Lebensgedanken

Was für ein ereignisreicher Sonntag. Wahltag. Als durch und durch politischer Mensch hab ich das intensiv verfolgt. Ich bin bis vor einigen Jahren selber in einer Partei tätig gewesen und habe sogar vor 4 Jahren für den Nationalrat kandidiert. Es war Leidenschaft pur. Ich habe sowohl meinen Job als meine politischen Ämter immer mit Herzblut gemacht. Bis zum Bruch. Denn manchmal treffen Persönlichkeiten aufeinander, die einfach nicht miteinander können, auch wenn sie noch dieselben Ziele verfolgen. Ich habe mich darauf zurückgezogen – beruflich umorientiert und geniesse seither viele freie Abende abseits des Rampenlichts. Und etwa zu 80% der Zeit stört es mich nicht, dass die Politik ohne mich weiterläuft. In den vergangenen Jahren habe ich mich auch bezüglich meiner Parteizugehörigkeit oder –gesinnung emanzipiert und gehe dezidiert meinen Weg – und äussere mich, falls notwendig auch dazu. Befreit hab ich mich dann vor gut einem Jahr ganz, als ich sogar den Austritt aus der Partei gegeben hab und nun als wachsames Zoon-Politikon das Geschehen beobachte.

Als Zoon-Politikon ist meine Leidenschaft für Politik ungebrochen.

Wie gross die Leidenschaft für die Politik ist, zeigt sich dann aber am Wahltag. Ich konnte nicht aufhören die News zu schauen – ungläubig über Wahlsiege, Sitzgewinne von gewissen Exponenten und Verlusten von andern. Es hab mich voll chribbelig gemacht und ich war ganz nervös. Verstehen tue ich die Resultate immer noch nicht ganz – und hoffe nun natürlich, dass diese grüne Welle uns einfache Bürgerinnen und Bürger im Mittelstand nicht finanziell völlig fertigmacht. Davor hab ich echt Angst. Ich hoffe, dass ich mich diesbezüglich wieder beruhigen kann, denn ich denke, dass die Mühlen in Bern langsamer malen als anderswo und bei uns zum Glück noch gefeilscht werden muss, bis ein Gesetz oder ein Vorstoss durchgewunken wird.

Restaurant Niesenberg – idyllisches Herbstambiente

Abgesehen von meiner Aufregung über den Wahlausgang hatte ich ein unspektakuläres Wochenende. Wir haben am Freitag Freunde getroffen zum Znacht in einem tollen Restaurant. Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen Ecken die tollsten Restaurants im Aargau zu finden sind. Und ich hab auf meiner Restaurant-Liste einen weiteren Geheimtipp aufgenommen. Das Restaurant Niesenberg auf dem Niesenberg. Das Essen und der Wein waren sensationell, die Gespräche angeregt. Bestimmt werden wir im Sommer, wenn man schön draussen sitzen kann, wieder hierherkommen. Der Samstagabend und Sonntag stand im Zeichen der Familie mit einem gemeinsamen Znacht und die Ruhe vor dem Sturm am Sonntag haben wir bei der Schweizermeisterschaft im Steckenpferde-Rennen verbracht. So lustig, was es alles gibt. Hobby Horsing wie das offizielle genannt wird, ist anscheinend eine offizielle Disziplin und es gibt überall Turniere und Veranstaltungen. Wir haben zugeschaut wie Kinder – hochkonzentriert und voll bei der Sache entweder den Dressurkurs oder dein Spring-Parcours bestritten haben. Die Gewinnerinnen haben wie bei Reitturnieren üblich eine Rosette fürs Pferd erhalten. Lustig wars.

Heute finde ich mein Glück in mir.

Wie sehr ich auf dem Weg bin, habe ich dieses Wochenende auch wieder bemerkt. Es scheint Früchte zu tragen, dass ich so an mir gearbeitet hab, meine Grenzen, Werte verinnerlicht habe und für mich einstehe. Und ich habe auch erfahren dürfen, dass ich froh sein darf, mein Glück in mir zu finden, weil ich die Dinge tue, die mich zufrieden machen und weil ich jeden Tag diese Zufriedenheit und Dankbarkeit empfinden darf. Was ich nicht ausstehen kann, das ist Negativität und Gejammer immer und zu jederzeit. Ich kann das nicht ausstehen, wenn man nichts, aber gar nichts Schönes an seinem Leben finden kann, wenn alles nur schlecht oder negativ ist. Und noch weniger kann ich ausstehen, wenn man statt vor der eigenen Haustüre zu kehren, möglichst noch die vermeintlichen Probleme oder die Leben von anderen seziert, um möglichst nicht an sich selber zu arbeiten.

Letztlich war das Wochenende irgendwie aufwühlend, aufgrund all der verschiedenen Personen, Themen und Ereignisse. Am meisten aufgewühlt hat mich aber die Erkenntnis, dass nicht alle einfach bei sich, zufrieden mit sich und dankbar für ihr Leben sind. Und ich werde jetzt darüber nachdenken, wie ich solche Menschen oder ihr Verhalten nicht mehr zu sehr an mich ranlasse und wie ich Ruhe bewahren kann, auch wenn die Person mir sehr nahe steht. Achtsam. Wie immer. Ausatmen und einatmen. Dankbar für alles was ich hab.

Ach ja, diese farbigen Blätter und Bäume tun es mir gerade besonders an. Ich freue mich über die Fotos oder wenn ich in die schöne farbige Natur schaue.

Herbstfarben

Gerade läuft wieder viel bei mir. Eine gute Phase für mich, denn nach dem ich im September gefühlt keine kleinen Glücksmomente im Alltag gesehen hab, bin ich grad echt entspannt und sehr zufrieden im Hier und Jetzt. Die vielen kleinen Dinge sind es, die mich grad sehr glücklich machen. Der Kurztrip nach Nyon zu meinem Arbeitgeber, das verlängerte Weekend in meinem geliebten Nizza oder das VIP-Feeling in Mailand. Aber auch die Herbstfärbung der Bäume, die Rückkehr meiner Süssen nach den Ferien und ihre unbändige Energie oder die Verbundenheit mit meinem Schatz. Es läuft gerade wieder viel und es ist einfach wunderbar. Ich spüre so viel positive Energie und das macht mich total happy.

Stippvisite in der Romandie

Genferseeregion mit Weinbergen

Letzte Woche war ich beruflich in Nyon. Ich durfte für meinen Arbeitgeber eine Pressekonferenz organisieren und hab zum ersten Mal auch die Büros dort gesehen. Die Reise von mir nach Nyon ist ja eine halbe Weltreise – vor allem mit dem Zug, bereits um 5.15 hätte ich auf den Bus gehen müssen. Also habe ich mich entschieden bei meinem Schatz in Zofingen zu übernachten. An sich ja nichts Spezielles – aber ich hab alleine dort den Abend verbracht und dort geschlafen – er jettet grad auch um die Welt. Dies brachte mir 1.25 h mehr Zeit zum Schlafen. Dennoch musste ich um 6.32 Uhr den Zug Richtung Genf nehmen. Und trotz der frühen Morgenstunde, war ich voll motiviert, positiv und hab mich einfach auf den Tag gefreut. Die Fahrt nach Nyon entlang des Genfersees ist ja schon ein Highlight und ich hab mir fest vorgenommen mal einen City-Gourmet-Trip nach Lausanne zu machen inkl. dieser tollen Zugfahrt dorthin.

