Eine meiner ursprünglichen Blog- oder Facebook-Ideen war, dass ich über meine Einladungen und die Menüs, die ich koche, schreibe. Ich koche und backe leidenschaftlich gern und ich habe gerne Gäste bei mir zu Hause, die ich kulinarisch verwöhne und einen gemütlichen Abend bei guten Gesprächen, passendem Wein und feinem Essen mit ihnen verbringe. In den Jahren nach meiner Trennung habe ich dieses Hobby aber nicht so verfolgt, erst nach meinem 40. Geburtstag, Ende 2017, ist bei mir der Wunsch nach Einladungen und so richtig schönen Abenden mit Gästen bei mir zu Hause wiederaufgekommen.

Zwischen meinem ersten Einladungsabend vor mehr als einem Jahr und dem zweiten ist doch einige Zeit vergangen. Aber das Leben spielt so schön, dass man manchmal einfach die Prioritäten anders setzt. Und diese lagen im vergangenen Jahr hat einfach mehr bei der Zweisamkeit ohne grosse Einladungen, langem Gekoche und aufwändigen Menüs.

Am Wochenende habe ich eine gute Freundin zum Znacht eingeladen und wir haben zu dritt beim gegenseitigen Kennenlernen einen wunderbaren Abend verbracht.

Das Schlemmermenü

Kleiner grüner Lattichsalat mit Avocado, Radischen und Cherry-Tomaten dazu eine leichte Balsamico-Sauce

Tagliata vom falschen Filet auf gebratenem Spargel mit Kräuter Vinaigrette

Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

Für die Tagliata

Stotzenfilet vom Schwein Salz / Pfeffer  

1 kg Spargel  1 Bund Frühlingszwiebeln 60 gr Dörrtomaten Salz und Pfeffer           

2-3 EL Zitronensaft 4-6 EL Gemüsebouillon 4-6 EL Olivenöl Salz und Pfeffer  1 Bund Basilikum     

Würzen und kurz kräftig in einer grossen Bratpfanne anbraten. Dann 30 Minuten im Backofen bei 180° C fertig braten.

Spargel letztes 3 abschneiden und dann in Drittel schneiden. In einer weiten Bratpfanne oder einem Wok Rührbraten bis die Spargeln bissfest sind. Frühlingszwiebeln mit Grün klein schneiden. Dörrtomaten hacken. Alles beigeben, 5-10 weiter braten, würzen.

Zitronensaft, Gemüsebouillon, Olivenöl mischen, würzen und fein gehackter Basilikum beigeben.

Anrichten: Spargel auf den Teller geben mit Vinaigrette beträufeln, Fleisch in Scheiben darüber drapieren. Dazu passen gebratene Frühlingskartoffeln.

Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

Ich muss zugeben, ich habe lange nach einem geeigneten Rezept gesucht, aber nichts gefunden, was mir sofort gepasst hat. Daher bin ich kreativ geworden und hab mir den Naked Cake zusammengestellt, der genau meinem Geschmack entspricht.

Das Biscuit war luftig und aromatisch und schmeckte nach Vanille-Zitrone. Die Mascarpone-Creme lässt sich natürlich nicht nur mit Rhabarber verfeinern, sondern es eignen sich alle saisonalen Früchte, auf die man gerade Lust hat. Im Sommer kann ich mir gut vorstellen den Naked Cake mit Pfirsich, Kirschen oder Himbeeren oder Brombeeren zu machen, im Herbst ist eher die Zeit für Zwetschgen, Trauben, Birnen oder Äpfel und im Winter passen Orangen, Mandarinen oder exotische Früchte. Ob nun als Kompott oder frische Früchte, der Kreativität ist mit der Mascarpone-Creme keine Grenzen gesetzt.

Für den Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

5 Eigelb 150 gr Zucker 1 EL heisses Wasser 1 Zitrone (Schale) 1 Päckchen Vanillezucker 5 Eiweiss Salz 2 EL Zucker

150 gr Mehl 3 TL Backpulver

5 Eigelb mit Zucker und Wasser 5 Minuten mit dem Handrührgerät schlagen, bis es schaumig und hell ist. Zitronenschale und Vanillezucker unterrühren. 5 Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen, dann Zucker beigeben, weiterschlagen bis es glänzt. Sieben und abwechselnd mit Eiweiss unter die Eigelbmasse heben. Springform (20cm Durchmesser, Boden mit Backpapier belegt) füllen, 30 min. bei 170° C in der Mitte des Ofens backen. Dann noch 10 min im heissen Backofen stehen lassen, rausnehmen, umgestürzt auskühlen.

350 gr Rhabarber 5 EL Zucker 4 EL Holunderblütensirup 1.5 dl Wasser

Rhabarber in Würfel schneiden, in einem Topf mit Zucker, Holunderblütensirup und Wasser rund 10 Minuten kochen, bis der Rhabarber etwas zerfällt. Absieben und beiseite stellen.

250 gr Mascarpone 200 gr Quark 1.5 dl Rahm 75 gr Zucker 1 Päckchen Vanillezucker

Mascarpone mit Quark, Zucker und Vanillezucker verrühren, Rahm steif schlagen untermischen. 5 EL Rhabaraberkompott beiseite stellen, den Rest mit der Creme mischen.

Biscuit 2-mal quer durchschneiden, evtl. mit der Hilfe eines Tortenschneiders. Dann grosszügig mit der Rhabarber-Mascarpone-Creme bestreichen. Den nächsten Biscuit-Boden drauflegen, wieder mit Creme bestreichen, den Deckel aufsetzen, einige Kleckser Creme drauf und dann noch mit Rhabarber-Kompott abschliessen.

Sage und schreibe ein Jahr dauert unser Glück bereits. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und ich kann es immer noch nicht glauben, wie rasch ich mich wieder in dieses Beziehungsding vertiefen und wohl fühlen konnte. Ich bin und bleibe ein Beziehungstyp und nach vielen erfolglosen und auch frustrierenden Versuchen, endlich das Gefühl und das Vertrauen zu haben, angekommen zu sein, was gibt’s Schöneres? Wir geniessen die Zeit zu zweit jeweils sehr und sind auch zu Dritt mit meiner Tochter ein unschlagbares Team.

