Reisen

Unser Mietzelt – geräumig und voll eingerichtet

Camping ist eine wunderbare Art Ferien zu machen oder ein verlängertes Wochenende zu verbringen. Nirgendwo ist die Natur so nah und das gibt ein unglaubliches Freiheitsgefühl. Nirgendwo sonst, ist man so schnell in Kontakt mit dem Zeltnachbarn und nirgendwo sonst finden die Kinder so schnell jemanden zum Spielen. Der Mikro-Kosmos auf dem Camping-Platz ist einfach spannend: Die Männerclicke, die mit 90 Litern Bier im Fass und Zapf-Kühl-System anreist, um eine Auszeit unter Kumpels zu nehmen. Die Familie aus Deutschland und der Schweiz, die sich in der Mitte zum gemeinsamen Familienwochenende trifft. Der Porsche Cayenne-Fahrer, der mit Familie im Luxuszelt ein verlängertes Wochenende verbringt oder die Senioren, die in ihrem Gärtchen sitzen und jedes Jahr von neuem die Menschen studieren. Camping ist für jedermann, jedes Budget, jeden Luxus. Und Camping bringt diesen Mikrokosmos zusammen, Menschen, die man sonst nicht trifft. Offen sollte man sein, neugierig und interessiert für den neuen Nachbarn, der nur 5 Meter neben einem seinen Wohnplatz hat. Ein kleines Paradies für Gross und Klein und jeden Geschmack.

Clamping auf dem Wirthshof

Wir haben unsere sieben Sachen für das Auffahrtswochenende gepackt und sind auf den Camping-Platz Wirthshof am Bodensee gefahren. Ich finde Camping wunderbar entschleunigend und trotzdem möchte ich nicht ganz auf ein Minimum an Luxus verzichten. Auch kann ich mir nicht vorstellen wirklich am Boden zu schlafen oder ein Zelt aufzubauen, das Essen nicht im Kühlschrank aufzubewahren, etc. Und wenn man selber keine Camping-Ausrüstung hat, kann man an vielen Orten Bungalow-Zelte, Mobile Homes oder Kabinen mieten.

Wir haben ein Bungalow-Zelt gemietet. Dort ist alles vorhanden, was man so braucht. Man schläft zwar im Zelt, aber auf einer Matratze. Für Esswaren, die gekühlt werden müssen, gibt’s einen Kühlschrank, zum Kochen hats einen Gasherd und sogar ein Toaster, eine Kaffeemaschine und ein Wasserkocher stehen zur Verfügung. Für die Sonne gibt’s einen Schirm und wenns mal regnet, bleiben die Füsse im Zelt trocken, weil der Boden mit Platten ausgelegt ist. Also Camping für Anfänger oder Camping im Luxus. Die Sanitär-Anlagen sind sauber und topmodern. Ausserdem gibt’s einen Indoor- und Outdoor-Spielplatz, einen beheizten Aussenpool und sogar Wellnessmöglichkeiten. Im Camping-Shop kann man neben den nötigsten Bio-Lebensmitteln auf Vorbestellung auch frische Brötchen fürs Frühstück holen. 

Wir sind erst abends angekommen und mussten nicht mehr lange das Zelt aufstellen, sondern konnten gemütlich einrichten, unsere Schlafsäcke ausrollen und das Essen einräumen. Dann gab ess ein schnelles Abendessen – Tortellini mit Cinque Pi-Sauce, gekocht auf dem Gasherd, hat allen geschmeckt. Und schon waren wir in den Camping-Ferien angekommen. Die Entschleunigung hat sich also praktisch sofort eingestellt.

Zum Frühstück gabs frische Brötchen und heissen Kaffee aus dem Bodum-Krug. Den Tag haben wir mit Erkundungen des Camping-Platzes, dem Hören von Märchengeschichten, dem Schliessen von Freundschaften und Kennenlernen der Nachbarn verbracht. Abends haben wir unseren neuen Camping-Grill eingeheizt und darauf unsere Bratwürste gebraten, dazu gabs Nudeln und Salat.

Ausflug zum Affenberg in Salem

Am Freitag dann sind unsere Freunde aus Ulm zu Besuch gekommen. Bei herrlichem Sommerwetter sind wir nach Salem zum Affenberg gefahren, haben am Nachmittag im Pool gebadet und in der Hofschenke mega fein Znacht gegessen. Es ist so wunderschön, wenn man einen herrlichen Tag mit guten Freunden verbringen kann und alle – ob gross oder klein, die Zeit geniessen. Der Affenberg ist ein 20 Hektar grosses Naturschutzgebiet mit Störchen, Rotwild, Wasservögeln, Karpfen und Berber-Affen. Diese Affenkolonie lebt in einem grossen Gehege – frei. Die Besucher können auf einem markierten Weg die Affen beobachten und mit Popcorn füttern. Für die Kinder ein Highlight.

Die Berberaffen lieben Popcorn.

Und weils das Wetter so schön war und wir uns auf dem Campingplatz so rundum entspannt und wohl gefühlt haben, sind wir statt auf einen weiteren Ausflug einfach den ganzen Tag dageblieben. Haben gespielt, gebadet, gegessen, getrunken, geredet, gelacht. Es ist so wahnsinnig toll, dass meine Süsse mit ihren neuen Freundinnen rumspringen konnte, spielen, singen und tanzen. Wir haben sie manchmal kaum noch gesehen oder nur kurz zum Hallo sagen und dann wieder davonzurennen, auf ein neues Abenteuer. Wir waren wirklich alle drei voll entspannt und glücklich.

