Nizza

Herbstfarben

Gerade läuft wieder viel bei mir. Eine gute Phase für mich, denn nach dem ich im September gefühlt keine kleinen Glücksmomente im Alltag gesehen hab, bin ich grad echt entspannt und sehr zufrieden im Hier und Jetzt. Die vielen kleinen Dinge sind es, die mich grad sehr glücklich machen. Der Kurztrip nach Nyon zu meinem Arbeitgeber, das verlängerte Weekend in meinem geliebten Nizza oder das VIP-Feeling in Mailand. Aber auch die Herbstfärbung der Bäume, die Rückkehr meiner Süssen nach den Ferien und ihre unbändige Energie oder die Verbundenheit mit meinem Schatz. Es läuft gerade wieder viel und es ist einfach wunderbar. Ich spüre so viel positive Energie und das macht mich total happy.

Stippvisite in der Romandie

Genferseeregion mit Weinbergen

Letzte Woche war ich beruflich in Nyon. Ich durfte für meinen Arbeitgeber eine Pressekonferenz organisieren und hab zum ersten Mal auch die Büros dort gesehen. Die Reise von mir nach Nyon ist ja eine halbe Weltreise – vor allem mit dem Zug, bereits um 5.15 hätte ich auf den Bus gehen müssen. Also habe ich mich entschieden bei meinem Schatz in Zofingen zu übernachten. An sich ja nichts Spezielles – aber ich hab alleine dort den Abend verbracht und dort geschlafen – er jettet grad auch um die Welt. Dies brachte mir 1.25 h mehr Zeit zum Schlafen. Dennoch musste ich um 6.32 Uhr den Zug Richtung Genf nehmen. Und trotz der frühen Morgenstunde, war ich voll motiviert, positiv und hab mich einfach auf den Tag gefreut. Die Fahrt nach Nyon entlang des Genfersees ist ja schon ein Highlight und ich hab mir fest vorgenommen mal einen City-Gourmet-Trip nach Lausanne zu machen inkl. dieser tollen Zugfahrt dorthin.

Meine Ode auf Nizza endet auch hier nicht

Leuchtturm und Hafen

Bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr sind wir losgefahren, um ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. Und es ist unglaublich – aber die Entspannung hat sich sofort eingestellt. Nichts mehr tun. Abschalten. Geniessen. Wir haben auf dem Balkon ein kleines Zvieri gemacht, gelesen und die warme Sonne genossen. Und wir haben viel geschlafen – alle aufgeladene Energie war weg – keine Termine und schwupps wirst du einfach müde und der Körper nimmt sich was er braucht. Erholung pur ohne viel zu tun. Ganz herrlich. Abends sind wir draussen gesessen, haben Apéro getrunken, Moules et Frites gegessen in unserem Lieblingsrestaurant La Mama oder irgendwo sonst in einem unserer bevorzugten Restaurants.

Als VIP an der Piazza di tre Torri

Milano – Piazza dei tre Torri

Mein nächster Stopp war dann Milano – nicht wegen der Fashion, sondern wegen meines Jobs. Ich durfte den Hauptsitz meines Arbeitgebers besuchen. Was für ein Highlight. Ich hab mich gefühlt eine very important Person, die für eine very important Firma arbeitet – die Menschen, die dort arbeiten sind einfach nur stolz, das zu dürfen. Es war mega inspirierend. Und hat mich auch voll happy gemacht. Von Mailand hab ich wenig gesehen – aber die Gegend um die Piazza Tre Torri ist modern und sehr beeindruckend. Ich habe 1.5 tolle Tage in Mailand verbracht mit meiner Arbeitskollegin und viele neue Kollegen kennengelernt. Der Austausch war ja so spannend und hat meine Stimmung zusätzlich gehoben. Ausserdem hatten wir auf der Heimfahrt – zum ersten Mal bin ich regulär durch den neuen Gotthard-Tunnel gefahren – einfach viel Zeit, um uns besser kennenzulernen und uns auszutauschen.