Meine Ode auf Nizza endet auch hier nicht

Leuchtturm und Hafen

Bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr sind wir losgefahren, um ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. Und es ist unglaublich – aber die Entspannung hat sich sofort eingestellt. Nichts mehr tun. Abschalten. Geniessen. Wir haben auf dem Balkon ein kleines Zvieri gemacht, gelesen und die warme Sonne genossen. Und wir haben viel geschlafen – alle aufgeladene Energie war weg – keine Termine und schwupps wirst du einfach müde und der Körper nimmt sich was er braucht. Erholung pur ohne viel zu tun. Ganz herrlich. Abends sind wir draussen gesessen, haben Apéro getrunken, Moules et Frites gegessen in unserem Lieblingsrestaurant La Mama oder irgendwo sonst in einem unserer bevorzugten Restaurants.

Als VIP an der Piazza di tre Torri

Milano – Piazza dei tre Torri

Mein nächster Stopp war dann Milano – nicht wegen der Fashion, sondern wegen meines Jobs. Ich durfte den Hauptsitz meines Arbeitgebers besuchen. Was für ein Highlight. Ich hab mich gefühlt eine very important Person, die für eine very important Firma arbeitet – die Menschen, die dort arbeiten sind einfach nur stolz, das zu dürfen. Es war mega inspirierend. Und hat mich auch voll happy gemacht. Von Mailand hab ich wenig gesehen – aber die Gegend um die Piazza Tre Torri ist modern und sehr beeindruckend. Ich habe 1.5 tolle Tage in Mailand verbracht mit meiner Arbeitskollegin und viele neue Kollegen kennengelernt. Der Austausch war ja so spannend und hat meine Stimmung zusätzlich gehoben. Ausserdem hatten wir auf der Heimfahrt – zum ersten Mal bin ich regulär durch den neuen Gotthard-Tunnel gefahren – einfach viel Zeit, um uns besser kennenzulernen und uns auszutauschen.

Eine Million schöner kleiner Dinge – #onemillionlittlethings

Meine Stimmung hebt sich im Moment nur schon, wenn ich in die Natur schaue – die Blätter färben sich nun langsam und die satten orange und rot Töne lassen mein Herz höherschlagen. So habe ich meine Jogging-Runde verlängert, um Zeit zu haben die Farben einzufangen und am Mittag bin ich extra nach draussen gegangen, um die Sonne zu geniessen und die farbigen Laubbäume zu fotografieren. Was zählt sind die kleinen Dinge – die Augen offen zu halten für die Schönheit der Natur, den Moment wahrzunehmen und ihn zu geniessen. Ich fühle mich im Moment sehr geerdet und verbunden mit mir. Dies wirkt sich auch auf meine Umgebung aus. Mit meinem Schatz fühle ich diese Tiefe ebenfalls und auch die Flausen meiner Süssen, die nach den Herbstferien wieder zu Hause ist, bringen mich eher zum Lachen und Schmunzeln. Die vielen kleinen Dinge im Alltag machen das Leben so einzigartig und darüber bin ich grad einfach dankbar. Dankbar für alles was mir grad geschenkt wird.

Im September ist der Alltag so vor uns hingeplätschert mit Arbeit, Schule, Haushalt. Eigentlich ein ganz normaler Monat, der mich aber nicht so inspiriert hat. Ich konnte irgendwie das kleine Glück nicht einfangen, festhalten und dankbar dafür sein. Und doch im Rückblick bildet der September ein Monat voller kleiner feiner Glücksmomente.

Mädelswochenende auf dem Jochpass

So waren wir mit einer Studienfreundin und ihren beiden Mädels unterwegs. Wir haben aus unseren jährlichen Zusammentreffen mit Ausflügen in der Zentralschweiz eine Tradition werden lassen, die letztes Jahr mit der Wanderung zum Seealpsee und dem Äscher ein absolutes Naturhighlight war. Da uns diese atemberaubende Bergkulisse und das Zusammensein so gefallen hat, haben wir für dieses Jahr wieder ein solches Wanderwochenende eingeplant. Diesmal wollten wir von Melchseefrutt über den Jochpass nach Engelberg wandern. Niemand hätte gedacht, dass genau unser Wochenende von einem Schnee- und Wintereinbruch geprägt war und wir die Wanderung absagen mussten. Auf den Berg rsp. den Jochpass sind wir trotzdem und haben einen gemütlichen Nachmittag und Abend in diesem schönen Berggasthaus verbracht beim Reden, Spielen, Apéro trinken und einem feinen Znacht sind alle auf ihre Kosten gekommen. Und auch bereits für nächstes Jahr haben wir unser Wanderwochenende wieder eingeplant. Wohin es geht, wissen wir zwar noch nicht, aber aufs Zusammensein freuen wir uns bereits alle.

Inspiriert vom Golfschnupperkurs

Ein weiteres kleines Glück war unser Golfschnupper-Kurs. Diesmal hat die Sonne geschienen und zwar so richtig. Mitte September haben wir den Sonntag somit auf dem Golfplatz in Holzhäusern verbracht und uns die Technik des Golfspiels zeigen lassen. Vor Jahren habe ich ja schon mal einen Golfkurs besucht und nach zig Abschlägen und vielen Versuchen den Golfball richtig zu treffen, entnervt aufgegeben. Es fehlte mir am Pfiff und auch wünschte ich mir schneller zu erfahren, was denn genau notwendig ist, um die Platzreife zu erlangen. Mit typisch englischem Humor hat uns der Golfpro in Holzhäusern aber die notwendigen Informationen erteilt und man könnte in einem Intensiv-Training die Spielreife für die Plätze der Migros bereits nach 2 Grundkursen und dem Knigge-Kurs erlangen. Das nach 5 Tagen. Wenn das keine Aussicht ist. Uns hats jedenfalls gefallen und wir überlegen im Frühling 2020 den Intensiv-Kurs zu machen und dann die Migros-Golfplätze unsicher zu machen.

Grosse Hochzeitssause

Das grosse Highlight des Septembers war aber die Hochzeit eines befreundeten Paares in Deutschland. Wir sind bereits am Freitag hingefahren und haben das Brautpaar am Samstag im Rathaus empfangen. Da wir so früh angereist sind, konnten wir am Vorabend noch gemütlich zu dritt Znacht essen und das Wochenende einläuten. Am Samstag gingen wir noch auf Shopping-Tour und haben für meine Süsse ihr ultimatives Hochzeits- und Festkleid gefunden im H&M. Auch ich wollte dann noch etwas im H&M schnuppern und mir eine so schicke karierte Hose kaufen. Doch keine wollte passen. Ganz frustriert – ich trage definitiv nicht Grösse 44 – bin ich aus dem Laden raus. Die Shopping-Laune war weg. Ich war dann auch nicht sicher, ob ich mein Glück im S. Oliver nochmals versuchen soll. Reinschnuppern und die Karo-Hosen bestauenen, das wollte ich dann doch und habe doch tatsächlich eine Hose gefunden – in einer akzeptablen Grösse – nämlich 36. Puh. Der Tag war also gerettet und wir konnten uns schön zurechtgemacht auf zur Hochzeit machen. Es war alles so herrlich liebevoll. Die vielen Kids hatten einen eigenen riesigen Kindertisch mit mindestens 5 verschiedenen Gerichten auf der Kinderkarte. Dazu gabs eine tolle Tanzband und sogar einen Zauberer. Wir haben viel und fein gegessen, bei guter Musik getanzt und uns wunderbar mit unseren Tischnachbarn unterhalten. Der Abschied am anderen Mittag – nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist uns wie immer sehr schwer gefallen.