Heim sind wir dann über Friedrichshafen – Romanshorn gefahren. Die 45-minütige Überfahrt auf der Fähre bei diesem herrlichen Wetter war ein Traum. Viel zu schnell ist unser Camping-Weekend verflogen. Wir haben keine Minute an Arbeit oder Zuhause gedacht. Es war perfekt. Perfekt, weil wir alle drei im Flow waren, uns miteinander so wohl gefühlt haben, jeder für sich geniessen konnte und wir alle einfach super Spass hatten. Und wir freuen uns jetzt schon auf unsere Sommerferien zu dritt und unser nächstes Camping-Abenteuer irgendwann.

Was wir beim Camping mit unserer Süssen geliebt haben

… das Staunen über das grosse Zelt und das Gewusel beim Einrichten.

… das schnelle Znacht – nämlich simple Tortellini mit Cinque Pi-Sauce – das draussen am kleinen Camping-Tisch viel besser schmeckt.

… die Entspannung, die eintritt, wenn das Zelt bezogen und eingeräumt, unsere Süsse davongesprungen ist und wir gemütlich etwas trinken – den Apéro oder Kaffee.

… das tolle Gefühl mit der Natur so verbunden zu sein, die frische am Morgen, die langen Abende draussen bis es dunkel ist, die leuchtende Sternennächte, das Vogelkonzert mit dem ersten Sonnenstrahl.

… die sofortige Vertrautheit, die einen mit seinen Zeltnachbarn verbindet, auch wenn die gerade erst eingezogen sind; auf dem Camping ist man eine grosse Familie.

… die Verbundenheit zwischen Campern: man hilft, wenn Hilfe gebraucht wird, füttert andere Kinder zusammen mit den eigenen ab und die Zeit zu zweit geniessen, während die Süsse mit ihren neuen Freunden spielt.

… die Freude unserer Süssen, die von morgens bis abends unbeaufsichtigt über den Campingplatz toben konnte.

… die Gelassenheit, stundenlang in der Sonne am Frühstückstisch zu sitzen, Kaffee zu trinken, zu reden, zu lesen, während unsere Süsse schon lange unterwegs ist.

… die Gemütlichkeit, mit der Süssen eingekuschelt in den Schlafsäcken herumzuliegen, wenn es draußen kalt ist.

… die Ruhe, die mit der Abenddämmerung ganz von selbst einkehrt und die wohlige Müdigkeit nach einem Tag an der frischen Luft

… eingekuschelt nah bei einander, mit den Geräuschen von draussen, dem letzten Geflüster, einzuschlafen.

… die Sterne, die so klar und nah scheinen, wenn man nachts mal raus muss.

Kleidung

Spezielle Kleidung ist zum Camping nicht nötig; das Stichwort lautet hier vor allem „wind- und wasserfest“ aber auch warm sollte die Kleidung sein, denn morgens und abends kann kühl werden.

  • Warme Schlafanzüge
  • Gute Regenkleidung, evtl. Gummistiefel
  • Genügend Kleider zum Wechseln.
  • Fleece spendet Wärme, ist leicht und trocknet schnell.
  • Unbedingt dabei: Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme

Sonstiges, wenn man im Mietzelt übernachtet

  • Küchenausstattung – ein Schneidebrett, ein scharfes Messer, Picknick-Flaschen, Plastik-Geschirr, Sackmesser
  • Salz und Pfeffer, Essig und Öl oder fix fertig Salatsauce
  • Kaffeepulver, Bodum-Kaffekrug
  • eine Packung Nudeln mit Tomatensauce
  • Weitere Lebensmittel
  • Taschenlampe
  • Haushaltpapier, Geschirrspühlmittel, Lappen, Geschirrtuch, Schwamm oder Bürste, Mülltüte
  • Camping-Tisch und Stühle, Liegestuhl, evtl. Sonnenschirm und –Spitz, Picknick-Decke

Sage und schreibe ein Jahr dauert unser Glück bereits. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und ich kann es immer noch nicht glauben, wie rasch ich mich wieder in dieses Beziehungsding vertiefen und wohl fühlen konnte. Ich bin und bleibe ein Beziehungstyp und nach vielen erfolglosen und auch frustrierenden Versuchen, endlich das Gefühl und das Vertrauen zu haben, angekommen zu sein, was gibt’s Schöneres? Wir geniessen die Zeit zu zweit jeweils sehr und sind auch zu Dritt mit meiner Tochter ein unschlagbares Team.

Auf das Wochenende in London habe ich mich nun speziell gefreut, zumal ich unseren Weekend-Trip erst zwei Wochen vorher gebucht und doch ein verhältnismässig tolles Schnäppchen in einem genialen 4* Hotel direkt am Hyde Park beim Lancaster Gate gefunden hab. In London mag ich die vielen tollen grünen Pärke, mit den Doppelstock-Bussen durch die Gegend fahren, rummarschieren an den einschlägigen Touristen-Orten vorbei, Shopping, Covent Garden, ein Spaziergang der Themse entlang, Pubs, Bier und das viele internationale Essen.

Uber – #1 First one

Das erste First one war unser Transfer vom Flughafen zum Hotel. Luton ist spät abends nicht mehr so gut an die Stadt angebunden und echt weit draussen – deshalb wohl der günstige Flugpreis. Ich habe mich im Internet schlau gemacht, wie man wohl um 22.30 Uhr abends noch in die Stadt kommt – ohne gross umzusteigen oder noch zu Fuss gehen zu müssen. Und da habe ich Uber für mich entdeckt und getestet. Mit dem App habe ich noch im Ankunftsbereich ein Uber bestellt. Fix wurde mir der Preis und der Fahrer zugewiesen, der uns dann im Drop-off-Bereich erwartet hat. Nachts ohne viel Verkehr war der Transfer reibungslos und schnell und wir konnten noch vor Mitternacht im Hotel einchecken. Abgerechnet wird über Kreditkarte und man steigt aus, nimmt das Gepäck und erledigt ist die Sache! Ich muss sagen das Uber-Erlebnis hat mir gefallen. Allerdings würde ich es nicht als Frau alleine benutzen, vor allem nicht nachts. Irgendwie mache ich mir da wegen der Sicherheit sorgen. Aber zu zweit. Eine ganz tolle Sache.