Eine Million schöner kleiner Dinge – #onemillionlittlethings

Meine Stimmung hebt sich im Moment nur schon, wenn ich in die Natur schaue – die Blätter färben sich nun langsam und die satten orange und rot Töne lassen mein Herz höherschlagen. So habe ich meine Jogging-Runde verlängert, um Zeit zu haben die Farben einzufangen und am Mittag bin ich extra nach draussen gegangen, um die Sonne zu geniessen und die farbigen Laubbäume zu fotografieren. Was zählt sind die kleinen Dinge – die Augen offen zu halten für die Schönheit der Natur, den Moment wahrzunehmen und ihn zu geniessen. Ich fühle mich im Moment sehr geerdet und verbunden mit mir. Dies wirkt sich auch auf meine Umgebung aus. Mit meinem Schatz fühle ich diese Tiefe ebenfalls und auch die Flausen meiner Süssen, die nach den Herbstferien wieder zu Hause ist, bringen mich eher zum Lachen und Schmunzeln. Die vielen kleinen Dinge im Alltag machen das Leben so einzigartig und darüber bin ich grad einfach dankbar. Dankbar für alles was mir grad geschenkt wird.

Entspannen an der Promenade des Anglais

Im August war ich noch voll im Ferienmodus – gestartet sind wir in den Monat mit den Tagen am Gardasee. Nochmals Zweisamkeit, entspannen, erholsame Tage im schönen Italien mit feinem Essen und gutem Wein. Im Büro ging es gemächlich zu – Ferienstimmung und meine Süsse war noch beim Papa. Und beendet haben wir den Monat und wohl den Sommer mit 2 Tagen am Meer in Nizza. Ein Kraft-Tank-Energie-Auflade-Wochenende in meinem 2. Zuhause. Wir waren an der Promenade des Anglais am Castel Plage – einem Privat-Strand vor allem bei Schwulen beliebt und haben einfach nichts getan. Gelesen, gebadet, geredet, gesünnelet und genossen. Es war perfekt. 2 Tage Sommer, Sonne, Meer – mehr brauch ich nicht. Abends sind wir in unser Lieblingsrestaurant und haben Moules et Frites gegessen. Und am Sonntag sind wir nach dem Aufstehen nach Villefranche gejoggt. Erst abends sind wir wieder heimgefahren. Das Wochenende war wunderbar erholsam.

Mitte August ging die 2. Klasse los und meine Süsse war recht aufgeregt. Aber sie ist toll gestartet. Halt schon ne Grosse. Die Abläufe sind jetzt bekannt, die Klassenkameradinnen und –kameraden kennt sie und sie läuft wieder mit den Nachbarsmädchen in die Schule. Halleluja und bin ich dankbar. Ich begleite sie nur noch kurz nach draussen – sage Tschüss und sie marschiert los. Ich bin schon sehr stolz auf meine Süsse. Und ich hoffe, dass sie sich weiter so entwickelt.

Gute Vorsätze bis Ende Jahr

Ich habe einiges neu angefangen, zusammen mit dem neuen Schuljahr. So habe ich mir vorgenommen wieder mehr Sport und Fitness zu machen und auch mit dem monatlichen MBSR-Training begonnen. Dieser Moment der Ruhe mit Meditation, Gedanken und Yoga hat mir im August geholfen mich ganz auf den Augenblick zu fokussieren. Einfach mal eine Stunde praktisch ohne Gedanken nur für mich. Zeit für keine Gedanken. Zeit einfach am Körper zu arbeiten, hineinzuhören wie es gerade ist und zu spüren, dass es eben gerade gut ist. Ich freue mich bereits auf den nächsten MBSR-Moment. Im Alltag mache ich seit 4 Wochen neu Pilates. Auch dort erstaunt mich im Moment noch, dass ich eine Stunde lang Körperarbeit machen kann ohne gross zu denken oder abzuschweifen und ich spüre bereits wie gut mir diese Bewegungen tun. Wie ich sicherer, stärker und stabiler im Rumpf werde. Gleichzeitig habe ich mein Jogging-Programm intensiviert und gehe nun 2-3 Mal die Woche meine Runden drehen in der Reussebene. Ich habe dies jetzt 4 Wochen durchgezogen und bereits stellt sich eine schöne Routine ein und mein körperliches Wohlbefinden ist gestiegen.

