300 gr Tagliatelle

2 Zwiebeln

2 Fenchel

Olivenöl

1 dl Bouillon

1 dl Weisswein

2.5 dl Halbrahm

2 EL Crème Fraiche

½ Saft einer Zitrone

Salz und Pfeffer

Muskatnuss

Wenig Peterli

Zwiebeln in feine Streifen schneiden, Fenchel dünn hobeln. Olivenöl in einer grossen Pfanne heiss machen. Die Zwiebeln andünsten, dann Fenchel hinzugeben. Tagliatelle al dente kochen.

Den Fenchel mit Bouillon und Weisswein ablöschen. 5 Minuten stark kochen lassen, gelegentlich umrühren. Crème Fraiche und Halbrahm über den Fenchel giessen, Zitronensaft beifügen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen.

Tagliatelle mit Fenchel gut mischen. Peterli darüber streuen. Parmesan dazu servieren.

250 g Poulet-Minifilets

200 g Spinat frisch

0.5 dl Noilly Prat

1 dl Gemüsebouillon

75 g Crème fraîche

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

etwas frisch geriebene Muskatnuss

200 g Dinkel-Tagliatelle

Wasser im Wasserkocher für Nudeln aufkochen. Inzwischen die Mini-Filets in mundgerechte Würfel schneiden. Den Spinat gründlich waschen und abtropfen lassen.

In einer kleinen Pfanne den Noilly Prat und die Gemüsebouillon 2–3 Minuten lebhaft kochen lassen. Die Hitze zurückstellen, die Crème fraîche beifügen und gut verrühren. Die Sauce wenn nötig mit Salz sowie reichlich Pfeffer und Muskat abschmecken. Warm halten.

Das Nudelkochwasser salzen und die Tagliatelle darin nach Packungsangabe bissfest garen. Gegen Ende der Kochzeit den Spinat beifügen und kurz mitgaren.

Inzwischen in einer Bratpfanne die Bratbutter gut erhitzen. Das Pouletfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und kräftig braten. Nudeln und Spinat abschütten. Dann Pouletfleisch dazugeben und mit der Sauce gut mischen. Sofort in einer vorgewärmten Schüssel anrichten und servieren.

In der Glücks-Forschung gibt es fünf Pfeiler, die dazu beitragen, dass man dauerhaft glücklich ist:

Soziale Kontakte zu Freunden und Familie, Gesundheit (Sport und Ernährung), einen Job, der einem Freude bereitet, dankbar sein, Realitätssinn und im Hier und Jetzt leben. Gerade in den Zeiten des Verzichts ist es für das persönliche Glück wesentlich, wie man gelernt hat Glück zu empfinden und zu leben.

Hier einige Gedanken, weshalb ich mich trotz Krise glücklich und zufrieden fühle.

Wir müssen derzeit auf einiges verzichten – vor allem auf den grenzenlosen Konsum. Wir haben in einer Zeit gelebt, in welcher wir übersättigt waren an Konsummöglichkeiten – Einkaufen, Shoppen, Reisen, Unterhaltungsangebote ohne Grenzen und Limit. Alles war möglich und es gab keinen Stillstand. Ich für mich befasse mich schon länger mit dem Bewusst leben. Was macht mich glücklich? Wann empfinde ich Freude? Vielleicht hilft mir dieses Bewusstsein jetzt, doch auch ich bin und war nicht gefeit auf all die Konsummöglichkeiten zu verzichten.

Freude an den kleinen Dingen

Ich reise fürs Leben gern. Nizza als meine 2. Heimat ist einer Lieblingsorte und schnell bekomme ich jeweils Fernweh nach Nizza. Es fehlt mir auch jetzt. Die Vorstellung in den Frühlingsferien nicht nach Nizza zu können, löst eine gewisse Wehmut aus. Andere haben vielleicht ein Problem damit, dass sie nicht zum Coiffeur können, in die Maniküre oder Kosmetik. Wieder andere kochen vielleicht nicht gern und sehnen sich nach den offenen Restaurants. Wir gehen auch gern im Restaurant essen oder unternehmen am Wochenende regelmässig Dinge wie in den Zoo gehen, ins Kino, ins Schwimmbad oder machen einen Ausflug auf einen Berg. Ab und zu unternehmen wir einen Weekendtrip ins nahe Ausland, gehen einkaufen und shoppen. Ja, einfach was jeder gern tut. Aber im Moment erfreue ich mich, in meiner Küche feine Gerichte zu zaubern oder meinem Schatz und meiner Süssen beim gemeinsamen Kochen zuzuschauen. Und ich bin voll zufrieden damit.

Gemeinsame Zeit bekommt mehr Bedeutung

Wir treffen auch uns sehr gern mit Freunden und Familie, laden sie zu uns ein und verbringen so unvergessliche Momente und gemeinsame wertvolle Zeit. Das ist war schon länger in unserer Familie ein Credo – keine Geschenke, sondern wir schenken einander gemeinsame Zeit. Im Moment können wir unsere Freunde und Familie nicht treffen, bleiben wie vorgeschrieben zu Hause und versuchen den Kontakt über Video-Telefonie oder Telefon aufrecht zu erhalten. Das hat uns schon viele lustige Momente beschert, aber es wird nie ein Ersatz sein für das persönliche Beisammensein.

Ich habe mich gefragt, was ich denn für ein zufriedenes und glückliches Leben brauche und worauf ich verzichten kann.

Der bewusste Verzicht in einer von Konsum und Unterhaltung orientierten Gesellschaft überlebt das vielleicht auch die Corona-Krise?

Freunde und Familie helfen das Wohlbefinden zu steigern

Ich merke derzeit, wie wichtig mir Freundschaften, Familie, mein Schatzu und meine Süsse sind und dass mir die gemeinsame Zeit heute noch wertvoller erscheint. Der Moment, wenn man gemeinsam lachen kann, einfach unbeschwert sein. Wenn meine Süsse wieder mal den Clown macht und wir gemeinsam einfach Tränen lachen. Oder wie bedeutend plötzlich ein Telefon mit einer Freundin wird oder das Video-Telefon mit dem Bruder der Ersatz wird für die Diskussion bei guten Essen und einem Glas Wein am Esstisch. Ich freue mich jetzt schon darauf alle wieder in die Arme zu schliessen, mit meiner Familie am Tisch zu sitzen und zu diskutieren. Auch stelle ich mir jetzt vor, wie ich eine Festbank in den Garten stelle und eine Grillparty nach der anderen schmeisse, um das Leben und die Gesundheit zu feiern mit den Menschen, die mir so viel bedeuten.