Auf das Wochenende in London habe ich mich nun speziell gefreut, zumal ich unseren Weekend-Trip erst zwei Wochen vorher gebucht und doch ein verhältnismässig tolles Schnäppchen in einem genialen 4* Hotel direkt am Hyde Park beim Lancaster Gate gefunden hab. In London mag ich die vielen tollen grünen Pärke, mit den Doppelstock-Bussen durch die Gegend fahren, rummarschieren an den einschlägigen Touristen-Orten vorbei, Shopping, Covent Garden, ein Spaziergang der Themse entlang, Pubs, Bier und das viele internationale Essen.

Uber – #1 First one

Das erste First one war unser Transfer vom Flughafen zum Hotel. Luton ist spät abends nicht mehr so gut an die Stadt angebunden und echt weit draussen – deshalb wohl der günstige Flugpreis. Ich habe mich im Internet schlau gemacht, wie man wohl um 22.30 Uhr abends noch in die Stadt kommt – ohne gross umzusteigen oder noch zu Fuss gehen zu müssen. Und da habe ich Uber für mich entdeckt und getestet. Mit dem App habe ich noch im Ankunftsbereich ein Uber bestellt. Fix wurde mir der Preis und der Fahrer zugewiesen, der uns dann im Drop-off-Bereich erwartet hat. Nachts ohne viel Verkehr war der Transfer reibungslos und schnell und wir konnten noch vor Mitternacht im Hotel einchecken. Abgerechnet wird über Kreditkarte und man steigt aus, nimmt das Gepäck und erledigt ist die Sache! Ich muss sagen das Uber-Erlebnis hat mir gefallen. Allerdings würde ich es nicht als Frau alleine benutzen, vor allem nicht nachts. Irgendwie mache ich mir da wegen der Sicherheit sorgen. Aber zu zweit. Eine ganz tolle Sache.

Joggen im Hyde Park – #2 First one

Das zweite First one war am Samstag früh die Jogging-Runde im Hyde Park. Es war herrlich gemeinsam in der ruhigen Morgenzeit durch den Park zu joggen. Für mich war das der perfekte Start in einen spannenden Erkundungstag in London – das ich ja schon genug kenne und darum nichts mehr muss, dafür alles darf! Der Hyde-Park bietet ja mega viele Sportmöglichkeiten und wir sind vielen anderen Joggern begegnet. Am Sonntag haben wir die Runde gleich wiederholt. Der einzige Unterschied war, dass es aufgrund des traumhaften Wetters schon viel mehr Menschen unterwegs hatte. Aber es hat sich so gut angefühlt. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich morgens ohne Frühstück im Bauch überhaupt Energie habe eine Runde laufen zu gehen. Aber es gibt’s, was es nicht gibt und dieses Gefühl motiviert mich, meine Trainings und meine Laufroutine wieder zu verstärken und diese besser in meinen Alltag einzubauen. Ich möchte unbedingt fitter werden, mich wohler fühlen im Körper und auch wieder auf meine 10-Km Distanz trainieren.

Besuch bei Deliciously Ella – #3 First one

Das dritte First one war das Frühstück bei Ella. Von Ella oder besser von Delicously Ella habe ich schon berichtet und ich beschäftige mich derzeit ja intensiv mit gesunder Ernährung, leichter und schneller Zubereitung von gesunden und schmackhaften Gerichten und wie ich meinen Vorrats- und Kühlschrank ausstatten muss, damit mir dies gelingt. Wir waren also bei Ella – ja mein Schatz hat sich nicht geweigert, dieses Frauen-Ding mit mir zu machen und wir haben dort gefrühstückt. Natürlich gabs kein Rührei und keinen Speck, aber Overnight Oat und Birchermüesli – ganz normal, einfach ohne Kuhmilch, sondern mit Hafermilch. Auch der Cappuccino war mit Hafermilch – etwas gewöhnungsbedürftig. Für einmal.

Ich bin der Meinung, solange man nicht an irgendwelchen Allergien leidet oder etwas nicht verträgt, sollte man bei den ursprünglichen Lebensmitteln bleiben. Kuhmilch schmeckt für mich einfach geschmacklich besser, weniger süss und neutraler als Hafermilch, die ausserdem noch mehr Kalorien hat. Ausserdem ist es wichtig, dass man die richtigen Nährstoffe zu sich nimmt und nicht auf Lebensmittel verzichtet, nur weils grad im Trend liegt. Ich werde also weiterhin Milch trinken und für meine Overnight Oats verwenden oder einen Schuss davon im Kaffee geniessen. Da ich auch keine Gluten-Unverträglichkeit habe, werde ich einfach auf Vollkorn-Produkte, Dinkel-Pasta, etc. achten und diese in meinem Vorratsschrank lagern.

Tate Modern – #4 First one

Das vierte First one war die Tate Modern mit dem einerseits eindrucksvollen Gebäude und den modernen Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Neben der fantastischen Aussicht vom 10. Stock aus, hat mich vor allem das Projekt mit den Gratisschuhen an der Mexikanisch-Amerikanischen Grenze beeindruckt. Eine Frau hat Schuhe, die über eine Karte der Grenze, einem Kompass, Geheimfach für Geld, etc. verfügen, gratis an illegale Migranten an der Grenze zwischen Mexiko und USA abgegeben. In San Diego wurden die benutzten Schuhe dann versteigert. Coole Idee – der Shitstorm vorprogrammiert!

Natürlich waren wir abends auch essen und haben uns leiten lassen von einem der top bewerteten Restaurants der Stadt – Kin + Deum – einem Thai-Restaurant. Ich habe extra das Restaurant vorreserviert und bewusst sind wir weder in ein Pub zu Fish & Chips noch zu einem der vielen Italiener. Das Restaurant lag eigentlich weit weg von unserem Hotel, aber wir haben dann mit Google Maps unseren Weg ganz leicht quer durch die Stadt gefunden. Das Essen war sehr lecker und wir können das Restaurant nur empfehlen. Ich liebe es ja in London den Bus zu nehmen. Einfach einsteigen und dann irgendwo hin zu fahren – einfach der Nase nach. Man sieht vom Bus aus so viele kleine Details und entdeckt die Stadt wieder komplett anders. In London habe ich auch nie Angst den Bus zu nehmen, während ich in Paris oder so nie den Bus nehme.

London war ein mehr als perfekter Ort für unser Weekend zu zweit. Und ich freue mich schon auf unser nächstes Weekend in London im Herbst.

Gebucht habe ich über ebookers.ch.

