Tipps

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Meine Wohnung dekorieren, auf Weihnachtsmärkten rumspazieren und die Auslagen begutachten, Glühwein trinken, die Lichter anschauen, selber Guetzli oder Grittibänzen backen, bei Kerzenschein erste Weihnachtslieder hören, Geschenke basteln und für die Feiertage das Weihnachtsmenü zusammenstellen.

Bekanntlich rennt die Zeit vor Weihnachten ja nur so dahin, aber ich nehme mir immer bewusst Zeit und nicht viel vor. Ich will diese wenigen Wochen geniessen mit meinen Lieblingsritualen und mich bewusst einstimmen auf das Jahresende. Ich liebe es Weihnachtslichter anzuschauen in der Stadt, Glühwein zu trinken, zu basteln für Weihnachten mit meiner Süssen und mich in diesen dunkeln Wochen von warmem Licht in meiner Wohnung bei einer Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ich mag dieses Gehetze und Gerenne nicht und vermeide es auch, darauf einzusteigen.

Zofingen der Weihnachtsmarkt der Sinne als Geheimtipp

Einer meiner Lieblingsweihnachtsmärkte ist und bleibt der Christchindlimarkt in Bremgarten. Auch wenn nach vielen Jahren immer wieder die gleichen Stände am gleichen Ort zu finden sind, ist der Bummel durch die hübsche Altstadt über die überdachte historische Brücke an der Reuss jedes Jahr wieder ein Highlight. Vor allem am Donnerstagabend, wenn es noch nicht so viele Leute hat, ist es wunderschön. Ein Glühwein und etwas zu Essen darf natürlich nicht fehlen.

Auch nach Zürich gehe ich immer gerne vor Weihnachten und lasse mich treiben. Ich erinnere mich gut an letztes Jahr als ich diese Vorweihnachtszeit mit meinem Schatz ganz intensiv geniessen konnte. Es war einfach so gemütlich und wir haben einen kleinen Rundgang über die Bahnhofstrasse und die verschiedenen Märkte auf dem Bellevue, dem Werdmühleplatz und im HB von Zürich gemacht. Dieses Jahr hat uns besonders der Markt auf dem Münsterhof gefallen, einfach weils, als wir eintrafen, noch nicht so übervölkert war. Und weil der Dezember bei uns ja eben nicht voll verplant ist, reicht es immer für einen spontanen Abstecher nach Zürich. Im HB haben wir am Abend vor dem 4. Advent im Chäs-Atelier noch ein Raclette gegessen und zwei tolle Ladies kennengelernt. Und bereits ist abgemacht, dass wir uns auch dieses Jahr wieder dort treffen. Der Tisch ist bereits reserviert.

Mein persönlicher Geheimtipp für die Weihnachtsmärkte ist aber der Weihnachtsmarkt in Zofingen. In der hübschen alten Zähringerstadt hats noch Platz, eine Vielzahl richtig toller Stände und anständige Preise, was den Glühwein anbetrifft.

Weihnachtsdeko-Tipp zum Nachbasteln

Vor einigen Jahren habe ich für die Eingangstüre eine schöne und sehr einfache Wanddeko gebastelt. Dafür sind wir in den Wald und habe Äste gesucht und diese in Form eines Dreiecks aufgereiht und mit Hanfschnur mit immer gleichem Abstand an den Enden festgebunden. Zum Schluss haben wir es mit klein Christbaumkugeln, kleinen Glöckchen, Federn und einer Lichterkette dekoriert. Jedes Jahr, wenn ich diese Wanddeko wieder aufhänge, erfreue ich mich aufs Neue – weils nicht einfach gekauft ist, weils einfach schön und speziell aussieht.

Mit meiner Süssen zu basteln und backen ist auch immer ein Highlight in der Adventszeit. Für den Samichlaus-Tag haben dieses Jahr selber Grittibänzen gemacht aus einem einfachen Zopfteig. Es war schön zu sehen, wie sehr sie sich für alles interessiert und wie sie lernen wollte, wie man jetzt den Teig macht, knetet und mit welcher Freude sie dann die Bänzen verziert und mit Ei bestrichen hat. Ja, einen hat sie extra für den Samichlaus gemacht, den sie ihm dann am Abend geben wollte.

Mit meiner Süssen bastle ich in der Regel in den Wochen vor Weihnachten immer etwas für die Grosseltern, Papi, Götti und Gotti. Aber dazu später – wir wollen sie ja überraschen.

Wenn mir jemand von einiger Zeit mal gesagt hätte, dass ich einmal 3 Kids im Alter von 3-10 Jahren übers Wochenende zu Besuch hab, den hätte ich laut gelacht. Doch es war sogar meine eigene Idee und übers Wochenende hatte ich eine fröhliche, laute Rasselbande bei mir Zuhause. Zusammen mit meiner Süssen also 4 Kids und diese alle zufriedenstellen und unterzubringen. Was für ein Job! Aber das schicke ich voraus – ich war einfach nur happy. Es hat voll viel Spass gemacht und ich konnte mich auch ganz darauf einlassen. Das musste ich auch, denn es herrschte Ausnahmezustand. Tatkräftig hat mich zum Glück mein Schatz unterstützt. Und ich kann mich jetzt zu den Mami-Bloggerinnen gesellen, die regelmässig über Tipps und Tricks zur Bespassung der Kids bei Regenwetter oder am Wochenende schreiben und ich kann nun auch die Mamis noch mehr bewundern, die tagein tagaus mehr als 1 Kind betreuen und nicht noch viel Zeit haben für ihre persönlichen Bedürfnisse. Denn eins ist klar, diese kann man eher hintenanstellen.