Joggen im Hyde Park – #2 First one

Das zweite First one war am Samstag früh die Jogging-Runde im Hyde Park. Es war herrlich gemeinsam in der ruhigen Morgenzeit durch den Park zu joggen. Für mich war das der perfekte Start in einen spannenden Erkundungstag in London – das ich ja schon genug kenne und darum nichts mehr muss, dafür alles darf! Der Hyde-Park bietet ja mega viele Sportmöglichkeiten und wir sind vielen anderen Joggern begegnet. Am Sonntag haben wir die Runde gleich wiederholt. Der einzige Unterschied war, dass es aufgrund des traumhaften Wetters schon viel mehr Menschen unterwegs hatte. Aber es hat sich so gut angefühlt. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich morgens ohne Frühstück im Bauch überhaupt Energie habe eine Runde laufen zu gehen. Aber es gibt’s, was es nicht gibt und dieses Gefühl motiviert mich, meine Trainings und meine Laufroutine wieder zu verstärken und diese besser in meinen Alltag einzubauen. Ich möchte unbedingt fitter werden, mich wohler fühlen im Körper und auch wieder auf meine 10-Km Distanz trainieren.

Besuch bei Deliciously Ella – #3 First one

Das dritte First one war das Frühstück bei Ella. Von Ella oder besser von Delicously Ella habe ich schon berichtet und ich beschäftige mich derzeit ja intensiv mit gesunder Ernährung, leichter und schneller Zubereitung von gesunden und schmackhaften Gerichten und wie ich meinen Vorrats- und Kühlschrank ausstatten muss, damit mir dies gelingt. Wir waren also bei Ella – ja mein Schatz hat sich nicht geweigert, dieses Frauen-Ding mit mir zu machen und wir haben dort gefrühstückt. Natürlich gabs kein Rührei und keinen Speck, aber Overnight Oat und Birchermüesli – ganz normal, einfach ohne Kuhmilch, sondern mit Hafermilch. Auch der Cappuccino war mit Hafermilch – etwas gewöhnungsbedürftig. Für einmal.

Ich bin der Meinung, solange man nicht an irgendwelchen Allergien leidet oder etwas nicht verträgt, sollte man bei den ursprünglichen Lebensmitteln bleiben. Kuhmilch schmeckt für mich einfach geschmacklich besser, weniger süss und neutraler als Hafermilch, die ausserdem noch mehr Kalorien hat. Ausserdem ist es wichtig, dass man die richtigen Nährstoffe zu sich nimmt und nicht auf Lebensmittel verzichtet, nur weils grad im Trend liegt. Ich werde also weiterhin Milch trinken und für meine Overnight Oats verwenden oder einen Schuss davon im Kaffee geniessen. Da ich auch keine Gluten-Unverträglichkeit habe, werde ich einfach auf Vollkorn-Produkte, Dinkel-Pasta, etc. achten und diese in meinem Vorratsschrank lagern.

Tate Modern – #4 First one

Das vierte First one war die Tate Modern mit dem einerseits eindrucksvollen Gebäude und den modernen Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Neben der fantastischen Aussicht vom 10. Stock aus, hat mich vor allem das Projekt mit den Gratisschuhen an der Mexikanisch-Amerikanischen Grenze beeindruckt. Eine Frau hat Schuhe, die über eine Karte der Grenze, einem Kompass, Geheimfach für Geld, etc. verfügen, gratis an illegale Migranten an der Grenze zwischen Mexiko und USA abgegeben. In San Diego wurden die benutzten Schuhe dann versteigert. Coole Idee – der Shitstorm vorprogrammiert!

Natürlich waren wir abends auch essen und haben uns leiten lassen von einem der top bewerteten Restaurants der Stadt – Kin + Deum – einem Thai-Restaurant. Ich habe extra das Restaurant vorreserviert und bewusst sind wir weder in ein Pub zu Fish & Chips noch zu einem der vielen Italiener. Das Restaurant lag eigentlich weit weg von unserem Hotel, aber wir haben dann mit Google Maps unseren Weg ganz leicht quer durch die Stadt gefunden. Das Essen war sehr lecker und wir können das Restaurant nur empfehlen. Ich liebe es ja in London den Bus zu nehmen. Einfach einsteigen und dann irgendwo hin zu fahren – einfach der Nase nach. Man sieht vom Bus aus so viele kleine Details und entdeckt die Stadt wieder komplett anders. In London habe ich auch nie Angst den Bus zu nehmen, während ich in Paris oder so nie den Bus nehme.

London war ein mehr als perfekter Ort für unser Weekend zu zweit. Und ich freue mich schon auf unser nächstes Weekend in London im Herbst.

Gebucht habe ich über ebookers.ch.