Und wenn man diese drei Highlights meiner kleinen Glücksmomente nimmt und ich mich noch daran erinnere, dass ich ja noch meinen Geburtstag gefeiert habe und ihn im Wellness verbringen durfte, dann war es ein toller Monat. Und genau daran will ich mich erinnern. Lustigerweise kann man sich zum Glück relativ schnell nicht mehr an die Alltagsunannehmlichkeiten erinnern, die Probleme im Job, in der Schule, der Streit dort oder die Meinungsverschiedenheit da. Und wenn ein Monat einfach so dahinplätschert, einfach so vergeht, ist es umso wichtiger, sich die guten Dinge, die schönen Momente und die positiven Erlebnisse in Erinnerung zu rufen und sie dort zu bewahren. Ich habe mich im September viel zu sehr von den negativen oder schweren Dingen beeinflussen lassen. Ich war angespannt, gereizt und fühlte mich gestresst. Habe mir über Dinge den Kopf zerbrochen, die jetzt gar nicht mehr der Rede wert sind. Dabei sollte ich ja wissen, dass mit etwas Distanz, mit etwas mehr Gelassenheit und weniger Gedankenkarussell alles viel einfach wäre. Aber wenn man so gestresst oder genervt ist, man viele Termine hat oder viele Steine auf dem Weg liegen, ist das ja leider leichter gesagt als getan.

Sport für Körper und Geist

Erstaunlicherweise konnte ich meinen Fitness- und Jogging-Rhythmus ohne Probleme einhalten. Ich gehe seit Anfang Schuljahr einmal die Woche ins Pilates und jogge 2-3 mal die Woche. Und wenn ich es nicht tue, dann fehlt mir etwas. Und eigentlich freut mich diese Entwicklung sehr. Wie wichtig Sport sein kann und welchen Effekt regelmässiger Sport haben kann, hat uns die Begegnung mit der ehemaligen Olympionikin Almut Brömmel gezeigt, welche wir im Hotel in Deutschland kennengelernt haben. Sie trainiert heute mit 84 Jahren noch junge Leichtatletik-Talente und nimmt sogar noch an Landesmeisterschaften teil. An jenem Wochenende in Deutschland hat sie einmal mehr einen Wettbewerb in der Kategorie Ü80 gewonnen.

Zwetschgen-Kuchen macht glücklich

Im September habe ich es auch kaum geschafft zu backen oder mir Zeit genommen etwas Feines zu kochen. Was geblieben ist, ist der Zwetschgen-Kuchen, den ich für unseren Besuch gebacken habe. Mein Zwetschgenkuchen war nicht so eine grosse Sache, da ich einen einfachen Gleichschwer-Rührteig mit Vanille verfeinert gemacht und die Zwetschgen darin versenkt habe. Geschmeckt hat es allen trotzdem gut.

In den letzten Tagen war ich nicht so glücklich, ehrlich gesagt richtig down und mir haben die Worte gefehlt. Ich konnte nichts Schönes mehr erkennen. Mir fehlten auch Ideen für meinen Blog – alles war irgendwie öde. Ich konnte nicht erkennen, wo denn die schönen oder tollen Dinge sind in meinem Alltag. Gut, es muss ja nicht alles immer heiter Sonnenschein sein. Aber ich bin doch immer so positiv und fröhlich und kann andere damit anstecken – ich sprudle über vor Ideen und Plänen und Dingen, die ich machen möchte. Ich hab ja sowas von gelernt, dankbar zu sein, zufrieden mit mir. Und doch – ich wars einfach nicht.

Leben und leben lassen

Erstaunlich – Ende letzter Woche war plötzlich alles weg davon. Und jetzt nach einigen Tagen des Grübelns und In-mich-gekehrt-seins fliesst plötzlich alles wieder und vieles ist klar. Ich kann die Lösung oder die Richtung der Lösung sehen und letztlich formulieren. Und dann kommt mein Lachen wieder, meine generelle Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Dieses feine Lachen im Hintergrund in meinem Inneren. Dieses leichte Strahlen. Und dann die Frage, wie konnte mich das Erlebte so runterziehen. Ich weiss doch wer ich bin, was ich erreicht hab und was ich kann. Eigentlich sollte mich daher das Erlebte ja nicht so leicht aus der Bahn werfen.

Ich hab ja gelernt, andere so zu lassen wie sie sind – mein Kredo lautet «Leben und leben lassen» – doch was wenn die anderen einem einfach nicht leben lassen wollen? Ich reagiere dann nicht souverän und direkt, sondern verhalten und es zieht mich runter. All die Stärke und positive Einstellung oder Laune geht um solche Menschen flöten. Und ich werde zu der Person, die ich nicht bin oder sein will. Und es erstaunt mich, dass ich mich so runterziehen und fertigmachen lasse und eigentlich all die Prinzipien und Werte, die mir so wichtig sind plötzlich völlig vergesse.

Lernen genau hinzuschauen

Jetzt im Nachhinein sehe ich, was mich hätte glücklich machen können und irgendwie auch gemacht hat: Zum Beispiel das Wiedersehen mit meiner Freundin – ja ich wollte sogar absagen und mich unter die Wolldecke aufs Sofa verkriechen. Und der Ruck trotzdem zu gehen, etwas Hübsches anzuziehen und mich chic zu machen, hat viele Überwindung gekostet. Und dann – es hat so gut getan sie zu sehen, fein zu essen, etwas Gutes zu trinken und auch ihre Geschichten zu hören und auszutauschen, Pläne zu schmieden und Zeit zusammen zu verbringen. Diese Freundschaft zu pflegen. Ich durfte wieder erkennen, wie wichtig Freundschaften sind und dass es eben unsere engen Freundschaften, unsere Familie, der Partner, das Kind sind, die das Leben so lebenswert machen. Und dass man genau darauf bauen sollte. Darauf basiert unser Seelenwohl. Das hat mich gerade dazu bewogen, einer anderen Freundin ein kurzes Hallo zu schreiben und zu fragen, wann wir uns sehen.

Auch die Zeit übers Wochenende mit meinem Schatz – Einkaufen, Kaffee trinken, gemeinsam Joggen gehen, die Wohnung in Herbst-Stil zu dekorieren, abends Freunde zum Znacht treffen. Zuhören, reden, lachen – sich Zeit nehmen und es geniessen. Das hat mir geholfen Abstand zu finden. Oder etwas völlig anderes zu machen – einen Golf Schnupperkurs – einige Stunden in eine andere Welt eintauchen und den Kopf mit anderen Dingen als dem drängenden, ungelösten Gedankenkarussell zu beschäftigen.

Irgendwann hatte ich dann den Plan. Den habe ich aufgeschrieben. Die Dinge, die mich beschäftigen, formuliert und dann war sie wieder da die positive Einstellung, die gute Laune, die innere Zufriedenheit. Alles war plötzlich wieder im Fluss.

