#glücksgeschichten

Ich liebe Blumen. Wenn ich einen Strauss zu Hause habe, mache ich eigentlich immer ein Foto davon. Dazu noch eine schöne Vase. Und man hat den perfekten Hingucker auf dem Tisch. Die Blumen stehen bei mir immer auf dem Esstisch. Und der Esstisch ist das Zentrum. Jetzt sowieso, wenn ich zu Hause im Homeoffice am Tisch sitze und arbeite. Wenn wir drinnen frühstücken oder unsere Malzeiten einnehmen. Wir sitzen auch am Tisch uns spielen Spiele.

Blumen sind für mich ein Wohlfühlfaktor. Seit Anfang April als mir bewusst wurde, dass ich keine Blumen mehr im Laden kaufen kann, gönne ich mir mit einem Blumenabo wöchentlich einen Frühlingsstrauss. Diese kleinen Frühlingssträusse, vor allem die Tulpen, haben mir sehr gefehlt.

Diese Blumensträusschen haben uns ein klein wenig Normalität beschert in diesen ausserordentlichen Zeiten. Normalität, die uns Stabilität gibt. Und sie bereiten letztlich einfach Freude.

Ich freue mich, jeden Dienstag auf den neuen Strauss.

In den letzten 3 Monaten wurde mir bewusst, was mir bei einer Arbeitsstelle und in der Zusammenarbeit mit Arbeitskollegen besonders wichtig ist. Zum ersten Mal seit Jahren bin ich einfach zufrieden im Job. Ich fühle mich angenommen, angekommen. Ich bin rundum motiviert und glücklich.

Es sind drei ganz einfache Punkte:

  • Wertschätzung und kollegiales Arbeitsumfeld

In meinem neuen Job, den ich nun seit 3 Monaten habe, ist es mir besonders aufgefallen. Meine Arbeitskollegen, mein Vorgesetzter, die Geschäftsleitung alle haben mich wohlwollend, interessiert und offen aufgenommen. Meine Meinung und meine Erfahrung zählen hier. Ich darf und muss mich einsetzen – strategisch, operativ. Ich kann mich überall einbringen, meine Ideen und Vorstellen. Ich werde angehört, unterstützt, ernst genommen. Ich fühle mich daher unglaublich wohl hier. Ich bin nach 3 Monaten schon voll integriert. Habe viele Projekte und bin schon ein integrierter Teil der Stiftung.

Die Einarbeitung verlief unangestrengt, ruhig und ohne grosses Programm. Die Arbeitskollegen sind alle interessiert und offen. Wenn ich eine Frage habe, irgendetwas nicht weiss oder Hilfe brauche, werde ich unterstützt. Meine neuen Arbeitskollegen sind da und helfen mir unkompliziert. Ich werde nicht als Konkurrenz gesehen und niemand hat das Gefühl, dass ich den Job eines anderen streitig machen könnte.

Es macht enorm viel Spass so zu arbeiten. Und es ist sehr motivierend.

  • Spannende Projekte und Sprung ins kalte Wasser

Kaum angekommen, bin ich bereits mit verschiedenen strategischen Projekten betraut und habe die Leitung von Teilprojekten übernommen. Es sind strategische Projekte. Und ich darf zusammen mit tollen Arbeitsgruppen die Vision weiterentwickeln, das Intranet aufbauen, die Kommunikation vorantreiben. Ich habe schon lange nicht mehr so arbeiten dürfen. Auch hier, meine Erfahrung und Meinung wird grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Die Vorgehensweise oder Herangehensweise wird unterstützt und ich habe das Vertrauen der Geschäftsleitung die strategischen Projekte umzusetzen. Ich bin ausserdem nicht allein. Zum ersten Mal seit Jahren hab ich endlich wieder Projektverantwortung und werde entsprechend ernst genommen. Zu Beginn wars ein Sprung ins kalte Wasser, der sich nun als absolut bereichernd und motivierend herausstellt.

  • Entwicklungsmöglichkeiten on- und off-the-Job

Es heisst immer, Entwicklungsmöglichkeiten im Job sind enorm wichtig. Ich habe leider noch nie einen Arbeitgeber gehabt, der mich on oder off the Job fördern wollte, oder nur bedingt. Sobald ich Interesse zeigte oder mehr wollte, wurde ich zurückgepfiffen oder es hat dann für mich nicht gegolten. Hier habe ich nach nicht mal 3 Monaten die Zusage für eine Weiterbildung im Führungs- und Management-Bereich. Motivation pur! Oder? Weiter werde ich hier gefordert und gefördert. Es macht enorm Spass, dass ich sowohl strategisch als auch operativ mitarbeiten und mitdenken darf.

