#glücksgeschichten

Unzählige meiner Glücksgeschichten haben mit Nizza zu tun. Es gibt einen Ausblick der berührt mein Herz schon seit 25 Jahren. Es ist der Ausblick der Wohnung in Nizza auf den Hafen, das Chateau, die Promenade des Anglais und das Meer. Egal wie oft ich in Nizza bin, egal ob es morgens ist, beim Öffnen der Rollläden oder abends, wenn die Sonne untergeht. Wenn ich am Fenster stehe oder auf dem Balkon sitze, dann überkommt mich ein wahnsinniges Glücksgefühl. Nizza ist tief in meinem Herzen. Nizza ist meine 2. Heimat. Und jedes Mal fühlt es sich an, als komme ich nach Hause, wenn ich wieder den immer selben Ausblick anschaue. Ich kann mich förmlich nicht satt sehen. Wenn wir einige Tage in Nizza sind, überkommt mich eine gewisse Wehmut, nicht länger bleiben zu dürfen und nach wenigen Wochen in der Schweiz habe ich Fernweh und plane meinen nächsten Trip nach Nizza.

Mit Nizza verbindet mich eine grosse Liebe. Die Liebe zu Land und Leuten. Die Liebe zu Kultur, Sprache und Essen. Die Liebe zum Lebensstil und der ganzen Region. Die Liebe zu den kleinen Dörfern an den steilen Hängen, den wunderbaren Küstenabschnitten und der wilden Natur. Und diese Liebe gebe ich jetzt an meine Süsse weiter. Sie kommt mit seit sie ein kleines Baby ist und viele Winkel und Ecken, das Karussell, die Crêpes und der Swimmingpool sind bereits tief bei ihr verankert.

Nizza ist für mein Herz. Nizza ist Erholung, Abwechslung, Genuss und Ruhe. Wenn wir in Nizza sind müssen wir nichts und dürfen alles. Jedes Mal entdecken wir Neues und erleben Anderes. Und ich bin sicher, diese Liebe endet nie und meine Süsse ist bereits jetzt genauso vernarrt wie ich in diese Stadt an der Côte d’Azur.

In den letzten 25 Jahren hat sich Nizza verändert. Ich erinnere mich, damals wars schmutzig und eher schmuddlig. Mit der Zeit wurde die Stadt herausgeputzt. Sie haben die Promenade des Anglais verschönert. Sie haben den grossen Park rund um den Place Massena gebaut, der zum spielen, baden und verweilen einlädt. Und sie haben die Busverbindungen so günstig gemacht, dass man die Küste hoch und runter fahren kann für 1.5 EUR pro Weg. Sie haben inzwischen 2 Tramlinien gebaut. Die ältere führt quer durch die Stadt und die neue vom Flughafen bis zum Hafen. Altbewährtes und Gutes ist geblieben, Neues ist dazu gekommen.

Und auch ich hab mich verändert. Als Schülerin und Studentin habe ich Ferien mit meinen Freundinnen in Nizza verbracht. Damals, so kann ich mich erinnern, sind wir 10 Stunden mit dem Zug nach Nizza gefahren – Zeit genug zum Quatschen. Und in Nizza haben wir für Zwischenprüfungen oder Semesterprüfungen gelernt. Wir haben Ausflüge gemacht und sind Abends aus gegangen. Einmal bin ich so für 3 Tage nach Korsika – ohne Geld und saubere Kleider – aber lustig wars.

Seit 7 Jahren komme ich mit meiner Süssen nach Nizza. Wieder hat sich der Radius geändert, die Interessen. Uns ziehts zum Karussell oder in die Crêperie. Wir fahren mit dem Bus in der Gegend herum und schwimmen stundenlang im Pool. Und neu ist auch, dass ich mit meinem Schatz auch mal ein verlängertes Weekend oder Silvester in Nizza verbringe. Wir abends die vielen guten und auch altbewährten Restaurants testen und es uns so richtig gut gehen lassen. Glücksmomente pur zu zweit oder zu dritt.

Der erste Arbeitstag ist ja immer mit ganz unterschiedlichen Gefühlen oder Erwartungen verbunden. Einerseits ist da die Aufregung, wie denn die neuen Kollegen sind, wie der Empfang sein wird, wie der Arbeitsplatz aussieht, ob man evtl. überhaupt einen Arbeitsplatz hat, ob irgendein Einführungsprogramm besteht und und und… jeder hat da so seine persönliche Erfahrung gemacht. Nachdem ich bei einer früheren Stelle mal erlebt hab, dass ich weder einen funktionierenden Laptop noch einen aufgeräumten Arbeitsplatz vorgefunden hab, habe ich meine persönlichen Erwartungen auf Null runtergeschraubt. Das hat zur Folge, dass ich nur noch positiv überrascht werden kann.

Ich bin also an meinem ersten Arbeitstag pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt bei meinem neuen Arbeitgeber eingetroffen und wurde zu meiner Überraschung von der Assistentin sehr nett empfangen. In meinem Büro – ich habe sogar ein Einzelbüro – war ein nettes Kärtchen und ein Blümchen auf dem Tisch. Der Laptop wurde mir, nach einer Vorstellungsrunde und der Begrüssung durch meinen direkten Vorgesetzten, vorbeigebracht und erklärt. Und im Einführungsprogramm erhalte ich die Gelegenheit einen Einblick in das Unternehmen zu bekommen.

Abgesehen davon, dass ich mich schon den ganzen Tag über all dies gefreut habe, spüre ich auch eine tiefe Dankbarkeit. Jede Begegnung, die ich seither gemacht habe, beruht auf Respekt und Wohlwollen. Jeder ist offen und interessiert. Jeder denkt mit. Es ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Und das ist wunderbar.

Manchmal gibt es Begegnungen, die berühren einen zutiefst. Sie kommen völlig unerwartet aus dem Nichts und es ist wie ein Sturm, der über einen fegt. Mit den Gefühlen weiss man dann nicht wie umgehen. So eine Begegnung hatte ich vor einigen Tagen. Wir waren im Familien-Gottesdienst der vereinigten Kirchen in Bremgarten, dazu gehören die evangelische, reformierte, neuapostolische und katholische Kirche. Der Jugendchor, bei welchem auch meine Süsse mitsingt, war ebenfalls dabei. Es ging um das Thema Einheit – die Einheit des Glaubens, die Einheit der Gemeinschaft. Es ging um die Gemeinschaft trotz aller individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen.

Zu Beginn habe ich die Bekanntschaft einer wunderbaren Frau gemacht, die ich nicht kannte. Sie war eine Fremde und doch habe ich gerade eine intensive Verbindung gespürt. Beim Teilen des Brotes sind wir ins reden gekommen und haben gleich mehrere Gemeinsamkeiten festgestellt, die jede für sich geprägt hat und uns zu diesen starken und positiven, charismatischen und strahlenden Frauen werden liess, die wir sind. Wir haben in dem Moment beide eine sehr tiefe Dankbarkeit empfunden und konnten nicht genug reden. Abends haben wir sogar noch telefoniert und auch da konnten wir kaum aufhören. Es war so intensiv, dass wir uns spontan verabredet haben. Für mich ist es ein absoluter Wow-Moment. Diese Begegnung macht mich unendlich dankbar und glücklich und das an einem Sonntag, an dem ich dachte, ich höre jetzt einfach meine Süsse singen. Einem Sonntag, der doch so völlig unspektakulär begonnen hat, wurde plötzlich ein Highlight.