Finde deine Energie und schwimm darin

Es wird viel über die Energie gesprochen, in der man selber schwimmt, lebt oder die einem Umgibt. Diese Energie scheint uns zu beeinflussen. Wenn ich also in einer negativen Energie bin oder mein Umfeld, dann zieht mich das runter. Wenn ich aber mich nicht davon beeinflussen lasse – kann mich diese negative Energie nicht runterziehen und ich evtl. andere sogar positiv beeinflussen. Doch wie grenze ich mich ab. Wie lasse ich diese Energie nicht zu? Obwohl ich die Dinge kenne, die mir guttun, um mich abzugrenzen. Auch ich hab nicht immer den Fokus. Daran muss ich noch arbeiten…

Mein Partner hat mir gestern gesagt, es sei wahnsinnig mit wie viel Freude und positiver Energie ich doch meinen Job erledige, wie freundlich ich am Telefon sei, wie hilfsbereit und gut gelaunt für jeden ein nettes Wort hätte. Das ist es was ich ausstrahlen will und ich muss mich selber an der Nase nehmen, dass die Menschen um mich – ich habe mir ja nicht alle ausgesucht – mich so runterziehen und mich partout nicht sehen wollen. Dieses Verhalten irritiert mich dermassen, dass ich selbst mit der Erledigung ganz simpler Aufgaben und der Wahrnehmung meiner Fähigkeiten durcheinandergerate und unsicher werde.

Die Frage lautet also, in welcher Energie möchte ich leben? Dieser Frage gehe ich jetzt nach.

Wenn Gedanken schweifen…

Ihr kennt bestimmt alle das Sprichwort – Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – man lernt uns ja seit klein auf, mal still zu sein, den Mund zu halten, zu schweigen. Ich muss mich ständig an der Nase nehmen, denn auch ich tendiere dazu meiner Süssen zu sagen, sie soll doch mal ruhig sein. Und ja, es gibt Momente, da ist es tatsächlich besser man schweigt. Momente, in denen es einfach nichts bringt, seinen Senf noch dazuzugeben und somit eine Diskussion anzuheizen oder nochmals zu entfachen. Ich habe gelernt zu schweigen. Als ich klein war, hab ich auch kaum was gesagt – vor allem nicht in der Schule. Und wenn ein Lehrer mich aufgefordert hat, mich zu irgendwas zu äussern, habe ich höchstens gesagt, dass ich mich nicht gemeldet hätte und dann wieder geschwiegen.

Eigentlich erstaunt es daher umso mehr, dass ich heute in der Kommunikation arbeite und somit von Berufes wegen schon viel reden sollte. Ich diskutiere und philosophiere fürs Leben gern. Ich kann das stundenlang. Hingegen sind politische Diskussionen nicht so mein Ding – wenn ich auch dazu eine sehr dezidierte Meinung habe. Aber politische Diskussionen geraten meist schnell unter die Gürtellinie und das mag ich nicht.

Wie wichtig es ist – statt zu schweigen zu reden – habe ich in den letzten Jahren immer wieder erfahren. Ich tendierte dazu eben zu wenig zu sagen, runterzuschlucken, mich rumschubsen zu lassen und dem Konflikt, der Konfrontation oder dem Problem so aus dem Weg zu gehen. Das hat dann dazu geführt, dass ich irgendwann explodiert bin und alles ungefiltert, emotional und in einem Schwall ohne Weg zurück oder nur erschwert aus mir rausgekommen ist. Aus Angst, das Gegenüber könnte mich ablehnen oder aus Angst vor den Konsequenzen bin ich still gewesen. Angst war ein zentraler Treiber. Und egal ob im Job oder privat, das war nicht gut und hat mich zum Teil fast krankgemacht. Ich bin so an Burnouts- oder Depressionen vorbeigeschrammt.

Zum Glück vorbeigeschrammt. In der Zwischenzeit habe ich gelernt meine Meinung zu sagen und nicht mehr einfach still zu sein. Ich kann es nicht mehr und es ist viel besser so. Geholfen hat mir die Erfahrung aus den letzten 5 Jahren. Der Schmerz, die Tränen, die Verzweiflung, die Ratlosigkeit, die Hilflosigkeit. Ich hatte Angst. Doch heute ist die weg. Ich bin gewachsen und stärker geworden an allem was ich durchlebt hab und ich weiss heute – ich kanns allein. Ich brauche niemanden und muss auch vor niemandem Angst haben. Und egal was kommt – ich schaffs! Diese Erkenntnis macht mich noch stärker.

Für mich und meine Bedürfnisse einstehen, meine Meinung sagen – das ist wohl meine grosse Leistung in den letzten Jahren. Und wenn mich etwas beschäftigt oder bedrückt nicht zuwarten, sondern es direkt ansprechen – egal wers ist und was passieren könnte. Puh, das kostet mich immer noch Überwindung. Aber dieses Verhalten zeigt mir, es ist der bessere Weg, als alles in mich hineinzufressen. Und der glücklichere. Denn ich ernte Verständnis. Ich erlebe, dass ich erreiche, was ich will. Dass ich so authentisch bin und ganz ich.

Mein Partner und ich reden ständig. Seit wir uns kennen, ist das Reden eine wichtige Basis unserer Beziehung. Es fasziniert und begeistert mich, wie gut wir miteinander reden können. So offen, direkt und ehrlich war noch keine meiner Beziehungen. Und egal wann und wo, wir haben uns immer etwas zu erzählen, etwas zu besprechen oder uns gemeinsam weiterzuentwickeln, wenn wir unterschiedliche Bedürfnisse oder Wünsche abstimmen, verstehen und ernstnehmen müssen. In der Beziehung zu schweigen, wenns mal nicht so läuft, oder wenn latent etwas in der Luft liegt, geht bei mir gar nicht mehr. Und ich kann nicht anders als es ansprechen. Und auch wenn es mich auch Überwindung kostet, diese Harmonie und Entspannung, die sich nach einem Gespräch ausbreiten, ist unglaublich wertvoll.

Entspannen an der Promenade des Anglais

Im August war ich noch voll im Ferienmodus – gestartet sind wir in den Monat mit den Tagen am Gardasee. Nochmals Zweisamkeit, entspannen, erholsame Tage im schönen Italien mit feinem Essen und gutem Wein. Im Büro ging es gemächlich zu – Ferienstimmung und meine Süsse war noch beim Papa. Und beendet haben wir den Monat und wohl den Sommer mit 2 Tagen am Meer in Nizza. Ein Kraft-Tank-Energie-Auflade-Wochenende in meinem 2. Zuhause. Wir waren an der Promenade des Anglais am Castel Plage – einem Privat-Strand vor allem bei Schwulen beliebt und haben einfach nichts getan. Gelesen, gebadet, geredet, gesünnelet und genossen. Es war perfekt. 2 Tage Sommer, Sonne, Meer – mehr brauch ich nicht. Abends sind wir in unser Lieblingsrestaurant und haben Moules et Frites gegessen. Und am Sonntag sind wir nach dem Aufstehen nach Villefranche gejoggt. Erst abends sind wir wieder heimgefahren. Das Wochenende war wunderbar erholsam.