Hier meine eigenen Tipps, wenn so eine Rasselbande zum Übernachten kommt. Ich habe mir ja schon einige Wochen vorher Gedanken gemacht, wie ich das machen könnte. Ich hab mir da ja ziemlich was aufgehalst und bin es mir ja nicht gewohnt, so viele Kids bei mir zu haben. Aber wie heisst es so schön, kopfüber ins Abenteuer. Und mit der richtigen Grundeinstellung ist schon vieles erreicht. Ich hab mich zum Beispiel darauf eingestellt, dass nicht alles Picobello sauber ist oder ruhig und wir unseren gewohnten Wochenend-Rhythmus haben können. Der sieht ja eher so aus, dass wir ausschlafen, gemütlich frühstücken, dann etwas zu Hause wuseln, nach draussen gehen oder etwas unternehmen, Abends evtl. Besuch haben oder auf Besuch gehen und Sonntags dann im ähnlichen Stil.

In meiner Wohnung würde einem schnell die Decke auf den Kopf fallen, weil sie schlicht für 6 Köpfe zu klein ist, war auch klar: wir machen ein Outdoor-Programm. Auch ist die Frage nach dem Essen und was ich denn für alle kochen könnte bei mir ein Thema gewesen, ganz zu schweigen von der Schlafsituation. Wie bringe ich 3 Gäste bei mir zum Schlafen unter.

3 Schlafplätze und ein munteres Durcheinander

Ich habe für meine Süsse vor einem Jahr eine Matratze unter dem Bett gekauft, die für Übernachtungsgäste gedacht ist. Auch habe ich ein Ausziehsofa. Und für die kleine Bohne wurde das Kinderbett geliefert. Und die Bettwäsche für alle. Die Zuteilung war auch organisiert und dann wars dann doch nicht so…die Kleine lag im grossen Bett, die Grossen haben die Betten getauscht und letztlich lagen alle 3 im gleichen Bett. Aber alle waren erholt und am Sonntag haben sie sogar bis halb 9 Uhr geschlafen. Auch hat sich gezeigt, dass ich für ein Wochenende oder einige Nächte durchaus mehr Personen bei mir beherbergen kann. Und ich liebe ein volles Haus.

Pizza, Pasta & Wienerli im Teig

Essenstechnisch habe ich für die sichere Seite entschieden. Am Freitagabend gabs Spaghetti Bolognese mit viel Rüebli und Dinkel-Spaghetti. Highlight war dann die selbstgemachte Pizza für alle. Belegt haben wir den selbstgemachten Pizzateig nach Lust und Laune mit Peperoni, Oliven, Champignons, Salami, Schinken und natürlich Mozzarella. Dazu gabst Nüssli-Salat. Geschmeckt hats allen bestens. Und als schnelles Mittagessen habe ich dann für alle Wienerli im Teig und dazu Salat gemacht. Für eine solche Rasselbande zu kochen, ist für mich eine Herausforderung, schliesslich wollte ich alle satt und zufrieden sehen.

Im Wald bräteln – immer ein Hit

Um alle gut zu beschäftigen und auch müde zu kriegen, sind wir in den Wald und haben an einer Feuerstelle Würste gebraten, Marshmallows geröstet und waren somit eine gute Zeit beschäftigt. Im Rucksack habe ich neben Anzündhilfen fürs Feuer, Gurken, Peperoni, Brot, Cervelats, Mandarinen, Chips & Marshmallows auch Wasser, ein Sackmesser, Feuerzeug und Papier gepackt. Wir hatten Glück – es war zwar kühl, aber gross geregnet hat es nicht und später hat sogar die Sonne geschienen. Der Marsch hat alle hungrig gemacht und neben Holz suchen, Würste braten, essen und Marshmallows rösten, waren wir alle wunderbar den halben Tag beschäftigt. Es war toll und ich liebe es draussen zu sein und solche Dinge zu erleben, die mich doch sehr an meine Kindheit erinnern.

Abendprogramm mit DVD schauen und selbstgemachten Popcorn

Wir haben das den Kids versprochen, dass sie am Abend einen Film schauen dürfen. Dazu gabs selbstgemachtes Popcorn. Und später einschlafen war dann auch kein Thema mehr, auch wenn die Schlafplätze komplett neu verteilt wurden. Und weil alle so grogi und voll müde waren, haben sie bis um 8.30 Uhr geschlafen am Sonntagmorgen.

Das Weekend war ganz ganz toll und ich freue mich sehr, dass wir es so gut hingekriegt haben mit 4 Kids. Es hat Spass gemacht, mich voll auf sie einzulassen und ich konnte dadurch meinen Berufsalltag und Dinge, die mich zuweilen belasten, völlig vergessen. Nicht nur für die Eltern also Erholung, sondern auch irgendwie für mich.

Zum zweiten Mal innerhalb von 5 Monaten sind wir nach London geflogen. Weg von den berühmten Sehenswürdigkeiten wie Westminster Abbey, Big Ben, Tower of London, London Eye oder Covent Garden, haben wir es uns einfach gut gehen lassen und die gemeinsame Zeit genossen. So sind wir gediegen zum Afternoon-Tea im legendären Brown’s Hotel und sind durch Kew Gardens spaziert. Auch haben wir ganz oft den Bus genommen und natürlich haben wir Shopping gemacht.

Wir haben im Victory Services Club am Marble Arch an der Ecke zum Hyde Park gewohnt. Dabei handelt es sich um ein Hotel exklusiv für Member – der vor allem britischen Marine und Armee. Das Hotel ist voll in englischem Stil, sehr luxuriös und elegant. Das Zimmer war neu renoviert und für Londoner Verhältnisse auch sehr gross. In der Bar kriegt man für vernünftige Preise alles was das Herz begehrt und auch das Frühstücksbuffet ist grosszügig. Das Hotel bietet einen guten Ausgangspunkt für Erkundungen.