Zickenkrieg, Gärtchendenken und Missgunst waren noch nie mein Ding. Führungsschwäche und ein schwaches Management sind ebenfalls Gründe weshalb die Mitarbeiter unzufrieden sind. Ich habe in den vergangenen Jahren – es waren mehrere und auch mehrere Arbeitsstellen festgestellt, dass es allzuoft an der massiven Führungsschwäche liegt, die Missgunst, Gärtchendenken und Zickenkrieg begünstigen und letztlich Grund sind für Burn-out und psychische Probleme. Und heute bin ich mehr als zufrieden und dankbar für die Chance, die ich in diesem Job nun erhalten habe. Es wurde Zeit und jetzt ist es gut. Ich schaue nicht zurück, denn ich gehe nur vorwärts.

In der Glücks-Forschung gibt es fünf Pfeiler, die dazu beitragen, dass man dauerhaft glücklich ist:

Soziale Kontakte zu Freunden und Familie, Gesundheit (Sport und Ernährung), einen Job, der einem Freude bereitet, dankbar sein, Realitätssinn und im Hier und Jetzt leben. Gerade in den Zeiten des Verzichts ist es für das persönliche Glück wesentlich, wie man gelernt hat Glück zu empfinden und zu leben.

Hier einige Gedanken, weshalb ich mich trotz Krise glücklich und zufrieden fühle.

Wir müssen derzeit auf einiges verzichten – vor allem auf den grenzenlosen Konsum. Wir haben in einer Zeit gelebt, in welcher wir übersättigt waren an Konsummöglichkeiten – Einkaufen, Shoppen, Reisen, Unterhaltungsangebote ohne Grenzen und Limit. Alles war möglich und es gab keinen Stillstand. Ich für mich befasse mich schon länger mit dem Bewusst leben. Was macht mich glücklich? Wann empfinde ich Freude? Vielleicht hilft mir dieses Bewusstsein jetzt, doch auch ich bin und war nicht gefeit auf all die Konsummöglichkeiten zu verzichten.

Freude an den kleinen Dingen

Ich reise fürs Leben gern. Nizza als meine 2. Heimat ist einer Lieblingsorte und schnell bekomme ich jeweils Fernweh nach Nizza. Es fehlt mir auch jetzt. Die Vorstellung in den Frühlingsferien nicht nach Nizza zu können, löst eine gewisse Wehmut aus. Andere haben vielleicht ein Problem damit, dass sie nicht zum Coiffeur können, in die Maniküre oder Kosmetik. Wieder andere kochen vielleicht nicht gern und sehnen sich nach den offenen Restaurants. Wir gehen auch gern im Restaurant essen oder unternehmen am Wochenende regelmässig Dinge wie in den Zoo gehen, ins Kino, ins Schwimmbad oder machen einen Ausflug auf einen Berg. Ab und zu unternehmen wir einen Weekendtrip ins nahe Ausland, gehen einkaufen und shoppen. Ja, einfach was jeder gern tut. Aber im Moment erfreue ich mich, in meiner Küche feine Gerichte zu zaubern oder meinem Schatz und meiner Süssen beim gemeinsamen Kochen zuzuschauen. Und ich bin voll zufrieden damit.

Gemeinsame Zeit bekommt mehr Bedeutung

Wir treffen auch uns sehr gern mit Freunden und Familie, laden sie zu uns ein und verbringen so unvergessliche Momente und gemeinsame wertvolle Zeit. Das ist war schon länger in unserer Familie ein Credo – keine Geschenke, sondern wir schenken einander gemeinsame Zeit. Im Moment können wir unsere Freunde und Familie nicht treffen, bleiben wie vorgeschrieben zu Hause und versuchen den Kontakt über Video-Telefonie oder Telefon aufrecht zu erhalten. Das hat uns schon viele lustige Momente beschert, aber es wird nie ein Ersatz sein für das persönliche Beisammensein.

Ich habe mich gefragt, was ich denn für ein zufriedenes und glückliches Leben brauche und worauf ich verzichten kann.

Der bewusste Verzicht in einer von Konsum und Unterhaltung orientierten Gesellschaft überlebt das vielleicht auch die Corona-Krise?

