Kochen

500 gr Ricotta

2 Eigelb

160 gr Dinkel und Halbweissmehl gemischt

50 gr geriebener Parmesan

1 TL Salz

Mehl

Ricotta mit den Eigelben verrühren. Das Mehl mit dem Parmesan und Salz mischen. Die Ricotta-Masse mit der Mehlmischung gut verrühren.

Den Teig auf ein gut bemehltes Holzbrett stürzen und ich acht Teile schneiden. Jeden Teil zu einer langen Wurst rollen und jeweils 2 cm lange Stücke abschneiden. Mit einer Gabel leicht eindrücken.

Wasser mit dem Wasserkocher aufkochen, salzen. Portionenweise Gnocchi ins kochende Salzwasser geben. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, sobald sie an die Oberfläche steigen. Wamstellen.

Dazu passt: Tomaten-Gemüse-Sauce, Pesto-Sauce, o.ä.

300 gr Tagliatelle

2 Zwiebeln

2 Fenchel

Olivenöl

1 dl Bouillon

1 dl Weisswein

2.5 dl Halbrahm

2 EL Crème Fraiche

½ Saft einer Zitrone

Salz und Pfeffer

Muskatnuss

Wenig Peterli

Zwiebeln in feine Streifen schneiden, Fenchel dünn hobeln. Olivenöl in einer grossen Pfanne heiss machen. Die Zwiebeln andünsten, dann Fenchel hinzugeben. Tagliatelle al dente kochen.

Den Fenchel mit Bouillon und Weisswein ablöschen. 5 Minuten stark kochen lassen, gelegentlich umrühren. Crème Fraiche und Halbrahm über den Fenchel giessen, Zitronensaft beifügen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen.

Tagliatelle mit Fenchel gut mischen. Peterli darüber streuen. Parmesan dazu servieren.

250 g Poulet-Minifilets

200 g Spinat frisch

0.5 dl Noilly Prat

1 dl Gemüsebouillon

75 g Crème fraîche

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

etwas frisch geriebene Muskatnuss

200 g Dinkel-Tagliatelle

Wasser im Wasserkocher für Nudeln aufkochen. Inzwischen die Mini-Filets in mundgerechte Würfel schneiden. Den Spinat gründlich waschen und abtropfen lassen.

In einer kleinen Pfanne den Noilly Prat und die Gemüsebouillon 2–3 Minuten lebhaft kochen lassen. Die Hitze zurückstellen, die Crème fraîche beifügen und gut verrühren. Die Sauce wenn nötig mit Salz sowie reichlich Pfeffer und Muskat abschmecken. Warm halten.

Das Nudelkochwasser salzen und die Tagliatelle darin nach Packungsangabe bissfest garen. Gegen Ende der Kochzeit den Spinat beifügen und kurz mitgaren.

Inzwischen in einer Bratpfanne die Bratbutter gut erhitzen. Das Pouletfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und kräftig braten. Nudeln und Spinat abschütten. Dann Pouletfleisch dazugeben und mit der Sauce gut mischen. Sofort in einer vorgewärmten Schüssel anrichten und servieren.

Ich liebe Fisch. Und wunderbar leichte Fischrezepte, die sich erst noch schnell und einfach kochen lassen. Genau mein Ding. Ich habe gleich drei Fischrezepte ausprobiert. Zum Beginn und völlig neu für mich habe ich Spaghetti Vongole gekocht. Muscheln waren lange nicht mein Ding. Erst vor gut 1.5 Jahren habe ich mal wieder Moules probiert und bin so richtig auf den Geschmack gekommen. In Nizza gehen wir daher immer in unser Lieblingsrestaurant La Mamma in der Altstadt und essen frische Moules et Frites. Bisher habe ich immer gezögert selber Muscheln zu kochen oder überhaupt in der Schweiz einzukaufen. Für mich gehören Muscheln ans Meer. Bei Muscheln ist mir vor allem Qualität und Frische unheimlich wichtig und ich war mir nie sicher, ob das in der Schweiz als Binnenland überhaupt ökologisch sinnvoll ist Muscheln von weit her importieren zu lassen. Für mein Spaghetti Vongole Rezept habe ich daher besonders viel Aufwand betrieben, auch wirklich frische Vongole zu bekommen. Dafür bin ich extra ins Fisch-Spezialitäten-Geschäft gefahren. Der Aufwand hat sich voll gelohnt.

