Familie

Der März war vollgepackt mit wunderbaren Momenten und Erlebnissen. Ich durfte wieder mal nach Paris reisen – für einmal nicht alleine – sondern alles aufsaugen mit meinem Schatz, was Paris zu einem ganz besonderen Erlebnis und Moment gemacht hat. Gleich darauf sind wir nach Mailand und in die Toscana. Das Eros Ramazzotti-Konzert war echt der Hammer und ich mitten drin!

Freunde fürs Leben

Weiter gings nach Ulm zu unseren Freunden. Freunde wie sie zu haben, bei denen sich alle rundum wohl fühlen und die sich alle so wunderbar verstehen – was will man mehr. Meine Tochter und ich gehen sie seit Jahren regelmässig besuchen und für mich ist es wie Ferien. Die Mädchen verstehen sich bestens und wir sehen 2 oder 3 Tage kaum was von ihnen, da sie sich so gut miteinander beschäftigen. Somit sind wir Mamis auch sehr entspannt. Die gemeinsame Zeit ist immer ganz wunderbar und die Abschiede auch sehr tränenreich. Seit im November mein Schatz sie alle kennengelernt hat, fahren wir zu dritt nach Ulm. Was für mich noch eine Portion schöner ist, denn auch er versteht sich wunderbar mit allen! Diesmal gings für die Männer extra zum Fussball-Spiel! Besser geht’s kaum!

Nach Ulm sind wir dann zum Abschluss noch einige Tage nach Nizza gefahren. Dies zum Ende eines ereignisreichen Monats, aber auch zum Abschluss einer durchaus auch turbulenten Zeit. Ich habe meine Stelle aufgegeben und jetzt im April bin ich neu im Job gestartet. Ich bin immer noch ganz aufgeregt, was da alles auf mich zukommen wird. Mit den Jahren ist man auch nicht mehr so flexibel und die Erfahrung, die prägt halt doch! So sehr ich mich bemühe, entspannt zu sein, nicht gleich alles zu hinterfragen und nicht gleich hinter allem eine fiese Tat zu sehen, ein gebranntes Kind… Das was man durchgemacht hat, macht einem vorsichtig. Ich bin gespannt, wie es wohl da nun weitergeht. Drückt mir die Daumen, dass alles gut kommt!

Glück ist, wenn du mit dir selbst zufrieden bist und dafür nicht die Bestätigung anderer brauchst.

Unbekannt.

Ich habe die Zeit in den vergangenen vier Monaten gebraucht, um mich zu erholen, neue Projekte anzustossen und meine Ideen fliessen zu lassen. Vor allem aber habe ich die Zeit gebraucht, um abzuschliessen, zu verarbeiten und mich wieder zu stärken. Mich selber zu reflektieren, an mir zu arbeiten, Probleme zu lösen, die noch im Raum standen. Auch über meinen Schatten springen – nicht immer alles mit meinem sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu erkämpfen. Sondern einfach mal sein lassen, damit ich in Frieden und Ruhe mein Leben mit meinem Partner, meiner wunderbaren Tochter, in unserem schönen Zuhause – mit allem was wir haben – einfach geniessen können. Zufrieden sein dürfen mit dem was ich aufgebaut habe. Mich nicht messen zu müssen an anderen.

Ich bin gut – so wie ich bin!

Ja, das hat mich bewusst oder unbewusst stark beschäftigt und ich bin immer wieder verblüfft zu sehen, was ich alles so auf die Reihe kriege und wo ich mich eben nicht unterkriegen lasse. Wie ich mich intuitiv schütze, wo ich intuitiv handle und reagiere – auch wenn es andern nicht gefällt. Aber genau da ist der springende Punkt. Was andere tun und über mich denken. Ist mir piep egal! Echt. Das ist für mich so ein Novum. So ein Wow-Moment. Was für mich zählt und wichtig ist, dass ich mit mir zufrieden bin, dass ich mir jeden Tag in die Augen schauen kann und sagen: „Ich bin gut – genauso wie ich bin.“

Im Moment beschäftige ich mich wieder stark mit dem Thema persönliche Wertvorstellungen, wie ich diese meiner Tochter als Vorbild vorlebe und ich sie so zu einem rechtschaffenen, respektvollen, toleranten und ehrlichen Menschen erziehe.

Bereue nicht

Meine eigenen Werte zu erkennen, diese zu verinnerlichen und nach diesen zu Leben geschah nicht von heute auf morgen. Es war ein jahrelanger Prozess zu erfahren, erkennen und anzunehmen, wer ich wirklich bin. Ich habe Abzweigungen genommen, die nicht in die richtige Richtung führten, ich hab Entscheidungen getroffen, die sich heute als vielleicht schlecht erwiesen haben, aber ich war mir immer treu und lustigerweise, bereue ich nichts.