In meinem Blog geht es ja um das kleine und grosse Glück im Alltag. Darum, dass man mit wachem Geist und offenen Herzen, die kleinen und grossen Momente allein oder mit anderen, mit Familie, Freunden, Kind und Partner geniesst. Es geht also darum bewusst durchs Leben zu gehen oder eben achtsam.

Achtsamkeit muss man lernen

Auch mir gelingt es nicht immer gleich gut, achtsam zu sein, liebevoll mit mir umzugehen, zufrieden und dankbar zu sein, mit dem Leben, das ich mir aufgebaut hab und das ich heute führe. Denn auch bei mir liegen immer mal wieder Steine im Weg und ich kann mit mir und meinem Leben hadern. Das waren jahrelang meine Trennung und dieser Konflikt, der da immer mal wieder aufgepoppt ist, Widrigkeiten am Arbeitsplatz, die mich dazu gezwungen haben, die Stelle zu wechseln oder Diskussionen und Ungereimtheiten mit Nachbarn. Manchmal war es auch Herzschmerz oder der Streit in der Partnerschaft, der mich einfach runterzieht und verunsichert. Euch geht es bestimmt auch so, man ist nicht jeden Tag per se gut drauf und das muss ja letztlich auch nicht sein. Wichtig ist, wie geht man mit all den Widrigkeiten um? Wie bewältigt man Situationen, die einen verletzen und weh tun? Wie kann man sich selber schnell wieder aus dem Loch holen und wie mit seinen Emotionen umgehen? Wie kann ich lernen Dinge nicht zu persönlich zu nehmen und entsprechend anders damit umzugehen? Und wie sehe ich trotz Regenwolken und schlechtem Tag etwas Gutes oder Positives?

Ich habe mich in den letzten 5 Jahren sehr mit Achtsamkeit, Dankbarkeit, Zufriedenheit und Selbstliebe beschäftigt. Und denke, dass ich auf gutem Weg bin. Runterziehen tun mich zwar auch heute noch viele Dinge, die mich dann auch tagelang beschäftigen können, aber ich finde, ich habe alles viel besser in den Griff bekommen.

Kraft- und Ruheorte schaffen und Beschäftigungen, die ablenken

Ich habe mir einige Strategien oder Werkzeuge zurechtgelegt, die mir helfen wieder den Fokus zu finden und zur Ruhe zu kommen. Dies sind zum Beispiel Kraft- und Ruhe-Orte oder Beschäftigungen mit denen ich mich ablenken kann. Natürlich helfen mir auch immer meine Familie, mein Partner und Freundinnen und Freunde, um darüber zu sprechen. Kraftorte sind mein Zuhause, dann im Sommer der Hallwilersee zum Baden und die Seele baumeln lassen, der Üetliberg oder der Türlersee zum Spazieren. Sport treiben hilft mir auch, wenn ich beim Joggen die Wut rausrennen kann, dann geht’s mir nachher viel besser und ich sehe meist auch klarer. Früher musste ich immer alles mit diversen mir nahestehenden Personen besprechen – Hauptsache, alles was mich so aufwühlt, konnte raus. Heute ist das viel besser geworden und mir hilft in Momenten der grossen Wut oder der grossen Ohnmacht einfach auf dem Sofa zu liegen und effektiv nichts zu tun, TV zu schauen, Musik zu hören, meine Gedanken aufzuschreiben, zu lesen oder einfach die Stille aufzunehmen. Ich habe auch gelernt ganz bewusst Zeit mit mir alleine zu verbringen zu Hause oder mal auf einem Weekendtrip. Inzwischen geniesse ich diese Auszeiten vom Trubel und der Hektik sehr. Es bedeutet für mich Lebensqualität.

Wenn es ganz schlimm ist, zeigt mir mein Körper genau, was er braucht. Meistens ist das einfach Ruhe! Schlafen hilft in der Regel ganz gut. Wie mein Körper reagiert, wenn er nicht mehr kann und dass ich definitiv darauf hören sollte, hat er mir im letzten Jahr ganz genau gezeigt. Im Herbst hatte ich alle möglichen Symptome von Schnupfen, über plötzliches Erbrechen – und ehrlich ich bin definitiv nicht schwanger – bis hin zu Augenflimmern und Problemen mit dem Fokussieren auf den Bildschirm als ich eine Medienmitteilung hätte verschicken sollen, gefolgt von starken Kopfschmerzen. Es hat aufgehört mit dem Tag, als ich entschieden habe, auf mich und meine Gesundheit zu hören und mich aus der schwierigen Situation rauszunehmen.

Höre auf dein Bauchgefühl

Mein Bauchgefühl, das mir in der Regel sagt, obs gut oder schlecht ist und mein Körper zeigen mir – ich sollte öfter darauf hören! Und dieses untrügliche Gefühl gibt mir Sicherheit. Hör darauf und du liegst richtig. Klar, es ist schon gut noch genau die Situation zu reflektieren und noch alles Pro und Cons zu prüfen. Aber mein Bauch täuscht mich nicht! Hat er im Rückblick noch nie. Diesem ureigenen Instinkt auf diesen hab ich nun gelernt zu hören.

«Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede»

Ich denke der Schlüssel ist tatsächlich Achtsamkeit und das zu trainieren, deshalb werde ich in den nächsten 8 Wochen einen sogenannten MBSR-Kurs besuchen. Ich bin überzeugt, je mehr ich ganz bei mir bin, desto besser werde ich mit schwierigen Situationen im Leben umgehen können, desto ausgeglichener werde ich und desto schneller kann ich Niederlagen, Trauer, Wut und Schmerz verarbeiten und falle hoffentlich weniger in alte Muster zurück. Und mit diesem Achtsamkeitstraining bin ich überzeugt, werden mir noch bewusster die schönen Dinge im Leben auffallen. Eben das kleine Glück, über welches ich hier immer wieder berichte. Wenn man bewusst durchs Leben geht und darauf achtet, dann freuen einen der Kaffee mit der Teamkollegin am Morgen oder der schöne Baum am Strassenrand, das tolle Lied, das im Radio läuft oder die Nachricht einer Freundin, das Telefon mit dem Partner oder das spontane Znacht im Restaurant mit ihm. Und plötzlich sind das über den Tag gezählt, ganz positiv aus. Sich daran festhalten – die schönen Dinge aufsaugen und bewahren. Darum geht’s mir und darum geht’s doch im Leben. Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede!