Ein Rückzugs- und Kraftort schaffen

Was mir in dieser Zeit auch bewusst wird, ist wie wichtig mir ein schönes Zuhause ist. Meine Wohnung ist unser Kraft- und Rückzugsort. Und gerade jetzt, da wir alle zu Hause bleiben und kaum rausgehen können, ist es wunderbar, dass wir uns in die Zimmer zurückziehen können, jeder wuselt was und wir treffen uns in der Stube zum gemeinsamen Spielen, TV schauen, Essen und Beisammen sein. Auch der Garten ist gerade ein Segen und eignet sich als 5. Zimmer zum Durchlüften, Entspannen, Spielen und Sport machen. Wenn es draussen sonnig und warm ist – ein Glücksort. Mir war schon immer wichtig schön zu wohnen und gerade jetzt bekommt dies noch mehr Bedeutung. Wir verpassen echt gerade nichts da draussen – aber auch zu normalen Zeiten sind wir einfach wahnsinnig gern zu Hause.

Und ganz wichtig und für mich fast das Zentrum ist meine Küche. Hier verbringe ich gerade sehr viel Zeit beim Kochen und Backen. Ich probiere viele neue Rezepte aus und werde auch von meiner Süssen und meinem Schatz verwöhnt. Sie kochen nämlich jetzt ein Mal pro Woche gemeinsam etwas für mich.

Im Hier und Jetzt leben, um bei sich anzukommen

Mehr bei mir zu sein und nicht das Gefühl zu haben, da draussen etwas zu verpassen. Das spüre ich schon länger. Ich bin bei mir in meinen vier Wänden glücklich und zufrieden – und das nicht erst seit dem Lockdown des Bundesrates. Für mich ist Lebensqualität bewusst zu entscheiden auch mal zu Hause zu sein und mich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Genau das versuche ich ja mit meinem Blog hier immer wieder hervorzuheben. Es hat mit Einfachheit zu tun und auch Konsumverzicht. Worauf kann ich also verzichten und was fällt mir schwer?

Dinge, Orte und Menschen, die mir fehlen

Wie eingangs erwähnt – auf Nizza und die Wohnung und Zeit dort verzichten zu müssen, löst eine gewisse Wehmut aus. Aber darauf zu verzichten ist irgendwie kein Weltuntergang, es besteht ja die Möglichkeit wieder dorthin zu reisen, wenn es möglich ist. Hätte ich die Wahl nur noch 1x pro Jahr an einen Ort reisen zu können, wäre das wahrscheinlich schwieriger, aber ich denke auch das wäre keine Katastrophe. Mir fehlt es zwar, aber im Moment gehe ich davon aus, dass ich irgendwann wieder reisen werde und auch nach Nizza fahre.

Langfristig wird mir die Familie und das Treffen von Freunden fehlen. Aber mir fehlt zum Beispiel nicht, dass ich gerade nicht ausgehen und im Restaurant essen kann oder mal in einen Café sitzen und dort einen Kaffee trinken.

Aufgefallen ist mir allerdings, dass es keine frischen Blumen mehr zu kaufen gibt und ich doch frische Blumen liebe und eigentlich auch immer einen Strauss zu Hause habe. Ich werde mir aber nun ein Blumenabo machen und von einem Blumengeschäft wöchentlich Blumen liefern lassen.

In der Zwischenzeit bastle ich mit meiner Süssen zum Beispiel haben wir tolle Osterhasen aus Beton gegossen. Wir haben Kresse gesäht und schauen ihm beim Wachsen zu oder haben statt im Wald gebrätelt, das Picknick mit Grillwurst im Garten gemacht.

In der Küche bin ich auch sehr kreativ und hab nun viel Zeit und Musse zu kochen und zu backen. Die kulinarischen Erlebnisse freuen meine Süsse und meinen Schatz.

Diese Zeit als Chance sehen

Wir müssen gerade auf so vieles verzichten und doch – ich kann sagen, es geht mir ausgezeichnet. Ich bin glücklich und voller Energie, habe in meinen eigenen vier Wänden viele Ideen und Projekte, bin kreativ und entdecke vom Sofa aus viele neue Möglichkeiten – die uns die digitale Welt ja auch grad liefert. Ich habe auch nicht Angst, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Sondern ich sehe diese Zeit als Chance für mich, um zur Ruhe zu kommen, noch mehr bei mir zu sein. Ganz egal, was da draussen passiert und das hoffentlich auch für die Zukunft. Das ist für mich Lebensqualität.

Zuhause bleiben. Das hat der Bundesrat verordnet. Nur noch falls nötig nach draussen gehen. Es ist doch eine einfache Ansage. Oder? Parties sind abgesagt, Restaurants, Läden und Freizeitangebote zu. Es gibt dafür ja offensichtlich Gründe. Und doch, irgendwie scheinen es viele nicht zu begreifen. Jetzt versammelt man sich auf Spielplätzen, am See und an Feuerstellen – in Horden! Wartet ab. Die Ausgangssperre ist nur eine Frage der Zeit und dann bestraft ihr auch die, die sich jetzt an die Regeln halten. Egoismus ist jetzt fehl am Platz.

Ich bin oft zu Hause, nicht erst seit der Bundesrat uns aufruft zu Hause zu bleiben und mehr oder weniger alle Freizeitmöglichkeiten beschränkt oder unterbunden hat. Und ja, Ich bin sehr gern unterwegs, ich reise auch sehr gerne, aber gerade so schön finde ich es zu Hause zu sein. Bei mir muss nicht immer etwas laufen und wir haben bewusst nicht immer Programm. Einfach mal sein und nichts tun. Einfach mal zu Hause wuseln, lesen, auf dem Sofa sitzen, Tee trinken, kochen, backen, den Sitzplatz geniessen. Das schöne Zuhause geniessen. Auch das kann ich. Ich habe die Vorzüge von Zuhause sein – auch mit Freunden und Familie – schon lange erkannt und ich verpasse nichts da draussen und jetzt erst recht nicht. Nur das begreifen das nicht alle.

Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht jedem gleich leichtfällt und einem durch diese drastische Anordnung des Bundesrats plötzlich die Decke auf den Kopf fällt. Wenn man sich nicht mit sich selbst beschäftigen kann, ständig unterwegs ist und immer Programm hat, kann dies Anordnung doch sehr einschneidend sein. Man weiss plötzlich nicht mehr, was mit sich und der Zeit anfangen. Man fühlt sich schlecht, weil man sich plötzlich mit dem eigenen Dasein, dem Partner und der Beziehung auseinandersetzen muss, da ausweichen, davonlaufen und wegschauen nicht mehr möglich ist. Aber jetzt ist echt nicht die Zeit, um Parties zu feiern und sich in Menschenhorden in der Öffentlichkeit rumzutreiben. Jetzt ist die Zeit zu Hause zu bleiben. Sich zurückzuziehen und auszuhalten.