Wer hätte gedacht, dass frische, selbstgemachte Spaghetti Vongole so lecker schmecken und vorallem mega einfach zu kochen sind. Die Vongole gehen in einem würzigen Weisswein-Sud innert Minuten auf und sind schon fertig.

Spaghetti Vongole

1 kg Vongole

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Bund Peterli

2-3 EL Olivenöl

1.5 dl Weisswein

1 dl Gemüsebouillon

300 gr Spaghetti

Salz und Peffer aus der Mühle

So wird’s gemacht

Vongole gut unter kaltem Wasser waschen, Fäden wegnehmen, Beschädigte oder offene Muscheln wegwerfen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Peterli fein hacken.

Salzwasser für Spaghetti aufkochen. Schneller geht es, wenn man das Wasser im Wasserkocher heiss macht. Spaghetti al dente kochen. Gleichzeitig in einer grossen und weiten Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Die Vongole beifügen, den Weisswein und die Bouillon dazugiessen und zugedeckt alles aufkochen. 2 Minuten kräftig kochen lassen, dann die Pfanne vom Herd ziehen und 5 Minuten ruhen lassen. Die Vongole, die sich nicht geöffnet haben wegwerfen. Spaghetti zu den Vongole geben, Peterli beigeben und alles nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Spaghetti Vongole sofort servieren.

Rassiger wird das Gericht, wenn man mit der Zwiebel und dem Knoblauch noch eine Peporncino fein geschnitten mitdünstet.

Das Rezept ist lecker und leicht. Und von den Vongole hatten wir alle genug. Es ging ruck zuck und ich bin sicher, ich werde das in Zukunft öfter machen, da wir definitiv mehr als 11 Vongole auf dem Teller hatten. So viele gibt es in der Regel im Restaurant zu einem überteuerten Preis.

Mit frischen leichten Fischgerichten in den Frühling

Am Samstag hatte ich zudem wieder mal eine Verwöhn-Einladung. Eine gute Freundin ist zu Besuch gekommen und zu guten Gesprächen und sehr feinem Weisswein habe ich ein sehr leichtes Fisch-Menü gekocht.

Zur Vorspeise gab es ein Ceviche vom Loup de Mer mit frischen Kräutern und einem grünen Salat. Als Hauptgang habe ich einen Seeteufel mit Kräuterkruste im Backofen gemacht und dazu Broccoli serviert.

Ceviche vom Loup de Mer

2-3 Limetten

1 TL Wasabi-Paste (im Asia-Bereich im Supermarkt)

2 EL Rapsöl

Salz

¼ Apfel

400gr Loup de Mer ohne Haut

Einige Radieschen

2-3 Zweige Koriander

Kresse, Sprossen und Baby-Leaves

So wird’s gemacht

Limetten auspressen. Saft mit Wasabi, Rapsöl und Salz verrühren. ¼ ungeschälter und entkernter Apfel in feine Scheibchen und dann in kleine Würfel schneiden. Zur Marinade geben. Dem Loup de Mer Gräte entfernen. Den Fisch in kleine Würfel schneiden und ebenfalls zur Marinade geben. Alles gut mischen und mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Radieschen fein hobeln und Koriander grob hacken. Vor dem Servieren Radieschen und Koriander unter den Fisch mischen und mit einem Servierring auf Teller anrichten mit Kresse, Sprossen und Baby-Leaves garnieren.

Eine perfekte Vorspreise und in heissen Sommertagen ein leckeres leichtes Znacht. Ich werde es bestimmt in meine Rezeptsammlung aufnehmen.

Seeteufel aus dem Ofen mit Broccoli

Peter, Koriander, Dill je 4 Zweige

2 EL Kapern

1 TL Korianderpulver

1 unbehandelte Zitrone

1 kleine Knoblauchknolle

75 gr weiche Butter

1 EL scharfer Senf

1 EL Rapsöl

400 gr Seeteufelfilets

1 unbehandelte Zitrone

Salz, Pfeffer

So wird’s gemacht

Kräuter fein hacken, Kapern grob hacken. Die Zitronenschale fein abreiben. Die weiche Butter, den Senf, das Korianderpulver und das Öl dazu geben und verrühren. Kräuter und Kapern untermischen. Würzen mit Salz und Pfeffer. Kalt stellen. Die Zitrone dann in feine scheiben schneiden. Die Knoblauchknolle ganz waagrecht halbieren. Backofen auf 230°C Umluft vorheizen. Gratinform mit den Zitronenscheiben belegen. Fischfilets drauflegen und mit dem kaltgestellten Butter-Kräutermischung bestreichen. Knoblauch mit der Schnittfläche nach unten daneben legen. Seeteufel auf der mittleren Rille 15 Minuten backen. Rausnehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Seeteufeln in Tranchen schneiden mit den Zitronen auf Teller anrichten. Dazu passt Broccoli oder anderes Gemüse.