Mitte August ging die 2. Klasse los und meine Süsse war recht aufgeregt. Aber sie ist toll gestartet. Halt schon ne Grosse. Die Abläufe sind jetzt bekannt, die Klassenkameradinnen und –kameraden kennt sie und sie läuft wieder mit den Nachbarsmädchen in die Schule. Halleluja und bin ich dankbar. Ich begleite sie nur noch kurz nach draussen – sage Tschüss und sie marschiert los. Ich bin schon sehr stolz auf meine Süsse. Und ich hoffe, dass sie sich weiter so entwickelt.

Gute Vorsätze bis Ende Jahr

Ich habe einiges neu angefangen, zusammen mit dem neuen Schuljahr. So habe ich mir vorgenommen wieder mehr Sport und Fitness zu machen und auch mit dem monatlichen MBSR-Training begonnen. Dieser Moment der Ruhe mit Meditation, Gedanken und Yoga hat mir im August geholfen mich ganz auf den Augenblick zu fokussieren. Einfach mal eine Stunde praktisch ohne Gedanken nur für mich. Zeit für keine Gedanken. Zeit einfach am Körper zu arbeiten, hineinzuhören wie es gerade ist und zu spüren, dass es eben gerade gut ist. Ich freue mich bereits auf den nächsten MBSR-Moment. Im Alltag mache ich seit 4 Wochen neu Pilates. Auch dort erstaunt mich im Moment noch, dass ich eine Stunde lang Körperarbeit machen kann ohne gross zu denken oder abzuschweifen und ich spüre bereits wie gut mir diese Bewegungen tun. Wie ich sicherer, stärker und stabiler im Rumpf werde. Gleichzeitig habe ich mein Jogging-Programm intensiviert und gehe nun 2-3 Mal die Woche meine Runden drehen in der Reussebene. Ich habe dies jetzt 4 Wochen durchgezogen und bereits stellt sich eine schöne Routine ein und mein körperliches Wohlbefinden ist gestiegen.

Wenn man versteht wie man sich verhält, kann man entsprechend lenken und dirigieren.

Nach den Sommerferien sind nun alle wieder zurück bei der Arbeit – erholt und voller Energie. Bei meiner Arbeit merkt man auch, dass alle wieder mit Volldampf das 2. Halbjahr in Angriff nehmen. Und ich muss mir im Arbeitsumfeld noch einige strategische Gedanken machen, wie ich mich selber positioniere und wohin ich in den nächsten 6 Monaten noch gehen rsp. welche Prioritäten ich setzen möchte. Ich lerne beständig – wie ich mich in der Organisation orientiere, welche Vorgaben nun mal im Grossunternehmen vorgegeben sind, wie ich mich da einbringen oder dort zurücknehmen kann. Es waren Monate der Eingewöhnung seit April. Die groben Rahmenbedingungen stimmen für mich als Mami. Homeoffice und das 80%-Pensum sind mir wichtig, damit ich genügend Zeit für meine Süsse habe und doch eine Tätigkeit in der ich gefordert und gefördert werde. Grundlegend habe ich mir in den letzten Tagen aber Überlegungen zu meinem Verhaltensstil und dem von anderen gemacht. Wer bin ich im Beruf, wer bin ich privat? Nur allein diese Erkenntnis bestätigt auch meine Sicht von mir – über die Adjektive, wer ich denn bin – habe ich hier schon einige Male geschrieben. Zusammengefasst zeigen die Adjektive meinen Verhaltensstil. Ich weiss jetzt, weshalb ich mich wann wie einbringe oder weshalb ich wann wie reagiere. Und das konnte bereits erfolgreich umsetzen – wenn man versteht wie man ist, kann man sich entsprechend einbringen und lenkend in die richtige Richtung dirigieren. Geholfen bei meiner Selbsterkenntnis hat mir mein Schatz und ein Buch, das er mir freundlicher weise geschenkt hat.

Es darf auch leicht sein

Im Moment läuft es gerade sehr ruhig. Sozusagen im Westen nichts Neues – und wenn alles so im Fluss ist, fehlen einem manchmal etwas die Worte. Alles ist im Fluss – keine gröberen Probleme im Job, kein Streit wegen der Betreuung oder der Scheidung – die ist ja durch. Kein Stress sonst wo, die Beziehung ist im Fluss, wir verbringen schöne Momente zusammen, aber auch mit vielen Freunden und Bekannten. Wir sind offen und knüpfen schnell Kontakte. Ja, wir fühlen uns wohl zusammen. Und das sich wohl fühlen, trifft auch auf mich alleine zu. Ich fühle mich wohl, geerdet, ruhig, bei mir und reagiere gelassener auf Dinge, die mich vor einigen Monaten noch völlig aus der Bahn geworfen hätten. Ich weiss wer ich bin, ich kenne meine Grenzen, habe eine klare Meinung und vertrete diese. Das gibt mir ein Gefühl der Stärke ohne zu kämpfen. Ich bin bei mir. Ja, es ist gerade leicht. Und es darf leicht sein. Nach Jahren, die gespickt waren mit Problemen, Schmerz und Tränen, ist dieses Gefühl der Leichtigkeit, des Angekommen seins und des inneren Friedens – wunderschön und gleichzeitig nicht fassbar.

Einatmen – ausatmen, sich immer wieder auf das Atmen besinnen, zur Ruhe kommen, sich mit sich und dem Körper befassen, ihn wahrnehmen, die Gedanken wahrnehmen. Einfach wahrnehmen ohne zu bewerten. Es ist. Nur reagieren, wenn es für einen stimmt. Auch nicht reagieren. Einfach einatmen – und wieder ausatmen.

8 Wochen lang habe ich einen Achtsamkeitskurs der Mirgros-Klubschule in Baden besucht. Wir haben zu verschiedenen Situation und Themen Achtsamkeit geübt. Wir haben mit Meditation, Yoga und anderen Techniken gelernt, sich wahrzunehmen, sich zu spüren, ohne zu bewerten oder zu verurteilen. Es ist. Mir hat geholfen, sich Zeit zu nehmen. Für mich Zeit zu haben. Immer dienstags dort zu sein, zu trainieren. Und auch der Achtsamkeitstag, der einen ganzen Tag dauert, an welchem man einfach schweigt, den ganzen Tag ruhig bei sich ist und einfach die Übungen trainiert. Das hat mir geholfen und sehr gut getan. Es hat mir gezeigt, dass ich schon sehr Achtsam und bei mir unterwegs bin. Dass ich vieles richtiggemacht habe und mache und dass ich mich nun beruhigen kann, das festigen darf, was ich begonnen habe vor mehr als 5 Jahren.

Mein bestes Ich

Ich habe 5 schwierige Jahre hinter mir. Trennung. Scheidung. Kind plötzlich allein erziehen. In Abgrenzung zum Vater Grenzen setzen. Eine gute und stabile Beziehung zum Kind aufbauen. Single sein. Probleme im Job. Jobwechsel. Wieder eine schwierige oder anspruchsvolle Jobsituation. Vieles oder alles war sehr emotional und hat mich zum Teil nochmals an meine Grenzen gebracht. Mir war von Anfang an klar. Die Beziehung zu meiner Tochter ist das Wichtigste. Dies muss stabil sein und ein gutes Fundament haben. Dazu und damit ich ihr ein Vorbild sein kann, musste ich an mir arbeiten. Meine Werte, Grenzen, Prinzipien kennenlernen. Herausfinden wer ich bin, um ihr mein bestes Ich auf den Weg mitzugeben.