Freunde und Familie helfen das Wohlbefinden zu steigern

Ich merke derzeit, wie wichtig mir Freundschaften, Familie, mein Schatzu und meine Süsse sind und dass mir die gemeinsame Zeit heute noch wertvoller erscheint. Der Moment, wenn man gemeinsam lachen kann, einfach unbeschwert sein. Wenn meine Süsse wieder mal den Clown macht und wir gemeinsam einfach Tränen lachen. Oder wie bedeutend plötzlich ein Telefon mit einer Freundin wird oder das Video-Telefon mit dem Bruder der Ersatz wird für die Diskussion bei guten Essen und einem Glas Wein am Esstisch. Ich freue mich jetzt schon darauf alle wieder in die Arme zu schliessen, mit meiner Familie am Tisch zu sitzen und zu diskutieren. Auch stelle ich mir jetzt vor, wie ich eine Festbank in den Garten stelle und eine Grillparty nach der anderen schmeisse, um das Leben und die Gesundheit zu feiern mit den Menschen, die mir so viel bedeuten.

Ein Rückzugs- und Kraftort schaffen

Was mir in dieser Zeit auch bewusst wird, ist wie wichtig mir ein schönes Zuhause ist. Meine Wohnung ist unser Kraft- und Rückzugsort. Und gerade jetzt, da wir alle zu Hause bleiben und kaum rausgehen können, ist es wunderbar, dass wir uns in die Zimmer zurückziehen können, jeder wuselt was und wir treffen uns in der Stube zum gemeinsamen Spielen, TV schauen, Essen und Beisammen sein. Auch der Garten ist gerade ein Segen und eignet sich als 5. Zimmer zum Durchlüften, Entspannen, Spielen und Sport machen. Wenn es draussen sonnig und warm ist – ein Glücksort. Mir war schon immer wichtig schön zu wohnen und gerade jetzt bekommt dies noch mehr Bedeutung. Wir verpassen echt gerade nichts da draussen – aber auch zu normalen Zeiten sind wir einfach wahnsinnig gern zu Hause.

Und ganz wichtig und für mich fast das Zentrum ist meine Küche. Hier verbringe ich gerade sehr viel Zeit beim Kochen und Backen. Ich probiere viele neue Rezepte aus und werde auch von meiner Süssen und meinem Schatz verwöhnt. Sie kochen nämlich jetzt ein Mal pro Woche gemeinsam etwas für mich.

Im Hier und Jetzt leben, um bei sich anzukommen

Mehr bei mir zu sein und nicht das Gefühl zu haben, da draussen etwas zu verpassen. Das spüre ich schon länger. Ich bin bei mir in meinen vier Wänden glücklich und zufrieden – und das nicht erst seit dem Lockdown des Bundesrates. Für mich ist Lebensqualität bewusst zu entscheiden auch mal zu Hause zu sein und mich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Genau das versuche ich ja mit meinem Blog hier immer wieder hervorzuheben. Es hat mit Einfachheit zu tun und auch Konsumverzicht. Worauf kann ich also verzichten und was fällt mir schwer?

Dinge, Orte und Menschen, die mir fehlen

Wie eingangs erwähnt – auf Nizza und die Wohnung und Zeit dort verzichten zu müssen, löst eine gewisse Wehmut aus. Aber darauf zu verzichten ist irgendwie kein Weltuntergang, es besteht ja die Möglichkeit wieder dorthin zu reisen, wenn es möglich ist. Hätte ich die Wahl nur noch 1x pro Jahr an einen Ort reisen zu können, wäre das wahrscheinlich schwieriger, aber ich denke auch das wäre keine Katastrophe. Mir fehlt es zwar, aber im Moment gehe ich davon aus, dass ich irgendwann wieder reisen werde und auch nach Nizza fahre.

Langfristig wird mir die Familie und das Treffen von Freunden fehlen. Aber mir fehlt zum Beispiel nicht, dass ich gerade nicht ausgehen und im Restaurant essen kann oder mal in einen Café sitzen und dort einen Kaffee trinken.

Aufgefallen ist mir allerdings, dass es keine frischen Blumen mehr zu kaufen gibt und ich doch frische Blumen liebe und eigentlich auch immer einen Strauss zu Hause habe. Ich werde mir aber nun ein Blumenabo machen und von einem Blumengeschäft wöchentlich Blumen liefern lassen.

In der Zwischenzeit bastle ich mit meiner Süssen zum Beispiel haben wir tolle Osterhasen aus Beton gegossen. Wir haben Kresse gesäht und schauen ihm beim Wachsen zu oder haben statt im Wald gebrätelt, das Picknick mit Grillwurst im Garten gemacht.

In der Küche bin ich auch sehr kreativ und hab nun viel Zeit und Musse zu kochen und zu backen. Die kulinarischen Erlebnisse freuen meine Süsse und meinen Schatz.