Ich besuche den MBSR-Kurs bei Migros Klubschule. Die Kurse werden von vielen Krankenkassen bis zur Hälfte übernommen, da Achtsamkeit zu einer gesunden Lebenseinstellung beiträgt. Über den MBSR-Verband sind zusätzlich Kurse auffindbar.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit kann als klares und nicht-wertendes Gewahrsein dessen bezeichnet werden, was in jedem Augenblick geschieht. Sie ermöglicht uns, Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle und alle anderen Wahrnehmungen, ob angenehm, unangenehm oder neutral, zu erfahren und so zu akzeptieren, wie sie sind – das Leben also tatsächlich zu erleben, wie es sich von Augenblick zu Augenblick entfaltet.

https://mindfulness.swiss/

http://www.klubschule.ch

Wer liebt sie nicht, die Waffeln, deren Duft den Raum erfüllen. Mmmmh. Heute haben wir welche selber gemacht als kleines Familienkochprojekt. Es ist das erste Wochenende seit meine Süsse aus den Ferien zurück ist und 10 Tage weg war. Als ich sie Mitte Woche wieder in den Arm nehmen konnte – ich bin fast geplatzt vor Glück. Ihren Duft zu riechen, sie zu herzen, ihre grossen Augen zu sehen, ihr zuzuhören und ihren Erzählungen zu lauschen. Glück ist auch zu sehen, wie sie sich freut, wieder zu Hause zu sein mit ihrer unbändigen Energie beim Singen, Tanzen, Turnen, Plappern, Schminken, Verkleiden und Schauspielern.

Das Glück ist greifbar, spürbar und ich hätte den Abend noch lange so draussen beim Znacht und Spielen verbringen können. Wir haben so viel gelacht und sie hat ständig gekichert. Es war perfekt. Ein Moment zu festhalten – ein kleiner Augenblick, der mir so viel gibt. Meine Süsse wieder bei mir.

Für mich bedeutet das Zusammensein mit meiner Tochter extrem viel. Vor allem wenn das Kind nicht jeden Tag bei dir ist, sondern gemäss neuer Betreuungsregelung und neuem Sorgerecht nur noch 50%. Zu Beginn war das extrem hart. Plötzlich ist das 2jährige Menschlein nur noch die Hälfte der Zeit bei einem. Die andere Hälfte muss man sich dann irgendwie selber beschäftigen – am einfachsten man geht einer Arbeit nach. Ich hab seit ihrem ersten Lebensjahr 60% gearbeitet. Und in der restlichen Zeit habe ich sie selber betreut. Ich hab aufgrund des ständigen hin und hers auch möglichst darauf geachtet, dass wir viel Zeit miteinander verbringen und sie genug Raum hat, um selber zu wuseln. Es war auch immer wichtig, dass sie in der 2. Wochenhälfte bei mir zur Ruhe kommen kann. Wir sind also nicht noch irgendwo zum Turnen, Singen oder fix jede Woche mit Andern verabredet gewesen, sondern haben viel Zeit einfach zu Hause, auf dem Spielplatz und in der gewohnten Umgebung verbracht. Diese Ruhephasen waren sehr wertvoll und begleiten uns noch heute.

Wir sind ein top Zweiergespann

So waren wir jahrelang ein top Zweiergespann – in den Ferien, an Wochenenden und in der Freizeit sieht man uns zusammen. Es hat auch zum Beispiel nicht viel gebracht in ein spezielles Familienhotel zu fahren, da sie eh lieber mit mir zusammen war, sogar am liebsten bei mir im Bett schlief anstelle des coolen Hochbetts. Wie auch immer – je grösser sie wird, umso leichter wird alles und es macht mir total viel Spass mit meiner «Mini-Me» die Welt zu entdecken. Wie ich schon mehrfach beschrieben hab, gehen wir sehr oft nach Nizza in die Ferien. Hier zeigt sich nun, dass wir beide da alles haben, was wir für unsere gemeinsame Zeit und unsere Ferien brauchen. Nämlich nicht viel – vor allem aber Zeit wir zwei mit Dingen, die wir gerne tun. Karussell-Fahren, Crêpe essen, Eis schlecken, baden im Pool und kleine Ausflüge in die Umgebung. Oder was denkt ihr, was braucht ein Kind im Kleinkind, Vorschul- oder Schulalter? Ich bin überzeugt, dass es nicht unbedingt Reisen um die Welt sein müssen. Abgesehen davon kann ich mir das nicht leisten. Das ist nämlich ein anderer Aspekt, den eine Trennung rsp. Scheidung mit sich bringt. Aber zu diesem Thema und meinen Gedanken über das aktuelle Ehe- und Scheidungsrecht an anderer Stelle.

Zeit mit sich selbst ist enorm wichtig

Wie wichtig es ist, in einer Trennungsphase und bei einer Scheidung, vor allem wenn die Kinder noch so klein sind, ganz bei sich zu bleiben und nicht auf den Protz- und Konsumkurs einzusteigen, damit habe ich mich sehr intensiv beschäftigt. Der Aufbau und die Stärkung einer stabilen Beziehung zu meiner Tochter war für mich. extrem wichtig. Meine Grenzen kennenlernen und kennen, mir treu bleiben und auch wenn mein Schatz nicht immer bei mir ist und nicht immer alles durchgehen lassen. Ich glaube auch, dass diese intensive Auseinandersetzung mit meinen Werten, Grenzen, Wünschen und Bedürfnissen, ja auch einfach die viele Zeit, die ich mit mir alleine verbracht habe, mir heute zugutekommen und auch in der Beziehung zu meiner Tochter helfen, unsere Verbindung zu stärken.

Seit rund einem Jahr sind wir auch oft als Dreiergespann unterwegs. Mit meinem neuen Partner versteht sich meine Süsse bestens. Im Spiel beim Turnen, Singen und Tanzen vergessen sie zuweilen auch mich.

Jetzt freue ich mich auf die Sommermonate zu Hause im Garten, wenn wir abends grillieren, zusammen essen, und viel zu lachen haben. Auch freue ich mich auf so kleine Dinge wie Radfahren an der Reuss entlang, Bräteln im Wald oder Camping im Sommer. Einfach Family-Time. Quality-Time.