Wenn man versteht wie man sich verhält, kann man entsprechend lenken und dirigieren.

Nach den Sommerferien sind nun alle wieder zurück bei der Arbeit – erholt und voller Energie. Bei meiner Arbeit merkt man auch, dass alle wieder mit Volldampf das 2. Halbjahr in Angriff nehmen. Und ich muss mir im Arbeitsumfeld noch einige strategische Gedanken machen, wie ich mich selber positioniere und wohin ich in den nächsten 6 Monaten noch gehen rsp. welche Prioritäten ich setzen möchte. Ich lerne beständig – wie ich mich in der Organisation orientiere, welche Vorgaben nun mal im Grossunternehmen vorgegeben sind, wie ich mich da einbringen oder dort zurücknehmen kann. Es waren Monate der Eingewöhnung seit April. Die groben Rahmenbedingungen stimmen für mich als Mami. Homeoffice und das 80%-Pensum sind mir wichtig, damit ich genügend Zeit für meine Süsse habe und doch eine Tätigkeit in der ich gefordert und gefördert werde. Grundlegend habe ich mir in den letzten Tagen aber Überlegungen zu meinem Verhaltensstil und dem von anderen gemacht. Wer bin ich im Beruf, wer bin ich privat? Nur allein diese Erkenntnis bestätigt auch meine Sicht von mir – über die Adjektive, wer ich denn bin – habe ich hier schon einige Male geschrieben. Zusammengefasst zeigen die Adjektive meinen Verhaltensstil. Ich weiss jetzt, weshalb ich mich wann wie einbringe oder weshalb ich wann wie reagiere. Und das konnte bereits erfolgreich umsetzen – wenn man versteht wie man ist, kann man sich entsprechend einbringen und lenkend in die richtige Richtung dirigieren. Geholfen bei meiner Selbsterkenntnis hat mir mein Schatz und ein Buch, das er mir freundlicher weise geschenkt hat.

Es darf auch leicht sein

Im Moment läuft es gerade sehr ruhig. Sozusagen im Westen nichts Neues – und wenn alles so im Fluss ist, fehlen einem manchmal etwas die Worte. Alles ist im Fluss – keine gröberen Probleme im Job, kein Streit wegen der Betreuung oder der Scheidung – die ist ja durch. Kein Stress sonst wo, die Beziehung ist im Fluss, wir verbringen schöne Momente zusammen, aber auch mit vielen Freunden und Bekannten. Wir sind offen und knüpfen schnell Kontakte. Ja, wir fühlen uns wohl zusammen. Und das sich wohl fühlen, trifft auch auf mich alleine zu. Ich fühle mich wohl, geerdet, ruhig, bei mir und reagiere gelassener auf Dinge, die mich vor einigen Monaten noch völlig aus der Bahn geworfen hätten. Ich weiss wer ich bin, ich kenne meine Grenzen, habe eine klare Meinung und vertrete diese. Das gibt mir ein Gefühl der Stärke ohne zu kämpfen. Ich bin bei mir. Ja, es ist gerade leicht. Und es darf leicht sein. Nach Jahren, die gespickt waren mit Problemen, Schmerz und Tränen, ist dieses Gefühl der Leichtigkeit, des Angekommen seins und des inneren Friedens – wunderschön und gleichzeitig nicht fassbar.

Wir haben wieder unsere Koffer gepackt und sind Anfang Juli für 2 Wochen in die Ferien gefahren. Wieder führte uns unsere Reise nach Nizza in unsere liebgewonnene kleine Wohnung mit dem Traumblick auf den Hafen und das Meer. Für uns also nichts Neues, doch diesmal sind wir mit meinem Schatz zu dritt gewesen. Und trotz aller Vorfreude, wie so die ersten Ferien als Paar sind und dann noch als Familie, tja, das weiss man nicht wirklich im Voraus.

Um dem Stau und Verkehr etwas aus dem Weg zu gehen, haben wir beschlossen in den frühen Morgenstunden loszufahren. Geplant war 4 Uhr. Letztlich waren wir bereits um 3 Uhr unterwegs, da wir vor lauter Aufregung und Vorfreude nicht schlafen konnten – weshalb also wälzend im Bett liegen, wenn die Strasse ruft! Ohne Verkehr und vor der grossen Hitze, haben wir das Mittagessen bereits in Nizza einnehmen können.