Diese Zeit als Chance sehen

Wir müssen gerade auf so vieles verzichten und doch – ich kann sagen, es geht mir ausgezeichnet. Ich bin glücklich und voller Energie, habe in meinen eigenen vier Wänden viele Ideen und Projekte, bin kreativ und entdecke vom Sofa aus viele neue Möglichkeiten – die uns die digitale Welt ja auch grad liefert. Ich habe auch nicht Angst, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Sondern ich sehe diese Zeit als Chance für mich, um zur Ruhe zu kommen, noch mehr bei mir zu sein. Ganz egal, was da draussen passiert und das hoffentlich auch für die Zukunft. Das ist für mich Lebensqualität.

Zuhause bleiben. Das hat der Bundesrat verordnet. Nur noch falls nötig nach draussen gehen. Es ist doch eine einfache Ansage. Oder? Parties sind abgesagt, Restaurants, Läden und Freizeitangebote zu. Es gibt dafür ja offensichtlich Gründe. Und doch, irgendwie scheinen es viele nicht zu begreifen. Jetzt versammelt man sich auf Spielplätzen, am See und an Feuerstellen – in Horden! Wartet ab. Die Ausgangssperre ist nur eine Frage der Zeit und dann bestraft ihr auch die, die sich jetzt an die Regeln halten. Egoismus ist jetzt fehl am Platz.

Ich bin oft zu Hause, nicht erst seit der Bundesrat uns aufruft zu Hause zu bleiben und mehr oder weniger alle Freizeitmöglichkeiten beschränkt oder unterbunden hat. Und ja, Ich bin sehr gern unterwegs, ich reise auch sehr gerne, aber gerade so schön finde ich es zu Hause zu sein. Bei mir muss nicht immer etwas laufen und wir haben bewusst nicht immer Programm. Einfach mal sein und nichts tun. Einfach mal zu Hause wuseln, lesen, auf dem Sofa sitzen, Tee trinken, kochen, backen, den Sitzplatz geniessen. Das schöne Zuhause geniessen. Auch das kann ich. Ich habe die Vorzüge von Zuhause sein – auch mit Freunden und Familie – schon lange erkannt und ich verpasse nichts da draussen und jetzt erst recht nicht. Nur das begreifen das nicht alle.

Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht jedem gleich leichtfällt und einem durch diese drastische Anordnung des Bundesrats plötzlich die Decke auf den Kopf fällt. Wenn man sich nicht mit sich selbst beschäftigen kann, ständig unterwegs ist und immer Programm hat, kann dies Anordnung doch sehr einschneidend sein. Man weiss plötzlich nicht mehr, was mit sich und der Zeit anfangen. Man fühlt sich schlecht, weil man sich plötzlich mit dem eigenen Dasein, dem Partner und der Beziehung auseinandersetzen muss, da ausweichen, davonlaufen und wegschauen nicht mehr möglich ist. Aber jetzt ist echt nicht die Zeit, um Parties zu feiern und sich in Menschenhorden in der Öffentlichkeit rumzutreiben. Jetzt ist die Zeit zu Hause zu bleiben. Sich zurückzuziehen und auszuhalten.

Es ist die Zeit des Innehaltens. Was kann uns jetzt besseres passieren?

Es ist die Zeit des Innehaltens. Was kann uns Besseres passieren. Wir kriegen Zeit mal nichts zu müssen und doch die Freiheit innerhalb der eigenen vier Wände alles zu dürfen. Ich versteh nicht, wie die Leute das nicht begreifen. Und wenn uns die Ausgangssperre auferlegt wird, weil es immer noch Hirnlose gibt, die Parties veranstalten, dann krieg auch ich dann den Koller – weil ich doch gerne am Morgen in Ruhe meine Runde jogge in der Reussebene. Wohlgemerkt allein und es sind auch nicht viele Leute unterwegs morgens.

Dass mir Zuhause die Decke auf den Kopf fällt, wird schwer. Ich habe immer genug Ideen und Pläne, die nicht mir Reisen und Unterwegs sein zu tun haben. Es gibt unzählige Dinge, die mich die Zeit vergessen lassen und erst noch Freude machen.

Hier meine 10 Inspirationen

1. Gemeinsam Kochen und Backen

Ich koche und backe fürs Leben gern. Gerade jetzt, wenn wir zu dritt immer zu Hause sind, essen wir natürlich dreimal am Tag. Das gibt viel Gelegenheit um zu gemeinsam zu kochen und backen. Das ist daher eine gute Beschäftigung für alle. Ich kann meiner Süssen das Kochen beibringen und neue Rezepte ausprobieren. Hier sind schon einige Inspirationen abgelegt. Und nicht nur das Kochen und Backen macht gemeinsam mehr Freude, auch gemeinsam am Tisch sitzen und zusammen zu essen, zu reden und sich auszutauschen, ist ein wichtiger Familienbestandteil. Den wir hochhalten und sehr schätzen.