Als Single hatte ich viel Zeit, um mich mit mir zu beschäftigen. Ich habe auch zum Thema Beziehung und wie ich sie denn mal leben möchte, Gedanken gemacht. Und viele Wochenenden oder Abend war ich allein zu Hause und hatte Ruhe und Zeit für mich, um genau das zu machen, mir über mich und was mir in einer Beziehung, im Leben, im Job – in allen Bereichen denn wichtig ist.

Zu wissen, man schaffts allein. Zu fühlen, hören und spüren, was der Körper braucht, was der Geist braucht, das ist eine unvergleichliche Stärke und Macht. Denn darauf kann man sich immer besinnen, wenn es mal nicht so gut geht.

Früher war ich immer eher zurückhaltend, habe spät oder nicht reagiert und war deshalb oft frustriert. Dann hat es gewechselt. Von Stumm zu „jetzt sag ich immer lautstark meine Meinung“. Es fühlte sich wesentlich besser an, nicht mehr stumm zu sein, nur war die Art und Weise und die Lautstärke, aber auch die Emotion noch zu unkontrolliert. Und auch wenn es sich besser anfühlte, gut war es noch nicht. Es ist wie ein Pendel, das von einer zur anderen Ecke ausschlägt. Es war also das andere Extrem. Aber meine Bedürfnisse oder meinen Ärger oder meine Meinung wie auch immer zu kommunizieren, war eine Erleichterung.

Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, es muss nicht immer laut sein, es muss nicht immer sofort sein, ja ich muss nicht mal schlagfertig sein oder eine super Antwort bereit haben. Und heute weiss ich, ich darf auch mal nicht reagieren. Im Kurs habe ich gelernt, dass ich Dinge so drehen kann, dass sie mich nicht mehr persönlich treffen. Und aufgrund dieser sich augenblicklich einstellenden Distanz fällt es mir hoffentlich leichter nicht gleich emotional zu reagieren.

Selbstbestimmt im Leben

In den letzten Wochen hat sich wieder einiges getan. Ich bin geschieden. Die Betreuung ist geregelt. Ich habe einen guten Job. Alles hat sich somit beruhigt oder ist geklärt. Ich habe eine stabile Partnerschaft. Mein Partner gibt mir Ruhe und das Gefühl angekommen zu sein. Er festigt mich, stärkt mich, unterstützt mich. Er macht mein Leben noch glücklicher, noch voller. Und ich bin froh, nicht mehr so viel Zeit alleine auf dem Sofa zu verbringen, sondern die Möglichkeit zu haben, die Zeit gemeinsam zu verbringen. Zusammen zu reisen, Weekends zu verplanen oder mal nichts zu tun. Zusammen einfach im Garten zu arbeiten, zu Kochen, zu Essen, zu Reden. Egal. Er bereichert mein Leben. Und ich spüre, ich komme an, in meinem Leben. In dem Leben, das ich so mir selber aufgebaut hab, mit den Menschen, die mir guttun und mir wichtig sind. Selbstbestimmt. Jetzt ist es Zeit anzukommen und das erreichte, erfahrene, erlebte, erarbeitete zu festigen. Der Kurs hat mir genau das gezeigt. Achtsamkeit ist einatmen, ausatmen. Achtsamkeit ist den Moment wahrzunehmen. Ihn überhaupt wahrzunehmen. Und wenn er gut ist, ist es schön. Wenn er nicht gut ist, muss ich es nicht persönlich nehmen. Ich kann es einfach wahrnehmen. Reagieren kann ich später.

Mit diesem Rucksack versuche ich nun meinen Weg zu gehen. Beharrlich. Weitgehend glücklich und zufrieden. Und glücklich bin ich in den letzten Wochen sehr. Ich lache, mache Witze und habe immer dieses versteckte lächeln in mir, voller Zufriedenheit.

Menschen wurden erschaffen um geliebt zu werden. Dinge wurden geschaffen um benutzt zu werden. Der Grund warum sich die Welt im Chaos befindet, ist weil Dinge geliebt werden und Menschen benutzt werden.

Dalai-Lama

Dieser Spruch ist mir in den Sinn gekommen, als ich vor einigen Tagen mitbekommen habe, wie ein Bekannter seine emotionalen Empfindungen für einen monatlich fixen Geldbetrag erklärte. Er empfindet Gefühle dafür, dass er jeden Monat denselben Geldbetrag erhält und deshalb geht es auch nicht, dass er ihn nicht mehr erhält. Innerlich habe ich gelacht. Echt jetzt? Ich habe Gefühle für Menschen und nicht für Dinge. Gut, ich mag meine Wohnungseinrichtung, meinen schönen Garten, mein neues Auto oder meine tolle Garderobe, aber ich liebe meine Tochter, meinen Partner, meine Eltern und Familie und Freunde.

Ich habe tiefe Glücksgefühle, wenn ich meine Tochter draussen mit meinem Partner spielen und reden höre, während ich drinnen das Znacht vorbereite. Ich liebe es mit Freunden einen gemütlichen Abend zu verbringen und mit meiner Familie schöne Momente zu erleben. Oder ich verspüre tiefe Liebe und Dankbarkeit, wenn ich meine Süsse in den Armen halte, wenn ich mit ihr auf reisen bin, in den Ferien, auf dem Spielplatz oder schlicht mit ihr kuschle auf dem Sofa oder im Bett. Ich liebe meine Tochter, wenn ich sie anschaue, ihr Lachen sehe, ihre strahlenden Augen, sie singen höre, tanzen sehe oder ihr Schauspiel verfolge. Und ich liebe sie auch, wenn wir streit haben, sie schlecht drauf ist oder mal nicht so will wie ich. Meine Muttergefühle entstanden in der Schwangerschaft, seither ist diese Verbindung da und seither sehe ich mich sie beobachten mit Staunen und Freude. Ich liebe sie und nicht einen Geldbetrag, der vielleicht monatlich auf meinem Konto eintrifft. Auch wenn ich weiss, dass Geld für ein gutes Leben wichtig ist. Kein Betrag auf dieser Welt kann die Gefühle, die ich für sie empfinde nur im Ansatz aufwiegen.

Leider stelle ich fest, dass es oft so ist, wie im Zitat von Dalai-Lama beschrieben. Menschen lieben Dinge und benutzen Menschen. Sie lieben die Luxuskarosse oder die teuren Markenartikel. Und sie benutzen Menschen, um sich besser zu fühlen, besser zu positionieren, oder sich über sie zu erheben. Ich kann hier nur eins sagen, ich muss mich nicht mit solchen Menschen in ein Boot setzen. Ich erhebe mich nicht über andere, ich behandle als erstes Mal alle Menschen gleich. Ich respektiere andere Menschen und das Andersartige. Alles hat Platz. Was ich nicht mag, ist, wenn sich diese Menschen zusammen in ein Boot setzen, obwohl sie eigentlich nichts gemeinsam haben, um sich gegenseitig aufzuwiegeln, eben gegen Andersdenkende, andere Werthaltungen und Lebensweisen und dann noch schön tratschen und wilde Unwahrheiten in der Welt verbreiten. Solche Menschen mag ich nicht und so eine Einstellung habe ich selber zum Glück auch nicht. Das finde ich total oberflächlich.

Menschen benutzen Menschen oder erheben sich über sie, um sich besser zu fühlen.