Es ist die Zeit des Innehaltens. Was kann uns jetzt besseres passieren?

Es ist die Zeit des Innehaltens. Was kann uns Besseres passieren. Wir kriegen Zeit mal nichts zu müssen und doch die Freiheit innerhalb der eigenen vier Wände alles zu dürfen. Ich versteh nicht, wie die Leute das nicht begreifen. Und wenn uns die Ausgangssperre auferlegt wird, weil es immer noch Hirnlose gibt, die Parties veranstalten, dann krieg auch ich dann den Koller – weil ich doch gerne am Morgen in Ruhe meine Runde jogge in der Reussebene. Wohlgemerkt allein und es sind auch nicht viele Leute unterwegs morgens.

Dass mir Zuhause die Decke auf den Kopf fällt, wird schwer. Ich habe immer genug Ideen und Pläne, die nicht mir Reisen und Unterwegs sein zu tun haben. Es gibt unzählige Dinge, die mich die Zeit vergessen lassen und erst noch Freude machen.

Hier meine 10 Inspirationen

1. Gemeinsam Kochen und Backen

Ich koche und backe fürs Leben gern. Gerade jetzt, wenn wir zu dritt immer zu Hause sind, essen wir natürlich dreimal am Tag. Das gibt viel Gelegenheit um zu gemeinsam zu kochen und backen. Das ist daher eine gute Beschäftigung für alle. Ich kann meiner Süssen das Kochen beibringen und neue Rezepte ausprobieren. Hier sind schon einige Inspirationen abgelegt. Und nicht nur das Kochen und Backen macht gemeinsam mehr Freude, auch gemeinsam am Tisch sitzen und zusammen zu essen, zu reden und sich auszutauschen, ist ein wichtiger Familienbestandteil. Den wir hochhalten und sehr schätzen.

2. Basteln mit Kids

Unsere Bastelbox steht bereit. Und im Frühling gibt es unzählige Bastel-Ideen – Wie wärs mit Ostereier bemahlen oder Osternestchen basteln? Im Internet gibt es unzählige Anleitungen und Ideen zum Basteln mit Kindern.

3. Spiele spielen

Wie wärs, wieder einmal zusammen ein Uno, ein Eilemitweile oder ein anderes Gesellschaftsspiel zu spielen? Das Vertreibt die Zeit und macht gute Laune. Wir spielen regelmässig mit unserer Süssen.

4. Lesen oder einander vorlesen

Lesen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Gerade habe ich die 6-Teilige Reihe über die 7 Schwestern von Lucinda Riley fertiggelesen. Und nun werden meine Süsse und ich gemeinsam ein Buch lesen. Sie wird in der Online-Bibliothek – die bleibt ja zugänglich ein Buch auslesen und wir werden jeden Tag darin lesen – sozusagen unser Corona-Lese-Projekt.

5. Wieder mal einen Brief schreiben

Und weil wir jetzt unsere Liebsten nicht mehr einfach so und so oft sehen können, habe ich mir überlegt, endlich mal wieder Briefe zu schreiben. Meine Süsse wird dazu Zeichnungen machen und wir werden hoffentlich viele Menschen damit überraschen können.

6. Gärtnern auf dem Balkon oder im Garten

Gärtnern und den Garten auf Vordermann bringen, ist auch eine gute Beschäftigung mit Kindern. Zwar ist es noch etwas früh für die Bepflanzung von Gemüse, aber man könnte jetzt mit der Aufzucht beginnen und die Samen ansähen. Auch eignet sich das Wetter, um den Sitzplatz und Balkon zu reinigen, die Gartenmöbel zu putzen, die Lounge herauszuholen und das 5. Zimmer zu eröffnen. Wir haben das bereits gemacht und geniessen nun die Sonne in unserem Garten.

7. Fotos bearbeiten und Fotobücher erstellen

So banal es tönt, jetzt ist auch endlich Zeit, um Fotos zu sortieren und Ordnung in die Bildersammlung zu bringen. Und wenn man alles schön sortiert und geordnet hat, kann man aus den tollsten Bildern pro Jahr oder Ereignis tolle Fotobücher erstellen. Und in Erinnerungen schwelgen, von Ferien oder Ausflügen Träumen und sich an den schönen Bildern erfreuen, was passt besser in diese Zeit. Fotos sortieren und Fotobücher erstellen, ist ja definitiv etwas, was ich immer auf der ToDo-Liste habe, aber stets vor mir her schiebe.

8. Die Sonne auf dem Balkon/im Garten geniessen

Was gibt es schöneres als im Garten zu sitzen, zu lesen, zu spielen, die warmen Sonnenstrahlen zu geniessen und sich auszuruhen? Es ist gerade die perfekte Zeit, um alles für den Frühling draussen zu starten und den Grill anzuschmeissen. Es ist nie zu früh dafür.

9. Frühlingsputz und Entrümpelungs-Aktion

Wenn man dann gar nichts mehr zu tun weiss und vor lauter herumliegen einem langweilig wird, wie wärs mit Frühlingsputz? Fensterputzen? Vorhänge waschen, mal gründlich reinigen, ausmisten und entsorgen. Jetzt oder nie! Ich habe bereits damit begonnen – der Backofen hat schon eine Reinigung erhalten. Fenster und Vorhänge folgen. Und das lässt sich doch durchaus mit den Kindern machen. So können sie grad lernen, was es heisst zu putzen und reinigen. Und gleich danach kann mit der schon längst überfälligen Entrümpelungsaktion fortgefahren werden. Alter Ballast kann abgeworfen und Raum für Neues geschaffen werden.

10. Nach draussen gehen zum Spielen, Radfahren, Spazieren oder Wandern und Bräteln im Wald

Und zu guter Letzt, so lange es noch möglich ist, ist durchaus auch Zeit, um nach Draussen zu gehen zum Joggen, Velofahren, Spazieren, Bräteln. Einfach weils grad schön ist. Aber Achtung – auch hier gilt: Abstand halten. Menschen-Massen vermeiden und nicht in Reih und Glied am See sitzen. Das war ja nicht die Idee hinter der Notlage, die das Corona-Virus mit sich gebracht hat. Drum – Frische Luft und Bewegung ja, aber keine Parties und Menschen-Massen meiden.