Nizza vom Mont Boron

Nizza mon Amour! Ich liebe Nizza. Nizza ist meine 2. Heimat, mein Kraftort. In Nizza kann ich mich erholen, sein, geniessen, mich entspannen, Neues entdecken, Alltägliches machen und einfach Glücksmomente verbringen. Nizza ist in meinem Leben seit meinen Teenager-Tagen. Und es ist seit mehr als 20 Jahren immer traumhaft wieder nach Nizza zu fahren und Ferien, ein verlängertes Wochenende oder einen kurzen Moment hier zu verbringen. Ich werde in meinem Leben nie genug von Nizza bekommen. Und selbst die immer selbe Aussicht vom Balkon der kleinen Wohnung am Mont Boron mit dem unvergleichlichen Ausblick auf das Meer, den Hafen, den Chateau-Hügel und die Promenade d’Anglais beglückt mich jedes Mal aufs Neue! Ich bin ein Glückspilz, dass ich Nizza nun seit fast 7 Jahren auch mit meiner Tochter geniessen darf. Sie liebt es genauso wie ich im Pool baden zu können, Crèpe zu essen, auf dem 100jährigen Karrussell die Runden zu drehen – Nizza geht absolut kindergerecht.

Die immer gleiche zauberhafte Aussicht!

Nizza hat sein Gesicht mit meinem Erwachsenwerden und mit meinem Leben verändert. Früher hab ich mit Freundinnen Ferien dort verbracht, morgens für unsere Uni-Prüfungen gelernt, abends sind wir in die Altstadt zum Znacht und Ausgang. Ich war verliebt die Sprache, das Essen, das Lebensgefühl, das Meer, die Sonne und die Stadt an sich und verliebe mich immer wieder neu in Nizza. Ich bin mit meinen Freunden nach Nizza in die Ferien und nun verbringe ich Ferien mit meiner Tochter dort oder entdecke viele neue Restaurants, Bars oder Orte an der Côte mit meinem Schatz. Gerade in der überteuerten Sommerferienzeit ist die Wohnung mit Pool, Meer, Stadt und einem grossen Familienangebot perfekt für Familienferien. Gut und günstig, wie das zweite Zuhause!

Nice mon amour!

Wir erkunden neben unseren Lieblingsorten in und um Nizza auch immer die Küste, wenn wir dort sind und ich geniesse es im Moment sehr, auch immer mal ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. So war ich im November letzten Jahres dort, an Silvester und bereits im Februar wieder. Winter in Nizza ist mild, sonnig. Herrlich! Am 1. Januar bei 18 Grad in der Sonne zu sitzen und das Jahr mit Prosecco einzuläuten. Puh! Es geht kaum besser! Oder im Februar die Ruhe zu geniessen, wenn die Touristen noch weit weg sind und man sich Zeit nehmen kann, in Ruhe durch die Altstadt zu spazieren oder Orte zu besuchen, die sonst völlig überfüllt sind. So sind wir in die Fondation Maeght in St. Paul de Vence gegangen. Diese Privatsammlung beeindruckt mit Giacometti, Mathys, Kandinsky. Leider gibts im Sommer kein Durchkommen! Auch St. Paul de Vence gehört zu unseren Lieblingsorten. Bevorzugt fahren wir mit dem Bus von Nizza dorthin, das ist entspannt und man muss sich weder um einen begrenzten Parkplatz sorgen, noch nach dem Weg suchen. Jetzt kann man die Gassen für einmal ohne Touristenmassen fotografieren. In der Ruhe lässt sich die Idylle noch viel besser aufsaugen und man verliebt sich auch in den Winnter an der Côte!

Die legendäre Promenade des Anglais

Gerade habe ich Nizza im Frühling wieder erlebt. Den Frühling, den man von früher kennt. Gemässigtes, stabiles, sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Das Klima hat sich auch stark verändert in den letzten 20 Jahren. Das Wetter ist nicht mehr von März bis Oktober stabil, sondern es regnet oft, teilweise Wochenweise, wie letztes Jahr und auch im Sommer gibt’s Gewitter und Regenfälle, die es früher nie gab. Zum Regenprogramm gibt´s natürlich auch Tipps. Aber ganz ehrlich, bei Regen kriege ich den Koller!

Wir sind eben 3 Tage in Nizza gewesen. Und haben Orte besucht, die noch in der Stille lagen. Wie St. Jean Cap Ferrat mit der Halbinsel, die sich wunderbar umwandern lässt. Ein Naturparadies mit der wilden Küste, dem rauen Meer, den Düften und den unglaublichen Farben. Im Sommer kann man sich hier zu Fuss kaum fortbewegen, weils zu voll und zu heiss ist. Aber jetzt ist es herrlich gewesen. Oder Eze Village. Das kleine Dorf klammert sich an den Felsvorsprung. Im Sommer streiten sich alle um den letzten Platz im Restaurant oder den letzten Parkplatz. Jetzt wars einfach wunderschön.

Im Moment entdecke ich die Côte gerade neu. Nizza und seine Winkel, Pärke, Aussichtspunkte. Nizza mit den vielen Bars & Restaurants, dem feinen Essen, guten Wein. Hier mal ein Apéro, dort eine Portion Moules et Frites. Hmmm, ich gehöre hier her, ich liebe es hier zu sein und werde auch in Zukunft nie genug davon kriegen. Und ich freue mich bereits auf die immer gleiche Aussicht, auf die immer selben Ausflüge und Spaziergänge. Aufsaugen. Abschalten. Sein und Geniessen.