Wenn ich heute meine Tochter ansehe, dann bin ich stolz über meinen Weg und wie ich ihr meine Werte vorlebe. Mir ist gerade in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, wie grundsolide diese Werte sind, wie Anstand, Respekt, Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Toleranz. Aber auch grenzenlose Freude am Leben. Sie ist ein äusserst fröhliches und beliebtes Mädchen in der Schule. Alle sind in sie verliebt in sie mit ihrer offenen, fröhlichen, kommunikativen und herzlichen Art. Von der Lehrerin über die Sekretärinnen, den Hauswart auch den Schulleiter – ja, mein Schatz weiss genau, wie sie mit ihrer Art alle um den Finger wickelt. Nur, reagieren – wie so oft im Leben – nicht alle Menschen gleich auf einen – auch sie erlebt von Kindern und Erwachsenen Ablehnung. Dies hat wahrscheinlich in diesem Fall mit Eifersucht und deren Unvermögen zu tun. Schliesslich können nicht alle Menschen mit so einem Sonnenschein umgehen.

Ich bin ich

In der letzten Woche habe ich mir Gedanken darüber gemacht, weshalb mit manchen Menschen einfach kein gesunder und vernünftiger Umgang möglich ist. Ich bin jemand, der den Menschen an sich, einfach sein lässt, so wie er ist. Ich versuche nicht jemanden zu ändern, so zu biegen, wie ich es will oder gar dem noch meine Werte aufzudrücken. Dies hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich bei mir bin, zu mir sehr ehrlich bin und nicht mich vergleichen muss mit andern. Ich bin ich. Diese Woche musste ich aber erfahren, dass im Umgekehrten dies oftmals nicht möglich ist und es Menschen gibt, die nicht die Grösse oder Fähigkeit haben, um zu verstehen, dass man jemanden nicht umbiegen kann oder soll.

Ich für meinen Teil kenne meine Grenzen, kenne meine Werte und stehe dafür ein. Ich habe keine Angst, ich weiss und hab gelernt, wie ich mich wehren kann und das irritiert noch mehr. Denn wer mag schon starke Frauen, starke Persönlichkeiten, die ihren Wert kennen und wissen wer sie sind. Weil sie reflektiert sind, weil sie ihren Selbstwert kennen und in sich Ruhen. Genau zu so einer Person werde ich meine Tochter erziehen. Und ich freue mich, sie aufwachsen zu sehen. Ich werde wahrscheinlich platzen vor Glück und Stolz!

Mein kleiner Moment des Glücks

Geplatzt vor Stolz bin ich am Freitag fast, als meine Süsse ihre erste Gesangsstunde hatte. Sie liebt es zu singen und zu tanzen. Sie singt ständig – selbsterfundene Lieder oder auch lauthals was so bei uns läuft von Helene Fischer – ich weiss, meine Schwäche – über Schwiizergoofe oder aktuelle Hits. Sie singt fürs Leben gern. Seit letztem Sommer geht sie in den Kinder- und Jugendchor, probt einmal die Woche und hatte auch schon Auftritte. Die Leidenschaft fürs singen und tanzen möchte ich bei ihr fördern – Rechnen ist schliesslich nicht alles im Leben und daher schicke ich sie jetzt in den Gesangsunterricht. Ihre erste Stunde war am Freitag und sie hat mit der Singlehrerin die Lieder für den Auftritt vom Samstag geprobt. Ich sass da – hab sie angeschaut und war einfach nur stolz und dankbar. Sie singen zu sehen, mit welcher Freude und Leidenschaft, ihre strahlenden Augen. Puh! Sie trifft jeden Ton, singt klar und mit starker Stimme! Diesen Moment einzufangen. Festzuhalten. Mein kleiner Moment des Glücks.

Nizza vom Mont Boron

Nizza mon Amour! Ich liebe Nizza. Nizza ist meine 2. Heimat, mein Kraftort. In Nizza kann ich mich erholen, sein, geniessen, mich entspannen, Neues entdecken, Alltägliches machen und einfach Glücksmomente verbringen. Nizza ist in meinem Leben seit meinen Teenager-Tagen. Und es ist seit mehr als 20 Jahren immer traumhaft wieder nach Nizza zu fahren und Ferien, ein verlängertes Wochenende oder einen kurzen Moment hier zu verbringen. Ich werde in meinem Leben nie genug von Nizza bekommen. Und selbst die immer selbe Aussicht vom Balkon der kleinen Wohnung am Mont Boron mit dem unvergleichlichen Ausblick auf das Meer, den Hafen, den Chateau-Hügel und die Promenade d’Anglais beglückt mich jedes Mal aufs Neue! Ich bin ein Glückspilz, dass ich Nizza nun seit fast 7 Jahren auch mit meiner Tochter geniessen darf. Sie liebt es genauso wie ich im Pool baden zu können, Crèpe zu essen, auf dem 100jährigen Karrussell die Runden zu drehen – Nizza geht absolut kindergerecht.