Familienzeit am Wochenende ist mir sehr wichtig

Familienzeit am Wochenende ist mir sehr wichtig. In der Regel haben wir an den Wochenenden zwar Programm, aber nicht zum Einkaufen, Putzen oder Ordnung machen. Ich mag es generell nicht so voll durchgetacktet zu sein mit samstäglichen Einkaufsritualen. Früher war mir das schon ein Graus. Ich war oft fremdgesteuert und meine Vorstellung von Wochenende wurde da gar nicht wahrgenommen. Ich fühlte mich oft gehetzt, unzufrieden und am Ende wenig erholt. Selbst eine kleine Siesta am Sonntagnachmittag wurde zur Tortur, weil es negativ aufgefasst wurde und ich später den Vorwurf hören musste, was ich anstelle ausruhen besser hätte machen können. Seit fünf Jahren hat sich das komplett geändert. Meine Wochenenden sind dazu da, mich zu erholen, gemeinsame Momente zu verbringen und die Zeit zu geniessen. Wir lieben es gemütlich aufzustehen, fein und ausgiebig zu frühstücken, dann zu spielen, nach draussen zu gehen, Sport zu treiben, Abends gemeinsam zu kochen, fein zu essen, vielleicht eine DVD zu schauen. Und selbst bei Huddel-Wetter, wie dieses Wochenende, geniessen wir es einfach miteinander. Alle zufrieden mit dem gemeinsamen Weekendplan!

Frühling auf dem Teller

Heute haben wir uns den Frühling auf den Teller geholt und selber Waffeln mit Vanillesauce und frischen Erdbeeren gezaubert. Gemeinsam haben wir den Teig gemacht, die Waffeln gebacken, die Schüssel ausgeleckt und dann mit schon halb vollem Bauch noch die Waffeln gegessen. Mmmh! Das Rezept findet ihr hier:

Sonntagswaffeln

Für 6 Waffeln

125 gr. weiche Butter

75 gr. Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz                                                        Rühren bis die Masse hell ist

3 Eier                                                                   einzeln unterrühren

250 gr. Mehl

2 TL Backpulver                                               Mischen

2 dl Milch                                                           Mehlmischung und Milch abwechselnd unterrühren

2-3 Esslöffel Teig auf das Waffeleisen geben und 3 Minuten backen

Mit Puderzucker bestäuben.

Dazu passt Schlagrahm, Vanillecrème und frische Früchte wie Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, etc.

mmmh, lecker!

500gr Urdinkel-Mehl

11/2 TL Salz                        In eine Schüssel geben und mischen

21g Hefe zerbröckelt

3,5dl lauwarmes Wasser

2 EL Olivenöl                      Dazugeben und mit einer Kelle untermischen.

                                               Zu einem glatten Teig kneten

                                               1h aufs Doppelte aufgehen lassen

Teig auswallen, auf das Backblech geben, mit Tomatensauce bestreichen und dann beliebig belegen.

Backen bei 200°C, 25 min.

Die Teigreste geben ein feines Dinkel-Brot – einfach formen, mit Wasser bestreichen und ab in den Ofen bei 200°C, 25-35 min. backen.

Ich liebe es durch Bücherläden zu stöbern. Ich liebe Bücher sehr. Schon immer. Ich lese auch sehr gerne und oft. Bücher und das Lesen inspirieren mich und eröffnen mir wie das Reisen den Horizont.

Bücher sprechen mich förmlich an, wenn ich das Titelbild betrachte und dann den Umschlag lese, durch die Seiten blättere und Sätze und Worte überfliege. Wenn ich einen Roman auswähle, dann ist das in der Regel mein Bauchgefühl, das mir sagt, dieses Buch mag ich. Es gibt aber auch Bücher, die muss man halt gelesen haben, die grossen Klassiker, die ich damals in der Schule lesen musste von den grossen Schriftstellern unserer Zeit. Zum Teil war das dann keine grosse Liebe und so habe ich es auch nicht schlimm gefunden, als ich Kant, Goethe, Dürrenmatt und Mann, etc. einfach sein lassen durfte und nicht mehr bis ins letzte Detail analysieren und interpretieren musste! Ich liebe es auch Bücher auf Englisch zu lesen. Früher habe ich sogar Romane auf Französisch verschlungen, aber das ist doch schon etwas her.

„Abends lesen bis einem die Augen zufallen.“

Ich habe auch immer mehrere Bücher irgendwo rumliegen und in die Ferien da nehme ich immer mehrere mit, weil ich mich nicht entscheiden kann, aber auch weil ich auf Reisen – allein irgendwo – oder in den Ferien sehr viel lese und mich so in der neuen Umgebung finde und in den Romanen vertiefen kann. In Ruhe irgendwo in einem Café sitzend ein gutes Buch lesen, das einem fesselt. Am Strand den ganzen Tag beim Lesen verbringen, oder abends lesen, bis einem die Augen zu fallen. Oder einfach noch so lange zu lesen, bis das Buch fertig ist. Bei wirklich spannenden und fesselnden Büchern kommt dann etwas Wehmut auf und ich werde kurz etwas melancholisch, blättere und lesen nochmals die letzten Seiten, lasse das erfasste, setzen und etwas ruhen, bevor ich dann das nächste Buch zur Hand nehme.

Eben habe ich das Buch «Judo mit Worten» gelesen. Sehr spannend. Sehr treffend. Sehr köstlich und humorvoll. Und die Tipps sind wirklich toll. Denn auch ich bin nicht immer schlagfertig. Auch ich weiss mal nicht wie reagieren. Und zum Teil ärgern mich dann Bemerkungen, Dinge und Aussagen so sehr, dass ich mich noch Tage später darüber aufrege. Mir fehlt dann in Situationen, wo es sehr persönlich wird, die nötige Distanz oder die nötigen Tricks, um mich fein, aber nicht gemein, zur Wehr zu setzen. Mit den Tipps aus dem Buch hoffe ich in Zukunft nicht mehr sprachlos sein zu müssen und vor allem nicht mehr alles persönlich nehmen zu müssen, sondern allem mit Humor zu begegnen. Ich werde nun daran arbeiten!