Die Tage waren harmonisch, unkompliziert, friedlich. Wir waren im Flow und jeder von uns ist auf seine Kosten gekommen. Wir haben viel gebadet im Pool, sind rumgewandert in Nizza, haben neue Orte, Quartiere, Restaurants und Museen entdeckt. Es war perfekt und trotzdem so normal und unspektakulär. Wir haben Freundschaften geschlossen – wir grossen und die kleine.

Highlight der Gare du Sud

In Nizza gibt es seit Mai den Gare du Sud ein Foodmarkt im ehemaligen Gare de la Provence. Die Idee und das Konzept sind toll. An zig verschiedenen Ständen kann man, wie z.B. auch in Lissabon, sich nach Lust und Laune den Bauch füllen. Es gibt alles was das Herz begehrt. An zwei grosszügigen Bars gibt’s eine grosse Getränkeauswahl. Das alles inmitten der Stadt in einem Quartier, das vorher sicher nicht ganz so touristisch war. Uns hat es voll gut gefallen, dass wir gleich mehrmals dort gelandet sind. Auf alle Fälle ein Highlight in Nizza.

Kloster Cimiez und der Park

Ein Besuch des Quartiers Cimiez mit dem Kloster aus dem 12. Jahrhundert ist auch überaus lohnenswert. Neben dem hübschen Kloster, in welchem immer noch 7 Franziskanermönche leben, gibt’s einen grossen Klostergarten, der einem den Blick über die Stadt, den Chateau-Hügel und das Meer frei lässt.

Nizza und seine Museen – hier Matisse

Gleich angrenzend befindet sich das Musée Matisse. Und mit dem Ticket – welches 24 h gültig ist, haben wir nicht nur Matisse angeschaut, sondern auch noch das Archäologische Museum in Cimiez, die Palais Lascaris in der Altstadt und das MOMAC. Somit habe ich Museen gesehen, für 10 Euro, welche ich sonst nie besucht hätte. Aber ich kann dieses Ticket nur empfehlen.

Lavendelfelder bei Sault

Und weil es uns so gefallen hat, nach unserer tollen Reise in die Provence vom letzten Jahr, sind wir dieses Mal für 1 Nacht nach Roussillon gefahren und haben neben dem Okker-Garten auch die Abtei Notre-Dame de la Sénanque und Sault und die Lavendel-Felder besucht. Wir haben wieder im selben Hotel – dem Maison d’Ocre übernachtet und im selben Restaurant Znacht gegessen. Die Kellnerin konnte sich sogar noch daran erinnern, dass meine Süsse eine riesige Lasagne gegessen hat. Was sie auch dieses Jahr wieder tat. Über unsere erste Reise in die Provence und die Lavendelfelder inkl. der Tour mit Hotel-Tipps, berichte ich hier.

Abtei Notre-Dame de la Sénanque

Es darf auch leicht sein

Mir wurde auf dieser Reise oder in diesen Sommerferien bewusst, wie viel ich bisher allein gestemmt habe. Mit meiner Süssen letztes Jahr alleine in die Provence fahren und zurück, jeden Tag schauen, dass sie auch auf ihre Kosten kommt, ohne dass mir Schwimmhäute wachsen oder ich eine Erkältung einfange, vom stundenlangen im Wasser stehen und mit ihr schwimmen üben. Schauen, dass es ihr gut geht, Spass macht und auch ich es geniessen, mal Abstand gewinnen kann, vielleicht mal auswärts essen oder einen Apéro trinken. Bisher bin ich Abends nicht so weg mit ihr, wenn wir in Nizza waren. Auch Kontakte habe ich somit nicht so viele geknüpft oder eher im Zusammenhang mit meiner Süssen. Aber in diesem Jahr war alles leicht. Die Reise an sich, das Einkaufen, Kochen, Putzen, Organisieren. Abends öfter weg und Apéro trinken, fein essen gehen, auch mal Zeit haben, um ein Buch lesen. Ich wurde überall getragen und unterstützt. Ja, wir haben sogar Einheimische kennengelernt und meine Süsse hat Freundschaften mit drei kleinen Schweizerinnen geschlossen und die Mamas grad dazu. All dies konnte ich nur, weil jemand da war, der mir etwas abgenommen hat von all dem was ich gestemmt hab. Und ich muss auch ehrlich zugeben, das finde ich nicht selbstverständlich. So eng zu sein, eine Familie zu werden. In der heutigen schnelllebigen Zeit ist das noch wertvoller, wieder jemanden zu finden, der bereit ist, sich mit Haut und Haar, kopfüber ins Abenteuer Familie und Beziehung zu stürzen. Das macht daher diese Ferien und die gemeinsame Zeit, die wir zu dritt erlebt haben, so kostbar und wertvoll. Und das Gefühl und dass alles auch Leicht sein darf und ist, ist unbeschreiblich.

