Kochen

Eine meiner ursprünglichen Blog- oder Facebook-Ideen war, dass ich über meine Einladungen und die Menüs, die ich koche, schreibe. Ich koche und backe leidenschaftlich gern und ich habe gerne Gäste bei mir zu Hause, die ich kulinarisch verwöhne und einen gemütlichen Abend bei guten Gesprächen, passendem Wein und feinem Essen mit ihnen verbringe. In den Jahren nach meiner Trennung habe ich dieses Hobby aber nicht so verfolgt, erst nach meinem 40. Geburtstag, Ende 2017, ist bei mir der Wunsch nach Einladungen und so richtig schönen Abenden mit Gästen bei mir zu Hause wiederaufgekommen.

Zwischen meinem ersten Einladungsabend vor mehr als einem Jahr und dem zweiten ist doch einige Zeit vergangen. Aber das Leben spielt so schön, dass man manchmal einfach die Prioritäten anders setzt. Und diese lagen im vergangenen Jahr hat einfach mehr bei der Zweisamkeit ohne grosse Einladungen, langem Gekoche und aufwändigen Menüs.

Am Wochenende habe ich eine gute Freundin zum Znacht eingeladen und wir haben zu dritt beim gegenseitigen Kennenlernen einen wunderbaren Abend verbracht.

Das Schlemmermenü

Kleiner grüner Lattichsalat mit Avocado, Radischen und Cherry-Tomaten dazu eine leichte Balsamico-Sauce

Tagliata vom falschen Filet auf gebratenem Spargel mit Kräuter Vinaigrette

Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

Für die Tagliata

Stotzenfilet vom Schwein Salz / Pfeffer  

1 kg Spargel  1 Bund Frühlingszwiebeln 60 gr Dörrtomaten Salz und Pfeffer           

2-3 EL Zitronensaft 4-6 EL Gemüsebouillon 4-6 EL Olivenöl Salz und Pfeffer  1 Bund Basilikum     

Würzen und kurz kräftig in einer grossen Bratpfanne anbraten. Dann 30 Minuten im Backofen bei 180° C fertig braten.

Spargel letztes 3 abschneiden und dann in Drittel schneiden. In einer weiten Bratpfanne oder einem Wok Rührbraten bis die Spargeln bissfest sind. Frühlingszwiebeln mit Grün klein schneiden. Dörrtomaten hacken. Alles beigeben, 5-10 weiter braten, würzen.

Zitronensaft, Gemüsebouillon, Olivenöl mischen, würzen und fein gehackter Basilikum beigeben.

Anrichten: Spargel auf den Teller geben mit Vinaigrette beträufeln, Fleisch in Scheiben darüber drapieren. Dazu passen gebratene Frühlingskartoffeln.

Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

Ich muss zugeben, ich habe lange nach einem geeigneten Rezept gesucht, aber nichts gefunden, was mir sofort gepasst hat. Daher bin ich kreativ geworden und hab mir den Naked Cake zusammengestellt, der genau meinem Geschmack entspricht.

Das Biscuit war luftig und aromatisch und schmeckte nach Vanille-Zitrone. Die Mascarpone-Creme lässt sich natürlich nicht nur mit Rhabarber verfeinern, sondern es eignen sich alle saisonalen Früchte, auf die man gerade Lust hat. Im Sommer kann ich mir gut vorstellen den Naked Cake mit Pfirsich, Kirschen oder Himbeeren oder Brombeeren zu machen, im Herbst ist eher die Zeit für Zwetschgen, Trauben, Birnen oder Äpfel und im Winter passen Orangen, Mandarinen oder exotische Früchte. Ob nun als Kompott oder frische Früchte, der Kreativität ist mit der Mascarpone-Creme keine Grenzen gesetzt.