Notting Hill mit sündhaften Zimtschnecken

Als erstes sind wir nach unserer Ankunft nach Notting Hill an die berühmte Portobello Road. Das ist zwar ein Touristen-Magnet, aber am Nachmittag hielten sich die Menschenmassen in Grenzen. Die aufgrund des Hollywood-Films mit Julia Roberts und Hugh Grant bekannte Gegend hat mir schon immer total gut gefallen. Wir haben also bei regnerisch-stürmischem Wetter den Markt besucht, die Seitensträsschen angeschaut und die besten Zimtschnecken in einem süssen Café gegessen. Die Seitensträsschen sind malerisch und viele Boutiquen und Restaurants laden ein zum Wiederkommen. Auch wirkt dieses Quartier eher wie ein Dorf und nicht wie die Grossstadt. Was mir an London einfach immer noch am besten gefällt.

Goldener Herbst in Kew Gardens

Die Highlights folgten dann aber am Sonntag. Mit der Underground sind wir nach Kew Gardens gefahren. Der Botanische Garten von London – weit ausserhalb der City. Ich liebe es, wenn die Züge durch die Gegend fahren und man so schön sieht, wie sich die Quartiere oder Orte verändern. Die Station Kew Gardens ist dann auch ein hübscher kleiner Bahnhof und man fühlt sich eher auf dem Land als noch in der Stadt.

Der Garten oder Park ist riesig und lädt zum Flanieren und Wandern ein, vorbei an unzähligen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen. Die beiden Gewächshäuser aus dem frühen 19. Jahrhundert bieten Platz für Palmen und andere Gewächse. Besonders jetzt im Herbst hat der Park seinen Reiz mit dem farbigen Laub und dem unvergleichlichen Licht. Ich war voll hingerissen von den vielen Fotosujets, die sich mir boten und hab den Spaziergang bei herrlichem Wetter sehr genossen. Ich liebe es zu fotografieren und das zeigt sich meistens auch in den vielen Fotos, die ich allein an so einem Tag mache.

Afternoon-Tea klassisch

Am späteren Nachmittag haben wir uns dann chic gemacht und sind zum Brown’s Hotel gefahren für den legendären und weitherum bekannten Afternoon-Tea. Es war einfach nur luxuriös. Wir haben Champagner getrunken und die feinen salzigen Häppchen und später die Scones mit Clotted Cream und die süssen Gebäcke genossen. Der perfekte Start in den Geburtstag. Und unbedingt empfehlenswert. Es gibt alles à Discretion. Und neben der Teemischung des Hauses ist die Auswahl der Afternoon Tea’s grossartig. Danach braucht man definitiv keinen Znacht mehr. Nur noch einen langen Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel.

Die Tage in London sind verflogen. Die Momente beim Entdecken weiterer Ecken der Stadt haben mir sehr gut getan. Auch hatte ich Zeit genug um den 2. Roman von Lucinda Rileys Serie die sieben Schwestern fertig zu lesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Serie über die sieben Schwestern so packen würde. Ich kann im Moment nicht genug davon kriegen.

Acht Quitten durfte ich von meinem Quittenbaum ernten. Und das schon im 2. Jahr, seit er in meinem Garten steht. Ich habe mich schon den ganzen Sommer über darüber gefreut, dass ich so viele Quitten am Baum hab. Und als ich sie dann endlich ernten durfte, habe ich mir einige Gedanken über schmackhafte Rezepte gemacht. Quitten gehören für mich zum Herbst. Genauso wie Kürbisse.

Aus den Quitten habe Quittenschnitze, Quittengelee und eine Quittenwähe gemacht. Die Rezepte dazu findet ihr hier:

Quittenschnitze

2-3 Quitten

0.5 dl Wasser

75 gr Zucker

2 TL Vanillepaste

2 Einmachgläser

Quitten abreiben und mit Schale in schmale Schnitze schneiden. Wasser, Zucker und Vanillepaste aufkochen, Quitten dazu geben, aufkochen. Dann in die Gläser abfüllen und sterilisieren, z.B. mit einem Dampfgarer.

Quittengelee

5-6 Quitten (ca. 1.5 Liter Quittensaft)

Wasser

750gr Gelierzucker 2:1

2 TL Vanillepaste

Marmeladegläser

Quitten abreiben und mit Schale in Stücke schneiden. In einen Topf füllen und mit Wasser auffüllen. Ca. 45 Minuten kochen, bis sie weich sind. Dann in ein Sieb mit einem Entsafter-Tuch umleeren und über Nacht stehen lassen.

Die Flüssigkeit mit Gelierzucker und Vanillezucker aufkochen. Gelierprobe machen, dann heiss in Marmeladegläser abfüllen und evtl. sterilisieren in einem Dampfgarer.

Aus dem Quittenmus lässt sich dann eine wunderbare Quittenwähe machen. Sie duftet herrlich nach Quitten.

Quittenwähe

600gr Quittenmus

2.5 dl Rahm

2 Eigelb

75 gr. Zucker

1 TL Zimt

2 EL Maizena

Wenig Wasser

2 Eiweiss steif geschlagen

1 Blätterteig oder Kuchenteig rund

Sultaninen

Quittenmus mit Rahm pürieren. 2 Eigelb, in Wasser aufgelöste Maizena, Zucker und Zimt vermischen. Steif geschlagenes Eiweiss darunterheben. Kuchenteig dicht einstechen, Sultaninen nach belieben darauf verteilen. Mus verteilen und im den auf 220°C vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze), 40 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Mit Puderzucker bestreuen und lauwarm, evtl. mit einer Kugel Zimtglace servieren.