Was gibt es schöneres als Kuchen und Torten zu backen und dann mit lieben Menschen den Sonntagnachmittag zu verbringen.

Am Sonntag stand ich also wieder einmal in der Küche und habe ein tolles Gugelhopf Rezept ausprobiert, das bereits ganz fein Lust auf Frühling gemacht hat. Ausserdem habe ich unsere beliebte und gern gegessene Fruchtwähe dazu gezaubert.

Der Gugelhopf besticht durch den frischen Zitronengeschmack und den Mohn. Und er ist einfach luftig und leicht.

Zum Rezept: luftiger Zitronen-Gugelhopf mit Mohn

250 g Butter, weich
250 g Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
2 Bio-Zitronen
250 g Mehl
20 g Mohn
1 TL Backpulver
100 g Puderzucker
50 g Crème fraîche
wenig Mohn

Und so wird’s gemacht:

Backofen auf 180°C vorheizen.

Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und verrühren. Ein Ei nach dem anderen darunterrühren und weiterrühren bis die Masse hell ist. Von den Zitronen Schale abreiben. Saft auspressen, ergibt etwa 2dl. Davon 1 dl dazugeben. Rest beiseite stellen.

Mehl, Mohn und Backpulver vermischen und unter die Masse rühren. Dann den Teig in die mit Butter ausgeriebene und Mehl bestäubte Form geben. Und ca. 50 min in der unteren Hälfte des Ofens backen.

Wenn der Gugelhopf etwas ausgekühlt ist, auf eine Kuchenplatte stürzen. Mit einen Holzspiess Löcher stechen und vorsichtig den Saft darüber giessen und ganz auskühlen lassen.

Dann Creme Fraiche mit Puderzucker verrühren und die Glasur über den Gugelhopf giessen. Mit wenig Mohn dekorieren.

Schnelle und unkomplizierte Zwetschgen-Wähe

Kuchenteig rund

Mandeln

500g Zwetschgen oder andere Früchte (z.B. Aprikosen, Rhabarber, Äpfel, Kirschen, etc.)

200g Creme Fraiche

3 Eier

3 EL Zucker

3 EL Maizena

1 Pk Vanillezucker

So wird’s gemacht:

Backofen auf 230° C / Unter-/Oberhitze vorheizen Den Teig mit Backpapier auf ein rundes Kuchenblech geben. Mit einer Gabel dicht einstechen. Mandeln darüberstreuen, dass der Kuchenteig bedeckt ist. Dann die Zwetschgenhälften schön verteilen.

Für den Guss alle Zutaten gut vermischen und über die Früchte giessen. Für 35 Minuten ab in den Backofen, bis die Währe eine schöne Bräune hat.

Wenn ich backe und koche, vergesse ich die Zeit. Und dann an einem schön gedeckten Tisch zu sitzen und beim Kaffee die feinen Sachen geniessen und ein gutes Gespräch zu führen, ist für mich wahre Freude. Ich bin über solche kleinen Momente des Glücks sehr dankbar.

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Meine Wohnung dekorieren, auf Weihnachtsmärkten rumspazieren und die Auslagen begutachten, Glühwein trinken, die Lichter anschauen, selber Guetzli oder Grittibänzen backen, bei Kerzenschein erste Weihnachtslieder hören, Geschenke basteln und für die Feiertage das Weihnachtsmenü zusammenstellen.

Bekanntlich rennt die Zeit vor Weihnachten ja nur so dahin, aber ich nehme mir immer bewusst Zeit und nicht viel vor. Ich will diese wenigen Wochen geniessen mit meinen Lieblingsritualen und mich bewusst einstimmen auf das Jahresende. Ich liebe es Weihnachtslichter anzuschauen in der Stadt, Glühwein zu trinken, zu basteln für Weihnachten mit meiner Süssen und mich in diesen dunkeln Wochen von warmem Licht in meiner Wohnung bei einer Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ich mag dieses Gehetze und Gerenne nicht und vermeide es auch, darauf einzusteigen.