Vollstopp. Endlich. Der Bundesrat hat entschieden. Nachdem wir am Freitag nur ausgebremst wurden – wir wollten für ein Weekend nach Davos zum Ski fahren und daraus wurde nix. Wir sind zwar nach Davos gefahren, aber Ski fahren ist seit Samstag nicht mehr möglich. Und das bei besten Schneeverhältnissen und Traumwetter. Jammerschade. Und doch bin ich über all diese getroffenen Massnahmen froh. Ich bin auch froh, dass andere Regierungen wie zum Beispiel Österreich sehr klar und unaufgeregt, aber schnell und fürs ganze Land einheitliche und drastische Regeln und Massnahmen beschliessen und kommunizieren. Ganz ehrlich – das habe ich vom Bundesrat vermisst. In der momentanen Situation ist es absolut unangebracht, dass jeder Kanton selber entscheidet. Aber sie tun es, weil der Bundesrat nicht klar und schnell kommuniziert. Und wir sind zu lasch, was das Abriegeln der Grenze betrifft. Hätte man da auf den Schutz, die Gesundheit und die Sicherheit der eigenen Bevölkerung geschaut, wie dies andere Länder sehr dezidiert getan haben, dann würde die Schweiz heute nicht abgeriegelt, sondern hätte proaktiv grad selber abgeriegelt. Die Wirkung: Die Schweiz hätte aus einer Position der Stärke gehandelt. Nun denn, der Vollstopp ist nun kommuniziert und wir können und müssen uns organisieren.

Den Alltag neu organisieren

Ich stehe nun vor der Herausforderung den Alltag neu zu planen. Homeoffice ist grundsätzlich kein Problem. Ich bin mich das gewohnt, da ich es bis anhin schon 2 Halbtage pro Woche gemacht habe. Ich selber bin im Krisenstab und allzeit verfügbar, wir haben uns über Microsoft Teams organisiert und werden ab sofort so miteinander kommunizieren und arbeiten. Das grundsätzlich Neue an der Situation ist, dass meine Süsse nun auch daheim ist und ich in meinem Homeoffice meine Süsse beschäftigen muss.

Tipp 1: Ein bisschen Lernen muss sein

Ich habe mir also überlegt, wie wir die Tage füllen können und am Abend beide müde und zufrieden sind. Ich weiss auch noch nicht, welche Informationen oder Materialien von der Schule kommen, damit sie etwas üben und lernen könnte. Schulisch dürfen wir definitiv nicht stehen bleiben und es gibt im Internet Unterrichtsmaterial zum Downloaden oder Apps mit Übungen nach Schulklasse und Fach geordnet und auch SRF/myschoool hat das Angebot ausgebaut. Wir werden also sicher etwas rechnen, schreiben und lesen. Fürs Lesen werden wir gemeinsam eine gemütliche Leseecke einrichten und wir werden gemeinsam ein Buch lesen, das uns über die nächsten Wochen begleiten soll.

Tipp 2: Bewegung in den eigenen vier Wänden

Bewegung muss auch in den eigenen vier Wänden sein. Wir werden singen und tanzen – als Hobby gehört das sowieso zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Süssen. Vielleicht wird sie uns eine Vorstellung vorbereiten. Fantasie hat sie ganz viel und wir freuen uns auf die Tanz- und Singvorführung. Solange es möglich ist, werden wir natürlich nach draussen gehen zum Velo fahren, spazieren, bräteln oder in unserem Garten spielen. Müssen wir dann unsere Aktivitäten nach innen verschieben, werde ich ihr Decken und Stühle zur Verfügung stellen, dass sie Hütten bauen kann und sich mit Kasperli verkriechen. Oder wir werden gemeinsam basteln und malen, um all den lieben Menschen, die wir jetzt nicht sehen können, selbstgemachte Dinge zu schicken.

Tipp 3: Gemeinsam kochen und backen

Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit wird gemeinsames Backen und Kochen sein. Meine Süsse interessiert sich immer sehr mit mir zusammen in der Küche zu stehen. Ob Guetzli, Cookies, Waffeln oder Kuchen, wir werden beschäftigt sein und auch werde ich in Zukunft unter der Woche Mittagessen und Abendessen vorbereiten – am liebsten zusammen mit ihr. Dafür haben wir auch einige Kinderkochbücher oder neu littlefooby.ch, das Coop-Rezeptangebot für die Kleinen mit einfachen Anleitungen und Ideen.

Tipp 4: Putzen und entrümpeln

Und zu guter Letzt werden wir alle zu Hause auch mehr Dreck und Schmutz veranstalten. Was mich zu meinem letzten Beschäftigungspunkt bringt. Ab sofort werden wir gemeinsam putzen. Mit etwas Augen zu und durch wird’s auch sauber und meine Süsse ist mit etwas Neuem beschäftigt – denn bisher hat einfach die Putzfrau für Sauberkeit gesorgt. Auch der Frühlingsputz als Erweiterung kann daher zum gemeinsamen Beschäftigungsprogramm werden. Weiter bietet sich nun die beste Gelegenheit endlich mal alten Gerümpel auszumisten und Spielsachen auszusortieren, mit denen meine Süsse nicht mehr spielt oder aus denen sie herausgewachsen ist.

Eine aussergewöhnliche Zeit als Chance für jeden einzelnen

Ich denke, man darf diese ausserordentliche Zeit und doch ungewohnte Situation als Chance nutzen. Als Chance sich auf das Kleine zu konzentrieren im engsten Familienkreis, in den eigenen vier Wänden. Wir dürfen uns jetzt bewusst werden, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir dürfen jetzt achtsam sein mit uns, denn alles wird langsamer, alles wird in einem viel kleineren Umkreis stattfinden, unser Leben wird sich auf das wesentliche im Aussen beschränken – einkaufen, arbeiten, Familienzeit, daheim in den eigenen vier Wänden. Wir dürfen lernen, wie wir ohne all die Unterhaltung und die Konsummöglichkeiten uns selber beschäftigen können. Welch eine Chance, bei all dem Schlimmen und Beängstigenden, das derzeit draussen passiert. Bleibt gesund und munter.

Ich habe keine Panik, aber Moment kommt man nicht am Coronavirus vorbei. Informationen und Nachrichten dazu sind omnipräsent. Ich selber bin im Krisenstab bei meinem Arbeitgeber involviert und informiere täglich die Arbeitskolleginnen und -kollegen mit Updates dazu. Es ist eine neue Situation und der Bundesrat hat mit seinem Verbot von Grossveranstaltungen und dem ganzen Krisenplan in dieser besonderen Lage klar und unmissverständlich kommuniziert. Es ist super, dass von Oben klare Anordnungen und Informationen verbreitet werden. Das gibt Sicherheit.