Was für ein ereignisreicher Sonntag. Wahltag. Als durch und durch politischer Mensch hab ich das intensiv verfolgt. Ich bin bis vor einigen Jahren selber in einer Partei tätig gewesen und habe sogar vor 4 Jahren für den Nationalrat kandidiert. Es war Leidenschaft pur. Ich habe sowohl meinen Job als meine politischen Ämter immer mit Herzblut gemacht. Bis zum Bruch. Denn manchmal treffen Persönlichkeiten aufeinander, die einfach nicht miteinander können, auch wenn sie noch dieselben Ziele verfolgen. Ich habe mich darauf zurückgezogen – beruflich umorientiert und geniesse seither viele freie Abende abseits des Rampenlichts. Und etwa zu 80% der Zeit stört es mich nicht, dass die Politik ohne mich weiterläuft. In den vergangenen Jahren habe ich mich auch bezüglich meiner Parteizugehörigkeit oder –gesinnung emanzipiert und gehe dezidiert meinen Weg – und äussere mich, falls notwendig auch dazu. Befreit hab ich mich dann vor gut einem Jahr ganz, als ich sogar den Austritt aus der Partei gegeben hab und nun als wachsames Zoon-Politikon das Geschehen beobachte.

Als Zoon-Politikon ist meine Leidenschaft für Politik ungebrochen.

Wie gross die Leidenschaft für die Politik ist, zeigt sich dann aber am Wahltag. Ich konnte nicht aufhören die News zu schauen – ungläubig über Wahlsiege, Sitzgewinne von gewissen Exponenten und Verlusten von andern. Es hab mich voll chribbelig gemacht und ich war ganz nervös. Verstehen tue ich die Resultate immer noch nicht ganz – und hoffe nun natürlich, dass diese grüne Welle uns einfache Bürgerinnen und Bürger im Mittelstand nicht finanziell völlig fertigmacht. Davor hab ich echt Angst. Ich hoffe, dass ich mich diesbezüglich wieder beruhigen kann, denn ich denke, dass die Mühlen in Bern langsamer malen als anderswo und bei uns zum Glück noch gefeilscht werden muss, bis ein Gesetz oder ein Vorstoss durchgewunken wird.

Restaurant Niesenberg – idyllisches Herbstambiente

Abgesehen von meiner Aufregung über den Wahlausgang hatte ich ein unspektakuläres Wochenende. Wir haben am Freitag Freunde getroffen zum Znacht in einem tollen Restaurant. Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen Ecken die tollsten Restaurants im Aargau zu finden sind. Und ich hab auf meiner Restaurant-Liste einen weiteren Geheimtipp aufgenommen. Das Restaurant Niesenberg auf dem Niesenberg. Das Essen und der Wein waren sensationell, die Gespräche angeregt. Bestimmt werden wir im Sommer, wenn man schön draussen sitzen kann, wieder hierherkommen. Der Samstagabend und Sonntag stand im Zeichen der Familie mit einem gemeinsamen Znacht und die Ruhe vor dem Sturm am Sonntag haben wir bei der Schweizermeisterschaft im Steckenpferde-Rennen verbracht. So lustig, was es alles gibt. Hobby Horsing wie das offizielle genannt wird, ist anscheinend eine offizielle Disziplin und es gibt überall Turniere und Veranstaltungen. Wir haben zugeschaut wie Kinder – hochkonzentriert und voll bei der Sache entweder den Dressurkurs oder dein Spring-Parcours bestritten haben. Die Gewinnerinnen haben wie bei Reitturnieren üblich eine Rosette fürs Pferd erhalten. Lustig wars.

Heute finde ich mein Glück in mir.

Wie sehr ich auf dem Weg bin, habe ich dieses Wochenende auch wieder bemerkt. Es scheint Früchte zu tragen, dass ich so an mir gearbeitet hab, meine Grenzen, Werte verinnerlicht habe und für mich einstehe. Und ich habe auch erfahren dürfen, dass ich froh sein darf, mein Glück in mir zu finden, weil ich die Dinge tue, die mich zufrieden machen und weil ich jeden Tag diese Zufriedenheit und Dankbarkeit empfinden darf. Was ich nicht ausstehen kann, das ist Negativität und Gejammer immer und zu jederzeit. Ich kann das nicht ausstehen, wenn man nichts, aber gar nichts Schönes an seinem Leben finden kann, wenn alles nur schlecht oder negativ ist. Und noch weniger kann ich ausstehen, wenn man statt vor der eigenen Haustüre zu kehren, möglichst noch die vermeintlichen Probleme oder die Leben von anderen seziert, um möglichst nicht an sich selber zu arbeiten.

Letztlich war das Wochenende irgendwie aufwühlend, aufgrund all der verschiedenen Personen, Themen und Ereignisse. Am meisten aufgewühlt hat mich aber die Erkenntnis, dass nicht alle einfach bei sich, zufrieden mit sich und dankbar für ihr Leben sind. Und ich werde jetzt darüber nachdenken, wie ich solche Menschen oder ihr Verhalten nicht mehr zu sehr an mich ranlasse und wie ich Ruhe bewahren kann, auch wenn die Person mir sehr nahe steht. Achtsam. Wie immer. Ausatmen und einatmen. Dankbar für alles was ich hab.

Ach ja, diese farbigen Blätter und Bäume tun es mir gerade besonders an. Ich freue mich über die Fotos oder wenn ich in die schöne farbige Natur schaue.

In den letzten Tagen war ich nicht so glücklich, ehrlich gesagt richtig down und mir haben die Worte gefehlt. Ich konnte nichts Schönes mehr erkennen. Mir fehlten auch Ideen für meinen Blog – alles war irgendwie öde. Ich konnte nicht erkennen, wo denn die schönen oder tollen Dinge sind in meinem Alltag. Gut, es muss ja nicht alles immer heiter Sonnenschein sein. Aber ich bin doch immer so positiv und fröhlich und kann andere damit anstecken – ich sprudle über vor Ideen und Plänen und Dingen, die ich machen möchte. Ich hab ja sowas von gelernt, dankbar zu sein, zufrieden mit mir. Und doch – ich wars einfach nicht.