Zofingen der Weihnachtsmarkt der Sinne als Geheimtipp

Einer meiner Lieblingsweihnachtsmärkte ist und bleibt der Christchindlimarkt in Bremgarten. Auch wenn nach vielen Jahren immer wieder die gleichen Stände am gleichen Ort zu finden sind, ist der Bummel durch die hübsche Altstadt über die überdachte historische Brücke an der Reuss jedes Jahr wieder ein Highlight. Vor allem am Donnerstagabend, wenn es noch nicht so viele Leute hat, ist es wunderschön. Ein Glühwein und etwas zu Essen darf natürlich nicht fehlen.

Auch nach Zürich gehe ich immer gerne vor Weihnachten und lasse mich treiben. Ich erinnere mich gut an letztes Jahr als ich diese Vorweihnachtszeit mit meinem Schatz ganz intensiv geniessen konnte. Es war einfach so gemütlich und wir haben einen kleinen Rundgang über die Bahnhofstrasse und die verschiedenen Märkte auf dem Bellevue, dem Werdmühleplatz und im HB von Zürich gemacht. Dieses Jahr hat uns besonders der Markt auf dem Münsterhof gefallen, einfach weils, als wir eintrafen, noch nicht so übervölkert war. Und weil der Dezember bei uns ja eben nicht voll verplant ist, reicht es immer für einen spontanen Abstecher nach Zürich. Im HB haben wir am Abend vor dem 4. Advent im Chäs-Atelier noch ein Raclette gegessen und zwei tolle Ladies kennengelernt. Und bereits ist abgemacht, dass wir uns auch dieses Jahr wieder dort treffen. Der Tisch ist bereits reserviert.

Mein persönlicher Geheimtipp für die Weihnachtsmärkte ist aber der Weihnachtsmarkt in Zofingen. In der hübschen alten Zähringerstadt hats noch Platz, eine Vielzahl richtig toller Stände und anständige Preise, was den Glühwein anbetrifft.

Weihnachtsdeko-Tipp zum Nachbasteln

Vor einigen Jahren habe ich für die Eingangstüre eine schöne und sehr einfache Wanddeko gebastelt. Dafür sind wir in den Wald und habe Äste gesucht und diese in Form eines Dreiecks aufgereiht und mit Hanfschnur mit immer gleichem Abstand an den Enden festgebunden. Zum Schluss haben wir es mit klein Christbaumkugeln, kleinen Glöckchen, Federn und einer Lichterkette dekoriert. Jedes Jahr, wenn ich diese Wanddeko wieder aufhänge, erfreue ich mich aufs Neue – weils nicht einfach gekauft ist, weils einfach schön und speziell aussieht.

Mit meiner Süssen zu basteln und backen ist auch immer ein Highlight in der Adventszeit. Für den Samichlaus-Tag haben dieses Jahr selber Grittibänzen gemacht aus einem einfachen Zopfteig. Es war schön zu sehen, wie sehr sie sich für alles interessiert und wie sie lernen wollte, wie man jetzt den Teig macht, knetet und mit welcher Freude sie dann die Bänzen verziert und mit Ei bestrichen hat. Ja, einen hat sie extra für den Samichlaus gemacht, den sie ihm dann am Abend geben wollte.

Mit meiner Süssen bastle ich in der Regel in den Wochen vor Weihnachten immer etwas für die Grosseltern, Papi, Götti und Gotti. Aber dazu später – wir wollen sie ja überraschen.

Acht Quitten durfte ich von meinem Quittenbaum ernten. Und das schon im 2. Jahr, seit er in meinem Garten steht. Ich habe mich schon den ganzen Sommer über darüber gefreut, dass ich so viele Quitten am Baum hab. Und als ich sie dann endlich ernten durfte, habe ich mir einige Gedanken über schmackhafte Rezepte gemacht. Quitten gehören für mich zum Herbst. Genauso wie Kürbisse.

Aus den Quitten habe Quittenschnitze, Quittengelee und eine Quittenwähe gemacht. Die Rezepte dazu findet ihr hier:

Quittenschnitze

2-3 Quitten

0.5 dl Wasser

75 gr Zucker

2 TL Vanillepaste

2 Einmachgläser

Quitten abreiben und mit Schale in schmale Schnitze schneiden. Wasser, Zucker und Vanillepaste aufkochen, Quitten dazu geben, aufkochen. Dann in die Gläser abfüllen und sterilisieren, z.B. mit einem Dampfgarer.