2. Basteln mit Kids

Unsere Bastelbox steht bereit. Und im Frühling gibt es unzählige Bastel-Ideen – Wie wärs mit Ostereier bemahlen oder Osternestchen basteln? Im Internet gibt es unzählige Anleitungen und Ideen zum Basteln mit Kindern.

3. Spiele spielen

Wie wärs, wieder einmal zusammen ein Uno, ein Eilemitweile oder ein anderes Gesellschaftsspiel zu spielen? Das Vertreibt die Zeit und macht gute Laune. Wir spielen regelmässig mit unserer Süssen.

4. Lesen oder einander vorlesen

Lesen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Gerade habe ich die 6-Teilige Reihe über die 7 Schwestern von Lucinda Riley fertiggelesen. Und nun werden meine Süsse und ich gemeinsam ein Buch lesen. Sie wird in der Online-Bibliothek – die bleibt ja zugänglich ein Buch auslesen und wir werden jeden Tag darin lesen – sozusagen unser Corona-Lese-Projekt.

5. Wieder mal einen Brief schreiben

Und weil wir jetzt unsere Liebsten nicht mehr einfach so und so oft sehen können, habe ich mir überlegt, endlich mal wieder Briefe zu schreiben. Meine Süsse wird dazu Zeichnungen machen und wir werden hoffentlich viele Menschen damit überraschen können.

6. Gärtnern auf dem Balkon oder im Garten

Gärtnern und den Garten auf Vordermann bringen, ist auch eine gute Beschäftigung mit Kindern. Zwar ist es noch etwas früh für die Bepflanzung von Gemüse, aber man könnte jetzt mit der Aufzucht beginnen und die Samen ansähen. Auch eignet sich das Wetter, um den Sitzplatz und Balkon zu reinigen, die Gartenmöbel zu putzen, die Lounge herauszuholen und das 5. Zimmer zu eröffnen. Wir haben das bereits gemacht und geniessen nun die Sonne in unserem Garten.

7. Fotos bearbeiten und Fotobücher erstellen

So banal es tönt, jetzt ist auch endlich Zeit, um Fotos zu sortieren und Ordnung in die Bildersammlung zu bringen. Und wenn man alles schön sortiert und geordnet hat, kann man aus den tollsten Bildern pro Jahr oder Ereignis tolle Fotobücher erstellen. Und in Erinnerungen schwelgen, von Ferien oder Ausflügen Träumen und sich an den schönen Bildern erfreuen, was passt besser in diese Zeit. Fotos sortieren und Fotobücher erstellen, ist ja definitiv etwas, was ich immer auf der ToDo-Liste habe, aber stets vor mir her schiebe.

8. Die Sonne auf dem Balkon/im Garten geniessen

Was gibt es schöneres als im Garten zu sitzen, zu lesen, zu spielen, die warmen Sonnenstrahlen zu geniessen und sich auszuruhen? Es ist gerade die perfekte Zeit, um alles für den Frühling draussen zu starten und den Grill anzuschmeissen. Es ist nie zu früh dafür.

9. Frühlingsputz und Entrümpelungs-Aktion

Wenn man dann gar nichts mehr zu tun weiss und vor lauter herumliegen einem langweilig wird, wie wärs mit Frühlingsputz? Fensterputzen? Vorhänge waschen, mal gründlich reinigen, ausmisten und entsorgen. Jetzt oder nie! Ich habe bereits damit begonnen – der Backofen hat schon eine Reinigung erhalten. Fenster und Vorhänge folgen. Und das lässt sich doch durchaus mit den Kindern machen. So können sie grad lernen, was es heisst zu putzen und reinigen. Und gleich danach kann mit der schon längst überfälligen Entrümpelungsaktion fortgefahren werden. Alter Ballast kann abgeworfen und Raum für Neues geschaffen werden.

10. Nach draussen gehen zum Spielen, Radfahren, Spazieren oder Wandern und Bräteln im Wald

Und zu guter Letzt, so lange es noch möglich ist, ist durchaus auch Zeit, um nach Draussen zu gehen zum Joggen, Velofahren, Spazieren, Bräteln. Einfach weils grad schön ist. Aber Achtung – auch hier gilt: Abstand halten. Menschen-Massen vermeiden und nicht in Reih und Glied am See sitzen. Das war ja nicht die Idee hinter der Notlage, die das Corona-Virus mit sich gebracht hat. Drum – Frische Luft und Bewegung ja, aber keine Parties und Menschen-Massen meiden.