Regeln vom BAG sind einfach

Die Regeln sind einfach und verständlich. Auf den ersten Blick schränken sie uns wenig in unserem täglichen Leben ein und bei uns kommt bisher auch keine Panik auf. Wir achten auf gute Hygiene, waschen ganz oft die Hände, Husten in die Armbeuge, geben die Hand nicht mehr und bewegen uns effektiv weniger im öffentlichen Raum. Ich musste vorher schon mit dem Auto pendeln und habe auch hier keine Einschränkung, ausser dass ich feststelle, dass jetzt mehr Personen im Auto unterwegs sind. Meine Anfahrtszeit zur Arbeit hat sich so um 10 Minuten pro Weg verlängert.

„Nicht-Hände-Schütteln“ muss geübt sein

Soweit so gut, mit einigen Hürden in der Anfangszeit. So klappt es mit dem «Nicht-Hände-Schütteln» gerade auf der Arbeit – und ich arbeite im Gesundheitsbereich – noch nicht wirklich. Es ist üblich und auch sehr ausgeprägt, dass man sich die Hand gibt beim Hallo und Tschüss sagen. Und da ich erst seit rund 2 Monaten auf dieser Stelle arbeite habe ich immer noch Kennenlern-Treffen und auch da ist es üblich sich zur Begrüssung die Hand zu geben. Als ich letzte Woche die «Nicht-Hände-Schütteln»-Regel anwenden wollte, ist so einiges schiefgelaufen. Entweder wurde ich schief angeschaut, als ich verkündet hab, ich geb nicht die Hand oder mir wurde mitgeteilt, dass man sich nicht daranhalte, das sei ja doof. Das hat dazu geführt, dass ich 5x innerhalb von 2 Stunden die Hände desinfiziert oder gewaschen habe.

Virus bremst unsere Konsumgesellschaft und macht Panik

Was ich gar nicht nachvollziehen kann, ist diese Panikmache. Jede Grippe-Epidemie hat mehr Todesopfer und Grippeerkrankte. Neu ist ja, dass dieser Virus bis zu uns gekommen ist. Es ist doch keine Endzeitstimmung. Dass er so schnell bis nach Europa gekommen ist, hat ja auch mit unserem Lebenswandel zu tun. Möglichst viel reisen, möglichst viel unterwegs. Man will frei sein, man ist voll verplant und hat immer Programm. Zuhause in den eigenen vier Wänden sein – unvorstellbar. Genau deshalb denke ich jetzt ja auch darüber nach. Menschen kriegen Panik, weil wir alles haben. Wir können überall hin, können uns alles leisten, können tun und lassen was wir wollen und jetzt sollen wir plötzlich gewisse Dinge nicht mehr. Das schränkt ein. Etwas, was sich unsere Gesellschaft, die voll auf Konsum aus ist, gar nicht mehr gewohnt ist. Eine Verordnung von Oben gabs noch nie. Und anstelle sich endlich mal auf das was wirklich wichtig ist im Leben zu konzentrieren, herrscht Panik. Hamsterkäufe, Hamsterrei von Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken, überrennen von Notfallstationen in Spitälern. Irgendwie frage ich mich, wo denn hier und heute der gesunde Menschenverstand abgeblieben ist. Oder einfach die Achtsamkeit. Braucht man denn immer in Bewegung zu sein, immer etwas unternehmen, immer Programm? Geht auch Verzicht? Ist gerade im Moment nicht vielleicht der Zeitpunkt für mehr Achtsamkeit? Mehr bei sich sein? Ich bin gern zu Hause. Wir haben nicht immer Programm und verfallen auch nicht dieser ständigen Konsumlust. Heute überlege ich mir zusätzlich einmal mehr, ob es nun wirklich notwendig ist, die Wohnung zu verlassen oder dies und jenes zu machen. Alles hat Zeit und so dringend ist effektiv nichts.

Etwas mehr denken, bevor man rausgeht hilft

Ich überlege ich mir, wenn ich raus gehe, wen ich treffen könnte, worauf ich achten muss, damit ich nicht in brenzlige Situationen komme. Gut, ich gehe auch selten an Grossveranstaltungen und plane auch keine Reise in vom BAG deklarierte Krisengebiete. Bisher.

Ich liebe Fisch. Und wunderbar leichte Fischrezepte, die sich erst noch schnell und einfach kochen lassen. Genau mein Ding. Ich habe gleich drei Fischrezepte ausprobiert. Zum Beginn und völlig neu für mich habe ich Spaghetti Vongole gekocht. Muscheln waren lange nicht mein Ding. Erst vor gut 1.5 Jahren habe ich mal wieder Moules probiert und bin so richtig auf den Geschmack gekommen. In Nizza gehen wir daher immer in unser Lieblingsrestaurant La Mamma in der Altstadt und essen frische Moules et Frites. Bisher habe ich immer gezögert selber Muscheln zu kochen oder überhaupt in der Schweiz einzukaufen. Für mich gehören Muscheln ans Meer. Bei Muscheln ist mir vor allem Qualität und Frische unheimlich wichtig und ich war mir nie sicher, ob das in der Schweiz als Binnenland überhaupt ökologisch sinnvoll ist Muscheln von weit her importieren zu lassen. Für mein Spaghetti Vongole Rezept habe ich daher besonders viel Aufwand betrieben, auch wirklich frische Vongole zu bekommen. Dafür bin ich extra ins Fisch-Spezialitäten-Geschäft gefahren. Der Aufwand hat sich voll gelohnt.

Wer hätte gedacht, dass frische, selbstgemachte Spaghetti Vongole so lecker schmecken und vorallem mega einfach zu kochen sind. Die Vongole gehen in einem würzigen Weisswein-Sud innert Minuten auf und sind schon fertig.

Spaghetti Vongole

1 kg Vongole

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Bund Peterli

2-3 EL Olivenöl

1.5 dl Weisswein

1 dl Gemüsebouillon

300 gr Spaghetti

Salz und Peffer aus der Mühle

So wird’s gemacht

Vongole gut unter kaltem Wasser waschen, Fäden wegnehmen, Beschädigte oder offene Muscheln wegwerfen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Peterli fein hacken.

Salzwasser für Spaghetti aufkochen. Schneller geht es, wenn man das Wasser im Wasserkocher heiss macht. Spaghetti al dente kochen. Gleichzeitig in einer grossen und weiten Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Die Vongole beifügen, den Weisswein und die Bouillon dazugiessen und zugedeckt alles aufkochen. 2 Minuten kräftig kochen lassen, dann die Pfanne vom Herd ziehen und 5 Minuten ruhen lassen. Die Vongole, die sich nicht geöffnet haben wegwerfen. Spaghetti zu den Vongole geben, Peterli beigeben und alles nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Spaghetti Vongole sofort servieren.