Für den Naked Cake mit Rhabarber-Mascarpone-Creme

5 Eigelb 150 gr Zucker 1 EL heisses Wasser 1 Zitrone (Schale) 1 Päckchen Vanillezucker 5 Eiweiss Salz 2 EL Zucker

150 gr Mehl 3 TL Backpulver

5 Eigelb mit Zucker und Wasser 5 Minuten mit dem Handrührgerät schlagen, bis es schaumig und hell ist. Zitronenschale und Vanillezucker unterrühren. 5 Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen, dann Zucker beigeben, weiterschlagen bis es glänzt. Sieben und abwechselnd mit Eiweiss unter die Eigelbmasse heben. Springform (20cm Durchmesser, Boden mit Backpapier belegt) füllen, 30 min. bei 170° C in der Mitte des Ofens backen. Dann noch 10 min im heissen Backofen stehen lassen, rausnehmen, umgestürzt auskühlen.

350 gr Rhabarber 5 EL Zucker 4 EL Holunderblütensirup 1.5 dl Wasser

Rhabarber in Würfel schneiden, in einem Topf mit Zucker, Holunderblütensirup und Wasser rund 10 Minuten kochen, bis der Rhabarber etwas zerfällt. Absieben und beiseite stellen.

250 gr Mascarpone 200 gr Quark 1.5 dl Rahm 75 gr Zucker 1 Päckchen Vanillezucker

Mascarpone mit Quark, Zucker und Vanillezucker verrühren, Rahm steif schlagen untermischen. 5 EL Rhabaraberkompott beiseite stellen, den Rest mit der Creme mischen.

Biscuit 2-mal quer durchschneiden, evtl. mit der Hilfe eines Tortenschneiders. Dann grosszügig mit der Rhabarber-Mascarpone-Creme bestreichen. Den nächsten Biscuit-Boden drauflegen, wieder mit Creme bestreichen, den Deckel aufsetzen, einige Kleckser Creme drauf und dann noch mit Rhabarber-Kompott abschliessen.

Wer liebt sie nicht, die Waffeln, deren Duft den Raum erfüllen. Mmmmh. Heute haben wir welche selber gemacht als kleines Familienkochprojekt. Es ist das erste Wochenende seit meine Süsse aus den Ferien zurück ist und 10 Tage weg war. Als ich sie Mitte Woche wieder in den Arm nehmen konnte – ich bin fast geplatzt vor Glück. Ihren Duft zu riechen, sie zu herzen, ihre grossen Augen zu sehen, ihr zuzuhören und ihren Erzählungen zu lauschen. Glück ist auch zu sehen, wie sie sich freut, wieder zu Hause zu sein mit ihrer unbändigen Energie beim Singen, Tanzen, Turnen, Plappern, Schminken, Verkleiden und Schauspielern.

Das Glück ist greifbar, spürbar und ich hätte den Abend noch lange so draussen beim Znacht und Spielen verbringen können. Wir haben so viel gelacht und sie hat ständig gekichert. Es war perfekt. Ein Moment zu festhalten – ein kleiner Augenblick, der mir so viel gibt. Meine Süsse wieder bei mir.

Für mich bedeutet das Zusammensein mit meiner Tochter extrem viel. Vor allem wenn das Kind nicht jeden Tag bei dir ist, sondern gemäss neuer Betreuungsregelung und neuem Sorgerecht nur noch 50%. Zu Beginn war das extrem hart. Plötzlich ist das 2jährige Menschlein nur noch die Hälfte der Zeit bei einem. Die andere Hälfte muss man sich dann irgendwie selber beschäftigen – am einfachsten man geht einer Arbeit nach. Ich hab seit ihrem ersten Lebensjahr 60% gearbeitet. Und in der restlichen Zeit habe ich sie selber betreut. Ich hab aufgrund des ständigen hin und hers auch möglichst darauf geachtet, dass wir viel Zeit miteinander verbringen und sie genug Raum hat, um selber zu wuseln. Es war auch immer wichtig, dass sie in der 2. Wochenhälfte bei mir zur Ruhe kommen kann. Wir sind also nicht noch irgendwo zum Turnen, Singen oder fix jede Woche mit Andern verabredet gewesen, sondern haben viel Zeit einfach zu Hause, auf dem Spielplatz und in der gewohnten Umgebung verbracht. Diese Ruhephasen waren sehr wertvoll und begleiten uns noch heute.