Die immer gleiche zauberhafte Aussicht!

Nizza hat sein Gesicht mit meinem Erwachsenwerden und mit meinem Leben verändert. Früher hab ich mit Freundinnen Ferien dort verbracht, morgens für unsere Uni-Prüfungen gelernt, abends sind wir in die Altstadt zum Znacht und Ausgang. Ich war verliebt die Sprache, das Essen, das Lebensgefühl, das Meer, die Sonne und die Stadt an sich und verliebe mich immer wieder neu in Nizza. Ich bin mit meinen Freunden nach Nizza in die Ferien und nun verbringe ich Ferien mit meiner Tochter dort oder entdecke viele neue Restaurants, Bars oder Orte an der Côte mit meinem Schatz. Gerade in der überteuerten Sommerferienzeit ist die Wohnung mit Pool, Meer, Stadt und einem grossen Familienangebot perfekt für Familienferien. Gut und günstig, wie das zweite Zuhause!

Nice mon amour!

Wir erkunden neben unseren Lieblingsorten in und um Nizza auch immer die Küste, wenn wir dort sind und ich geniesse es im Moment sehr, auch immer mal ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. So war ich im November letzten Jahres dort, an Silvester und bereits im Februar wieder. Winter in Nizza ist mild, sonnig. Herrlich! Am 1. Januar bei 18 Grad in der Sonne zu sitzen und das Jahr mit Prosecco einzuläuten. Puh! Es geht kaum besser! Oder im Februar die Ruhe zu geniessen, wenn die Touristen noch weit weg sind und man sich Zeit nehmen kann, in Ruhe durch die Altstadt zu spazieren oder Orte zu besuchen, die sonst völlig überfüllt sind. So sind wir in die Fondation Maeght in St. Paul de Vence gegangen. Diese Privatsammlung beeindruckt mit Giacometti, Mathys, Kandinsky. Leider gibts im Sommer kein Durchkommen! Auch St. Paul de Vence gehört zu unseren Lieblingsorten. Bevorzugt fahren wir mit dem Bus von Nizza dorthin, das ist entspannt und man muss sich weder um einen begrenzten Parkplatz sorgen, noch nach dem Weg suchen. Jetzt kann man die Gassen für einmal ohne Touristenmassen fotografieren. In der Ruhe lässt sich die Idylle noch viel besser aufsaugen und man verliebt sich auch in den Winnter an der Côte!

Die legendäre Promenade des Anglais

Gerade habe ich Nizza im Frühling wieder erlebt. Den Frühling, den man von früher kennt. Gemässigtes, stabiles, sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Das Klima hat sich auch stark verändert in den letzten 20 Jahren. Das Wetter ist nicht mehr von März bis Oktober stabil, sondern es regnet oft, teilweise Wochenweise, wie letztes Jahr und auch im Sommer gibt’s Gewitter und Regenfälle, die es früher nie gab. Zum Regenprogramm gibt´s natürlich auch Tipps. Aber ganz ehrlich, bei Regen kriege ich den Koller!

Wir sind eben 3 Tage in Nizza gewesen. Und haben Orte besucht, die noch in der Stille lagen. Wie St. Jean Cap Ferrat mit der Halbinsel, die sich wunderbar umwandern lässt. Ein Naturparadies mit der wilden Küste, dem rauen Meer, den Düften und den unglaublichen Farben. Im Sommer kann man sich hier zu Fuss kaum fortbewegen, weils zu voll und zu heiss ist. Aber jetzt ist es herrlich gewesen. Oder Eze Village. Das kleine Dorf klammert sich an den Felsvorsprung. Im Sommer streiten sich alle um den letzten Platz im Restaurant oder den letzten Parkplatz. Jetzt wars einfach wunderschön.

Im Moment entdecke ich die Côte gerade neu. Nizza und seine Winkel, Pärke, Aussichtspunkte. Nizza mit den vielen Bars & Restaurants, dem feinen Essen, guten Wein. Hier mal ein Apéro, dort eine Portion Moules et Frites. Hmmm, ich gehöre hier her, ich liebe es hier zu sein und werde auch in Zukunft nie genug davon kriegen. Und ich freue mich bereits auf die immer gleiche Aussicht, auf die immer selben Ausflüge und Spaziergänge. Aufsaugen. Abschalten. Sein und Geniessen.