Der März hats in sich! Eben war ich noch in Paris fürs Wochenende und nun schon in Mailand. Ich muss schon sagen, ich liebe das! Ich liebe es unterwegs zu sein, Neues zu entdecken, die Zeit zu geniessen irgendwo in einer fremden Stadt. Ich bin ein richtiges „Reisefüdli“ und es gibt fast nichts, was mir mehr Freude bereitet, als eine Reise zu planen, durch Reiseseiten zu stöbern, schöne Orte und Gegenden zu entdecken und ich kann die Reise selbst dann kaum erwarten. Und wenn ich alleine Reise kann ich wunderbar abschalten, in mich gehen, Kraft tanken. Reisen bereichert meinen Geist, ich sauge die Atmosphäre auf und lasse mich treiben und im wahrsten Sinne des Wortes: Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen! Drum ich könnte gar nicht sein ohne das Reisen, es eröffnet mir jedes Mal neue Horizonte! Es verwundert daher grad nicht, dass ich die Zeit im März nutze und einfach unterwegs bin, bis im April dann der Ernst des Lebens mit meinem neuen Job wieder beginnt.

Neben Frankreich gefällt mir Italien auch sehr gut. Wahrscheinlich kommen da Heimatgefühle hoch, denn als Viertel Italienierin fühle ich mich bei den Italienern einfach wohl. Mir gefällt die laute, fröhliche Art, die Sprache, aber eben auch die Andersartigkeit, dass man nicht alles so genau nimmt, und das mit einem Achselzucken hinnimmt. Mir gefällt die Landschaft, ob am Gardasee, in Montegrotto, Venedig, Varese, Mailand oder nun Forte dei Marmi. Ich bin einfach gern in Italien. Und ich kann Italien nun endlich besser kennenlernen, da mein Schatz Italien auch so mag wie ich! Wir sitzen gerne beim Apéro, schauen den Leuten zu, trinken an einer Bar ein Espresso und quatschen meistens gleichzeitig mit allen Leuten auf italienisch – dies obwohl ich es ja gar nicht so gut kann. Aber es spielt keine Rolle, es macht einfach Spass! Hier können wir einfach sein und fühlen uns beide so mega wohl! Es ist unbeschreiblich wie wir beide hier aufgehen und wie wir beide diese Italianità lieben.

Übers Wochenende sind wir nun nach Mailand ans Eros Ramazzotti Konzert gefahren. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Eine Halle mindestens so gross wie das Hallenstadion voll ausverkauft, singt jedes Lied mit! Jedes Wort! Sensationell! Ich mitten drin! Ich hab auch lauthals mitgesungen! Es hat mein Herz so berührt. Die Musik, die Stimmung, das Gefühl hier sein zu dürfen, unter all diesen Menschen. Teil vom Konzert in Mailand.

Am Samstag sind wir dann in die Toscana gefahren. In den berühmten Bade- und VIP-Ort Forte dei Marmi, den wir hier vielleicht am ehesten noch wegen Michelle Hunziker kennen, die im Sommer regelmässig hier die Wochenenden verbringt und in knappen Bikinis in der Sonne räckelt. Der Ort ist obwohl ja noch gar keine Saison doch schon recht bevölkert gewesen und bietet neben Restaurants, Stand und Luxusshopping eigentlich gar nicht so viel. Wir haben die Zeit genau bei ebendem genossen – Flanieren durch die Fussgängerzone, Schaufenstershopping bei all den Luxus-Labels und Essen und Trinken in den Restaurants und Cafés. Das Meer zu sehen und einfach dort zu sitzen bei angenehmen Temperaturen. Hmmm, wie schön ist das denn! Es hat so unglaublich gut getan, wegzufahren. Kraft zu tanken, abzuschalten und zu fokussieren. Wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Ausflug nach Bella Italia!

Ich liebe Paris. Ich liebe die französische Sprache, den Stil der Pariserinnen und die Art der Franzosen sagt mir zu, wobei durchaus Unterschiede zwischen Paris und Nizza auszumachen sind. Die Quartiere vor allem das Marais, Montmartre, Quartier Latin, aber auch die Pärke wie den Jardin de Luxembourg, die Museen, die grossen Alleen, die Seine, die unzähligen Cafés, Brasserien und Restaurants, all das berührt mein Herz und ich kann dort einfach sein! Paris ist für mich auch ein Kraft-Ort, ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, abzuschliessen, nach vorne zu schauen. Ich habe mein Paris in den letzten fünf Jahren neu entdeckt. Ich bin in kleinen hübschen Hotels abgestiegen, habe Ecken von Paris gesehen, die weg sind von den Touristenströmen, in Cafés gesessen und Weisswein getrunken, Tartine und Café au Lait zum Frühstück genossen. Ich bin bewusst anders durch Paris gegangen, um mein Paris zu entdecken. Losgelöst von den immer gleichen Dingen, die ich früher machen musste.

So habe ich im Dezember 2014 all das was mir gefällt aufgesogen und bin viel rummarschiert, hab mir Zeit genommen, Paris unter die Füsse zu nehmen. Mein Hotel lag damals im Quartier Latin. Abends hab ich die Ruhe im Hotelzimmer genutzt, um zu lesen, Karten zu schreiben, abzuschalten und mich zu fokussieren. Ich hab mir damals auch eine Tour mit einer lokalen Führerin von greeters.com durchs Marais gegönnt. Wir sind 6 Stunden durch dieses Quartier gestreift und ich hab mich noch mehr in dieses wunderbare Quartier verliebt. Lustigerweise habe ich jetzt im März die tolle Brasserie wiederentdeckt, in die sie mich damals geführt hat.

Im Mai 2016 bei grösster Hitze bin ich dann für 2 Tage nach Paris! Ich hab mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Die Zeit für mich allein war und ist immer sehr kostbar. Ich geniesse es mir etwas Gutes zu tun, mir etwas fürs Herz und die Seele zu gönnen. An der Pont Alma gabs einen feinen Lunch, das Znacht im Montmartre, am Sonntagmorgen hab ich mir den Zmorgen im LaDurré gegönnt und im Schatten im Jardin de Tuilerie pausiert. Das Rodin Museum hat mich ebenso begeistert wie das Grand Palais! Paris ist einfach perfekt für mich!