Wir sind ein top Zweiergespann

So waren wir jahrelang ein top Zweiergespann – in den Ferien, an Wochenenden und in der Freizeit sieht man uns zusammen. Es hat auch zum Beispiel nicht viel gebracht in ein spezielles Familienhotel zu fahren, da sie eh lieber mit mir zusammen war, sogar am liebsten bei mir im Bett schlief anstelle des coolen Hochbetts. Wie auch immer – je grösser sie wird, umso leichter wird alles und es macht mir total viel Spass mit meiner «Mini-Me» die Welt zu entdecken. Wie ich schon mehrfach beschrieben hab, gehen wir sehr oft nach Nizza in die Ferien. Hier zeigt sich nun, dass wir beide da alles haben, was wir für unsere gemeinsame Zeit und unsere Ferien brauchen. Nämlich nicht viel – vor allem aber Zeit wir zwei mit Dingen, die wir gerne tun. Karussell-Fahren, Crêpe essen, Eis schlecken, baden im Pool und kleine Ausflüge in die Umgebung. Oder was denkt ihr, was braucht ein Kind im Kleinkind, Vorschul- oder Schulalter? Ich bin überzeugt, dass es nicht unbedingt Reisen um die Welt sein müssen. Abgesehen davon kann ich mir das nicht leisten. Das ist nämlich ein anderer Aspekt, den eine Trennung rsp. Scheidung mit sich bringt. Aber zu diesem Thema und meinen Gedanken über das aktuelle Ehe- und Scheidungsrecht an anderer Stelle.

Zeit mit sich selbst ist enorm wichtig

Wie wichtig es ist, in einer Trennungsphase und bei einer Scheidung, vor allem wenn die Kinder noch so klein sind, ganz bei sich zu bleiben und nicht auf den Protz- und Konsumkurs einzusteigen, damit habe ich mich sehr intensiv beschäftigt. Der Aufbau und die Stärkung einer stabilen Beziehung zu meiner Tochter war für mich. extrem wichtig. Meine Grenzen kennenlernen und kennen, mir treu bleiben und auch wenn mein Schatz nicht immer bei mir ist und nicht immer alles durchgehen lassen. Ich glaube auch, dass diese intensive Auseinandersetzung mit meinen Werten, Grenzen, Wünschen und Bedürfnissen, ja auch einfach die viele Zeit, die ich mit mir alleine verbracht habe, mir heute zugutekommen und auch in der Beziehung zu meiner Tochter helfen, unsere Verbindung zu stärken.

Seit rund einem Jahr sind wir auch oft als Dreiergespann unterwegs. Mit meinem neuen Partner versteht sich meine Süsse bestens. Im Spiel beim Turnen, Singen und Tanzen vergessen sie zuweilen auch mich.

Jetzt freue ich mich auf die Sommermonate zu Hause im Garten, wenn wir abends grillieren, zusammen essen, und viel zu lachen haben. Auch freue ich mich auf so kleine Dinge wie Radfahren an der Reuss entlang, Bräteln im Wald oder Camping im Sommer. Einfach Family-Time. Quality-Time.