Die letzten Monate waren vollgepackt mit Projekten. Nachdem sich endlich ein Knopf gelöst hat und ich wusste, dass es beruflich früher oder später in eine andere Richtung entwickelt, hatte ich plötzlich wieder diese Energie und Lebensfreude, die eigentlich mein ureigenes ist und mich so positiv sein lässt. So habe ich seit Dezember meine Wohnung entrümpelt, den Blog aufgestartet, meine Website aufgebaut und Live geschaltet, intensiv eine neue Arbeitsstelle gesucht, eine Stoffwechselkur gemacht, mehr Zeit mit meiner Tochter verbracht und auch gedanklich meinen Rucksack aufgeräumt.

Unzählige Vorstellungsgespräche

Es war also viel zu tun! Ich hatte unzählige Vorstellungsgespräche – in einer Branche, die völlig überrannt wird von qualifizierten Fachleuten ist es schon ein Erfolg, wenn man zu den letzten 5 oder 6 gehört. Und ich war oft dabei – bei Positionen und Stellen, die ich mir nicht hätte träumen lassen. Ich war mit Begeisterung dabei und habe an vielen Orten einen Einblick erhalten und mich präsentieren dürfen.

Ordnung schaffen für Neues

Nebenbei habe ich Raum für Raum rsp. Bereich für Bereich in meiner Wohnung entrümpelt und aufgeräumt. Ich hab im Keller angefangen. Und bin 2 Mal in die Entsorgung gefahren. Dann hab ich die Kleider meiner Tochter nach Grösse sortiert und Freundinnen konnten Kleider daraus auswählen. Weiter habe ich meinen Kleiderschrank rigoros ausgemistet und einfach alles in die Kleidersammlung gegeben. Mindestens 3 Säcke. Und ganz ehrlich mein Schrank ist nicht leer jetzt! Dann habe ich die Küche aufgeräumt – umorganisiert und neu eingeordnet. Alles schön in Kistchen gepackt. Ich bin dann auch im Büro rigoros vorgegangen und hab Kiloweise Bücher entsorgt. Mit meinem Book-Reader ist ja jetzt alles auch ausleihbar in der Bibliothek und ich finde das total praktisch. Auch wenn ich Bücher liebe. Ich liebe es durch Buchläden zu stöbern, Bücher zu Hause zu haben. Ich mag es in einem Buch zu lesen und kann es mir drum nicht verkneifen eine kleine feine Auswahl meiner Lieblingsbücher im Bücherregal zu haben. Mit der Räumaktion hab ich jetzt mehr Raum im Büro.

Reinigung für den Körper

Parallel dazu habe ich eine Stoffwechselkur gemacht, denn irgendwie wollten die Kilos nicht mehr weg, sondern haben sich ganz leicht angesammelt. Ich habs mit Sport versucht und geschaut, dass ich keine oder wenig Kohlenhydrate gegessen hab. Gelungen ists mir nicht. Hier etwas Schokolade, da gern ein Glas Wein, dann wieder das üppige Znacht. Es hat einfach nicht recht klappen wollen. Mit der Kur und dem strickten Essensplan konnte ich aber mein Essverhalten umpolen und die Lust nach Süssem und dem Glas Wein hat merklich nachgelassen. Netter Nebeneffekt, ich hab 3 Kilo abgenommen und fühle mich nun schon etwas besser.

Mir war auch extrem wichtig in dieser Umbruchphase möglichst viel Zeit mit meiner Süssen zu verbringen. Dazu habe ich sie extra aus der Tagesstruktur in der Schule genommen. Sie ist dann jeweils am Mittag heim gekommen und wir haben zusammen gegessen. Es hat Spass gemacht für sie zu kochen und den normalen Tagesablauf mit Schule mit ihr zu leben. Und um 3 haben wir dann Zvieri gegessen und dann Hausaufgaben gemacht. Ich war so richtig glücklich das Familienleben auch mal so zu haben.

Die Anspannung lässt nach

Und dann kam noch die Zusage für eine neue Stelle und die gesamte Anspannung ist abgefallen. Ich war so richtig erleichtert. Immerhin ein Problem gelöst und ich kann ohne Angst in die Zukunft schauen. Die Anspannung war letztlich doch ziemlich gross gewesen, man wird schliesslich nicht gern arbeitslos. Ich hab mir zwar versucht einzureden, dass ich mir jetzt Zeit lasse mit der richtigen Stelle und mir keinen Kopf mach, wenn ich arbeitslos bin, aber die Existenzängste waren doch latent vorhanden.