Vor einem Jahr habe ich mich hingesetzt und meinen Blog monpetitbonheur.ch zum Leben erweckt. Das Bedürfnis nach Kreativität im Schreiben und Fotografieren hatte ich schon einige Zeit. Abends nach der Arbeit war ich nicht müde, sondern voller Energie. Ich war aktiv, interessiert, wissbegierig und hatte viel Zeit. Mein Job hat mich damals, als die Idee entstand, nicht ausgelastet und auch irgendwie nicht befriedigt. Was damals als Idee in meinem Kopf rumgeschwirrt ist, habe ich erst einmal zu Papier gebracht. Sofort war mir aber der Name des Blogs klar: monpetitbonheur.ch – mein kleines Glück. Ich hatte die Idee darüber zu schreiben, was mich glücklich macht. Denn obwohl nicht alles rosig und heiter war, so habe ich ganz oft eine tiefe Dankbarkeit und ein grosses Glücksgefühl verspürt über mein Leben und was ich mir erschaffen hatte. Mon petit bonheur passt drum perfekt zu meiner Geschichte.

Schreiben und fotografieren bringen Freude

Damit mein Blog aber wirklich online gehen konnte, musste ich einiges vorbereiten. Ich habe das Logo selber entwickelt, die Navigationsseite und Kategorien festgelegt, die Seite gestaltet, mir Gedanken über den Inhalt gemacht. Dann habe ich erste Texte geschrieben, Fotos bearbeitet und zu den Texten ausgewählt und versucht über Facebook einige Leser zu begeistern. Was dabei rauskommen wird und ob ich genug Ideen, Zeit und Musse finden würde, immer wieder mal einen Beitrag hochzuladen, das wusste ich nicht. Und nun ist schon ein Jahr vergangen. Ich habe ohne Zwang aber mit der Freude am Schreiben und Fotografieren begonnen und in einem Jahr praktische jede Woche einen Artikel veröffentlicht. Zeitweise war es auch etwas Therapie und Beschäftigung. Vor allem in Phasen, wenn es mir beruflich nicht so gut ging, gab mir der Blog viel. Nämlich viel Freude und Befriedigung zu schreiben und fotografieren. Ich bin selber grad voll überrascht, wie leicht es mir von der Hand ging und wie gut ich meine Ideen umsetzen konnte.

Ich habe meine Gedanken verewigt, über Lifestyle, Kochen, Backen, Reisen und ganz oft über Nizza geschrieben. Und ich habe noch nicht genug. Gerade habe ich eine Blogplanung fürs 2020 erstellt und bin daran meinen Blog nun zu optimieren und weiter bekannt zu machen. Dabei habe ich mir nun professionelle Hilfe geholt für die SEO-Optimierung, Social Media Marketing und Online-Marketing. Da bin ich selber nämlich noch etwas unsicher.

Mein Blog ist wie ein Tagebuch

Wenn ich heute durch meine Texte stöbere, erfreue ich mich an den vielen schönen Fotos, die ich hauptsächlich selber gemacht und bearbeitet habe. Und auch die Texte, die mir immer wieder meine Gedanken, meine Ideen, aber auch meine Reisen und Städtetrips wie ein Tagebuch in Erinnerung rufen, gefallen mir und machen mich glücklich.

Herausstechen die vielen glücklichen Momente, die gute Zeit, die ich hatte, beim Reisen, Backen, Kochen, auf Ausflügen, mit meiner Süssen und meinem Schatz. Und genau das wollte ich transportieren. Das kleine Glück findet man jeden Tag, man muss nur genau hinschauen und es fühlen. Achtsam sein im Alltag – wie ich es auch immer wieder beschrieben habe. Und es wird weitergehen. Ich bin gespannt und freue mich darauf.

8 Tipps zu schnellen Start vom eigenen Blog:

  • Idee formulieren

Formuliere für dich, was deine Idee ist, was du mit dem Blog erreichen willst. Bei mir findest du diese Informationen heute noch im Bereich zu mir.

  • Zielgruppen und Ziel des Blogs festlegen

Lege die Zielgruppe und das Ziel des Blogs fest. Damit wird es einfacher, wenn du deine Texte schreibst. Du schreibst dann an jemandem und hast ein Ziel, weshalb du schreibst.

  • Struktur & Kategorien überlegen

Um etwas Ordnung auf den Blog zu bringen, ist es wichtig, dass du eine Struktur festlegst und Kategorien zu deinen Themenbereichen festlegst. Schreibe nicht über zu viele Themen, sondern strukturiere diese. Ich habe 7 Kategorien, die sich auch wieder vereinen liessen.