Koch- und Ernährungsbücher zum Stöbern

Aktuell habe ich auch Kochbücher im Visier – also nicht klassisch Annemarie Wildeisen oder Betty Bossi sondern mich interessieren alle Themen rund um gesunde Ernährung. Das neue Buch von LouMalou ist so ein Buch oder die Bücher von Deliciously Ella. Wie kann ich gesunde Ernährung kombinieren mit Fleisch, Fisch und den Bedürfnissen meiner Tochter? Wie kann ich mich gesund, ausgewogen, nicht ausschliesslich fleischlos, ernähren. Und haben da noch all die Lieblingsrezepte wie selbstgemachte Spätzli, Lasagne, Ghackets mit Hörnli etc. platz? Was fehlt in meinem Vorratsschrank und wie kann ich meinen Kühlschrank aufpeppen, damit immer was Schmackhaftes und doch Gesundes auf den Tisch kommt ohne gleich Stunden in der Küche zu stehen? Und letztlich geht es etwas darum, wie kann ich mich gesund und ausgewogen ernähren ohne gleich sehr tief in den Geldbeutel zu greifen? Ich werde diesen Fragen in der kommenden Zeit nachgehen – und mir Gedanken dazu machen, einiges vielleicht umsetzen und mit Freude und Lust neue Rezepte probieren, die ich vielleicht in unsere Lieblings-Rezeptsammlung aufnehme. Mal sehen!

Und die selbstgemachte Dinkel-Pizza

Mmmh! Knusprig und sehr lecker!

Am Wochenende habe ich wieder intensiv in den Kochbüchern gestöbert. Es war dann zwar nur die Lust auf Pizza – aber eben selbstgemachte Pizza. Und das vom Teig über die Sauce bis hin zu den frischen Zutaten drauf. Das ist zwar ein Klassiker auch bei uns zu Hause, aber eben: Den Teig habe ich aus Urdinkel-Mehl gemacht. Das Rezept findet ihr hier. Und aus dem Rest des Teigs habe ich ein feines Urdinkel-Brot gebacken. Es war sehr lecker und hat nach meiner kurzen Magen-Darm-Infektion, meinen Magen beruhigt und meine Lust aufs Essen zurückgebracht.

Der März war vollgepackt mit wunderbaren Momenten und Erlebnissen. Ich durfte wieder mal nach Paris reisen – für einmal nicht alleine – sondern alles aufsaugen mit meinem Schatz, was Paris zu einem ganz besonderen Erlebnis und Moment gemacht hat. Gleich darauf sind wir nach Mailand und in die Toscana. Das Eros Ramazzotti-Konzert war echt der Hammer und ich mitten drin!

Freunde fürs Leben

Weiter gings nach Ulm zu unseren Freunden. Freunde wie sie zu haben, bei denen sich alle rundum wohl fühlen und die sich alle so wunderbar verstehen – was will man mehr. Meine Tochter und ich gehen sie seit Jahren regelmässig besuchen und für mich ist es wie Ferien. Die Mädchen verstehen sich bestens und wir sehen 2 oder 3 Tage kaum was von ihnen, da sie sich so gut miteinander beschäftigen. Somit sind wir Mamis auch sehr entspannt. Die gemeinsame Zeit ist immer ganz wunderbar und die Abschiede auch sehr tränenreich. Seit im November mein Schatz sie alle kennengelernt hat, fahren wir zu dritt nach Ulm. Was für mich noch eine Portion schöner ist, denn auch er versteht sich wunderbar mit allen! Diesmal gings für die Männer extra zum Fussball-Spiel! Besser geht’s kaum!

Nach Ulm sind wir dann zum Abschluss noch einige Tage nach Nizza gefahren. Dies zum Ende eines ereignisreichen Monats, aber auch zum Abschluss einer durchaus auch turbulenten Zeit. Ich habe meine Stelle aufgegeben und jetzt im April bin ich neu im Job gestartet. Ich bin immer noch ganz aufgeregt, was da alles auf mich zukommen wird. Mit den Jahren ist man auch nicht mehr so flexibel und die Erfahrung, die prägt halt doch! So sehr ich mich bemühe, entspannt zu sein, nicht gleich alles zu hinterfragen und nicht gleich hinter allem eine fiese Tat zu sehen, ein gebranntes Kind… Das was man durchgemacht hat, macht einem vorsichtig. Ich bin gespannt, wie es wohl da nun weitergeht. Drückt mir die Daumen, dass alles gut kommt!

Glück ist, wenn du mit dir selbst zufrieden bist und dafür nicht die Bestätigung anderer brauchst.

Unbekannt.

Ich habe die Zeit in den vergangenen vier Monaten gebraucht, um mich zu erholen, neue Projekte anzustossen und meine Ideen fliessen zu lassen. Vor allem aber habe ich die Zeit gebraucht, um abzuschliessen, zu verarbeiten und mich wieder zu stärken. Mich selber zu reflektieren, an mir zu arbeiten, Probleme zu lösen, die noch im Raum standen. Auch über meinen Schatten springen – nicht immer alles mit meinem sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu erkämpfen. Sondern einfach mal sein lassen, damit ich in Frieden und Ruhe mein Leben mit meinem Partner, meiner wunderbaren Tochter, in unserem schönen Zuhause – mit allem was wir haben – einfach geniessen können. Zufrieden sein dürfen mit dem was ich aufgebaut habe. Mich nicht messen zu müssen an anderen.

Ich bin gut – so wie ich bin!

Ja, das hat mich bewusst oder unbewusst stark beschäftigt und ich bin immer wieder verblüfft zu sehen, was ich alles so auf die Reihe kriege und wo ich mich eben nicht unterkriegen lasse. Wie ich mich intuitiv schütze, wo ich intuitiv handle und reagiere – auch wenn es andern nicht gefällt. Aber genau da ist der springende Punkt. Was andere tun und über mich denken. Ist mir piep egal! Echt. Das ist für mich so ein Novum. So ein Wow-Moment. Was für mich zählt und wichtig ist, dass ich mit mir zufrieden bin, dass ich mir jeden Tag in die Augen schauen kann und sagen: „Ich bin gut – genauso wie ich bin.“

Im Moment beschäftige ich mich wieder stark mit dem Thema persönliche Wertvorstellungen, wie ich diese meiner Tochter als Vorbild vorlebe und ich sie so zu einem rechtschaffenen, respektvollen, toleranten und ehrlichen Menschen erziehe.

Bereue nicht

Meine eigenen Werte zu erkennen, diese zu verinnerlichen und nach diesen zu Leben geschah nicht von heute auf morgen. Es war ein jahrelanger Prozess zu erfahren, erkennen und anzunehmen, wer ich wirklich bin. Ich habe Abzweigungen genommen, die nicht in die richtige Richtung führten, ich hab Entscheidungen getroffen, die sich heute als vielleicht schlecht erwiesen haben, aber ich war mir immer treu und lustigerweise, bereue ich nichts.

