Sportferien im Süden verbringen. Etwas Sonne und Wärme tanken. Das ist meine schönste Vorstellung. Mit meiner Süssen bin ich von Basel nach Nizza geflogen. In weniger als einer Stunde ist man am Mittelmeer. Wir haben zum ersten Mal vom Flughafen zum Hafen das neue Tram genommen und sind so in gut einer halben Stunde mitten im Zentrum von Nizza angekommen. Und wenn man das Bus-System etwas kennt, kann man auch gleich einen Anschluss-Bus finden, der einem noch in andere Ecken der Stadt und uns natürlich zu unserer Wohnung bringt. Der ÖV in Nizza ist wirklich top. Wir finden Preis-Leistung stimmt auch voll, oder was will man sagen, wenn man eine Tageskarte für 5 EUR und eine 7-Tage-Karte für 15 EUR bekommt. Und diese Verbindung mit dem Tram vom Hafen zum Flughafen macht Nizza noch attraktiver für Touristen. Und ich bin sicher, dass die Gegend rund um den Hafen ebenfalls nochmals an Attraktivität gewinnen wird.

Immer wieder Neues in Nizza

Wir haben unsere Lieblingsorte in Nizza besucht, sind in den Gare du Sud zum Zmittag, haben in unserer Lieblingsbar den Apéro genommen und in unserem Lieblingsrestaurant unsere Moules et Frites gegessen. Wir haben auch wieder viel Neues entdeckt. Unser Radius wird immer grösser und wir lieben es neue Orte und Quartiere zu durchstreifen. So sind wir in den Parc du Ray, der erst im Januar eröffnet wurde. Er befindet sich im Norden von Nizza und soll dem Quartier neues Leben geben. Auch haben wir uns ins legendäre Hotel Negresco gewagt und dort einen exquisiten und exklusiven Apéro in der Bar gegönnt. Das beste Hotel am Platz hat uns sehr gefallen – übernachten werden wir wohl aber trotzdem nie hier. Die Promenade des Anglais und die Strassen dahinter haben wieder einen ganz anderen Charme als in der Gegend um die uns bekannte Altstadt.

Cannes

Im Gegensatz zu Nizza habe ich Cannes selten besucht und nie wirklich gemocht. Wie sich nun herausgestellt hat wohl eher zu unrecht. Wir haben die Weltbekannte und für Glanz und Glamour bekannte Küstenstadt erkundet und in den Winkeln und Gassen der Altstadt Le Suquet viel Normalität und das typisch südfranzösische Flair gefunden. Von der höchsten Stelle der Altstadt bei der Notre-Dame d’Espéerance hat man einen ganz wunderbaren Rundblick über den Hafen und die Croisette. Auch die Croisette, das Palais de Festival und die Luxusläden gehören einfach zu Cannes. Dort kann man flanieren und Schaufenster-Shopping machen. Für ausgiebiges Shopping ist dann die Rue d’Antibes geeignet. Hier sind viele bekannte Mode- und Ladenketten zu finden.

Jetzt war es mild, sonnig und ausgesprochen ruhig. Auf der Promenade konnte man gemütlich draussen essen und seinen Kaffee trinken. Wir können uns aber ausmalen, dass es im Sommer nicht so ruhig und gemächlich zu geht. Die Plätze, Strassen und Gassen rund um den Hafen, die Croisette und die Altstadt stark frequentiert sein werden. Und eine Anfahrt mit dem Auto wohl nicht mehr so einfach sein wird. Wir werden Cannes sicher im Sommer besuchen, dann aber mit dem Bus von Nizza aus.

Place Garibaldi

In Nizza lässt es sich zu jeder Jahreszeit draussen sitzen. Sobald die Sonne scheint, wird es rasch angenehm warm. Am Place Garibaldi – einem unserer Lieblingsplätze – haben wir zu Mittag gegessen. Der Place Garibaldi als erste Erweiterung der Altstadt von Nizza in Richtung Neustadt besitzt heute Gebäude mit eleganten Ockergelb Fassaden und grünen Nizzaer Fensterläden. Der Platz liegt im Herzen von Nizza, in dessen Mitte befindet sich die Statue des berühmten Giuseppe Garibaldi. Und da kamen bei mir richtige Frühlingsgefühle auf. So dort sitzen, die Sonne geniessen, ein feines Glas Wein zu trinken und durchatmen und entspannen. Das ist das Ankommen für mich. Und gleichzeitig überkommt mich dann die Wehmut – wieder wegfahren zu müssen, wo ich doch so gerne hierbleiben würde. Das Gute ist, trotz allem, zu wissen und die Möglichkeit zu haben, jederzeit wiederzukommen. Für ein Wochenende, für die Frühlingsferien, die Sommerferien, wann immer wir wollen.