Nizza vom Mont Boron

Nizza mon Amour! Ich liebe Nizza. Nizza ist meine 2. Heimat, mein Kraftort. In Nizza kann ich mich erholen, sein, geniessen, mich entspannen, Neues entdecken, Alltägliches machen und einfach Glücksmomente verbringen. Nizza ist in meinem Leben seit meinen Teenager-Tagen. Und es ist seit mehr als 20 Jahren immer traumhaft wieder nach Nizza zu fahren und Ferien, ein verlängertes Wochenende oder einen kurzen Moment hier zu verbringen. Ich werde in meinem Leben nie genug von Nizza bekommen. Und selbst die immer selbe Aussicht vom Balkon der kleinen Wohnung am Mont Boron mit dem unvergleichlichen Ausblick auf das Meer, den Hafen, den Chateau-Hügel und die Promenade d’Anglais beglückt mich jedes Mal aufs Neue! Ich bin ein Glückspilz, dass ich Nizza nun seit fast 7 Jahren auch mit meiner Tochter geniessen darf. Sie liebt es genauso wie ich im Pool baden zu können, Crèpe zu essen, auf dem 100jährigen Karrussell die Runden zu drehen – Nizza geht absolut kindergerecht.

Die immer gleiche zauberhafte Aussicht!

Nizza hat sein Gesicht mit meinem Erwachsenwerden und mit meinem Leben verändert. Früher hab ich mit Freundinnen Ferien dort verbracht, morgens für unsere Uni-Prüfungen gelernt, abends sind wir in die Altstadt zum Znacht und Ausgang. Ich war verliebt die Sprache, das Essen, das Lebensgefühl, das Meer, die Sonne und die Stadt an sich und verliebe mich immer wieder neu in Nizza. Ich bin mit meinen Freunden nach Nizza in die Ferien und nun verbringe ich Ferien mit meiner Tochter dort oder entdecke viele neue Restaurants, Bars oder Orte an der Côte mit meinem Schatz. Gerade in der überteuerten Sommerferienzeit ist die Wohnung mit Pool, Meer, Stadt und einem grossen Familienangebot perfekt für Familienferien. Gut und günstig, wie das zweite Zuhause!

Nice mon amour!

Wir erkunden neben unseren Lieblingsorten in und um Nizza auch immer die Küste, wenn wir dort sind und ich geniesse es im Moment sehr, auch immer mal ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. So war ich im November letzten Jahres dort, an Silvester und bereits im Februar wieder. Winter in Nizza ist mild, sonnig. Herrlich! Am 1. Januar bei 18 Grad in der Sonne zu sitzen und das Jahr mit Prosecco einzuläuten. Puh! Es geht kaum besser! Oder im Februar die Ruhe zu geniessen, wenn die Touristen noch weit weg sind und man sich Zeit nehmen kann, in Ruhe durch die Altstadt zu spazieren oder Orte zu besuchen, die sonst völlig überfüllt sind. So sind wir in die Fondation Maeght in St. Paul de Vence gegangen. Diese Privatsammlung beeindruckt mit Giacometti, Mathys, Kandinsky. Leider gibts im Sommer kein Durchkommen! Auch St. Paul de Vence gehört zu unseren Lieblingsorten. Bevorzugt fahren wir mit dem Bus von Nizza dorthin, das ist entspannt und man muss sich weder um einen begrenzten Parkplatz sorgen, noch nach dem Weg suchen. Jetzt kann man die Gassen für einmal ohne Touristenmassen fotografieren. In der Ruhe lässt sich die Idylle noch viel besser aufsaugen und man verliebt sich auch in den Winnter an der Côte!