Quittengelee

5-6 Quitten (ca. 1.5 Liter Quittensaft)

Wasser

750gr Gelierzucker 2:1

2 TL Vanillepaste

Marmeladegläser

Quitten abreiben und mit Schale in Stücke schneiden. In einen Topf füllen und mit Wasser auffüllen. Ca. 45 Minuten kochen, bis sie weich sind. Dann in ein Sieb mit einem Entsafter-Tuch umleeren und über Nacht stehen lassen.

Die Flüssigkeit mit Gelierzucker und Vanillezucker aufkochen. Gelierprobe machen, dann heiss in Marmeladegläser abfüllen und evtl. sterilisieren in einem Dampfgarer.

Aus dem Quittenmus lässt sich dann eine wunderbare Quittenwähe machen. Sie duftet herrlich nach Quitten.

Quittenwähe

600gr Quittenmus

2.5 dl Rahm

2 Eigelb

75 gr. Zucker

1 TL Zimt

2 EL Maizena

Wenig Wasser

2 Eiweiss steif geschlagen

1 Blätterteig oder Kuchenteig rund

Sultaninen

Quittenmus mit Rahm pürieren. 2 Eigelb, in Wasser aufgelöste Maizena, Zucker und Zimt vermischen. Steif geschlagenes Eiweiss darunterheben. Kuchenteig dicht einstechen, Sultaninen nach belieben darauf verteilen. Mus verteilen und im den auf 220°C vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze), 40 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Mit Puderzucker bestreuen und lauwarm, evtl. mit einer Kugel Zimtglace servieren.

Nach einer Woche auf der faulen Haut liegen und uns von vorne bis hinten bedienen lassen. Sind wir nun wieder zu Hause im Alltag. Es war ein Glücksgefühl die Türe aufzuschliessen und in die aufgeräumte und geputzte Wohnung zu kommen. Die Küche hat mich förmlich angelacht – komm koch endlich wieder mal was. Ich hatte tatsächlich riesig Lust zu kochen – bereits auf der Heimfahrt habe ich mir überlegt, was ich zum Abendessen zubereite und das Menü für Sonntag war auch schnell bestimmt.

Auf Wunsch gabs unsere „Liebes“-Pizza, die wir immer zusammen machen. Es mag komisch erscheinen, aber für uns hat zusammen selber Pizza machen, einfach eine besondere Bedeutung und diese selbstgemachte Pizza schmeckt einfach am besten. Wir stehen dann zusammen in der Küche, schnippeln das Gemüse und die Zutaten klein, belegen den Teigboden, reden und trinken ein Glas Wein, während die Pizza im Ofen ist. Auch beim Essen haben wir oft irgendeine Philosophische Diskussion über ein Thema – das unsere Welt bewegt und wir geniessen diesen Austausch immer sehr.

Weil ich so eine grosse Lust zum Kochen und Backen hatte, ist mir beim Durchblättern eines Kochmagazins auch eine tolle Idee für eine Maroni-Torte gekommen, die ich gleich ausprobiert habe.

Ein herbstlicher Hingucker Maroni-Torte

Zutaten:

75 gr. weiche Butter

100gr. Vermicelles

40 gr. Zucker

2 Eigelb

1 EL Haselnusslikör

150gr gemahlene Haselnüsse

50 gr Mehl

1 TL Backpulver

2 Eiweiss geschlagen

Dekoration:

75 gr. Vermicelles

2 EL Pekannüsse gehackt

1 Merengue zerbröselt

Etwas Haselnusslikör

So mache ich es:

Butter, Vermicelles und Zucker verrühren, Eigelb und Haselnusslikör dazurühren, Haselnüsse, Mehl und Backpulver darunterrühen, das geschlagene Eiweiss vorsichtig unterziehen. Alles in eine vorbereitete 20cm-Durchmesser-Springform geben und bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 30 min. backen.

Für die Deko: Torte mit Likör beträufeln, Vermicelles durch einen Vermicelles-Bereiter auf die Mitte der Torte drücken, gehackte Pekannüsse und zerbröselte Merengue darüber verteilen.

Im September ist der Alltag so vor uns hingeplätschert mit Arbeit, Schule, Haushalt. Eigentlich ein ganz normaler Monat, der mich aber nicht so inspiriert hat. Ich konnte irgendwie das kleine Glück nicht einfangen, festhalten und dankbar dafür sein. Und doch im Rückblick bildet der September ein Monat voller kleiner feiner Glücksmomente.