Rassiger wird das Gericht, wenn man mit der Zwiebel und dem Knoblauch noch eine Peporncino fein geschnitten mitdünstet.

Das Rezept ist lecker und leicht. Und von den Vongole hatten wir alle genug. Es ging ruck zuck und ich bin sicher, ich werde das in Zukunft öfter machen, da wir definitiv mehr als 11 Vongole auf dem Teller hatten. So viele gibt es in der Regel im Restaurant zu einem überteuerten Preis.

Mit frischen leichten Fischgerichten in den Frühling

Am Samstag hatte ich zudem wieder mal eine Verwöhn-Einladung. Eine gute Freundin ist zu Besuch gekommen und zu guten Gesprächen und sehr feinem Weisswein habe ich ein sehr leichtes Fisch-Menü gekocht.

Zur Vorspeise gab es ein Ceviche vom Loup de Mer mit frischen Kräutern und einem grünen Salat. Als Hauptgang habe ich einen Seeteufel mit Kräuterkruste im Backofen gemacht und dazu Broccoli serviert.

Ceviche vom Loup de Mer

2-3 Limetten

1 TL Wasabi-Paste (im Asia-Bereich im Supermarkt)

2 EL Rapsöl

Salz

¼ Apfel

400gr Loup de Mer ohne Haut

Einige Radieschen

2-3 Zweige Koriander

Kresse, Sprossen und Baby-Leaves

So wird’s gemacht

Limetten auspressen. Saft mit Wasabi, Rapsöl und Salz verrühren. ¼ ungeschälter und entkernter Apfel in feine Scheibchen und dann in kleine Würfel schneiden. Zur Marinade geben. Dem Loup de Mer Gräte entfernen. Den Fisch in kleine Würfel schneiden und ebenfalls zur Marinade geben. Alles gut mischen und mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Radieschen fein hobeln und Koriander grob hacken. Vor dem Servieren Radieschen und Koriander unter den Fisch mischen und mit einem Servierring auf Teller anrichten mit Kresse, Sprossen und Baby-Leaves garnieren.

Eine perfekte Vorspreise und in heissen Sommertagen ein leckeres leichtes Znacht. Ich werde es bestimmt in meine Rezeptsammlung aufnehmen.

Seeteufel aus dem Ofen mit Broccoli

Peter, Koriander, Dill je 4 Zweige

2 EL Kapern

1 TL Korianderpulver

1 unbehandelte Zitrone

1 kleine Knoblauchknolle

75 gr weiche Butter

1 EL scharfer Senf

1 EL Rapsöl

400 gr Seeteufelfilets

1 unbehandelte Zitrone

Salz, Pfeffer

So wird’s gemacht

Kräuter fein hacken, Kapern grob hacken. Die Zitronenschale fein abreiben. Die weiche Butter, den Senf, das Korianderpulver und das Öl dazu geben und verrühren. Kräuter und Kapern untermischen. Würzen mit Salz und Pfeffer. Kalt stellen. Die Zitrone dann in feine scheiben schneiden. Die Knoblauchknolle ganz waagrecht halbieren. Backofen auf 230°C Umluft vorheizen. Gratinform mit den Zitronenscheiben belegen. Fischfilets drauflegen und mit dem kaltgestellten Butter-Kräutermischung bestreichen. Knoblauch mit der Schnittfläche nach unten daneben legen. Seeteufel auf der mittleren Rille 15 Minuten backen. Rausnehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Seeteufeln in Tranchen schneiden mit den Zitronen auf Teller anrichten. Dazu passt Broccoli oder anderes Gemüse.

Vor einem Jahr habe ich mich hingesetzt und meinen Blog monpetitbonheur.ch zum Leben erweckt. Das Bedürfnis nach Kreativität im Schreiben und Fotografieren hatte ich schon einige Zeit. Abends nach der Arbeit war ich nicht müde, sondern voller Energie. Ich war aktiv, interessiert, wissbegierig und hatte viel Zeit. Mein Job hat mich damals, als die Idee entstand, nicht ausgelastet und auch irgendwie nicht befriedigt. Was damals als Idee in meinem Kopf rumgeschwirrt ist, habe ich erst einmal zu Papier gebracht. Sofort war mir aber der Name des Blogs klar: monpetitbonheur.ch – mein kleines Glück. Ich hatte die Idee darüber zu schreiben, was mich glücklich macht. Denn obwohl nicht alles rosig und heiter war, so habe ich ganz oft eine tiefe Dankbarkeit und ein grosses Glücksgefühl verspürt über mein Leben und was ich mir erschaffen hatte. Mon petit bonheur passt drum perfekt zu meiner Geschichte.

Schreiben und fotografieren bringen Freude

Damit mein Blog aber wirklich online gehen konnte, musste ich einiges vorbereiten. Ich habe das Logo selber entwickelt, die Navigationsseite und Kategorien festgelegt, die Seite gestaltet, mir Gedanken über den Inhalt gemacht. Dann habe ich erste Texte geschrieben, Fotos bearbeitet und zu den Texten ausgewählt und versucht über Facebook einige Leser zu begeistern. Was dabei rauskommen wird und ob ich genug Ideen, Zeit und Musse finden würde, immer wieder mal einen Beitrag hochzuladen, das wusste ich nicht. Und nun ist schon ein Jahr vergangen. Ich habe ohne Zwang aber mit der Freude am Schreiben und Fotografieren begonnen und in einem Jahr praktische jede Woche einen Artikel veröffentlicht. Zeitweise war es auch etwas Therapie und Beschäftigung. Vor allem in Phasen, wenn es mir beruflich nicht so gut ging, gab mir der Blog viel. Nämlich viel Freude und Befriedigung zu schreiben und fotografieren. Ich bin selber grad voll überrascht, wie leicht es mir von der Hand ging und wie gut ich meine Ideen umsetzen konnte.

Ich habe meine Gedanken verewigt, über Lifestyle, Kochen, Backen, Reisen und ganz oft über Nizza geschrieben. Und ich habe noch nicht genug. Gerade habe ich eine Blogplanung fürs 2020 erstellt und bin daran meinen Blog nun zu optimieren und weiter bekannt zu machen. Dabei habe ich mir nun professionelle Hilfe geholt für die SEO-Optimierung, Social Media Marketing und Online-Marketing. Da bin ich selber nämlich noch etwas unsicher.

Mein Blog ist wie ein Tagebuch

Wenn ich heute durch meine Texte stöbere, erfreue ich mich an den vielen schönen Fotos, die ich hauptsächlich selber gemacht und bearbeitet habe. Und auch die Texte, die mir immer wieder meine Gedanken, meine Ideen, aber auch meine Reisen und Städtetrips wie ein Tagebuch in Erinnerung rufen, gefallen mir und machen mich glücklich.

