennenzulernen. Und genau das, zeigt nur, wie sie wirklich sind und nicht wie ich bin. Zum Glück bin und war ich bei mir. Zum Glück habe ich das feine Gespür für Menschen und Situationen und zum Glück habe ich schon länger gelernt, wer wirklich wichtig ist. Das bin nämlich ich. Und aus Menschen, die so mit jemandem umgehen – ich war nicht die Einzige, mach ich mir nichts. Und ich will und werde meine kostbare Zeit und mein wundervolles Leben nicht mit solchen Menschen vergeuden. Denn ich bin einzigartig. Genauso wie ich bin.