Anfang März durfte ich nun mit meinem Schatz drei Tage in der Stadt der Liebe verbringen. Das Hotel lag diesmal im Montmartre Quartier und wir konnten zu Fuss zum Moulin Rouge spazieren und hoch bis zur Haltestelle Abbesse. Am Samstagabend war alles auf den Beinen. Wir sind am Schluss in einer Bar gewesen, nur mit jungen Französinnen und Franzosen. Die Frauen alle schön rausgeputzt. Keine Touristen weit und breit – und das nur einen Katzensprung von Moulin Rouge. Gefrühstückt haben wir dann in diesem hübschen kleinen Café in der Nähe vom Sacre Coeur, das ich noch von 2016 kannte. Und bei unseren Streifzügen durch die Stadt mit einer Fahrt auf den Tour Montparnasse, dem Spaziergang durch den Jardin de Luxembourg, dem Flanieren der Seine entlang, immer mal haben wir in einem kleinen Café eine Pause gemacht, einen Espresso getrunken oder ein Glas Weisswein. Es war herrlich Paris mit meinem Schatz zu erleben. Abends noch auszugehen, die Zeit zu geniessen, viel zu reden und lachen. Gemeinsam Paris neu zu entdecken, Altes wiederzusehen und sich einfach nur glücklich und wohl zu fühlen. Paris, mon amour! In der Tat so verliebte Tage habe ich glaub noch nie in Paris erlebt. Es war perfekt!

Tipps

Die Reisen buche ich immer ganz unterschiedlich. Ich schaue auf ebookers.ch, railtour.ch, trivago.ch oder die einzelnen Fluggesellschaften nach Preisen und vergleiche jeweils. Mein Limit für ein verlängertes Weekend ist 500.- Franken für Flug/Zug und Unterkunft mit 2-3 Nächten. Ich bin der Meinung gut muss nicht billig sein. So sind wir jetzt für 2 Nächte / 3 volle Tage mit Flug und 4*-Hotel für 500.- Franken zusammen in Paris gewesen! Wir hatten einen Direktflug mit AirFrance, mein erster AirFrance-Flug. Und der Service war sehr gut! AirFrance hat mich für diesen Kurzstreckenflug voll überzeugt! Das Hotel Trinité Haussmann war auch super für Pariser Verhältnisse sowieso! Da die Zimmer normalerweise ja sehr eng sind! Auch die Lage war super und wir konnten uns gut und schnell in den Quartieren, die wir mögen bewegen. Das Montmartre bietet auch am Abend viele Restaurants, Bars und Cafés, die auch von Pariserinnen und Parisern besucht werden.

Eine kleine Auszeit im Herzen der Schweiz. Genau das habe ich mit einer guten Freundin genossen. Wir sind nach Andermatt gefahren und haben im Radisson Blu Hotel, welches seit Mitte Dezember 2018 in Betrieb ist, eingecheckt.

Von mir bis nach Andermatt dauert die Autofahrt rund 1h 15 Minuten und bei herrlichem Sonnenschein sind wir die Schöllenenschlucht hochgefahren. Der erste Kreisel in Andermatt bringt einem dann gleich in die überdimensionierte Tiefgarage und die geplante grossangelegte Anlage, welche noch in den nächsten 5 Jahren gebaut werden soll. Das Hotel ist im Alpenstil mit Holz und Granit hochwertig, lichtdurchflutet und modern gehalten. Die Zimmer sind schön und zeitgemäss im Alpenchic und lassen keine Wünsche offen. Es riecht alles noch sehr neu. Wir sind schon um die Mittagszeit angereist und konnten gleich unser Zimmer beziehen.

Dann haben wir uns auf Erkundungstour im Hotel und im Dorf gemacht. Das Hotel verfügt über einen riesigen Wellness und Spa-Bereich sowie ein 25 Meter Schwimmbecken, das auch für Einheimische geöffnet ist. Das Spa-Angebot ist sehr gross und auch ziemlich teuer. Aber in den Ferien gönnt man sich ja gern mal was. Herrlich entspannt haben wir uns hier nach einem Spaziergang ins Dorf.

Der Weg ins Dorf führt im Moment noch über oder um das Kasernenareal und durch den neuen Bahnhof, der noch etwas trist daher kommt. Im Dorf ist neben dem renommierten und bekannten Hotel The Chedi Andermatt noch alles wie ich es aus meiner Jugend in Erinnerung hatte – ausser vielleicht, dass die Preise doch ziemlich gestiegen sind!

Abends haben wir im Hotel Znacht gegessen und die Hotelbar – die etwas einsam war – getestet. Das Frühstück war sehr lecker und es gibt eine grosse Auswahl an lokalen Spezialitäten, warmen Speisen und Säften.

Das Ski-Gebiet ist nun mit Sedrun verbunden und bietet somit den Skifahrern viele neue Möglichkeiten. Wir haben den Winterwanderweg benutzt und sind bis Zumdorf gewandert und zurück. Bei herrlichem Wetter der Reuss entlang. Dann haben wir uns im The Chedi einen Afternoon-Tea gegönnt und uns vom langen Marsch erholt. Man hat immer so den Eindruck man müsse mal dort hin. Und ja, es war sehr schön. Sehr exklusiv und wie gesagt, nicht ganz billig. Die Klaviermusik war mega und wir sind sicher 2 Stunden gesessen, haben Champagner getrunken, gegessen und geredet.