Erholung für den Körper

Nach der Zusage zur neuen Stelle hat sich mein Körper eine Erholung gegönnt und ich wurde krank. Gar nichts ging mehr. Ich bin auf dem Sofa gelegen, hab Tee getrunken, viel geschlafen und nicht viel nachgedacht. Alles hat sich sortiert und ich bin zum Glück schnell wieder zu Kräften kommen und damit meine Energie. Ich hab schon wieder tausend Ideen was ich bis zum Antritt meiner Stelle alles noch machen möchte, aber dazu mehr in einem weiteren Beitrag!

Wer kennt sie nicht, die Gemeinheiten auf dem Schulweg, Mobbing und kleine Plagereien? Auch ich habs damals erlebt als ich ins Dorf zur Schule ging. Das gehört halt irgendwie dazu. Solange die Kinder das selber ausmachen, ists ja auch ok. Aber wenn sich die Eltern noch einmischen, dann find ich es gar nicht ok. Meine Süsse läuft seit dem 1. Kindergartentag mit dem Nachbarsmädchen in die Schule. Doch dann eines Morgens wurde meiner Süssen über die Mutter des Mädchens verkündet – wohlgemerkt, sie kann das ja nicht selber formulieren oder klären – dass sie nun nicht mehr mit ihr in die Schule laufen will. Punkt. Sondern mit einem anderen Mädchen, das ebenfalls mit ihnen in die Klasse geht. Ich war von der Dreistigkeit geschockt. Keine Ankündigung, keine Streitereien. Nichts. Nur die Laune der Natur – oder der Mutter. Whatever!

Meine Werthaltung ist da ziemlich anders. Oder wo leben wir, wenn es nicht möglich ist 500 Meter in die Schule zu laufen – auch mit jemandem, den man nicht besonders mag! Ich möchte meiner Tochter gern anderes beibringen. Ich bin ziemlich sauer gewesen über diese Frechheit. Es haben nicht alle dasselbe Niveau und auch nicht alle den gleichen Hintergrund. Ich und das hab ich mit dieser Aktion gemerkt, vertrete andere Werte und diese gehören nicht dazu. Meine Tochter soll so viel Anstand haben auch mal mit jemandem in die Schule zu laufen, die vielleicht nicht die beste Freundin ist. Sie soll lernen andere zu akzeptieren und anständig zu sein auch mit solchen, die man nicht so mag!

Eltern sollten sich nicht einmischen

Der Clue ist, die Mädchen rennen meiner Tochter richtiggehend davon, wenn sie sie sehen. Das schmerzt sehr. Wir haben unser Morgenritual angepasst und verlassen das Haus mind. 10 Minuten später. Was für uns mehr Zeit bringt, die wir geniessen können. Es ist bei uns am Morgen immer alles etwas entspannter jetzt. Wenn wir ihnen widererwarten doch begegnen, rennen die davon und wir gehen einfach unsere Wege. Ich finde es schon extrem, was Kinder – instrumentalisiert von den Eltern – anderen Kindern antun. Und ich kann und will das nicht verstehen. Mir tut das jeden Tag weh meine Süsse so zu sehen! Solche Situationen gehören halt einfach zum Erwachsenwerden dazu. Sie wird das lernen und entsprechend selber handeln können. Selber entscheiden für sich.

Einmischen tu ich mich nicht – die Kinder sollen das selber klären. Und mit der Mutter des Mädchens? Nun ja, ich kann mir ja zum Glück aussuchen, mit wem ich befreundet sein will und mit wem nicht.

Meine Mama hat Anfang Woche ihren 75. Geburtstag gefeiert. Und zur Feier des Tages habe ich Sie mit meinem Papa zum Abendessen eingeladen. Einen hübschen Blumenstrauss gabs oben drauf.

Ich liebe es zu kochen, kreativ neues auszuprobieren und für Freunde und Familie zu kochen. Ich hab früher oft Gäste bewirtet und jeden Sonntag zum Abendessen etwas spezielles gekocht, aber dann als ich ausgezogen bin und mit kleinem Kind zu Hause sass, ist für lange Zeit, diese Leidenschaft eingeschlafen. Ich habe die Zeit einfach für anderes gebraucht und genutzt – was letztlich auch nicht schlecht war. Und ganz wichtig in der Küche in meiner Mietwohnung in Wohlen liess es sich einfach nicht so gut kochen. Die Küchengeräte vom Kühlschrank über Herd bis Backofen waren einfach nicht so mein Ding. Irgendwie billige Qualität. Wie auch immer, Lust zu kochen hatte ich nicht so. Aber hier in meiner neuen schönen und modernen Wohnung, in der wir seit nun drei Jahren wohnen, kam die Lust zum Kochen, Backen und Ausprobieren schnell wieder und ich hab mich letztes Jahr wieder vermehrt daran gemacht auch Gäste zu bewirten und fein zu kochen!