Familienzeit am Wochenende ist mir sehr wichtig

Familienzeit am Wochenende ist mir sehr wichtig. In der Regel haben wir an den Wochenenden zwar Programm, aber nicht zum Einkaufen, Putzen oder Ordnung machen. Ich mag es generell nicht so voll durchgetacktet zu sein mit samstäglichen Einkaufsritualen. Früher war mir das schon ein Graus. Ich war oft fremdgesteuert und meine Vorstellung von Wochenende wurde da gar nicht wahrgenommen. Ich fühlte mich oft gehetzt, unzufrieden und am Ende wenig erholt. Selbst eine kleine Siesta am Sonntagnachmittag wurde zur Tortur, weil es negativ aufgefasst wurde und ich später den Vorwurf hören musste, was ich anstelle ausruhen besser hätte machen können. Seit fünf Jahren hat sich das komplett geändert. Meine Wochenenden sind dazu da, mich zu erholen, gemeinsame Momente zu verbringen und die Zeit zu geniessen. Wir lieben es gemütlich aufzustehen, fein und ausgiebig zu frühstücken, dann zu spielen, nach draussen zu gehen, Sport zu treiben, Abends gemeinsam zu kochen, fein zu essen, vielleicht eine DVD zu schauen. Und selbst bei Huddel-Wetter, wie dieses Wochenende, geniessen wir es einfach miteinander. Alle zufrieden mit dem gemeinsamen Weekendplan!

Frühling auf dem Teller

Heute haben wir uns den Frühling auf den Teller geholt und selber Waffeln mit Vanillesauce und frischen Erdbeeren gezaubert. Gemeinsam haben wir den Teig gemacht, die Waffeln gebacken, die Schüssel ausgeleckt und dann mit schon halb vollem Bauch noch die Waffeln gegessen. Mmmh! Das Rezept findet ihr hier:

Sonntagswaffeln

Für 6 Waffeln

125 gr. weiche Butter

75 gr. Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz                                                        Rühren bis die Masse hell ist

3 Eier                                                                   einzeln unterrühren

250 gr. Mehl

2 TL Backpulver                                               Mischen

2 dl Milch                                                           Mehlmischung und Milch abwechselnd unterrühren

2-3 Esslöffel Teig auf das Waffeleisen geben und 3 Minuten backen

Mit Puderzucker bestäuben.

Dazu passt Schlagrahm, Vanillecrème und frische Früchte wie Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, etc.

mmmh, lecker!

500gr Urdinkel-Mehl

11/2 TL Salz                        In eine Schüssel geben und mischen

21g Hefe zerbröckelt

3,5dl lauwarmes Wasser

2 EL Olivenöl                      Dazugeben und mit einer Kelle untermischen.

                                               Zu einem glatten Teig kneten

                                               1h aufs Doppelte aufgehen lassen

Teig auswallen, auf das Backblech geben, mit Tomatensauce bestreichen und dann beliebig belegen.

Backen bei 200°C, 25 min.

Die Teigreste geben ein feines Dinkel-Brot – einfach formen, mit Wasser bestreichen und ab in den Ofen bei 200°C, 25-35 min. backen.

Ich liebe es durch Bücherläden zu stöbern. Ich liebe Bücher sehr. Schon immer. Ich lese auch sehr gerne und oft. Bücher und das Lesen inspirieren mich und eröffnen mir wie das Reisen den Horizont.

Bücher sprechen mich förmlich an, wenn ich das Titelbild betrachte und dann den Umschlag lese, durch die Seiten blättere und Sätze und Worte überfliege. Wenn ich einen Roman auswähle, dann ist das in der Regel mein Bauchgefühl, das mir sagt, dieses Buch mag ich. Es gibt aber auch Bücher, die muss man halt gelesen haben, die grossen Klassiker, die ich damals in der Schule lesen musste von den grossen Schriftstellern unserer Zeit. Zum Teil war das dann keine grosse Liebe und so habe ich es auch nicht schlimm gefunden, als ich Kant, Goethe, Dürrenmatt und Mann, etc. einfach sein lassen durfte und nicht mehr bis ins letzte Detail analysieren und interpretieren musste! Ich liebe es auch Bücher auf Englisch zu lesen. Früher habe ich sogar Romane auf Französisch verschlungen, aber das ist doch schon etwas her.