Wir waren zu Beginn unseres Ausflugs etwas gespalten was Andermatt betrifft. Aber wir durften feststellen, dass das Entwicklungsprojekt, das noch die nächsten 5 Jahre weitergeht, Andermatt sicher gut tut und die Gegend für die Zukunft gut gerüstet sein wird. Andermatt hat durch die Erschliessung und den Bau der Hotels, Appartements und Villen an Attraktivität gewonnen, wenn wir uns auch zuerst an die verdichtete Bauweise gewöhnen müssen und uns auch nicht vorstellen können, wie die vielen Wohnungen nur besetzt oder gar verkauft werden sollen. Es liegt alles im Hochpreissegment für internationale Klientel. So muss man sich dann auch nicht verwundern, weshalb man nicht Schweizerdeutsch sondern Hochdeutsch oder gar Englisch sprechen muss und das Personal zum Teil erst seit Dezember letzten Jahres aus irgendwo auf der Welt in die Schweiz gekommen ist. Auch das war gewöhnungsbedürftig, wenn auch sich alle sehr grosse Mühe gegeben haben, uns zufrieden zu stellen!

Die kurze Auszeit hat rund um gut getan und wir konnten Sonne und Energie für die kommende Zeit tanken. Das Radisson Blu und Andermatt ist sicher eine Empfehlung und wir werden es auch mal in den Sommermonaten austesten und die Gegend wandernd erkunden.

Jedes Jahr im Januar überkommt mich die Sehnsucht nach meinen Ballerinas. Ich träume dann davon, wie ich in Jeans, Ballerinas, leichtem Pulli und Sonnenbrille durch Nizza spaziere und die wärmende Sonne im Gesicht spüre, den Frühling einatmen darf. Meistens habe ich im Januar bereits genug vom Winter und kanns kaum erwarten, bis der Frühling kommt. Diese schmuddlige Zeit nach dem Jahreswechsel, wos noch so dunkel ist, regnerisch und kalt, mag ich gar nicht. Meistens liegt ja nicht mal Schnee bei uns und wenn, dann ist nach dem Chaos auf den Strassen nach zwei Tagen alles wieder vorbei. Auch fehlt mir die Sonne und das trübt alles meine Stimmung.

In diesem Jahr ist zwar das Ballerina-Fieber nicht so gross, wahrscheinlich weil ich bereits an Silvester/Neujahr an der Sonne in Nizza war, aber auch jetzt stehen bereits wieder Tulpen auf dem Esstisch und das Reisefieber in wärmere Gegenden hat mich auch bereits gepackt. Ich bin grad wild im Internet auf der Suche nach günstigen Schnäppchen und hab die Frühlingsferien und Sommerferien schon ziemlich gut verplant. Mich würde gerade der Süden reizen, auf Skiferien hab ich nicht so gross Lust und ist mir gerade auch zu teuer. Ich bin auch fündig geworden, um vorläufig meinen Hunger nach Sonne und Meer zu stillen.

Nice mon amour!

In den Sportferien werden meine Tochter und ich wieder mal nach Nizza fliegen zu einem Schnäppchen-Super-Preis – wer geht schon im Februar nach Nizza!!! Das mag zwar nicht so spannend sein, aber für mich ists und bleibts ein Heimkommen. Und es wird mit rund 15 – 18°C auch angenehmes Ballerina-Wetter haben! Wir werden es dann so richtig geniessen zusammen – gemeinsame Ferien sind unser Kraft-Ort. Wir können viel und intensiv Zeit miteinander verbringen, kuscheln, wann immer wir möchten, spielen, reden, singen und tanzen. Fein essen gehen oder unseren obligaten Spaziergang zum 100jährigen Karussell machen.

Und weil wir seit meine Tochter 3 Monate alt ist mehrmals pro Jahr nach Nizza fahren, müssen wir nichts und dürfen alles – vorallem aber geniessen wir die gemeinsame Zeit.

Lavendelfelder soweit das Auge reicht, Sonnenblumen, die die Köpfe in die Sonne recken, die flimmernde Hitze, die zerklüftete Gorges du Verdun, den hellblauen Lac de Sainte-Croix und die idyllischen Dörfer in der Provence. Das einmal zu sehen, war mein grosser Wunsch.

Sommerferien im Süden zu verbringen, vor allem, wenn man die Gelegenheit hat in Nizza günstig zu wohnen, ist ein Traum. Nizza als Standort ist ausserdem der perfekte Ausgangspunkt für unzählige Ausflüge und Aktivitäten an der mondänen Côte d’Azur. Die Côte im Sommer ist heiss, in der Regel trocken und sehr sonnig. Zwar eignet sich Nizza nicht für klassischen Strand-Urlaub, da es schlicht keinen Sandstrand hat, aber wenn man aktiv sein will, kann man baden, wandern, Velo fahren, Ausflüge in die nähere Umgebung und in die Hügel im Landesinnern machen, auch gibt es viele verschiedene Wassersportmöglichkeiten.

Mein Wunsch war schon immer in die Provence zu fahren. Die Lavendel-Felder anzuschauen, den Lavendelduft einzuatmen und noch mehr von der unglaublichen Landschaft u.a. die Gorges du Verdun zu sehen. Ich habe daher eine kleine Tour geplant, die uns von Nizza, durch die Gorges du Verdun nach Gréoux-les-Bains und weiter nach Roussillon geführt hat. Wir haben dafür je 2 Nächte in Gréoux-les-Bains und Roussillon, in diesen unterschiedlich hoch gelegenen Lavendelgebieten übernachtet. Gréoux-les-Bains ist ein hübsches kleines Dorf und guter Ausgangspunkt für die Erkundungen der Gegend und der Lavendelfelder.