Die legendäre Promenade des Anglais

Gerade habe ich Nizza im Frühling wieder erlebt. Den Frühling, den man von früher kennt. Gemässigtes, stabiles, sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Das Klima hat sich auch stark verändert in den letzten 20 Jahren. Das Wetter ist nicht mehr von März bis Oktober stabil, sondern es regnet oft, teilweise Wochenweise, wie letztes Jahr und auch im Sommer gibt’s Gewitter und Regenfälle, die es früher nie gab. Zum Regenprogramm gibt´s natürlich auch Tipps. Aber ganz ehrlich, bei Regen kriege ich den Koller!

Wir sind eben 3 Tage in Nizza gewesen. Und haben Orte besucht, die noch in der Stille lagen. Wie St. Jean Cap Ferrat mit der Halbinsel, die sich wunderbar umwandern lässt. Ein Naturparadies mit der wilden Küste, dem rauen Meer, den Düften und den unglaublichen Farben. Im Sommer kann man sich hier zu Fuss kaum fortbewegen, weils zu voll und zu heiss ist. Aber jetzt ist es herrlich gewesen. Oder Eze Village. Das kleine Dorf klammert sich an den Felsvorsprung. Im Sommer streiten sich alle um den letzten Platz im Restaurant oder den letzten Parkplatz. Jetzt wars einfach wunderschön.

Im Moment entdecke ich die Côte gerade neu. Nizza und seine Winkel, Pärke, Aussichtspunkte. Nizza mit den vielen Bars & Restaurants, dem feinen Essen, guten Wein. Hier mal ein Apéro, dort eine Portion Moules et Frites. Hmmm, ich gehöre hier her, ich liebe es hier zu sein und werde auch in Zukunft nie genug davon kriegen. Und ich freue mich bereits auf die immer gleiche Aussicht, auf die immer selben Ausflüge und Spaziergänge. Aufsaugen. Abschalten. Sein und Geniessen.

Jedes Jahr im Januar überkommt mich die Sehnsucht nach meinen Ballerinas. Ich träume dann davon, wie ich in Jeans, Ballerinas, leichtem Pulli und Sonnenbrille durch Nizza spaziere und die wärmende Sonne im Gesicht spüre, den Frühling einatmen darf. Meistens habe ich im Januar bereits genug vom Winter und kanns kaum erwarten, bis der Frühling kommt. Diese schmuddlige Zeit nach dem Jahreswechsel, wos noch so dunkel ist, regnerisch und kalt, mag ich gar nicht. Meistens liegt ja nicht mal Schnee bei uns und wenn, dann ist nach dem Chaos auf den Strassen nach zwei Tagen alles wieder vorbei. Auch fehlt mir die Sonne und das trübt alles meine Stimmung.

In diesem Jahr ist zwar das Ballerina-Fieber nicht so gross, wahrscheinlich weil ich bereits an Silvester/Neujahr an der Sonne in Nizza war, aber auch jetzt stehen bereits wieder Tulpen auf dem Esstisch und das Reisefieber in wärmere Gegenden hat mich auch bereits gepackt. Ich bin grad wild im Internet auf der Suche nach günstigen Schnäppchen und hab die Frühlingsferien und Sommerferien schon ziemlich gut verplant. Mich würde gerade der Süden reizen, auf Skiferien hab ich nicht so gross Lust und ist mir gerade auch zu teuer. Ich bin auch fündig geworden, um vorläufig meinen Hunger nach Sonne und Meer zu stillen.

Nice mon amour!