Leben und leben lassen

Erstaunlich – Ende letzter Woche war plötzlich alles weg davon. Und jetzt nach einigen Tagen des Grübelns und In-mich-gekehrt-seins fliesst plötzlich alles wieder und vieles ist klar. Ich kann die Lösung oder die Richtung der Lösung sehen und letztlich formulieren. Und dann kommt mein Lachen wieder, meine generelle Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Dieses feine Lachen im Hintergrund in meinem Inneren. Dieses leichte Strahlen. Und dann die Frage, wie konnte mich das Erlebte so runterziehen. Ich weiss doch wer ich bin, was ich erreicht hab und was ich kann. Eigentlich sollte mich daher das Erlebte ja nicht so leicht aus der Bahn werfen.

Ich hab ja gelernt, andere so zu lassen wie sie sind – mein Kredo lautet «Leben und leben lassen» – doch was wenn die anderen einem einfach nicht leben lassen wollen? Ich reagiere dann nicht souverän und direkt, sondern verhalten und es zieht mich runter. All die Stärke und positive Einstellung oder Laune geht um solche Menschen flöten. Und ich werde zu der Person, die ich nicht bin oder sein will. Und es erstaunt mich, dass ich mich so runterziehen und fertigmachen lasse und eigentlich all die Prinzipien und Werte, die mir so wichtig sind plötzlich völlig vergesse.

Lernen genau hinzuschauen

Jetzt im Nachhinein sehe ich, was mich hätte glücklich machen können und irgendwie auch gemacht hat: Zum Beispiel das Wiedersehen mit meiner Freundin – ja ich wollte sogar absagen und mich unter die Wolldecke aufs Sofa verkriechen. Und der Ruck trotzdem zu gehen, etwas Hübsches anzuziehen und mich chic zu machen, hat viele Überwindung gekostet. Und dann – es hat so gut getan sie zu sehen, fein zu essen, etwas Gutes zu trinken und auch ihre Geschichten zu hören und auszutauschen, Pläne zu schmieden und Zeit zusammen zu verbringen. Diese Freundschaft zu pflegen. Ich durfte wieder erkennen, wie wichtig Freundschaften sind und dass es eben unsere engen Freundschaften, unsere Familie, der Partner, das Kind sind, die das Leben so lebenswert machen. Und dass man genau darauf bauen sollte. Darauf basiert unser Seelenwohl. Das hat mich gerade dazu bewogen, einer anderen Freundin ein kurzes Hallo zu schreiben und zu fragen, wann wir uns sehen.

Auch die Zeit übers Wochenende mit meinem Schatz – Einkaufen, Kaffee trinken, gemeinsam Joggen gehen, die Wohnung in Herbst-Stil zu dekorieren, abends Freunde zum Znacht treffen. Zuhören, reden, lachen – sich Zeit nehmen und es geniessen. Das hat mir geholfen Abstand zu finden. Oder etwas völlig anderes zu machen – einen Golf Schnupperkurs – einige Stunden in eine andere Welt eintauchen und den Kopf mit anderen Dingen als dem drängenden, ungelösten Gedankenkarussell zu beschäftigen.

Irgendwann hatte ich dann den Plan. Den habe ich aufgeschrieben. Die Dinge, die mich beschäftigen, formuliert und dann war sie wieder da die positive Einstellung, die gute Laune, die innere Zufriedenheit. Alles war plötzlich wieder im Fluss.

Finde deine Energie und schwimm darin

Es wird viel über die Energie gesprochen, in der man selber schwimmt, lebt oder die einem Umgibt. Diese Energie scheint uns zu beeinflussen. Wenn ich also in einer negativen Energie bin oder mein Umfeld, dann zieht mich das runter. Wenn ich aber mich nicht davon beeinflussen lasse – kann mich diese negative Energie nicht runterziehen und ich evtl. andere sogar positiv beeinflussen. Doch wie grenze ich mich ab. Wie lasse ich diese Energie nicht zu? Obwohl ich die Dinge kenne, die mir guttun, um mich abzugrenzen. Auch ich hab nicht immer den Fokus. Daran muss ich noch arbeiten…

Mein Partner hat mir gestern gesagt, es sei wahnsinnig mit wie viel Freude und positiver Energie ich doch meinen Job erledige, wie freundlich ich am Telefon sei, wie hilfsbereit und gut gelaunt für jeden ein nettes Wort hätte. Das ist es was ich ausstrahlen will und ich muss mich selber an der Nase nehmen, dass die Menschen um mich – ich habe mir ja nicht alle ausgesucht – mich so runterziehen und mich partout nicht sehen wollen. Dieses Verhalten irritiert mich dermassen, dass ich selbst mit der Erledigung ganz simpler Aufgaben und der Wahrnehmung meiner Fähigkeiten durcheinandergerate und unsicher werde.

Die Frage lautet also, in welcher Energie möchte ich leben? Dieser Frage gehe ich jetzt nach.

Wenn Gedanken schweifen…

Ihr kennt bestimmt alle das Sprichwort – Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – man lernt uns ja seit klein auf, mal still zu sein, den Mund zu halten, zu schweigen. Ich muss mich ständig an der Nase nehmen, denn auch ich tendiere dazu meiner Süssen zu sagen, sie soll doch mal ruhig sein. Und ja, es gibt Momente, da ist es tatsächlich besser man schweigt. Momente, in denen es einfach nichts bringt, seinen Senf noch dazuzugeben und somit eine Diskussion anzuheizen oder nochmals zu entfachen. Ich habe gelernt zu schweigen. Als ich klein war, hab ich auch kaum was gesagt – vor allem nicht in der Schule. Und wenn ein Lehrer mich aufgefordert hat, mich zu irgendwas zu äussern, habe ich höchstens gesagt, dass ich mich nicht gemeldet hätte und dann wieder geschwiegen.