Das Menü

Auf dem Menüplan stand ein Randencarpaccio aus gebackenem Randen mit Nüssli-Salat und Champignons, dann ein Kalbsschnitzelchen mit Zitronen-Kräuter-Sauce auf einem Beet aus gebratenen Zucchetti-Stangen. Zum Dessert gabs ein Schokoladen-Praliné. Abgerundet wurde das Ganze mit feinem italienischem Wein, Espresso und einem Amaro del Capo.

Ich mag lieber Menüs, die leicht sind und dann nicht so schwer auf dem Magen liegen. Und ich schaue immer auf regionale Produkte, Bio-Qualität, Fleisch vom Metzger. Die Gerichte sollen möglichst wenige Kohlenhydrate aufweisen und trotzdem munden. Hmmm, meinen Eltern und meinem Partner hats geschmeckt und diese kleine Geburtstagsfeier ist richtig gut gelungen.

Ich vor 10 Jahren!

In den letzten Wochen bin ich immer wiedern über den Hashtag #10yearChallenge gestolpert. Ich habe mir dann gleich überlegt, wo denn nun Fotos von mir von vor 10 Jahren sind. Aber viel mehr beschäftigt mich gerade der Gedanke, wer war ich vor 10 Jahren und wer bin ich heute. Und ums grad vorwegzunehmen, heute gefalle ich mir dann schon einiges besser, sei es optisch, aber auch wo ich gerade im Leben stehe.

Auf dem Boot im Central Park ist flüchten unmöglich.

Vor 10 Jahren war ich überspitzt gesagt, noch nicht so reif, vielleicht sogar sehr naiv und eher unsicher und entsprechend wurde ich auch unselbstständig gemacht. Ich war damals bereits in der Beziehung zu meinen späteren Mann und wir hatten uns in New York verlobt, auf dem See im Central Park mit dem berühmten Boathouse. Flüchten unmöglich. Und so war es irgendwie in jener Zeit auch. Mir war noch nicht so klar, was ich denn persönlich möchte im Leben, sondern eher was sich so gehört. Zum Beispiel gehört es sich, zu heiraten – mit der Verlobung war das vorgespurt, dann Haus kaufen, Kinder kriegen und in Friede und Freude auf dem Land leben. So bin ich ja auch aufgewachsen und ich hab mir irgendwie nicht so oft Gedanken darüber gemacht, was ich denn für mich wirklich will. Mit der Verlobung ging ja letztlich auch ein Traum in Erfüllung – damals dachte ich ernsthaft, Heiraten und Kinderkriegen gehören in meinen Lebensplan. Gut ein Kind hab ich mir von Herzen gewünscht und ja, meine kleine Süsse ist ja auch ein Traum, aber die Konsequenzen dazu hab ich mir nicht überlegt. Ich war irgendwie noch nicht in der Selbstliebe und Achtsamkeit.

Ich konnte zwar meine Bedürfnisse benennen, aber sie auch umsetzen? Irgendwie fehlte mir das Bewusstsein für mich. Wie auch immer, vor 10 Jahren sass ich also auf dem Boot auf dem See im Central Park und hab den Antrag angenommen. Im Glauben, jetzt wird endlich alles gut. Auf die Hochzeit musste ich dann nochmals 2 Jahre warten und auch bis dahin viele Kompromisse eingehen. Erst jetzt sehe ich, dass ich bereits damals mehr zu mir hätte stehen sollen. Dann wär ich heute vielleicht an einem anderen Punkt. Aber damals kannte ich meine Werte, meine Grenzen und meine Bedürfnisse nur am Rand und hab sie grundsätzlich weder gross benennen noch durchsetzen können. Weil es sich einfach so gehört. So war das Rollenbild, das mir vermittelt wurde. Papa ist der Chef, Mama macht, was er sagt. Und der Rest der Familie auch. Und ich war in der Angst – mit bald 32 ohne Partner – ich sah meinen Wunsch nach Kind davon schwimmen und habs dann nicht gemacht, sondern hab gekämpft.

Erst nach der Hochzeit und als es einfach nicht besser werden wollte und ich Zuhause beim Betreuen meiner süssen Kleinen – genug Zeit zum Nachdenken hatte, habe ich gemerkt, dass ich mehr will im Leben, als dieses und da hab ich mich freigestrampelt und mich letztlich getrennt.

Und ich bin einfach zufrieden, glücklich und dankbar für meinen Weg und dieses Leben.