Mädelswochenende auf dem Jochpass

So waren wir mit einer Studienfreundin und ihren beiden Mädels unterwegs. Wir haben aus unseren jährlichen Zusammentreffen mit Ausflügen in der Zentralschweiz eine Tradition werden lassen, die letztes Jahr mit der Wanderung zum Seealpsee und dem Äscher ein absolutes Naturhighlight war. Da uns diese atemberaubende Bergkulisse und das Zusammensein so gefallen hat, haben wir für dieses Jahr wieder ein solches Wanderwochenende eingeplant. Diesmal wollten wir von Melchseefrutt über den Jochpass nach Engelberg wandern. Niemand hätte gedacht, dass genau unser Wochenende von einem Schnee- und Wintereinbruch geprägt war und wir die Wanderung absagen mussten. Auf den Berg rsp. den Jochpass sind wir trotzdem und haben einen gemütlichen Nachmittag und Abend in diesem schönen Berggasthaus verbracht beim Reden, Spielen, Apéro trinken und einem feinen Znacht sind alle auf ihre Kosten gekommen. Und auch bereits für nächstes Jahr haben wir unser Wanderwochenende wieder eingeplant. Wohin es geht, wissen wir zwar noch nicht, aber aufs Zusammensein freuen wir uns bereits alle.

Inspiriert vom Golfschnupperkurs

Ein weiteres kleines Glück war unser Golfschnupper-Kurs. Diesmal hat die Sonne geschienen und zwar so richtig. Mitte September haben wir den Sonntag somit auf dem Golfplatz in Holzhäusern verbracht und uns die Technik des Golfspiels zeigen lassen. Vor Jahren habe ich ja schon mal einen Golfkurs besucht und nach zig Abschlägen und vielen Versuchen den Golfball richtig zu treffen, entnervt aufgegeben. Es fehlte mir am Pfiff und auch wünschte ich mir schneller zu erfahren, was denn genau notwendig ist, um die Platzreife zu erlangen. Mit typisch englischem Humor hat uns der Golfpro in Holzhäusern aber die notwendigen Informationen erteilt und man könnte in einem Intensiv-Training die Spielreife für die Plätze der Migros bereits nach 2 Grundkursen und dem Knigge-Kurs erlangen. Das nach 5 Tagen. Wenn das keine Aussicht ist. Uns hats jedenfalls gefallen und wir überlegen im Frühling 2020 den Intensiv-Kurs zu machen und dann die Migros-Golfplätze unsicher zu machen.

Grosse Hochzeitssause

Das grosse Highlight des Septembers war aber die Hochzeit eines befreundeten Paares in Deutschland. Wir sind bereits am Freitag hingefahren und haben das Brautpaar am Samstag im Rathaus empfangen. Da wir so früh angereist sind, konnten wir am Vorabend noch gemütlich zu dritt Znacht essen und das Wochenende einläuten. Am Samstag gingen wir noch auf Shopping-Tour und haben für meine Süsse ihr ultimatives Hochzeits- und Festkleid gefunden im H&M. Auch ich wollte dann noch etwas im H&M schnuppern und mir eine so schicke karierte Hose kaufen. Doch keine wollte passen. Ganz frustriert – ich trage definitiv nicht Grösse 44 – bin ich aus dem Laden raus. Die Shopping-Laune war weg. Ich war dann auch nicht sicher, ob ich mein Glück im S. Oliver nochmals versuchen soll. Reinschnuppern und die Karo-Hosen bestauenen, das wollte ich dann doch und habe doch tatsächlich eine Hose gefunden – in einer akzeptablen Grösse – nämlich 36. Puh. Der Tag war also gerettet und wir konnten uns schön zurechtgemacht auf zur Hochzeit machen. Es war alles so herrlich liebevoll. Die vielen Kids hatten einen eigenen riesigen Kindertisch mit mindestens 5 verschiedenen Gerichten auf der Kinderkarte. Dazu gabs eine tolle Tanzband und sogar einen Zauberer. Wir haben viel und fein gegessen, bei guter Musik getanzt und uns wunderbar mit unseren Tischnachbarn unterhalten. Der Abschied am anderen Mittag – nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist uns wie immer sehr schwer gefallen.