„Abends lesen bis einem die Augen zufallen.“

Ich habe auch immer mehrere Bücher irgendwo rumliegen und in die Ferien da nehme ich immer mehrere mit, weil ich mich nicht entscheiden kann, aber auch weil ich auf Reisen – allein irgendwo – oder in den Ferien sehr viel lese und mich so in der neuen Umgebung finde und in den Romanen vertiefen kann. In Ruhe irgendwo in einem Café sitzend ein gutes Buch lesen, das einem fesselt. Am Strand den ganzen Tag beim Lesen verbringen, oder abends lesen, bis einem die Augen zu fallen. Oder einfach noch so lange zu lesen, bis das Buch fertig ist. Bei wirklich spannenden und fesselnden Büchern kommt dann etwas Wehmut auf und ich werde kurz etwas melancholisch, blättere und lesen nochmals die letzten Seiten, lasse das erfasste, setzen und etwas ruhen, bevor ich dann das nächste Buch zur Hand nehme.

Eben habe ich das Buch «Judo mit Worten» gelesen. Sehr spannend. Sehr treffend. Sehr köstlich und humorvoll. Und die Tipps sind wirklich toll. Denn auch ich bin nicht immer schlagfertig. Auch ich weiss mal nicht wie reagieren. Und zum Teil ärgern mich dann Bemerkungen, Dinge und Aussagen so sehr, dass ich mich noch Tage später darüber aufrege. Mir fehlt dann in Situationen, wo es sehr persönlich wird, die nötige Distanz oder die nötigen Tricks, um mich fein, aber nicht gemein, zur Wehr zu setzen. Mit den Tipps aus dem Buch hoffe ich in Zukunft nicht mehr sprachlos sein zu müssen und vor allem nicht mehr alles persönlich nehmen zu müssen, sondern allem mit Humor zu begegnen. Ich werde nun daran arbeiten!

Koch- und Ernährungsbücher zum Stöbern

Aktuell habe ich auch Kochbücher im Visier – also nicht klassisch Annemarie Wildeisen oder Betty Bossi sondern mich interessieren alle Themen rund um gesunde Ernährung. Das neue Buch von LouMalou ist so ein Buch oder die Bücher von Deliciously Ella. Wie kann ich gesunde Ernährung kombinieren mit Fleisch, Fisch und den Bedürfnissen meiner Tochter? Wie kann ich mich gesund, ausgewogen, nicht ausschliesslich fleischlos, ernähren. Und haben da noch all die Lieblingsrezepte wie selbstgemachte Spätzli, Lasagne, Ghackets mit Hörnli etc. platz? Was fehlt in meinem Vorratsschrank und wie kann ich meinen Kühlschrank aufpeppen, damit immer was Schmackhaftes und doch Gesundes auf den Tisch kommt ohne gleich Stunden in der Küche zu stehen? Und letztlich geht es etwas darum, wie kann ich mich gesund und ausgewogen ernähren ohne gleich sehr tief in den Geldbeutel zu greifen? Ich werde diesen Fragen in der kommenden Zeit nachgehen – und mir Gedanken dazu machen, einiges vielleicht umsetzen und mit Freude und Lust neue Rezepte probieren, die ich vielleicht in unsere Lieblings-Rezeptsammlung aufnehme. Mal sehen!

Und die selbstgemachte Dinkel-Pizza

Mmmh! Knusprig und sehr lecker!

Am Wochenende habe ich wieder intensiv in den Kochbüchern gestöbert. Es war dann zwar nur die Lust auf Pizza – aber eben selbstgemachte Pizza. Und das vom Teig über die Sauce bis hin zu den frischen Zutaten drauf. Das ist zwar ein Klassiker auch bei uns zu Hause, aber eben: Den Teig habe ich aus Urdinkel-Mehl gemacht. Das Rezept findet ihr hier. Und aus dem Rest des Teigs habe ich ein feines Urdinkel-Brot gebacken. Es war sehr lecker und hat nach meiner kurzen Magen-Darm-Infektion, meinen Magen beruhigt und meine Lust aufs Essen zurückgebracht.