Herausstechen die vielen glücklichen Momente, die gute Zeit, die ich hatte, beim Reisen, Backen, Kochen, auf Ausflügen, mit meiner Süssen und meinem Schatz. Und genau das wollte ich transportieren. Das kleine Glück findet man jeden Tag, man muss nur genau hinschauen und es fühlen. Achtsam sein im Alltag – wie ich es auch immer wieder beschrieben habe. Und es wird weitergehen. Ich bin gespannt und freue mich darauf.

8 Tipps zu schnellen Start vom eigenen Blog:

  • Idee formulieren

Formuliere für dich, was deine Idee ist, was du mit dem Blog erreichen willst. Bei mir findest du diese Informationen heute noch im Bereich zu mir.

  • Zielgruppen und Ziel des Blogs festlegen

Lege die Zielgruppe und das Ziel des Blogs fest. Damit wird es einfacher, wenn du deine Texte schreibst. Du schreibst dann an jemandem und hast ein Ziel, weshalb du schreibst.

  • Struktur & Kategorien überlegen

Um etwas Ordnung auf den Blog zu bringen, ist es wichtig, dass du eine Struktur festlegst und Kategorien zu deinen Themenbereichen festlegst. Schreibe nicht über zu viele Themen, sondern strukturiere diese. Ich habe 7 Kategorien, die sich auch wieder vereinen liessen.

  • Inhalte und Stil überlegen

Überlege dir, wie du schreiben möchtest, was ist dein ganz individueller Schreibstil? Verbiege oder verstelle dich nicht. Schreibe so, wie es dir wohl ist. Das wird die Leser genau ansprechen. Sei natürlich. Überleg dir auch, welche über was du schreiben willst – kochst du gern und experimentierst du viel mit Rezepten? Hast du Kinder und ganz viel Erfahrung, die du gerne teilen magst? Hast du ein spezielles Hobby oder reist du gerne und viel? Bestimmt gibt es viel, was du mit anderen teilen kannst.

  • Kleine Inhaltsplanung

Wenn du weisst, was du genau schreiben möchtest, kannst du dir Themen oder Inhalte überlegen, die vielleicht spannend sein könnten. Dies kannst du dann planen und über die Zeit verteilt, schreiben und dann aufschalten.

  • Farben und Format definieren

Lass dich von anderen Blogs inspirieren, vielleicht gefällt dir ein Design besonders. Es gibt auch fix fertige Designs, die man günstig kaufen kann und die sich dann einfach mit dem CMS verbinden lassen. Hier kann dir auch ein Webdesigner helfen.

  • Domain reservieren

Reserviere deine Domain z.B. bei switch.ch. Das kostet in der Regel ein paar Franken.

  • Evtl. Webdesigner organisieren, sonst selber loslegen mit einem gängigen Blogtool wie WordPress

Zum Schluss, wenn du unsicher bist und nicht so geübt mit Websites, dann findest du überall in der Region Webdesigners.

Vor einem Monat habe ich meine neue Stelle begonnen. Ich bin sowas von happy. Seit 4 Wochen lerne ich in der Stiftung neue Arbeitskollegen und -kolleginnen, Projekte und das Geschäftsfeld kennen. Ich werde punktuell eingeführt und habe bereits die Kommunikationsaufgaben von meinem Vorgänger übernommen. Ich nehme an strategischen Sitzungen teil und kann jetzt schon viele Inputs & Ideen liefern. Der Umgang untereinander und mit jeder Person, die ich treffe, ist freundlich, kollegial. Ich habe den Eindruck, dass man jeden so lässt, wie er ist und man nicht vorverurteilt wird. Ich fühle im Moment eine sehr offene und umgängliche Art unter einander. Ich werde sehr unterstützt und freundlich aufgenommen. Das ist gerade sehr neu für mich. An meiner letzten Stelle war das ja gar nicht so. Ich wurde von meinen Teamkolleginnen als Feind betrachtet und das vom ersten Moment an. Ich hatte das Gefühl, die denken sich, was will die jetzt hier und weshalb hat unsere Chefin die eingestellt. Ich habe mir zwar gedacht, ich mach mein Ding und wenn die mich nicht mitnehmen, integrieren und akzeptieren wollen, ist das allein ihr Ding und nicht meins. Ich habe ja gelernt, ganz bei mir zu sein. Die Ablehnung führte dazu, dass ich an einem Teamanlass offen gesagt habe, dass ich mich ausgeschlossen und auch nach 5 Monaten nicht integriert und akzeptiert fühle. Grosse Augen und grosses Schweigen. Auch nach der Diskussion über Emotionen oder besser meine Emotionen hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, diese Art Mobbing ging weiter. Und auch wenn ich ein dickes Fell hab und mir diese «Bibbeli» nie das Wasser reichen können, so offen abgelehnt zu werden, tut und tat weh.

Deshalb habe ich mich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umgesehen und ich glaube, jetzt endlich – nach Jahren des Durchhaltens – eine wirklich gute Stelle gefunden zu haben. Zumindest ist der Umgang mal nett und respektvoll. Was nach all den Erfahrungen, eine gute Grundlage darstellt.

Psychostress macht krank, deshalb muss man sich schützen

Nach meiner Kündigung wurden die Schikanen von alles Seiten inkl. Geschäftsleitung so massiv, dass ich eine vorzeitige Vertragsauflösung vorgeschlagen habe. Mir wurden nämlich von einem auf den anderen Tag und ohne vorgängiges Gespräch sämtliche Aufgaben und Projekte entzogen und ich hätte einfach 3 Monate Däumchen drehen dürfen. Im Nachhinein hat mir meine Erfahrung und das Bauchgefühl, genau den richtigen Weg gezeigt. Denn jetzt knapp 3 Monate später – also genau zur Ende der Kündigungsfrist – wäre ich wohl krank und gar nicht bereit eine neue Stelle anzutreten. Der Psychostress der «Bibbeli» und der unfähigen Führungscrew hätten genau dazu geführt.

