Hamburg war schon lange eine Wunsch-Städte-Reise-Destination von mir. Leider hat es erst jetzt im November geklappt. Mit einer Freundin bin ich für ein Weekend nach Hamburg gereist und habe diese wunderschöne und vielseitige Hansestadt kennengelernt. Auf dieses Mädelsweekend haben wir uns lange gefreut und viele Dinge schon von zu Hause aus geplant. Highlight war aber ganz klar die Morgenmatinee in der Elbphilharmonie.

Afternoon-Tea und Olivia Jones Bar

Am Freitagnachmittag hat sich uns Hamburg im schönen Herbstlicht präsentiert und wir sind zuerst zum Nachmittagstee, wie es Neudeutsch heisst. Im Eatons Place einem Kleinod im Altona-Viertel wird einem auf perfekt englische Art ein wunderbarer Afternoon-Tea serviert. Alles ist liebevoll englisch eingerichtet und die drei Herren hinter der Theke machen ihre Arbeit auch auf freundlich englische Art. Wir haben Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und süsse Küchlein gegessen und viel sehr feinen Tee getrunken. Es war himmlisch so in Hamburg anzukommen. Nach dem vielen Essen sind wir zur Elbe runtergelaufen und dann alles entlang der Elbe bis nach St. Pauli und der Reeperbahn. Ich und Reeperbahn. Aber das gehört zu Hamburg wie der Fischmarkt, das Rathaus, die Speicherstadt und die Elbphilharmonie. Wir sind am Schluss in der Bar von Olivia Jones gelandet und es war echt lustig.

Historisches, Lustiges und eindrückliche Gebäude

Die Stadt wirklich erkundet haben wir dann am Samstag, bis am Abend hatten wir mehr als 20000 Schritte auf dem Zähler. Hamburg lässt sich gut zu Fuss erkunden. Zum Frühstück sind wir ins Café Mutterland Cöllns, gleich beim Rathaus. Eine Institution wie wir feststellen durften, denn bereits zum Frühstück geht nichts ohne Reservation. Was uns natürlich zuerst etwas irritiert hat. Wir haben uns dann am Tischchen im Eingangsbereich platziert. Das Frühstück und vor allem die Auswahl an verschiedenen Gerichten, feinen frischen Brötchen und Brotsorten ist toll und es hat sehr gut geschmeckt. Nach dem stärkenden Frühstück sind wir auf eine Free Walking Tour.

3 Stunden hat uns der Student Martin durch sein Hamburg geführt. Er studiert Stadtentwicklung und konnte uns viel Historisches mit auf den Weg geben und hat uns mit Gedichten, Witzen und lustigen Geschichten gut unterhalten. In den drei Stunden sind wir vom Rathaus, an die Binnen-Alster über den Domplatz zur St. Nikolai-Kirche vorbei am Nikolaifleet runter zur Deichstrasse und dann über die Fussgängerbrücke in die Speicherstadt, wo der Rundgang auf dem Sandtorhafen mit Blick auf die Elbphilharmonie endete. Wir haben uns danach im Alsterhaus eine kurze Pause im Café gegönnt und sind noch wie es sich gehört shoppen gegangen.

Mit den Restaurant-Tipps von Martin haben wir abends noch versucht ein Restaurant zu finden. Aber ohne Reservation mindestens 5 Tage im Voraus ist in Hamburg zur üblichen Essenszeit leider nichts zu machen. Erst nach 8 sind wir ins Portugiesen-Viertel und haben uns im «O Pescador» eine Tapas-Platte und Portugiesischen Wein gegönnt.

Bezaubernde Klänge in der imposanten Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie ist nicht nur von aussen imposant, sondern auch innen sehr eindrücklich. Wir hatten Tickets für die Matinée am Sonntag um 11. Und sind kurz vor Beginn nach dem Frühstück und mit Gepäck beladen noch in den kleinen Saal reingehuscht. Der koreanische Künstler Jongdo An hat ein atemberaubend schönes Klavierkonzert geboten. Ich bin sehr beeindruckt, wie seine Finger nur so über die Tasten flogen und er ganz ohne Noten wunderbare Musik von Bach, Chopin und Schumann gespielt hat.

Es war ein rundum harmonisches, abwechslungsreiches und tolles Wochenende. Und in Hamburg bin ich echt nicht zum letzten Mal gewesen. Wir haben uns oft gesagt, schade sind es nur so wenige Tage, wir hätten noch so viel sehen können und uns einfach mehr Zeit lassen wollen. Und deshalb sag ich auf ganz bald wieder im Norden.