Und wenn man diese drei Highlights meiner kleinen Glücksmomente nimmt und ich mich noch daran erinnere, dass ich ja noch meinen Geburtstag gefeiert habe und ihn im Wellness verbringen durfte, dann war es ein toller Monat. Und genau daran will ich mich erinnern. Lustigerweise kann man sich zum Glück relativ schnell nicht mehr an die Alltagsunannehmlichkeiten erinnern, die Probleme im Job, in der Schule, der Streit dort oder die Meinungsverschiedenheit da. Und wenn ein Monat einfach so dahinplätschert, einfach so vergeht, ist es umso wichtiger, sich die guten Dinge, die schönen Momente und die positiven Erlebnisse in Erinnerung zu rufen und sie dort zu bewahren. Ich habe mich im September viel zu sehr von den negativen oder schweren Dingen beeinflussen lassen. Ich war angespannt, gereizt und fühlte mich gestresst. Habe mir über Dinge den Kopf zerbrochen, die jetzt gar nicht mehr der Rede wert sind. Dabei sollte ich ja wissen, dass mit etwas Distanz, mit etwas mehr Gelassenheit und weniger Gedankenkarussell alles viel einfach wäre. Aber wenn man so gestresst oder genervt ist, man viele Termine hat oder viele Steine auf dem Weg liegen, ist das ja leider leichter gesagt als getan.

Sport für Körper und Geist

Erstaunlicherweise konnte ich meinen Fitness- und Jogging-Rhythmus ohne Probleme einhalten. Ich gehe seit Anfang Schuljahr einmal die Woche ins Pilates und jogge 2-3 mal die Woche. Und wenn ich es nicht tue, dann fehlt mir etwas. Und eigentlich freut mich diese Entwicklung sehr. Wie wichtig Sport sein kann und welchen Effekt regelmässiger Sport haben kann, hat uns die Begegnung mit der ehemaligen Olympionikin Almut Brömmel gezeigt, welche wir im Hotel in Deutschland kennengelernt haben. Sie trainiert heute mit 84 Jahren noch junge Leichtatletik-Talente und nimmt sogar noch an Landesmeisterschaften teil. An jenem Wochenende in Deutschland hat sie einmal mehr einen Wettbewerb in der Kategorie Ü80 gewonnen.

Zwetschgen-Kuchen macht glücklich

Im September habe ich es auch kaum geschafft zu backen oder mir Zeit genommen etwas Feines zu kochen. Was geblieben ist, ist der Zwetschgen-Kuchen, den ich für unseren Besuch gebacken habe. Mein Zwetschgenkuchen war nicht so eine grosse Sache, da ich einen einfachen Gleichschwer-Rührteig mit Vanille verfeinert gemacht und die Zwetschgen darin versenkt habe. Geschmeckt hat es allen trotzdem gut.

Bereit für einen gemütlichen Abend

Am Samstag war es wieder mal Zeit für eine weitere tolle Essenseinladung. Ich habe unsere Gäste mit einem sommerlich-provenzalischen Menü verwöhnt. Und so fein es war, so einfach und schnell lässt es sich zubereiten. Mir ist es immer wichtig, Zeit für meine Gäste zu haben, nicht noch stundenlang in der Küche oder beim Abwasch zu stehen, während sie am Tisch sitzen und reden. Ich möchte dann gerne bei ihnen am Tisch sitzen. Deshalb bereite ich nachmittags immer alles soweit wie möglich vor, damit die Küchenzeit am Abend möglichst kurz ist.

Und wie so oft ist auch beim Kochen die gute Planung und Vorbereitung das halbe Leben. Ich bereite mich schon rund eine Woche vor dem Anlass darauf vor. Schmökern in Kochbüchern, Kochheften oder Online-Rezepten gehören sozusagen zu meinem Hobby und Ideen begleiten mich drum ständig etwas. Ich stelle etwa eine Woche vor dem Anlass das Menü zusammen, suche nach Rezepten, verfeinere Rezepte oder integriere meine Ideen. Dann kaufe ich meist am Vortag frische, lokale Produkte ein. Zur genauen Zeitplanung hilft mir, dass ich die Rezepte genau studiere, damit ich etwa weiss, wie viel Zeit ich einplanen muss, wie schwierig die Zubereitung ist und welche Gerichte ich wann zubereite. So hat sich die Zubereitungszeit für das Menü vom Wochenende auf 2.5 Stunden beschränkt.