Was bitteschön ist hier dann noch christlich! Wie auch immer, genau diese Menschen sind dann auch solche, die sich über Dinge identifizieren – teure oder exklusive Ferien, das moderne und teure Auto, die tolle Wohnung, obwohl man sie sich eigentlich nicht leisten kann. Ich bin der Meinung, dass nur, wenn man ganz bei sich ist und sich selber liebt, auch fähig ist, andere zu lieben. Dinge braucht man zum Leben – die einen mehr, die anderen weniger, aber Dinge geben nie dasselbe zurück, wie eine Umarmung oder ein feuchter Kuss deines Kindes.

Sage und schreibe ein Jahr dauert unser Glück bereits. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und ich kann es immer noch nicht glauben, wie rasch ich mich wieder in dieses Beziehungsding vertiefen und wohl fühlen konnte. Ich bin und bleibe ein Beziehungstyp und nach vielen erfolglosen und auch frustrierenden Versuchen, endlich das Gefühl und das Vertrauen zu haben, angekommen zu sein, was gibt’s Schöneres? Wir geniessen die Zeit zu zweit jeweils sehr und sind auch zu Dritt mit meiner Tochter ein unschlagbares Team.

Auf das Wochenende in London habe ich mich nun speziell gefreut, zumal ich unseren Weekend-Trip erst zwei Wochen vorher gebucht und doch ein verhältnismässig tolles Schnäppchen in einem genialen 4* Hotel direkt am Hyde Park beim Lancaster Gate gefunden hab. In London mag ich die vielen tollen grünen Pärke, mit den Doppelstock-Bussen durch die Gegend fahren, rummarschieren an den einschlägigen Touristen-Orten vorbei, Shopping, Covent Garden, ein Spaziergang der Themse entlang, Pubs, Bier und das viele internationale Essen.

Uber – #1 First one

Das erste First one war unser Transfer vom Flughafen zum Hotel. Luton ist spät abends nicht mehr so gut an die Stadt angebunden und echt weit draussen – deshalb wohl der günstige Flugpreis. Ich habe mich im Internet schlau gemacht, wie man wohl um 22.30 Uhr abends noch in die Stadt kommt – ohne gross umzusteigen oder noch zu Fuss gehen zu müssen. Und da habe ich Uber für mich entdeckt und getestet. Mit dem App habe ich noch im Ankunftsbereich ein Uber bestellt. Fix wurde mir der Preis und der Fahrer zugewiesen, der uns dann im Drop-off-Bereich erwartet hat. Nachts ohne viel Verkehr war der Transfer reibungslos und schnell und wir konnten noch vor Mitternacht im Hotel einchecken. Abgerechnet wird über Kreditkarte und man steigt aus, nimmt das Gepäck und erledigt ist die Sache! Ich muss sagen das Uber-Erlebnis hat mir gefallen. Allerdings würde ich es nicht als Frau alleine benutzen, vor allem nicht nachts. Irgendwie mache ich mir da wegen der Sicherheit sorgen. Aber zu zweit. Eine ganz tolle Sache.

Joggen im Hyde Park – #2 First one

Das zweite First one war am Samstag früh die Jogging-Runde im Hyde Park. Es war herrlich gemeinsam in der ruhigen Morgenzeit durch den Park zu joggen. Für mich war das der perfekte Start in einen spannenden Erkundungstag in London – das ich ja schon genug kenne und darum nichts mehr muss, dafür alles darf! Der Hyde-Park bietet ja mega viele Sportmöglichkeiten und wir sind vielen anderen Joggern begegnet. Am Sonntag haben wir die Runde gleich wiederholt. Der einzige Unterschied war, dass es aufgrund des traumhaften Wetters schon viel mehr Menschen unterwegs hatte. Aber es hat sich so gut angefühlt. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich morgens ohne Frühstück im Bauch überhaupt Energie habe eine Runde laufen zu gehen. Aber es gibt’s, was es nicht gibt und dieses Gefühl motiviert mich, meine Trainings und meine Laufroutine wieder zu verstärken und diese besser in meinen Alltag einzubauen. Ich möchte unbedingt fitter werden, mich wohler fühlen im Körper und auch wieder auf meine 10-Km Distanz trainieren.

Besuch bei Deliciously Ella – #3 First one

Das dritte First one war das Frühstück bei Ella. Von Ella oder besser von Delicously Ella habe ich schon berichtet und ich beschäftige mich derzeit ja intensiv mit gesunder Ernährung, leichter und schneller Zubereitung von gesunden und schmackhaften Gerichten und wie ich meinen Vorrats- und Kühlschrank ausstatten muss, damit mir dies gelingt. Wir waren also bei Ella – ja mein Schatz hat sich nicht geweigert, dieses Frauen-Ding mit mir zu machen und wir haben dort gefrühstückt. Natürlich gabs kein Rührei und keinen Speck, aber Overnight Oat und Birchermüesli – ganz normal, einfach ohne Kuhmilch, sondern mit Hafermilch. Auch der Cappuccino war mit Hafermilch – etwas gewöhnungsbedürftig. Für einmal.

Ich bin der Meinung, solange man nicht an irgendwelchen Allergien leidet oder etwas nicht verträgt, sollte man bei den ursprünglichen Lebensmitteln bleiben. Kuhmilch schmeckt für mich einfach geschmacklich besser, weniger süss und neutraler als Hafermilch, die ausserdem noch mehr Kalorien hat. Ausserdem ist es wichtig, dass man die richtigen Nährstoffe zu sich nimmt und nicht auf Lebensmittel verzichtet, nur weils grad im Trend liegt. Ich werde also weiterhin Milch trinken und für meine Overnight Oats verwenden oder einen Schuss davon im Kaffee geniessen. Da ich auch keine Gluten-Unverträglichkeit habe, werde ich einfach auf Vollkorn-Produkte, Dinkel-Pasta, etc. achten und diese in meinem Vorratsschrank lagern.

Tate Modern – #4 First one

Das vierte First one war die Tate Modern mit dem einerseits eindrucksvollen Gebäude und den modernen Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Neben der fantastischen Aussicht vom 10. Stock aus, hat mich vor allem das Projekt mit den Gratisschuhen an der Mexikanisch-Amerikanischen Grenze beeindruckt. Eine Frau hat Schuhe, die über eine Karte der Grenze, einem Kompass, Geheimfach für Geld, etc. verfügen, gratis an illegale Migranten an der Grenze zwischen Mexiko und USA abgegeben. In San Diego wurden die benutzten Schuhe dann versteigert. Coole Idee – der Shitstorm vorprogrammiert!

Natürlich waren wir abends auch essen und haben uns leiten lassen von einem der top bewerteten Restaurants der Stadt – Kin + Deum – einem Thai-Restaurant. Ich habe extra das Restaurant vorreserviert und bewusst sind wir weder in ein Pub zu Fish & Chips noch zu einem der vielen Italiener. Das Restaurant lag eigentlich weit weg von unserem Hotel, aber wir haben dann mit Google Maps unseren Weg ganz leicht quer durch die Stadt gefunden. Das Essen war sehr lecker und wir können das Restaurant nur empfehlen. Ich liebe es ja in London den Bus zu nehmen. Einfach einsteigen und dann irgendwo hin zu fahren – einfach der Nase nach. Man sieht vom Bus aus so viele kleine Details und entdeckt die Stadt wieder komplett anders. In London habe ich auch nie Angst den Bus zu nehmen, während ich in Paris oder so nie den Bus nehme.