Eigentlich erstaunt es daher umso mehr, dass ich heute in der Kommunikation arbeite und somit von Berufes wegen schon viel reden sollte. Ich diskutiere und philosophiere fürs Leben gern. Ich kann das stundenlang. Hingegen sind politische Diskussionen nicht so mein Ding – wenn ich auch dazu eine sehr dezidierte Meinung habe. Aber politische Diskussionen geraten meist schnell unter die Gürtellinie und das mag ich nicht.

Wie wichtig es ist – statt zu schweigen zu reden – habe ich in den letzten Jahren immer wieder erfahren. Ich tendierte dazu eben zu wenig zu sagen, runterzuschlucken, mich rumschubsen zu lassen und dem Konflikt, der Konfrontation oder dem Problem so aus dem Weg zu gehen. Das hat dann dazu geführt, dass ich irgendwann explodiert bin und alles ungefiltert, emotional und in einem Schwall ohne Weg zurück oder nur erschwert aus mir rausgekommen ist. Aus Angst, das Gegenüber könnte mich ablehnen oder aus Angst vor den Konsequenzen bin ich still gewesen. Angst war ein zentraler Treiber. Und egal ob im Job oder privat, das war nicht gut und hat mich zum Teil fast krankgemacht. Ich bin so an Burnouts- oder Depressionen vorbeigeschrammt.

Zum Glück vorbeigeschrammt. In der Zwischenzeit habe ich gelernt meine Meinung zu sagen und nicht mehr einfach still zu sein. Ich kann es nicht mehr und es ist viel besser so. Geholfen hat mir die Erfahrung aus den letzten 5 Jahren. Der Schmerz, die Tränen, die Verzweiflung, die Ratlosigkeit, die Hilflosigkeit. Ich hatte Angst. Doch heute ist die weg. Ich bin gewachsen und stärker geworden an allem was ich durchlebt hab und ich weiss heute – ich kanns allein. Ich brauche niemanden und muss auch vor niemandem Angst haben. Und egal was kommt – ich schaffs! Diese Erkenntnis macht mich noch stärker.

Für mich und meine Bedürfnisse einstehen, meine Meinung sagen – das ist wohl meine grosse Leistung in den letzten Jahren. Und wenn mich etwas beschäftigt oder bedrückt nicht zuwarten, sondern es direkt ansprechen – egal wers ist und was passieren könnte. Puh, das kostet mich immer noch Überwindung. Aber dieses Verhalten zeigt mir, es ist der bessere Weg, als alles in mich hineinzufressen. Und der glücklichere. Denn ich ernte Verständnis. Ich erlebe, dass ich erreiche, was ich will. Dass ich so authentisch bin und ganz ich.

Mein Partner und ich reden ständig. Seit wir uns kennen, ist das Reden eine wichtige Basis unserer Beziehung. Es fasziniert und begeistert mich, wie gut wir miteinander reden können. So offen, direkt und ehrlich war noch keine meiner Beziehungen. Und egal wann und wo, wir haben uns immer etwas zu erzählen, etwas zu besprechen oder uns gemeinsam weiterzuentwickeln, wenn wir unterschiedliche Bedürfnisse oder Wünsche abstimmen, verstehen und ernstnehmen müssen. In der Beziehung zu schweigen, wenns mal nicht so läuft, oder wenn latent etwas in der Luft liegt, geht bei mir gar nicht mehr. Und ich kann nicht anders als es ansprechen. Und auch wenn es mich auch Überwindung kostet, diese Harmonie und Entspannung, die sich nach einem Gespräch ausbreiten, ist unglaublich wertvoll.

Bereit für einen gemütlichen Abend

Am Samstag war es wieder mal Zeit für eine weitere tolle Essenseinladung. Ich habe unsere Gäste mit einem sommerlich-provenzalischen Menü verwöhnt. Und so fein es war, so einfach und schnell lässt es sich zubereiten. Mir ist es immer wichtig, Zeit für meine Gäste zu haben, nicht noch stundenlang in der Küche oder beim Abwasch zu stehen, während sie am Tisch sitzen und reden. Ich möchte dann gerne bei ihnen am Tisch sitzen. Deshalb bereite ich nachmittags immer alles soweit wie möglich vor, damit die Küchenzeit am Abend möglichst kurz ist.

Und wie so oft ist auch beim Kochen die gute Planung und Vorbereitung das halbe Leben. Ich bereite mich schon rund eine Woche vor dem Anlass darauf vor. Schmökern in Kochbüchern, Kochheften oder Online-Rezepten gehören sozusagen zu meinem Hobby und Ideen begleiten mich drum ständig etwas. Ich stelle etwa eine Woche vor dem Anlass das Menü zusammen, suche nach Rezepten, verfeinere Rezepte oder integriere meine Ideen. Dann kaufe ich meist am Vortag frische, lokale Produkte ein. Zur genauen Zeitplanung hilft mir, dass ich die Rezepte genau studiere, damit ich etwa weiss, wie viel Zeit ich einplanen muss, wie schwierig die Zubereitung ist und welche Gerichte ich wann zubereite. So hat sich die Zubereitungszeit für das Menü vom Wochenende auf 2.5 Stunden beschränkt.

Mein Schatz ist beeindruckt, wie ich da wie ein emsiges Bienchen, Schritt für Schritt aus einem grossen Berg Zutaten die einzelnen Gerichte zubereite und dies still für mich, ganz vertieft in die Arbeit. Für mich ist Kochen wie Yoga oder Meditation. Ich kann darin völlig aufgehen. Die Handgriffe sitzen und mit Geduld, Freude und Ausdauer stört es mich daher nie stundenlang in der Küche zu stehen. Ich habe einfach unglaublich grosse Freude dabei. Und wenn es dann allen noch schmeckt und wir uns gut unterhalten, dazu ein feines Glas Wein trinken, dann bin ich einfach sehr happy- meist noch Tage danach. Ich liebe es und je länger je mehr wünsche ich mir, in gezielter Regelmässigkeit Rezepte auszuprobieren, Menüs zu kochen und Gäste zu bewirten. Wie hat doch Aristoteles gesagt: das höchste Glück ist im Tun. Und so happy wie ich bin, ist es unbeschreiblich.