Mein Schatz ist beeindruckt, wie ich da wie ein emsiges Bienchen, Schritt für Schritt aus einem grossen Berg Zutaten die einzelnen Gerichte zubereite und dies still für mich, ganz vertieft in die Arbeit. Für mich ist Kochen wie Yoga oder Meditation. Ich kann darin völlig aufgehen. Die Handgriffe sitzen und mit Geduld, Freude und Ausdauer stört es mich daher nie stundenlang in der Küche zu stehen. Ich habe einfach unglaublich grosse Freude dabei. Und wenn es dann allen noch schmeckt und wir uns gut unterhalten, dazu ein feines Glas Wein trinken, dann bin ich einfach sehr happy- meist noch Tage danach. Ich liebe es und je länger je mehr wünsche ich mir, in gezielter Regelmässigkeit Rezepte auszuprobieren, Menüs zu kochen und Gäste zu bewirten. Wie hat doch Aristoteles gesagt: das höchste Glück ist im Tun. Und so happy wie ich bin, ist es unbeschreiblich.

Das sommerlich-provenzalische Menü sah so aus:

Apéro mit Oliven & Flammkuchen-Schnecken dazu Prosecco

Peperoni-Tonnato mit Nussbrot

Thymian-Schweinefilet aus dem Ofen mit Ratatouille und neuen Kartoffeln

Marinierte Aprikosen mit Mascarpone-Haube

Apéro

Flammkuchen-Schnecken (vier Personen)

1 Flammkuchenteig

Wenig Crème Fraiche bestreichen

2 kleine rote Schalotten in feinen Streifen verteilen

1 Päckchen Speckwürfel verteilen

Denn Flammkuchen aufrollen und dann in 1 cm breite Rädchen schneiden.

Backen bei 200°C, Ober- / Unterhitze

Noch warm servieren

Vorspeise

Peperoni-Tonnato (vier Personen)

4 rote Peperoni halbieren, kerne entfernen, mit Schnittfläche nach unten bei 250° C backen bis sich dunkle Blasen bilden

Für das Tonnato

1 Dose Thon, abgetropft

2 Sardellen-Filet, abgespühlt, getrocknet in groben Stücken

1 EL Kapern

1 EL Zitronensaft

2 EL Olivenöl

0.5 dl Gemüsebouillon

Salz und Pfeffer

Alle Zutaten fein pürieren

Peperoni häuten, in 2cm breite Streifen schneiden, auf Platte verteilen, Tonnato darüber verteilen, mit Schnittlauch dekorieren. Dazu Baguette oder Nussbrot servieren

Hauptgang

Thymian-Schweine-Filet

Klarsichtfolie

Roh-Essspeck

600 gr. Schweine-Filet

Salz und Pfeffer

1.5 Bund Thymian

Blätter fein hacken und auf ein Stück Klarsichtfolie verteilen. Filet drauflegen und Thymian gut andrücken. Roh-Essspeck ums Filet wickeln und mit Küchenschnur anbinden und in eine feuerfeste Form legen. Dann 20 Minuten bei 200°C, Unter- & Oberhitze, backen, Temperatur erhöhen auf Grill-Funktion grossflächig, ca. 5 Minuten braten.

Ratatouille

1 Mittlere Zucchetti

2 Auberginen

2 farbige Peperoni                               

Alles in mittelgrosse Stücke schneiden

2 kleine Zwiebeln fein hacken

2 Knoblauch fein hacken

Rosmarin fein hacken

1-2 EL Tomatenpüree

1 dl Gemüsebouillon

Salz und Pfeffer

Zwiebeln und Knoblauch andämpfen, Gemüse dazugeben und stark andämpfen, Rosmarin und Tomatenpüree beigeben, ablöschen mit Gemüsebouillon, 20-25 Minuten, zugedeckt bei mittlerer Hitze kochen, Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Gedämpfte neue Kartoffeln dazu servieren

Dessert

Marinierte Aprikosen mit Mascarpone-Haube (vier Personen)

500 gr. Aprikosen, entsteint halbiert

75 gr. Rohzucker

1 TL Vanillepaste

Alles mischen und 30 min marinieren

250 gr. Mascarpone

200 gr. Magerquark

1.5 dl Halbrahm geschlagen

50 gr. Rohzucker

1 TL Vanillepaste

Alles verrühren und kühl stellen.

20 gr. Butter in Bratpfanne erwärmen, Aprikosen 3-4 Minuten anbraten 1 dl Dessertwein dazu giessen, kurz kräftig aufkochen 2 EL Pistazien beigeben, etwas auskühlen lassen.

Lauwarm in Gläser oder Dessertschalen füllen, Mascarpone-Creme darauf verteilen.

Das Dessert lässt sich im Herbst auch wunderbar mit Zwetschgen zubereiten oder im Winter mit Mandarinen oder Orangen.

Ich wünsche viel Freude beim nachkochen und selber experimentieren. PS. Für die Weinberatung ist mein Schatz zuständig.