London war ein mehr als perfekter Ort für unser Weekend zu zweit. Und ich freue mich schon auf unser nächstes Weekend in London im Herbst.

Gebucht habe ich über ebookers.ch.

In meinem Blog geht es ja um das kleine und grosse Glück im Alltag. Darum, dass man mit wachem Geist und offenen Herzen, die kleinen und grossen Momente allein oder mit anderen, mit Familie, Freunden, Kind und Partner geniesst. Es geht also darum bewusst durchs Leben zu gehen oder eben achtsam.

Achtsamkeit muss man lernen

Auch mir gelingt es nicht immer gleich gut, achtsam zu sein, liebevoll mit mir umzugehen, zufrieden und dankbar zu sein, mit dem Leben, das ich mir aufgebaut hab und das ich heute führe. Denn auch bei mir liegen immer mal wieder Steine im Weg und ich kann mit mir und meinem Leben hadern. Das waren jahrelang meine Trennung und dieser Konflikt, der da immer mal wieder aufgepoppt ist, Widrigkeiten am Arbeitsplatz, die mich dazu gezwungen haben, die Stelle zu wechseln oder Diskussionen und Ungereimtheiten mit Nachbarn. Manchmal war es auch Herzschmerz oder der Streit in der Partnerschaft, der mich einfach runterzieht und verunsichert. Euch geht es bestimmt auch so, man ist nicht jeden Tag per se gut drauf und das muss ja letztlich auch nicht sein. Wichtig ist, wie geht man mit all den Widrigkeiten um? Wie bewältigt man Situationen, die einen verletzen und weh tun? Wie kann man sich selber schnell wieder aus dem Loch holen und wie mit seinen Emotionen umgehen? Wie kann ich lernen Dinge nicht zu persönlich zu nehmen und entsprechend anders damit umzugehen? Und wie sehe ich trotz Regenwolken und schlechtem Tag etwas Gutes oder Positives?

Ich habe mich in den letzten 5 Jahren sehr mit Achtsamkeit, Dankbarkeit, Zufriedenheit und Selbstliebe beschäftigt. Und denke, dass ich auf gutem Weg bin. Runterziehen tun mich zwar auch heute noch viele Dinge, die mich dann auch tagelang beschäftigen können, aber ich finde, ich habe alles viel besser in den Griff bekommen.

Kraft- und Ruheorte schaffen und Beschäftigungen, die ablenken

Ich habe mir einige Strategien oder Werkzeuge zurechtgelegt, die mir helfen wieder den Fokus zu finden und zur Ruhe zu kommen. Dies sind zum Beispiel Kraft- und Ruhe-Orte oder Beschäftigungen mit denen ich mich ablenken kann. Natürlich helfen mir auch immer meine Familie, mein Partner und Freundinnen und Freunde, um darüber zu sprechen. Kraftorte sind mein Zuhause, dann im Sommer der Hallwilersee zum Baden und die Seele baumeln lassen, der Üetliberg oder der Türlersee zum Spazieren. Sport treiben hilft mir auch, wenn ich beim Joggen die Wut rausrennen kann, dann geht’s mir nachher viel besser und ich sehe meist auch klarer. Früher musste ich immer alles mit diversen mir nahestehenden Personen besprechen – Hauptsache, alles was mich so aufwühlt, konnte raus. Heute ist das viel besser geworden und mir hilft in Momenten der grossen Wut oder der grossen Ohnmacht einfach auf dem Sofa zu liegen und effektiv nichts zu tun, TV zu schauen, Musik zu hören, meine Gedanken aufzuschreiben, zu lesen oder einfach die Stille aufzunehmen. Ich habe auch gelernt ganz bewusst Zeit mit mir alleine zu verbringen zu Hause oder mal auf einem Weekendtrip. Inzwischen geniesse ich diese Auszeiten vom Trubel und der Hektik sehr. Es bedeutet für mich Lebensqualität.

Wenn es ganz schlimm ist, zeigt mir mein Körper genau, was er braucht. Meistens ist das einfach Ruhe! Schlafen hilft in der Regel ganz gut. Wie mein Körper reagiert, wenn er nicht mehr kann und dass ich definitiv darauf hören sollte, hat er mir im letzten Jahr ganz genau gezeigt. Im Herbst hatte ich alle möglichen Symptome von Schnupfen, über plötzliches Erbrechen – und ehrlich ich bin definitiv nicht schwanger – bis hin zu Augenflimmern und Problemen mit dem Fokussieren auf den Bildschirm als ich eine Medienmitteilung hätte verschicken sollen, gefolgt von starken Kopfschmerzen. Es hat aufgehört mit dem Tag, als ich entschieden habe, auf mich und meine Gesundheit zu hören und mich aus der schwierigen Situation rauszunehmen.

Höre auf dein Bauchgefühl

Mein Bauchgefühl, das mir in der Regel sagt, obs gut oder schlecht ist und mein Körper zeigen mir – ich sollte öfter darauf hören! Und dieses untrügliche Gefühl gibt mir Sicherheit. Hör darauf und du liegst richtig. Klar, es ist schon gut noch genau die Situation zu reflektieren und noch alles Pro und Cons zu prüfen. Aber mein Bauch täuscht mich nicht! Hat er im Rückblick noch nie. Diesem ureigenen Instinkt auf diesen hab ich nun gelernt zu hören.

«Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede»

Ich denke der Schlüssel ist tatsächlich Achtsamkeit und das zu trainieren, deshalb werde ich in den nächsten 8 Wochen einen sogenannten MBSR-Kurs besuchen. Ich bin überzeugt, je mehr ich ganz bei mir bin, desto besser werde ich mit schwierigen Situationen im Leben umgehen können, desto ausgeglichener werde ich und desto schneller kann ich Niederlagen, Trauer, Wut und Schmerz verarbeiten und falle hoffentlich weniger in alte Muster zurück. Und mit diesem Achtsamkeitstraining bin ich überzeugt, werden mir noch bewusster die schönen Dinge im Leben auffallen. Eben das kleine Glück, über welches ich hier immer wieder berichte. Wenn man bewusst durchs Leben geht und darauf achtet, dann freuen einen der Kaffee mit der Teamkollegin am Morgen oder der schöne Baum am Strassenrand, das tolle Lied, das im Radio läuft oder die Nachricht einer Freundin, das Telefon mit dem Partner oder das spontane Znacht im Restaurant mit ihm. Und plötzlich sind das über den Tag gezählt, ganz positiv aus. Sich daran festhalten – die schönen Dinge aufsaugen und bewahren. Darum geht’s mir und darum geht’s doch im Leben. Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede!

Ich besuche den MBSR-Kurs bei Migros Klubschule. Die Kurse werden von vielen Krankenkassen bis zur Hälfte übernommen, da Achtsamkeit zu einer gesunden Lebenseinstellung beiträgt. Über den MBSR-Verband sind zusätzlich Kurse auffindbar.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit kann als klares und nicht-wertendes Gewahrsein dessen bezeichnet werden, was in jedem Augenblick geschieht. Sie ermöglicht uns, Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle und alle anderen Wahrnehmungen, ob angenehm, unangenehm oder neutral, zu erfahren und so zu akzeptieren, wie sie sind – das Leben also tatsächlich zu erleben, wie es sich von Augenblick zu Augenblick entfaltet.

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