  • Inhalte und Stil überlegen

Überlege dir, wie du schreiben möchtest, was ist dein ganz individueller Schreibstil? Verbiege oder verstelle dich nicht. Schreibe so, wie es dir wohl ist. Das wird die Leser genau ansprechen. Sei natürlich. Überleg dir auch, welche über was du schreiben willst – kochst du gern und experimentierst du viel mit Rezepten? Hast du Kinder und ganz viel Erfahrung, die du gerne teilen magst? Hast du ein spezielles Hobby oder reist du gerne und viel? Bestimmt gibt es viel, was du mit anderen teilen kannst.

  • Kleine Inhaltsplanung

Wenn du weisst, was du genau schreiben möchtest, kannst du dir Themen oder Inhalte überlegen, die vielleicht spannend sein könnten. Dies kannst du dann planen und über die Zeit verteilt, schreiben und dann aufschalten.

  • Farben und Format definieren

Lass dich von anderen Blogs inspirieren, vielleicht gefällt dir ein Design besonders. Es gibt auch fix fertige Designs, die man günstig kaufen kann und die sich dann einfach mit dem CMS verbinden lassen. Hier kann dir auch ein Webdesigner helfen.

  • Domain reservieren

Reserviere deine Domain z.B. bei switch.ch. Das kostet in der Regel ein paar Franken.

  • Evtl. Webdesigner organisieren, sonst selber loslegen mit einem gängigen Blogtool wie WordPress

Zum Schluss, wenn du unsicher bist und nicht so geübt mit Websites, dann findest du überall in der Region Webdesigners.

Unzählige meiner Glücksgeschichten haben mit Nizza zu tun. Es gibt einen Ausblick der berührt mein Herz schon seit 25 Jahren. Es ist der Ausblick der Wohnung in Nizza auf den Hafen, das Chateau, die Promenade des Anglais und das Meer. Egal wie oft ich in Nizza bin, egal ob es morgens ist, beim Öffnen der Rollläden oder abends, wenn die Sonne untergeht. Wenn ich am Fenster stehe oder auf dem Balkon sitze, dann überkommt mich ein wahnsinniges Glücksgefühl. Nizza ist tief in meinem Herzen. Nizza ist meine 2. Heimat. Und jedes Mal fühlt es sich an, als komme ich nach Hause, wenn ich wieder den immer selben Ausblick anschaue. Ich kann mich förmlich nicht satt sehen. Wenn wir einige Tage in Nizza sind, überkommt mich eine gewisse Wehmut, nicht länger bleiben zu dürfen und nach wenigen Wochen in der Schweiz habe ich Fernweh und plane meinen nächsten Trip nach Nizza.

Mit Nizza verbindet mich eine grosse Liebe. Die Liebe zu Land und Leuten. Die Liebe zu Kultur, Sprache und Essen. Die Liebe zum Lebensstil und der ganzen Region. Die Liebe zu den kleinen Dörfern an den steilen Hängen, den wunderbaren Küstenabschnitten und der wilden Natur. Und diese Liebe gebe ich jetzt an meine Süsse weiter. Sie kommt mit seit sie ein kleines Baby ist und viele Winkel und Ecken, das Karussell, die Crêpes und der Swimmingpool sind bereits tief bei ihr verankert.

Nizza ist für mein Herz. Nizza ist Erholung, Abwechslung, Genuss und Ruhe. Wenn wir in Nizza sind müssen wir nichts und dürfen alles. Jedes Mal entdecken wir Neues und erleben Anderes. Und ich bin sicher, diese Liebe endet nie und meine Süsse ist bereits jetzt genauso vernarrt wie ich in diese Stadt an der Côte d’Azur.

In den letzten 25 Jahren hat sich Nizza verändert. Ich erinnere mich, damals wars schmutzig und eher schmuddlig. Mit der Zeit wurde die Stadt herausgeputzt. Sie haben die Promenade des Anglais verschönert. Sie haben den grossen Park rund um den Place Massena gebaut, der zum spielen, baden und verweilen einlädt. Und sie haben die Busverbindungen so günstig gemacht, dass man die Küste hoch und runter fahren kann für 1.5 EUR pro Weg. Sie haben inzwischen 2 Tramlinien gebaut. Die ältere führt quer durch die Stadt und die neue vom Flughafen bis zum Hafen. Altbewährtes und Gutes ist geblieben, Neues ist dazu gekommen.