In den letzten 5 Jahren extrem stark an meiner Selbstliebe, Selbstheilung und meinem Selbstbewusstsein gearbeitet. Ich bin stark und ich schaffs effektiv allein. Und ich bin einfach zufrieden, glücklich und dankbar für meinen Weg und dieses Leben. Ich hatte lange keinen Partner an meiner Seite, ich habe mir einen schönen und gut gepflegten Freundeskreis aufgebaut und ich geniesse die Zeit mit meiner Tochter, meiner Familie, heute auch meinem Partner und meinen Freundinnen und Freunden, die mich jetzt entspannter und glücklicher – eben freier erleben.

Voller Lebensenergie und Freude – ich 2019!

Ich möchte also um keinen Preis zurück. Nur vorwärts. Dieses wunderbare Leben auskosten. Das Leben geniessen und aufsaugen. Jeden Moment. Jeden Tag. Dankbar.

Als meine Tochter ein Jahr alt war, hatte ich die Möglichkeit wieder Teilzeit für eine politische Organisation zu arbeiten. Zwei Tage war ich im Büro, ein Tag konnte ich von zu Hause aus arbeiten. Meine Süsse wurde einen Tag von den Grosseltern und einen Tag in der KITA betreut. Sie war gut aufgehoben. Auch nach der Trennung wurde diese Betreuung weitergeführt – zusätzlich übernahm der Papi noch auf einen Betreuungstag. Für mich bedeutete dies, dass ich mindestens 50% arbeiten konnte/musste und entsprechend habe ich die Arbeitstage und Zeiten angepasst. Bis zum Eintritt in den Kindergarten hat die Betreuung so auch funktioniert.

Flexibilität im Alltag ist gefordert

Mit dem Eintritt in den Kindergarten ändert sich dann aber alles wieder. Die Betreuung – Mittagstisch – Randstundenbetreuung – Betreuung durch Grosseltern, etc. muss neu angeschaut werden. Auch ändern sich die Startzeiten – die Krippe hat bereits ab 6.30 offen, der Kindergarten beginnt um 8.15 Uhr. Bedeutet, man ist ab sofort erst um 9 Uhr bei der Arbeit und muss entsprechend vielleicht um 11.15 wieder los, um pünktlich das Kind wieder in Empfang zu nehmen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine grosse Herausforderung, die von allen Flexibilität erfordert. Und die vor allem nicht aufhört, sondern mit dem Grösserwerden der Kinder noch komplexer wird. Denn ist man auch organisiert – gut und gerne ändert der Stundenplan, sind Tage plötzlich Schulfrei wegen Lehrerfortbildung oder irgend ein Kantonaler Feiertag – von dem der Arbeitgeber – da in einem anderen Kanton – nichts weiss, steht an.

Im Aargau gibt es seit Juni 2016 ein Gesetz, dass verlangt, dass Gemeinden den Bedarf an Familienergänzender Kinderbetreuung prüfen und entsprechend auch aufbauen. In unserer Gemeinde gibt es zum Glück ein grosszügiges Angebot. Einzig die Morgenbetreuung fehlt.

Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder beruflich benachteiligt, ja diskriminiert werden, dieses Thema ist nicht neu – es ist immer latent da – wurde aber gerade in diesen Tagen wieder gross von einer Schweizer Tageszeitung aufgerollt. Die Wirtschaft und Politik in der Schweiz tut sich nach wie vor schwer mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gut ausgebildete Frauen bleiben zu Hause, weil es entweder keine Teilzeitjobs gibt und eine Weiterbeschäftigung am bestehenden Arbeitsplatz nicht möglich ist oder der minimale Lohn die ganzen Fremdbetreuungskosten auffrisst und dies in Zeiten vom vielbeschworenen Fachkräftemangel. Wir können es uns anscheinend leisten, gut ausgebildete Mütter besser hinter dem Herd als an einem Teilzeitarbeitsplatz zu integrieren. Dies obwohl es den Staat viel Geld kostet für die Ausbildung dieser qualifizierten Frauen und dies obwohl die Mütter gerne in einem Teilzeitpensum arbeiten würden.

100% weiterarbeiten – oder gar nicht

Auch ich konnte meine Stelle nicht behalten nach der Geburt meiner Tochter – das heisst, ich hätte sie behalten können, wenn ich 100 Prozent weitergearbeitet hätte. Ich hab, als ich mitgeteilt hab, dass ich schwanger bin, gleich signalisiert, dass ich 60 Prozent weiterarbeiten möchte. Anstatt mit mir darüber zu sprechen, habe ich Wochen später – oder 5 Monate vor dem errechneten Geburtstermin die Stellenausschreibung für meine Stelle gesehen – unbefristet, 100%. Ich musste also noch 5 Monate weiterarbeiten und dies war recht unmotivierend. Solche Entscheide, Teilzeitarbeit sei nicht möglich, man müsse immer zu 100% verfügbar und erreichbar sein – ist selbst im PR-Umfeld heute nicht mehr üblich.