Meine Mama hat Anfang Woche ihren 75. Geburtstag gefeiert. Und zur Feier des Tages habe ich Sie mit meinem Papa zum Abendessen eingeladen. Einen hübschen Blumenstrauss gabs oben drauf.

Ich liebe es zu kochen, kreativ neues auszuprobieren und für Freunde und Familie zu kochen. Ich hab früher oft Gäste bewirtet und jeden Sonntag zum Abendessen etwas spezielles gekocht, aber dann als ich ausgezogen bin und mit kleinem Kind zu Hause sass, ist für lange Zeit, diese Leidenschaft eingeschlafen. Ich habe die Zeit einfach für anderes gebraucht und genutzt – was letztlich auch nicht schlecht war. Und ganz wichtig in der Küche in meiner Mietwohnung in Wohlen liess es sich einfach nicht so gut kochen. Die Küchengeräte vom Kühlschrank über Herd bis Backofen waren einfach nicht so mein Ding. Irgendwie billige Qualität. Wie auch immer, Lust zu kochen hatte ich nicht so. Aber hier in meiner neuen schönen und modernen Wohnung, in der wir seit nun drei Jahren wohnen, kam die Lust zum Kochen, Backen und Ausprobieren schnell wieder und ich hab mich letztes Jahr wieder vermehrt daran gemacht auch Gäste zu bewirten und fein zu kochen!

Das Menü

Auf dem Menüplan stand ein Randencarpaccio aus gebackenem Randen mit Nüssli-Salat und Champignons, dann ein Kalbsschnitzelchen mit Zitronen-Kräuter-Sauce auf einem Beet aus gebratenen Zucchetti-Stangen. Zum Dessert gabs ein Schokoladen-Praliné. Abgerundet wurde das Ganze mit feinem italienischem Wein, Espresso und einem Amaro del Capo.

Ich mag lieber Menüs, die leicht sind und dann nicht so schwer auf dem Magen liegen. Und ich schaue immer auf regionale Produkte, Bio-Qualität, Fleisch vom Metzger. Die Gerichte sollen möglichst wenige Kohlenhydrate aufweisen und trotzdem munden. Hmmm, meinen Eltern und meinem Partner hats geschmeckt und diese kleine Geburtstagsfeier ist richtig gut gelungen.

Gut, wenns regnet am Sonntag, dann könnte man einfach im Bett bleiben. Aber mit Kind geht das nicht. Auch wenn ich die Hoffnung hatte, sie schläft länger, ist sie natürlich schon um 7.15 Uhr aufgestanden. Also nicht mal ausschlafen ist drin gelegen. Meine Süsse hält einem schon Sonntagsfrüh ziemlich auf trapp. Wir haben also gefrühstückt, Spiele gespielt und ich durfte dann zuerst mal im Regen bei 2°C auf eine 6 Km-Laufrunde.

Und dann haben wir gebacken. Ein geeignetes Schlecht-Wetter-ohne-Fernseher-Programm. Wir haben gemeinsam einen Gugelhopf gebacken und meine Eltern zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Meine Tochter ist ja immer voll dabei, wenn sie mit mir backen oder kochen darf. Sie steht dann konzentriert und gespannt auf dem Treppchen neben mir und hilft mir wo es nur geht. Sie ist ganz begeistert bei der Sache und es macht auch immer mehr Spass! Jetzt wiegt sie das Mehl ab, schlägt selber die Eier in den Topf und rührt selber mit dem Rührgerät. Es ist so schön zu sehen, wie sie sich entwickelt, sie mich kopiert und wie schnell sie lernt.

Marroni-Gugelhopf – ausnahmsweise hat sogar meine Tochter davon gegessen!

Und der Kuchen hat mmmh so fein geduftet und auch geschmeckt. Das Sonntags-Regen-Programm hat alle also ganz happy und letztlich auch müde gemacht.