Das sommerlich-provenzalische Menü sah so aus:

Apéro mit Oliven & Flammkuchen-Schnecken dazu Prosecco

Peperoni-Tonnato mit Nussbrot

Thymian-Schweinefilet aus dem Ofen mit Ratatouille und neuen Kartoffeln

Marinierte Aprikosen mit Mascarpone-Haube

Apéro

Flammkuchen-Schnecken (vier Personen)

1 Flammkuchenteig

Wenig Crème Fraiche bestreichen

2 kleine rote Schalotten in feinen Streifen verteilen

1 Päckchen Speckwürfel verteilen

Denn Flammkuchen aufrollen und dann in 1 cm breite Rädchen schneiden.

Backen bei 200°C, Ober- / Unterhitze

Noch warm servieren

Vorspeise

Peperoni-Tonnato (vier Personen)

4 rote Peperoni halbieren, kerne entfernen, mit Schnittfläche nach unten bei 250° C backen bis sich dunkle Blasen bilden

Für das Tonnato

1 Dose Thon, abgetropft

2 Sardellen-Filet, abgespühlt, getrocknet in groben Stücken

1 EL Kapern

1 EL Zitronensaft

2 EL Olivenöl

0.5 dl Gemüsebouillon

Salz und Pfeffer

Alle Zutaten fein pürieren

Peperoni häuten, in 2cm breite Streifen schneiden, auf Platte verteilen, Tonnato darüber verteilen, mit Schnittlauch dekorieren. Dazu Baguette oder Nussbrot servieren

Hauptgang

Thymian-Schweine-Filet

Klarsichtfolie

Roh-Essspeck

600 gr. Schweine-Filet

Salz und Pfeffer

1.5 Bund Thymian

Blätter fein hacken und auf ein Stück Klarsichtfolie verteilen. Filet drauflegen und Thymian gut andrücken. Roh-Essspeck ums Filet wickeln und mit Küchenschnur anbinden und in eine feuerfeste Form legen. Dann 20 Minuten bei 200°C, Unter- & Oberhitze, backen, Temperatur erhöhen auf Grill-Funktion grossflächig, ca. 5 Minuten braten.

Ratatouille

1 Mittlere Zucchetti

2 Auberginen

2 farbige Peperoni                               

Alles in mittelgrosse Stücke schneiden

2 kleine Zwiebeln fein hacken

2 Knoblauch fein hacken

Rosmarin fein hacken

1-2 EL Tomatenpüree

1 dl Gemüsebouillon

Salz und Pfeffer

Zwiebeln und Knoblauch andämpfen, Gemüse dazugeben und stark andämpfen, Rosmarin und Tomatenpüree beigeben, ablöschen mit Gemüsebouillon, 20-25 Minuten, zugedeckt bei mittlerer Hitze kochen, Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Gedämpfte neue Kartoffeln dazu servieren

Dessert

Marinierte Aprikosen mit Mascarpone-Haube (vier Personen)

500 gr. Aprikosen, entsteint halbiert

75 gr. Rohzucker

1 TL Vanillepaste

Alles mischen und 30 min marinieren

250 gr. Mascarpone

200 gr. Magerquark

1.5 dl Halbrahm geschlagen

50 gr. Rohzucker

1 TL Vanillepaste

Alles verrühren und kühl stellen.

20 gr. Butter in Bratpfanne erwärmen, Aprikosen 3-4 Minuten anbraten 1 dl Dessertwein dazu giessen, kurz kräftig aufkochen 2 EL Pistazien beigeben, etwas auskühlen lassen.

Lauwarm in Gläser oder Dessertschalen füllen, Mascarpone-Creme darauf verteilen.

Das Dessert lässt sich im Herbst auch wunderbar mit Zwetschgen zubereiten oder im Winter mit Mandarinen oder Orangen.

Ich wünsche viel Freude beim nachkochen und selber experimentieren. PS. Für die Weinberatung ist mein Schatz zuständig.

Der malerische Hafen von Torri

Ich habe so eine Bucket- oder Wunschliste von Orten, die ich einmal sehen möchte und Dingen, die einmal machen möchte.

Einmal an den Gardasee fahren, war schon länger der Plan. Überhaupt Italien bereisen und mehr vom Dolce Vita kennenlernen. Mit dem Zug kommt man in Italien zwar sehr weit, aber es gibt Orte oder Gegenden, die bereist man besser mit dem Auto. Und alleine stundenlang im Auto sitzen, finde ich irgendwie nicht so toll, deshalb musste der Gardasee warten. Einzig Verona hatte ich schon mal gebucht und dann wieder abgesagt, das Bauchgefühl hat irgendwie nicht gestimmt damals. Letztes Jahr bin ich dann endlich in diese Gegend gekommen – unsere ersten Pärchen-Ferien haben wir über den 1. August dort verbracht mit dem Höhepunkt Aida in der Arena in Verona. Richtig, das stand auch auf der Liste!

Über den 1. August verreise ich gerne einige Tage – um meine Sommerferien zu verlängern, so war ich schon in Lissabon oder eben letztes Jahr am Gardasee und in Verona.

Während der Gardasee vor allem im Norden für Wandertouren und Mountainbike-Trails bekannt und im Süden mit Freizeitparks auftrumpft, gibt es auch die weniger Massentouristen-Orte. Genau das wollte ich sehen.