Wenn ich heute meine Tochter ansehe, dann bin ich stolz über meinen Weg und wie ich ihr meine Werte vorlebe. Mir ist gerade in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, wie grundsolide diese Werte sind, wie Anstand, Respekt, Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Toleranz. Aber auch grenzenlose Freude am Leben. Sie ist ein äusserst fröhliches und beliebtes Mädchen in der Schule. Alle sind in sie verliebt in sie mit ihrer offenen, fröhlichen, kommunikativen und herzlichen Art. Von der Lehrerin über die Sekretärinnen, den Hauswart auch den Schulleiter – ja, mein Schatz weiss genau, wie sie mit ihrer Art alle um den Finger wickelt. Nur, reagieren – wie so oft im Leben – nicht alle Menschen gleich auf einen – auch sie erlebt von Kindern und Erwachsenen Ablehnung. Dies hat wahrscheinlich in diesem Fall mit Eifersucht und deren Unvermögen zu tun. Schliesslich können nicht alle Menschen mit so einem Sonnenschein umgehen.

Ich bin ich

In der letzten Woche habe ich mir Gedanken darüber gemacht, weshalb mit manchen Menschen einfach kein gesunder und vernünftiger Umgang möglich ist. Ich bin jemand, der den Menschen an sich, einfach sein lässt, so wie er ist. Ich versuche nicht jemanden zu ändern, so zu biegen, wie ich es will oder gar dem noch meine Werte aufzudrücken. Dies hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich bei mir bin, zu mir sehr ehrlich bin und nicht mich vergleichen muss mit andern. Ich bin ich. Diese Woche musste ich aber erfahren, dass im Umgekehrten dies oftmals nicht möglich ist und es Menschen gibt, die nicht die Grösse oder Fähigkeit haben, um zu verstehen, dass man jemanden nicht umbiegen kann oder soll.

Ich für meinen Teil kenne meine Grenzen, kenne meine Werte und stehe dafür ein. Ich habe keine Angst, ich weiss und hab gelernt, wie ich mich wehren kann und das irritiert noch mehr. Denn wer mag schon starke Frauen, starke Persönlichkeiten, die ihren Wert kennen und wissen wer sie sind. Weil sie reflektiert sind, weil sie ihren Selbstwert kennen und in sich Ruhen. Genau zu so einer Person werde ich meine Tochter erziehen. Und ich freue mich, sie aufwachsen zu sehen. Ich werde wahrscheinlich platzen vor Glück und Stolz!

Mein kleiner Moment des Glücks

Geplatzt vor Stolz bin ich am Freitag fast, als meine Süsse ihre erste Gesangsstunde hatte. Sie liebt es zu singen und zu tanzen. Sie singt ständig – selbsterfundene Lieder oder auch lauthals was so bei uns läuft von Helene Fischer – ich weiss, meine Schwäche – über Schwiizergoofe oder aktuelle Hits. Sie singt fürs Leben gern. Seit letztem Sommer geht sie in den Kinder- und Jugendchor, probt einmal die Woche und hatte auch schon Auftritte. Die Leidenschaft fürs singen und tanzen möchte ich bei ihr fördern – Rechnen ist schliesslich nicht alles im Leben und daher schicke ich sie jetzt in den Gesangsunterricht. Ihre erste Stunde war am Freitag und sie hat mit der Singlehrerin die Lieder für den Auftritt vom Samstag geprobt. Ich sass da – hab sie angeschaut und war einfach nur stolz und dankbar. Sie singen zu sehen, mit welcher Freude und Leidenschaft, ihre strahlenden Augen. Puh! Sie trifft jeden Ton, singt klar und mit starker Stimme! Diesen Moment einzufangen. Festzuhalten. Mein kleiner Moment des Glücks.

Nizza vom Mont Boron

Nizza mon Amour! Ich liebe Nizza. Nizza ist meine 2. Heimat, mein Kraftort. In Nizza kann ich mich erholen, sein, geniessen, mich entspannen, Neues entdecken, Alltägliches machen und einfach Glücksmomente verbringen. Nizza ist in meinem Leben seit meinen Teenager-Tagen. Und es ist seit mehr als 20 Jahren immer traumhaft wieder nach Nizza zu fahren und Ferien, ein verlängertes Wochenende oder einen kurzen Moment hier zu verbringen. Ich werde in meinem Leben nie genug von Nizza bekommen. Und selbst die immer selbe Aussicht vom Balkon der kleinen Wohnung am Mont Boron mit dem unvergleichlichen Ausblick auf das Meer, den Hafen, den Chateau-Hügel und die Promenade d’Anglais beglückt mich jedes Mal aufs Neue! Ich bin ein Glückspilz, dass ich Nizza nun seit fast 7 Jahren auch mit meiner Tochter geniessen darf. Sie liebt es genauso wie ich im Pool baden zu können, Crèpe zu essen, auf dem 100jährigen Karrussell die Runden zu drehen – Nizza geht absolut kindergerecht.

Die immer gleiche zauberhafte Aussicht!

Nizza hat sein Gesicht mit meinem Erwachsenwerden und mit meinem Leben verändert. Früher hab ich mit Freundinnen Ferien dort verbracht, morgens für unsere Uni-Prüfungen gelernt, abends sind wir in die Altstadt zum Znacht und Ausgang. Ich war verliebt die Sprache, das Essen, das Lebensgefühl, das Meer, die Sonne und die Stadt an sich und verliebe mich immer wieder neu in Nizza. Ich bin mit meinen Freunden nach Nizza in die Ferien und nun verbringe ich Ferien mit meiner Tochter dort oder entdecke viele neue Restaurants, Bars oder Orte an der Côte mit meinem Schatz. Gerade in der überteuerten Sommerferienzeit ist die Wohnung mit Pool, Meer, Stadt und einem grossen Familienangebot perfekt für Familienferien. Gut und günstig, wie das zweite Zuhause!

Nice mon amour!