Ich hab brav bis 2 Tage vor der Niederkunft gearbeitet. Sauber meine Projekte abgeschlossen und übergeben. Mein Nachfolger hatte keine Ahnung und ich musste sogar mal noch während des Mutterschutzes eine Einführung machen. Er hat nicht mal ein Jahr dort gearbeitet…

Teilzeitstellen gibt’s kaum

Ich bin ein Jahr zu Hause geblieben, hab mich um meine Kleine gekümmert und mich irgendwann zu bewerben begonnen. Teilzeitstellen im Markt ausgeschrieben – gibt’s nicht oder kaum. Sie sind so heiss begehrt, dass man sich die Chancen, die Stelle zu erhalten, auch gleich ausrechnen kann. Ich hatte Glück und habe eine Teilzeitstelle im politischen Umfeld gefunden. Ich konnte Beruf und Familie für eine Weile perfekt vereinen. Ich hab mit so einer Leidenschaft und Freude gearbeitet, das ging weit über das nötige hinaus. Doch ich hab es geliebt.

Die Arbeitgeber sehen immer nur mögliche Probleme – ach Frauen mit kleinen Kindern fehlen oft am Arbeitsplatz, haben immer ein krankes Kind zu Hause oder sind selber oft krank. Das ist viel zu kompliziert. Damit verkennen die Arbeitgeber aber, dass genau diese Mütter dankbar sind für die Teilzeitanstellung und eben über das Nötige hinaus einen grossen Einsatz leisten. Sie kommen, arbeiten effizient und sauber und haben keine Zeit zu vertrödeln. Mamis, die Teilzeit arbeiten dürfen, sind dankbar, loyal und bleiben dem Unternehmen oft länger erhalten.

Unternehmen können profitieren

Wenn der Arbeitgeberverband nun sagt, sie seien für teilzeitarbeitende Mütter, dann mag das die Verbandsgesinnung sein, die Unternehmen handhaben dies leider noch ziemlich rückständig. Wenn dann auch noch Frauen ohne Kinder Frauen mit Kindern diskriminieren und nicht einstellen, dann ist das ein ziemlich grosses Armutszeugnis. Neue Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, Teilzeitarbeit oder Arbeiten 4.0 – all dies bleibt Wunschdenken, wenn nicht die Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und von den gut ausgebildeten Müttern profitieren anstatt sie zu diskriminieren.

Im Moment bin ich so voll dabei zu entrümpeln, aufzuräumen, umzuorganisieren und Ordnung zu schaffen. Ich habe auch das Marie Kondo Prinzip auf Netflix angeschaut und festgestellt ich hab automatisch ein sehr ähnliches Prinzip angewendet. Ich hab zwar nicht jedem Kleidungsstück oder Gegenstand Danke gesagt, aber doch effizient Ordnung geschafft und war schon 2x in der Entsorgung und hab schon 2x Bücher ins Bücherbrocki gebracht. Auch habe ich alte Kleider meiner Tochter nach Grösse sortiert weitergegeben und sogar noch etwas Geld dafür erhalten. Ich werde nun noch die Spielsachen mit meiner Tochter aussortieren, damit wir auch in ihrem Zimmer weniger altes Zeugs haben, mit dem sie nicht mehr spielt.

Gutes Gefühl beim entrümpeln

Das Marie Kondo-Prinzip hat mir aber insofern geholfen, dass ich jetzt überall Plastik-Boxen von IKEA verwende, um Ordnung zu schaffen und dass ich effizienter und einfacher Dinge entsorgen kann, die mir keine oder nur wenig Freude bereiten und ohne die ich gut leben kann, da ich sie schon lange nicht mehr gebraucht hab. Dieses Ordnung schaffen, setzt auch Energie frei und macht effektiv Raum für Neues. Ich fühle mich effektiv leichter und mit weniger Ballast und Gerümpel, den man nicht braucht.

Zu Ehren meines Grossmamis

Auch habe ich im Zuge der Umorganisierung gleich mein Wohnzimmer aufgepeppt und den Spielsachen-Anteil im Wohnbereich reduziert. Ich habe das Buffet meiner Grossmutter im Braun-50er-Jahre-Stil nun als I-Catcher in den Wohnraum aufgenommen. Da es mit seinem dominanten starken Braun als Einzelstück zur Geltung kommen soll, habe ich den Rest des Wohnzimmers eher schlicht in Weiss-Beige-Braun Tönen gehalten. Das Wohnzimmer wirkt nun frisch und das alte Buffet meiner Grossmutter kommt perfekt zur Geltung. Ich habe mir dies schon lange gewünscht und freue mich nun über das tolle Ergebnis.