Das Verhalten anderer zeigt ihren wahren Charakter

Das Verhalten beschäftigt mich zuweilen jetzt noch und Wut und Enttäuschung kommen auf. Die «Bibbeli» haben mit ihrem Verhalten nur ihren wahren Charakter gezeigt. Ich bin froh, dass ich dort mit erhobenem Kopf und ohne Drama das Weite gesucht habe. Mein Abgang ging so schnell von statten, dass ich mich gut abgrenzen und auffangen konnte. Es hatte alles nichts mit mir zu tun. Auch wenn es mich verletzt oder mir weh getan hat, es ist alles ihres und nicht meins. Denn mein Credo war und ist: «Leben und leben lassen». Dies ergänzt sich mit dem Spruch, den ich kürzlich gelesen habe: «Du bist einzigartig. Deine Träume, Dein Lachen, Dein Herz, Deine Liebe, Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Stimme, Deine Worte, deine Geschichte, Deine Seele». Und das bringt mich zum Schluss – ich will und werde ohne Vorurteil Menschen mit offenem Geist annehmen. Ich tue dies, weil ich weiss – ich bin wunderbar. Ich bin einzigartig. Und so wie ich bin ich gut. Und jeder, der sich selber nicht genauso annimmt, liebt und schätzt, wird auch nichts Gutes in einem anderen, andersdenkenden, anderslebenden Menschen sehen.

«Du bist einzigartig. Deine Träume, Dein Lachen, Dein Herz, Deine Liebe, Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Stimme, Deine Worte, deine Geschichte, Deine Seele».

Wen wundert es also, dass sich die «Bibbeli» nicht anständig von mir verabschiedet haben, heute aber fleissig meinen WhatsApp-Status anschauen und wohl weiter über mich ablästern. Das obwohl sie sich in keinem Moment die Mühe gemacht haben, mich wirklich kennenzulernen. Und genau das, zeigt nur, wie sie wirklich sind und nicht wie ich bin. Zum Glück bin und war ich bei mir. Zum Glück habe ich das feine Gespür für Menschen und Situationen und zum Glück habe ich schon länger gelernt, wer wirklich wichtig ist. Das bin nämlich ich. Und aus Menschen, die so mit jemandem umgehen – ich war nicht die Einzige, mach ich mir nichts. Und ich will und werde meine kostbare Zeit und mein wundervolles Leben nicht mit solchen Menschen vergeuden. Denn ich bin einzigartig. Genauso wie ich bin.

Sportferien im Süden verbringen. Etwas Sonne und Wärme tanken. Das ist meine schönste Vorstellung. Mit meiner Süssen bin ich von Basel nach Nizza geflogen. In weniger als einer Stunde ist man am Mittelmeer. Wir haben zum ersten Mal vom Flughafen zum Hafen das neue Tram genommen und sind so in gut einer halben Stunde mitten im Zentrum von Nizza angekommen. Und wenn man das Bus-System etwas kennt, kann man auch gleich einen Anschluss-Bus finden, der einem noch in andere Ecken der Stadt und uns natürlich zu unserer Wohnung bringt. Der ÖV in Nizza ist wirklich top. Wir finden Preis-Leistung stimmt auch voll, oder was will man sagen, wenn man eine Tageskarte für 5 EUR und eine 7-Tage-Karte für 15 EUR bekommt. Und diese Verbindung mit dem Tram vom Hafen zum Flughafen macht Nizza noch attraktiver für Touristen. Und ich bin sicher, dass die Gegend rund um den Hafen ebenfalls nochmals an Attraktivität gewinnen wird.

Immer wieder Neues in Nizza

Wir haben unsere Lieblingsorte in Nizza besucht, sind in den Gare du Sud zum Zmittag, haben in unserer Lieblingsbar den Apéro genommen und in unserem Lieblingsrestaurant unsere Moules et Frites gegessen. Wir haben auch wieder viel Neues entdeckt. Unser Radius wird immer grösser und wir lieben es neue Orte und Quartiere zu durchstreifen. So sind wir in den Parc du Ray, der erst im Januar eröffnet wurde. Er befindet sich im Norden von Nizza und soll dem Quartier neues Leben geben. Auch haben wir uns ins legendäre Hotel Negresco gewagt und dort einen exquisiten und exklusiven Apéro in der Bar gegönnt. Das beste Hotel am Platz hat uns sehr gefallen – übernachten werden wir wohl aber trotzdem nie hier. Die Promenade des Anglais und die Strassen dahinter haben wieder einen ganz anderen Charme als in der Gegend um die uns bekannte Altstadt.

Cannes

Im Gegensatz zu Nizza habe ich Cannes selten besucht und nie wirklich gemocht. Wie sich nun herausgestellt hat wohl eher zu unrecht. Wir haben die Weltbekannte und für Glanz und Glamour bekannte Küstenstadt erkundet und in den Winkeln und Gassen der Altstadt Le Suquet viel Normalität und das typisch südfranzösische Flair gefunden. Von der höchsten Stelle der Altstadt bei der Notre-Dame d’Espéerance hat man einen ganz wunderbaren Rundblick über den Hafen und die Croisette. Auch die Croisette, das Palais de Festival und die Luxusläden gehören einfach zu Cannes. Dort kann man flanieren und Schaufenster-Shopping machen. Für ausgiebiges Shopping ist dann die Rue d’Antibes geeignet. Hier sind viele bekannte Mode- und Ladenketten zu finden.

Jetzt war es mild, sonnig und ausgesprochen ruhig. Auf der Promenade konnte man gemütlich draussen essen und seinen Kaffee trinken. Wir können uns aber ausmalen, dass es im Sommer nicht so ruhig und gemächlich zu geht. Die Plätze, Strassen und Gassen rund um den Hafen, die Croisette und die Altstadt stark frequentiert sein werden. Und eine Anfahrt mit dem Auto wohl nicht mehr so einfach sein wird. Wir werden Cannes sicher im Sommer besuchen, dann aber mit dem Bus von Nizza aus.

Place Garibaldi

In Nizza lässt es sich zu jeder Jahreszeit draussen sitzen. Sobald die Sonne scheint, wird es rasch angenehm warm. Am Place Garibaldi – einem unserer Lieblingsplätze – haben wir zu Mittag gegessen. Der Place Garibaldi als erste Erweiterung der Altstadt von Nizza in Richtung Neustadt besitzt heute Gebäude mit eleganten Ockergelb Fassaden und grünen Nizzaer Fensterläden. Der Platz liegt im Herzen von Nizza, in dessen Mitte befindet sich die Statue des berühmten Giuseppe Garibaldi. Und da kamen bei mir richtige Frühlingsgefühle auf. So dort sitzen, die Sonne geniessen, ein feines Glas Wein zu trinken und durchatmen und entspannen. Das ist das Ankommen für mich. Und gleichzeitig überkommt mich dann die Wehmut – wieder wegfahren zu müssen, wo ich doch so gerne hierbleiben würde. Das Gute ist, trotz allem, zu wissen und die Möglichkeit zu haben, jederzeit wiederzukommen. Für ein Wochenende, für die Frühlingsferien, die Sommerferien, wann immer wir wollen.