Wir erkunden neben unseren Lieblingsorten in und um Nizza auch immer die Küste, wenn wir dort sind und ich geniesse es im Moment sehr, auch immer mal ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. So war ich im November letzten Jahres dort, an Silvester und bereits im Februar wieder. Winter in Nizza ist mild, sonnig. Herrlich! Am 1. Januar bei 18 Grad in der Sonne zu sitzen und das Jahr mit Prosecco einzuläuten. Puh! Es geht kaum besser! Oder im Februar die Ruhe zu geniessen, wenn die Touristen noch weit weg sind und man sich Zeit nehmen kann, in Ruhe durch die Altstadt zu spazieren oder Orte zu besuchen, die sonst völlig überfüllt sind. So sind wir in die Fondation Maeght in St. Paul de Vence gegangen. Diese Privatsammlung beeindruckt mit Giacometti, Mathys, Kandinsky. Leider gibts im Sommer kein Durchkommen! Auch St. Paul de Vence gehört zu unseren Lieblingsorten. Bevorzugt fahren wir mit dem Bus von Nizza dorthin, das ist entspannt und man muss sich weder um einen begrenzten Parkplatz sorgen, noch nach dem Weg suchen. Jetzt kann man die Gassen für einmal ohne Touristenmassen fotografieren. In der Ruhe lässt sich die Idylle noch viel besser aufsaugen und man verliebt sich auch in den Winnter an der Côte!

Die legendäre Promenade des Anglais

Gerade habe ich Nizza im Frühling wieder erlebt. Den Frühling, den man von früher kennt. Gemässigtes, stabiles, sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Das Klima hat sich auch stark verändert in den letzten 20 Jahren. Das Wetter ist nicht mehr von März bis Oktober stabil, sondern es regnet oft, teilweise Wochenweise, wie letztes Jahr und auch im Sommer gibt’s Gewitter und Regenfälle, die es früher nie gab. Zum Regenprogramm gibt´s natürlich auch Tipps. Aber ganz ehrlich, bei Regen kriege ich den Koller!

Wir sind eben 3 Tage in Nizza gewesen. Und haben Orte besucht, die noch in der Stille lagen. Wie St. Jean Cap Ferrat mit der Halbinsel, die sich wunderbar umwandern lässt. Ein Naturparadies mit der wilden Küste, dem rauen Meer, den Düften und den unglaublichen Farben. Im Sommer kann man sich hier zu Fuss kaum fortbewegen, weils zu voll und zu heiss ist. Aber jetzt ist es herrlich gewesen. Oder Eze Village. Das kleine Dorf klammert sich an den Felsvorsprung. Im Sommer streiten sich alle um den letzten Platz im Restaurant oder den letzten Parkplatz. Jetzt wars einfach wunderschön.

Im Moment entdecke ich die Côte gerade neu. Nizza und seine Winkel, Pärke, Aussichtspunkte. Nizza mit den vielen Bars & Restaurants, dem feinen Essen, guten Wein. Hier mal ein Apéro, dort eine Portion Moules et Frites. Hmmm, ich gehöre hier her, ich liebe es hier zu sein und werde auch in Zukunft nie genug davon kriegen. Und ich freue mich bereits auf die immer gleiche Aussicht, auf die immer selben Ausflüge und Spaziergänge. Aufsaugen. Abschalten. Sein und Geniessen.

Der März hats in sich! Eben war ich noch in Paris fürs Wochenende und nun schon in Mailand. Ich muss schon sagen, ich liebe das! Ich liebe es unterwegs zu sein, Neues zu entdecken, die Zeit zu geniessen irgendwo in einer fremden Stadt. Ich bin ein richtiges „Reisefüdli“ und es gibt fast nichts, was mir mehr Freude bereitet, als eine Reise zu planen, durch Reiseseiten zu stöbern, schöne Orte und Gegenden zu entdecken und ich kann die Reise selbst dann kaum erwarten. Und wenn ich alleine Reise kann ich wunderbar abschalten, in mich gehen, Kraft tanken. Reisen bereichert meinen Geist, ich sauge die Atmosphäre auf und lasse mich treiben und im wahrsten Sinne des Wortes: Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen! Drum ich könnte gar nicht sein ohne das Reisen, es eröffnet mir jedes Mal neue Horizonte! Es verwundert daher grad nicht, dass ich die Zeit im März nutze und einfach unterwegs bin, bis im April dann der Ernst des Lebens mit meinem neuen Job wieder beginnt.

Neben Frankreich gefällt mir Italien auch sehr gut. Wahrscheinlich kommen da Heimatgefühle hoch, denn als Viertel Italienierin fühle ich mich bei den Italienern einfach wohl. Mir gefällt die laute, fröhliche Art, die Sprache, aber eben auch die Andersartigkeit, dass man nicht alles so genau nimmt, und das mit einem Achselzucken hinnimmt. Mir gefällt die Landschaft, ob am Gardasee, in Montegrotto, Venedig, Varese, Mailand oder nun Forte dei Marmi. Ich bin einfach gern in Italien. Und ich kann Italien nun endlich besser kennenlernen, da mein Schatz Italien auch so mag wie ich! Wir sitzen gerne beim Apéro, schauen den Leuten zu, trinken an einer Bar ein Espresso und quatschen meistens gleichzeitig mit allen Leuten auf italienisch – dies obwohl ich es ja gar nicht so gut kann. Aber es spielt keine Rolle, es macht einfach Spass! Hier können wir einfach sein und fühlen uns beide so mega wohl! Es ist unbeschreiblich wie wir beide hier aufgehen und wie wir beide diese Italianità lieben.

Übers Wochenende sind wir nun nach Mailand ans Eros Ramazzotti Konzert gefahren. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Eine Halle mindestens so gross wie das Hallenstadion voll ausverkauft, singt jedes Lied mit! Jedes Wort! Sensationell! Ich mitten drin! Ich hab auch lauthals mitgesungen! Es hat mein Herz so berührt. Die Musik, die Stimmung, das Gefühl hier sein zu dürfen, unter all diesen Menschen. Teil vom Konzert in Mailand.

Am Samstag sind wir dann in die Toscana gefahren. In den berühmten Bade- und VIP-Ort Forte dei Marmi, den wir hier vielleicht am ehesten noch wegen Michelle Hunziker kennen, die im Sommer regelmässig hier die Wochenenden verbringt und in knappen Bikinis in der Sonne räckelt. Der Ort ist obwohl ja noch gar keine Saison doch schon recht bevölkert gewesen und bietet neben Restaurants, Stand und Luxusshopping eigentlich gar nicht so viel. Wir haben die Zeit genau bei ebendem genossen – Flanieren durch die Fussgängerzone, Schaufenstershopping bei all den Luxus-Labels und Essen und Trinken in den Restaurants und Cafés. Das Meer zu sehen und einfach dort zu sitzen bei angenehmen Temperaturen. Hmmm, wie schön ist das denn! Es hat so unglaublich gut getan, wegzufahren. Kraft zu tanken, abzuschalten und zu fokussieren. Wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Ausflug nach Bella Italia!