In den Sportferien werden meine Tochter und ich wieder mal nach Nizza fliegen zu einem Schnäppchen-Super-Preis – wer geht schon im Februar nach Nizza!!! Das mag zwar nicht so spannend sein, aber für mich ists und bleibts ein Heimkommen. Und es wird mit rund 15 – 18°C auch angenehmes Ballerina-Wetter haben! Wir werden es dann so richtig geniessen zusammen – gemeinsame Ferien sind unser Kraft-Ort. Wir können viel und intensiv Zeit miteinander verbringen, kuscheln, wann immer wir möchten, spielen, reden, singen und tanzen. Fein essen gehen oder unseren obligaten Spaziergang zum 100jährigen Karussell machen.

Und weil wir seit meine Tochter 3 Monate alt ist mehrmals pro Jahr nach Nizza fahren, müssen wir nichts und dürfen alles – vorallem aber geniessen wir die gemeinsame Zeit.

Lavendelfelder soweit das Auge reicht, Sonnenblumen, die die Köpfe in die Sonne recken, die flimmernde Hitze, die zerklüftete Gorges du Verdun, den hellblauen Lac de Sainte-Croix und die idyllischen Dörfer in der Provence. Das einmal zu sehen, war mein grosser Wunsch.

Sommerferien im Süden zu verbringen, vor allem, wenn man die Gelegenheit hat in Nizza günstig zu wohnen, ist ein Traum. Nizza als Standort ist ausserdem der perfekte Ausgangspunkt für unzählige Ausflüge und Aktivitäten an der mondänen Côte d’Azur. Die Côte im Sommer ist heiss, in der Regel trocken und sehr sonnig. Zwar eignet sich Nizza nicht für klassischen Strand-Urlaub, da es schlicht keinen Sandstrand hat, aber wenn man aktiv sein will, kann man baden, wandern, Velo fahren, Ausflüge in die nähere Umgebung und in die Hügel im Landesinnern machen, auch gibt es viele verschiedene Wassersportmöglichkeiten.

Mein Wunsch war schon immer in die Provence zu fahren. Die Lavendel-Felder anzuschauen, den Lavendelduft einzuatmen und noch mehr von der unglaublichen Landschaft u.a. die Gorges du Verdun zu sehen. Ich habe daher eine kleine Tour geplant, die uns von Nizza, durch die Gorges du Verdun nach Gréoux-les-Bains und weiter nach Roussillon geführt hat. Wir haben dafür je 2 Nächte in Gréoux-les-Bains und Roussillon, in diesen unterschiedlich hoch gelegenen Lavendelgebieten übernachtet. Gréoux-les-Bains ist ein hübsches kleines Dorf und guter Ausgangspunkt für die Erkundungen der Gegend und der Lavendelfelder.

Eindrücklich die Gorges du Verdun

Mit meiner Süssen bin ich aber zuerst durchs Hinterland über normale kurvigen Hauptstrassen durch die Gorges du Verdun gefahren. Die Aussichtspunkte hoch über dem Verdun-Fluss sind schwindelerregend und an vielen Stopps kann man tief unten einen schmalen Fluss sehen. Es ist beeindruckend, wie der Fluss sich den Weg durch die Felsen gesucht hat. Ganz am Ende mündet der Fluss im Lac du Sainte-Croix. Der mit seiner hellblauen Farbe so intensiv leuchtet und einem zum Baden einlädt.

Der Lac de Sainte-Croix

Ein Stück weiter entdeckt man auf dem Weg nach Gréoux-Les-Bains dann das erste Lavendelfeld und ist überrascht, weils so plötzlich auftaucht. Wir sind aber zuerst ins Hotel gefahren und haben uns chic gemacht fürs Znacht. Das Hotel Lou Paradou ist ein einfach 3* Hotel mit einem Pool – war bei der Suche nach dem geeigneten Hotel ein Muss. In diesem kleinen Dorf gibt’s viele nette Restaurants und wir haben in einem Biergarten unter schattigen Bäumen gegessen. Meine Süsse wollte natürlich Chicken-Nuggets mit Pommes und am folgenden Abend gleich nochmals!

Lavendel soweit das Auge reicht.