Die Burg von Torri

Wie letztes Jahr haben wir wieder im Hotel Lido in Torri del Benaco übernachtet. Das Hotel liegt gleich an der Fähranlegestelle und man hat einen tollen Blick auf den See und das Dorf. Es hat viele Restaurants an der Seepromenade, einige kleine öffentliche Strände und Einkaufsmöglichkeiten. Alles ist noch ruhiger und beschaulicher als im Nachbarsdorf Garda. Dort wimmelt es vor allem am Freitag, dem Markttag von Autos und Menschen und ein Durchkommen ist fast unmöglich.

Garda

Wir haben letztes Jahr die Gegend noch erkundet und sind mal halb um den See gefahren, auch ins bekanntere Sirmione. Wurden aber eher enttäuscht vom Tourismus und den vielen Leuten und Autos. Wir mögens lieber ruhig und schätzen es, wenn wir mit Einheimischen in Kontakt kommen und nicht von der Schwemme an Touristen mitgesogen werden.

Klein aber fein – in einer Seitengasse ganz unscheinbar gibts wunderbaren Wein und Bresola-Flammkuchen statt Chips.

Für uns ist es am Gardasee einfach zum Geniessen und Erholen. Abends in den Apéro und dann fein essen. Gemütlich die Stunden zu zweit verbringen, ohne grosses Programm. Und so sind wir auch ganz früh morgens schon auf unseren Abstecher nach Garda an den Markt und haben den Rest des Tages im Hotel rsp. in Torri verbracht.

In der Umgebung gibt es natürlich viele Dinge zu entdecken und Verona ist nicht weit weg und lässt sich wunderbar kombinieren. Wer einmal in der Arena eine Oper schauen möchte, sollte dies unbedingt tun. Wir haben Aida geschaut. Bei 30 Grad nachts um 10 eher ungewohnt und doch herrlich. Aber die Aufführung, das Bühnenbild, die Musik und die Choreographie waren unglaublich eindrücklich. Und wir erzählen immer noch mit Begeisterung davon. Die Aufführung war lang und wahnsinnig farbig und schön. Wir werden bestimmt mal wieder dorthin fahren.

Wir erweitern unsere Wohnung von Frühling bis Herbst, sobald es warm wird und solange es warm bleibt um unser 5. Zimmer – unseren Garten. Jedes Jahr pflanzen wir in unzähligen Töpfen Gemüse an, hegen und pflegen es, geben jeden Tag Wasser und verwerten das Gemüse dann in unzähligen feinen Gerichten. Wir lieben es abends länger draussen zu sitzen, zu reden, lachen, spielen. Ein gutes Glas Wein zu trinken und was Leichtes vom Grill zu essen. So sehen unsere Sommerabende aus.

Ich wollte immer einen gemütlichen Gartenbereich, der zum Verweilen und Draussen sitzen einlädt. In meinem Garten und Sitzplatz habe ich relativ viel Umschwung und Platz. Der Sitzplatz erstreckt sich über die ganze Länge der Wohnung und hat sowohl einen beschatteten Bereich unter dem oberen Balkon, wie auch eine Fläche die stark und bis zum Sonnenuntergang besonnt ist. Den vielen Platz habe ich nun in verschiedene Bereiche eingeteilt und mein Wunsch war, auch verschiedene Pflanzen und Gemüse zu ziehen. Unter der Überdachung habe ich neben einem Esstisch auch neu eine coole und gemütliche Lounge. Und auf der besonnten Seite steht ein kleiner Bistrotisch mit zwei Stühlen. Ich liebe es morgens früh, dort kurz zu sitzen und in der Morgenfrische den Tag zu starten. Einige schöne Solarlampen erhellen am Abend den Garten.

Letztes Jahr habe ich ausserdem einen massgefertigten Aluminium-Trog bestellt, um den Bereich vor der Trennwand zum Nachbarn schöner zu gestalten. Nun steht dort also ein gut 3 Meter langer Trog mit einem Apfel- und einem Quitten-Baum drin. Bin gespannt, wie viele Äpfel und Quitten ich dieses Jahr ernten darf. Unter den Bäumchen können wir nun Gemüse, Kräuter oder Blumen pflanzen. Die sonnige, windgeschützte Lage eignet sich gut für Tomaten. Ausserdem haben wir dieses Jahr in diesem Trog Kohlrabi, Salat und Kräuter gepflanzt. In sechs Töpfen wird’s zusätzlich noch Auberginen, Zucchetti und Gurken geben. Dafür sind wir extra in die Gärtnerei gefahren und haben uns beraten lassen. Es gibt schon viele Pflanzen, die für Töpfe geeignet sind und speziell dafür gezüchtet wurden. Somit eignet sich so ein Topf-Garten auch für den Balkon. Für meine Süsse ist es auch ein Erlebnis zusammen mit mir zu gärtnern, dem Gemüse beim Wachsen zuzuschauen und es dann beim gemeinsamen Kochen zu verarbeiten oder ganz einfach, zu pflücken und zu essen. Sie liebt es den Pflanzen Wasser zu geben und dabei noch ihre eigenen Wasserplansch-Spiele zu machen. Und kaum ist es warm, zieht sie ihre Badehose an und nutz den Rasensprenger für ne Abkühlung.

Und seit ich einen persönlichen Gärtner habe, ist der Rasen viel schöner, meine Pflänzchen gedeihen prächtig und abends sitzen wir am Tisch, essen ein feines Znacht, trinken ein gutes Glas Wein oder machen es uns gemütlich auf der Lounge. Mein 5. Zimmer ist jetzt fast perfekt. Es fehlen noch einige Deko-Elemente, um das Sommerfeeling zu Hause zu perfektionieren. Wohl fühlen tun wir uns alle schon und wir freuen uns auf den Sommer zu Hause – wenn das Wetter stimmt.

Massgefertigter Pflanztrog aus Aluminium: Rohner AG in Teufen AR