Und auch ich hab mich verändert. Als Schülerin und Studentin habe ich Ferien mit meinen Freundinnen in Nizza verbracht. Damals, so kann ich mich erinnern, sind wir 10 Stunden mit dem Zug nach Nizza gefahren – Zeit genug zum Quatschen. Und in Nizza haben wir für Zwischenprüfungen oder Semesterprüfungen gelernt. Wir haben Ausflüge gemacht und sind Abends aus gegangen. Einmal bin ich so für 3 Tage nach Korsika – ohne Geld und saubere Kleider – aber lustig wars.

Seit 7 Jahren komme ich mit meiner Süssen nach Nizza. Wieder hat sich der Radius geändert, die Interessen. Uns ziehts zum Karussell oder in die Crêperie. Wir fahren mit dem Bus in der Gegend herum und schwimmen stundenlang im Pool. Und neu ist auch, dass ich mit meinem Schatz auch mal ein verlängertes Weekend oder Silvester in Nizza verbringe. Wir abends die vielen guten und auch altbewährten Restaurants testen und es uns so richtig gut gehen lassen. Glücksmomente pur zu zweit oder zu dritt.

Der erste Arbeitstag ist ja immer mit ganz unterschiedlichen Gefühlen oder Erwartungen verbunden. Einerseits ist da die Aufregung, wie denn die neuen Kollegen sind, wie der Empfang sein wird, wie der Arbeitsplatz aussieht, ob man evtl. überhaupt einen Arbeitsplatz hat, ob irgendein Einführungsprogramm besteht und und und… jeder hat da so seine persönliche Erfahrung gemacht. Nachdem ich bei einer früheren Stelle mal erlebt hab, dass ich weder einen funktionierenden Laptop noch einen aufgeräumten Arbeitsplatz vorgefunden hab, habe ich meine persönlichen Erwartungen auf Null runtergeschraubt. Das hat zur Folge, dass ich nur noch positiv überrascht werden kann.

Ich bin also an meinem ersten Arbeitstag pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt bei meinem neuen Arbeitgeber eingetroffen und wurde zu meiner Überraschung von der Assistentin sehr nett empfangen. In meinem Büro – ich habe sogar ein Einzelbüro – war ein nettes Kärtchen und ein Blümchen auf dem Tisch. Der Laptop wurde mir, nach einer Vorstellungsrunde und der Begrüssung durch meinen direkten Vorgesetzten, vorbeigebracht und erklärt. Und im Einführungsprogramm erhalte ich die Gelegenheit einen Einblick in das Unternehmen zu bekommen.

Abgesehen davon, dass ich mich schon den ganzen Tag über all dies gefreut habe, spüre ich auch eine tiefe Dankbarkeit. Jede Begegnung, die ich seither gemacht habe, beruht auf Respekt und Wohlwollen. Jeder ist offen und interessiert. Jeder denkt mit. Es ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Und das ist wunderbar.

Manchmal gibt es Begegnungen, die berühren einen zutiefst. Sie kommen völlig unerwartet aus dem Nichts und es ist wie ein Sturm, der über einen fegt. Mit den Gefühlen weiss man dann nicht wie umgehen. So eine Begegnung hatte ich vor einigen Tagen. Wir waren im Familien-Gottesdienst der vereinigten Kirchen in Bremgarten, dazu gehören die evangelische, reformierte, neuapostolische und katholische Kirche. Der Jugendchor, bei welchem auch meine Süsse mitsingt, war ebenfalls dabei. Es ging um das Thema Einheit – die Einheit des Glaubens, die Einheit der Gemeinschaft. Es ging um die Gemeinschaft trotz aller individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen.

Zu Beginn habe ich die Bekanntschaft einer wunderbaren Frau gemacht, die ich nicht kannte. Sie war eine Fremde und doch habe ich gerade eine intensive Verbindung gespürt. Beim Teilen des Brotes sind wir ins reden gekommen und haben gleich mehrere Gemeinsamkeiten festgestellt, die jede für sich geprägt hat und uns zu diesen starken und positiven, charismatischen und strahlenden Frauen werden liess, die wir sind. Wir haben in dem Moment beide eine sehr tiefe Dankbarkeit empfunden und konnten nicht genug reden. Abends haben wir sogar noch telefoniert und auch da konnten wir kaum aufhören. Es war so intensiv, dass wir uns spontan verabredet haben. Für mich ist es ein absoluter Wow-Moment. Diese Begegnung macht mich unendlich dankbar und glücklich und das an einem Sonntag, an dem ich dachte, ich höre jetzt einfach meine Süsse singen. Einem Sonntag, der doch so völlig unspektakulär begonnen hat, wurde plötzlich ein Highlight.