Eindrücklich die Gorges du Verdun

Mit meiner Süssen bin ich aber zuerst durchs Hinterland über normale kurvigen Hauptstrassen durch die Gorges du Verdun gefahren. Die Aussichtspunkte hoch über dem Verdun-Fluss sind schwindelerregend und an vielen Stopps kann man tief unten einen schmalen Fluss sehen. Es ist beeindruckend, wie der Fluss sich den Weg durch die Felsen gesucht hat. Ganz am Ende mündet der Fluss im Lac du Sainte-Croix. Der mit seiner hellblauen Farbe so intensiv leuchtet und einem zum Baden einlädt.

Der Lac de Sainte-Croix

Ein Stück weiter entdeckt man auf dem Weg nach Gréoux-Les-Bains dann das erste Lavendelfeld und ist überrascht, weils so plötzlich auftaucht. Wir sind aber zuerst ins Hotel gefahren und haben uns chic gemacht fürs Znacht. Das Hotel Lou Paradou ist ein einfach 3* Hotel mit einem Pool – war bei der Suche nach dem geeigneten Hotel ein Muss. In diesem kleinen Dorf gibt’s viele nette Restaurants und wir haben in einem Biergarten unter schattigen Bäumen gegessen. Meine Süsse wollte natürlich Chicken-Nuggets mit Pommes und am folgenden Abend gleich nochmals!

Lavendel soweit das Auge reicht.

Am 2. Tag sind wir, bewaffnet mit Spiegelreflexkamera, Handy und Kinderkamera sind wir losgedüst. Ich hab meinem Schatz gesagt – sie sass auf dem Beifahrersitz – sie solle rufen, wenn sie ein Lavendelfeld erspäht. Und nach kurzer Zeit machten wir bereits für das erste Foto einen Halt. Wir sind zum kleinen Mittelalterdorf Moustiers-Sainte-Marie gefahren und haben das hübsche Städtchen mit der Kirche hoch auf dem Berg besichtigt. Dann ging die Fahrt weiter zum Badestopp am Lac de Sainte-Croix. Der See war angenehm warm und flach. Abends fuhren wir zurück ins Hotel nach Géroux-les-Bain.

Nach dem Frühstück sind wir über die Hügel nach Roussillon gefahren. In Roussillon wurde oder wird Okker abgebaut und ein grosser Park führt durch den farbigen Sand und Gesteinsformationen. Weisse Schuhe sei hier gesagt eignen sich nicht für den Spaziergang! Wir haben im Pool im Hotel gebadet, später fein Znacht gegessen – diesmal Lasagne.

Eindrücklich die Abtei mit dem Lavendelfeld

Der Höhepunkt war dann die Fahrt zur Abtei Notre-Dame de la Sénanque. Die Abtei liegt mitten in malerischen Lavendelfeldern und ist ein Must. Bereits im Jahre 1148 von Zisterziensermönchen gegründet. Sie wird heute noch von Mönchen bewohnt. Wir wurden bereits am Eingang von Freiwilligen begrüsst und in ein nettes Gespräch über den Glauben verwickelt. Auf meine Süsse haben sie natürlich speziell angesprochen – schade kann sie noch nicht französisch sprechen. In der Abtei sind einige Räume zur Besichtigung zugänglich. Das Dormitorium, der Kapitelsaal, das Refektorium, sowie den Kreuzgang kann man anschauen. Die Abtei ist schlicht und doch imposant, wie sie da in der Talsohle vor dem Lavendelfeld tront. Weit ab vom Verkehr oder dem nächsten Dorf. Sie hat sich zum Wahrzeichen der Provence entwickelt und leider finden immer mehr Touristen den Weg dorthin. Vor allem zur Lavendelblüte im Juni – Juli. Da es sich um ein Kloster und Gotteshaus handelt ist angemessene Kleidung Pflicht.

Der nackte Mont Ventoux – ein Radlerparadies

Nach dem obligaten Baden im Pool und dem Znacht – wieder Lasagne für meine Süsse – haben wir die wunderbare Landschaft, die Wärme und den Sonnenuntergang genossen. Am letzten Tag unserer Tour haben wir noch einen Abstecher nach Sault – dem Zentrum des Lavendel-Anbaus gemacht und nicht nur das hübsche Dorf besichtigt, sondern tolle Fotos auf dem Sentier de la Lavende gemacht. Und verrückt wie ich halt bin, die Strecke auf den Mont Ventoux unter die Räder genommen. Vorbei an x Radrennfahrern, die diesen legendären Berg mit dem weissen Steingipfel mit dem Rad bezwingen wollen. Zurück gings über Aix-en-Provence nach Nizza.

Unsere Rundreise

Die Reise war traumhaft. Mit meiner Süssen reist es sich leicht. Sie sass im Auto auf dem Beifahrersitz, hat rauf und runter ihre eigene Auswahl an Kasperli-Theater, Bibi Blocksberg und Schwiizergoofe gehört und wann immer sie Hunger oder Durst hatte, machten wir Rast und haben gepicknickt. Auch Abends auswärts zu essen, sich vorher chic zu machen, kein Problem. Sie ist wie ich ein erprobtes Reisefüdli. Dennoch muss ich im Nachhinein sagen, die Reise war anspruchsvoll für mich – alles selber organisieren, buchen, packen, fahren, die Kleine bespassen, schauen, dass sie genügend zu Essen, Trinken und Unterhaltung hat und auch auf ihre Kosten kommt. Das ist nicht ganz ohne. Aber sowohl sie als auch ich brauchen diese Nähe, die wir in den Ferien haben. Die Zeit zusammen, einfach wir beide unterwegs, ohne Plan, ohne Termin, ohne Alltag. Kuscheln, wann immer man will. Genau das brauchen wir.