Am 2. Tag sind wir, bewaffnet mit Spiegelreflexkamera, Handy und Kinderkamera sind wir losgedüst. Ich hab meinem Schatz gesagt – sie sass auf dem Beifahrersitz – sie solle rufen, wenn sie ein Lavendelfeld erspäht. Und nach kurzer Zeit machten wir bereits für das erste Foto einen Halt. Wir sind zum kleinen Mittelalterdorf Moustiers-Sainte-Marie gefahren und haben das hübsche Städtchen mit der Kirche hoch auf dem Berg besichtigt. Dann ging die Fahrt weiter zum Badestopp am Lac de Sainte-Croix. Der See war angenehm warm und flach. Abends fuhren wir zurück ins Hotel nach Géroux-les-Bain.

Nach dem Frühstück sind wir über die Hügel nach Roussillon gefahren. In Roussillon wurde oder wird Okker abgebaut und ein grosser Park führt durch den farbigen Sand und Gesteinsformationen. Weisse Schuhe sei hier gesagt eignen sich nicht für den Spaziergang! Wir haben im Pool im Hotel gebadet, später fein Znacht gegessen – diesmal Lasagne.

Eindrücklich die Abtei mit dem Lavendelfeld

Der Höhepunkt war dann die Fahrt zur Abtei Notre-Dame de la Sénanque. Die Abtei liegt mitten in malerischen Lavendelfeldern und ist ein Must. Bereits im Jahre 1148 von Zisterziensermönchen gegründet. Sie wird heute noch von Mönchen bewohnt. Wir wurden bereits am Eingang von Freiwilligen begrüsst und in ein nettes Gespräch über den Glauben verwickelt. Auf meine Süsse haben sie natürlich speziell angesprochen – schade kann sie noch nicht französisch sprechen. In der Abtei sind einige Räume zur Besichtigung zugänglich. Das Dormitorium, der Kapitelsaal, das Refektorium, sowie den Kreuzgang kann man anschauen. Die Abtei ist schlicht und doch imposant, wie sie da in der Talsohle vor dem Lavendelfeld tront. Weit ab vom Verkehr oder dem nächsten Dorf. Sie hat sich zum Wahrzeichen der Provence entwickelt und leider finden immer mehr Touristen den Weg dorthin. Vor allem zur Lavendelblüte im Juni – Juli. Da es sich um ein Kloster und Gotteshaus handelt ist angemessene Kleidung Pflicht.

Der nackte Mont Ventoux – ein Radlerparadies

Nach dem obligaten Baden im Pool und dem Znacht – wieder Lasagne für meine Süsse – haben wir die wunderbare Landschaft, die Wärme und den Sonnenuntergang genossen. Am letzten Tag unserer Tour haben wir noch einen Abstecher nach Sault – dem Zentrum des Lavendel-Anbaus gemacht und nicht nur das hübsche Dorf besichtigt, sondern tolle Fotos auf dem Sentier de la Lavende gemacht. Und verrückt wie ich halt bin, die Strecke auf den Mont Ventoux unter die Räder genommen. Vorbei an x Radrennfahrern, die diesen legendären Berg mit dem weissen Steingipfel mit dem Rad bezwingen wollen. Zurück gings über Aix-en-Provence nach Nizza.

Unsere Rundreise

Die Reise war traumhaft. Mit meiner Süssen reist es sich leicht. Sie sass im Auto auf dem Beifahrersitz, hat rauf und runter ihre eigene Auswahl an Kasperli-Theater, Bibi Blocksberg und Schwiizergoofe gehört und wann immer sie Hunger oder Durst hatte, machten wir Rast und haben gepicknickt. Auch Abends auswärts zu essen, sich vorher chic zu machen, kein Problem. Sie ist wie ich ein erprobtes Reisefüdli. Dennoch muss ich im Nachhinein sagen, die Reise war anspruchsvoll für mich – alles selber organisieren, buchen, packen, fahren, die Kleine bespassen, schauen, dass sie genügend zu Essen, Trinken und Unterhaltung hat und auch auf ihre Kosten kommt. Das ist nicht ganz ohne. Aber sowohl sie als auch ich brauchen diese Nähe, die wir in den Ferien haben. Die Zeit zusammen, einfach wir beide unterwegs, ohne Plan, ohne Termin, ohne Alltag. Kuscheln, wann immer man will. Genau das brauchen wir.