Wenn mir jemand von einiger Zeit mal gesagt hätte, dass ich einmal 3 Kids im Alter von 3-10 Jahren übers Wochenende zu Besuch hab, den hätte ich laut gelacht. Doch es war sogar meine eigene Idee und übers Wochenende hatte ich eine fröhliche, laute Rasselbande bei mir Zuhause. Zusammen mit meiner Süssen also 4 Kids und diese alle zufriedenstellen und unterzubringen. Was für ein Job! Aber das schicke ich voraus – ich war einfach nur happy. Es hat voll viel Spass gemacht und ich konnte mich auch ganz darauf einlassen. Das musste ich auch, denn es herrschte Ausnahmezustand. Tatkräftig hat mich zum Glück mein Schatz unterstützt. Und ich kann mich jetzt zu den Mami-Bloggerinnen gesellen, die regelmässig über Tipps und Tricks zur Bespassung der Kids bei Regenwetter oder am Wochenende schreiben und ich kann nun auch die Mamis noch mehr bewundern, die tagein tagaus mehr als 1 Kind betreuen und nicht noch viel Zeit haben für ihre persönlichen Bedürfnisse. Denn eins ist klar, diese kann man eher hintenanstellen.

Hier meine eigenen Tipps, wenn so eine Rasselbande zum Übernachten kommt. Ich habe mir ja schon einige Wochen vorher Gedanken gemacht, wie ich das machen könnte. Ich hab mir da ja ziemlich was aufgehalst und bin es mir ja nicht gewohnt, so viele Kids bei mir zu haben. Aber wie heisst es so schön, kopfüber ins Abenteuer. Und mit der richtigen Grundeinstellung ist schon vieles erreicht. Ich hab mich zum Beispiel darauf eingestellt, dass nicht alles Picobello sauber ist oder ruhig und wir unseren gewohnten Wochenend-Rhythmus haben können. Der sieht ja eher so aus, dass wir ausschlafen, gemütlich frühstücken, dann etwas zu Hause wuseln, nach draussen gehen oder etwas unternehmen, Abends evtl. Besuch haben oder auf Besuch gehen und Sonntags dann im ähnlichen Stil.

In meiner Wohnung würde einem schnell die Decke auf den Kopf fallen, weil sie schlicht für 6 Köpfe zu klein ist, war auch klar: wir machen ein Outdoor-Programm. Auch ist die Frage nach dem Essen und was ich denn für alle kochen könnte bei mir ein Thema gewesen, ganz zu schweigen von der Schlafsituation. Wie bringe ich 3 Gäste bei mir zum Schlafen unter.

3 Schlafplätze und ein munteres Durcheinander

Ich habe für meine Süsse vor einem Jahr eine Matratze unter dem Bett gekauft, die für Übernachtungsgäste gedacht ist. Auch habe ich ein Ausziehsofa. Und für die kleine Bohne wurde das Kinderbett geliefert. Und die Bettwäsche für alle. Die Zuteilung war auch organisiert und dann wars dann doch nicht so…die Kleine lag im grossen Bett, die Grossen haben die Betten getauscht und letztlich lagen alle 3 im gleichen Bett. Aber alle waren erholt und am Sonntag haben sie sogar bis halb 9 Uhr geschlafen. Auch hat sich gezeigt, dass ich für ein Wochenende oder einige Nächte durchaus mehr Personen bei mir beherbergen kann. Und ich liebe ein volles Haus.

Pizza, Pasta & Wienerli im Teig

Essenstechnisch habe ich für die sichere Seite entschieden. Am Freitagabend gabs Spaghetti Bolognese mit viel Rüebli und Dinkel-Spaghetti. Highlight war dann die selbstgemachte Pizza für alle. Belegt haben wir den selbstgemachten Pizzateig nach Lust und Laune mit Peperoni, Oliven, Champignons, Salami, Schinken und natürlich Mozzarella. Dazu gabst Nüssli-Salat. Geschmeckt hats allen bestens. Und als schnelles Mittagessen habe ich dann für alle Wienerli im Teig und dazu Salat gemacht. Für eine solche Rasselbande zu kochen, ist für mich eine Herausforderung, schliesslich wollte ich alle satt und zufrieden sehen.

Im Wald bräteln – immer ein Hit

Um alle gut zu beschäftigen und auch müde zu kriegen, sind wir in den Wald und haben an einer Feuerstelle Würste gebraten, Marshmallows geröstet und waren somit eine gute Zeit beschäftigt. Im Rucksack habe ich neben Anzündhilfen fürs Feuer, Gurken, Peperoni, Brot, Cervelats, Mandarinen, Chips & Marshmallows auch Wasser, ein Sackmesser, Feuerzeug und Papier gepackt. Wir hatten Glück – es war zwar kühl, aber gross geregnet hat es nicht und später hat sogar die Sonne geschienen. Der Marsch hat alle hungrig gemacht und neben Holz suchen, Würste braten, essen und Marshmallows rösten, waren wir alle wunderbar den halben Tag beschäftigt. Es war toll und ich liebe es draussen zu sein und solche Dinge zu erleben, die mich doch sehr an meine Kindheit erinnern.

Abendprogramm mit DVD schauen und selbstgemachten Popcorn

Wir haben das den Kids versprochen, dass sie am Abend einen Film schauen dürfen. Dazu gabs selbstgemachtes Popcorn. Und später einschlafen war dann auch kein Thema mehr, auch wenn die Schlafplätze komplett neu verteilt wurden. Und weil alle so grogi und voll müde waren, haben sie bis um 8.30 Uhr geschlafen am Sonntagmorgen.

Das Weekend war ganz ganz toll und ich freue mich sehr, dass wir es so gut hingekriegt haben mit 4 Kids. Es hat Spass gemacht, mich voll auf sie einzulassen und ich konnte dadurch meinen Berufsalltag und Dinge, die mich zuweilen belasten, völlig vergessen. Nicht nur für die Eltern also Erholung, sondern auch irgendwie für mich.