Lebensgedanken

Unzählige meiner Glücksgeschichten haben mit Nizza zu tun. Es gibt einen Ausblick der berührt mein Herz schon seit 25 Jahren. Es ist der Ausblick der Wohnung in Nizza auf den Hafen, das Chateau, die Promenade des Anglais und das Meer. Egal wie oft ich in Nizza bin, egal ob es morgens ist, beim Öffnen der Rollläden oder abends, wenn die Sonne untergeht. Wenn ich am Fenster stehe oder auf dem Balkon sitze, dann überkommt mich ein wahnsinniges Glücksgefühl. Nizza ist tief in meinem Herzen. Nizza ist meine 2. Heimat. Und jedes Mal fühlt es sich an, als komme ich nach Hause, wenn ich wieder den immer selben Ausblick anschaue. Ich kann mich förmlich nicht satt sehen. Wenn wir einige Tage in Nizza sind, überkommt mich eine gewisse Wehmut, nicht länger bleiben zu dürfen und nach wenigen Wochen in der Schweiz habe ich Fernweh und plane meinen nächsten Trip nach Nizza.

Mit Nizza verbindet mich eine grosse Liebe. Die Liebe zu Land und Leuten. Die Liebe zu Kultur, Sprache und Essen. Die Liebe zum Lebensstil und der ganzen Region. Die Liebe zu den kleinen Dörfern an den steilen Hängen, den wunderbaren Küstenabschnitten und der wilden Natur. Und diese Liebe gebe ich jetzt an meine Süsse weiter. Sie kommt mit seit sie ein kleines Baby ist und viele Winkel und Ecken, das Karussell, die Crêpes und der Swimmingpool sind bereits tief bei ihr verankert.

Nizza ist für mein Herz. Nizza ist Erholung, Abwechslung, Genuss und Ruhe. Wenn wir in Nizza sind müssen wir nichts und dürfen alles. Jedes Mal entdecken wir Neues und erleben Anderes. Und ich bin sicher, diese Liebe endet nie und meine Süsse ist bereits jetzt genauso vernarrt wie ich in diese Stadt an der Côte d’Azur.

In den letzten 25 Jahren hat sich Nizza verändert. Ich erinnere mich, damals wars schmutzig und eher schmuddlig. Mit der Zeit wurde die Stadt herausgeputzt. Sie haben die Promenade des Anglais verschönert. Sie haben den grossen Park rund um den Place Massena gebaut, der zum spielen, baden und verweilen einlädt. Und sie haben die Busverbindungen so günstig gemacht, dass man die Küste hoch und runter fahren kann für 1.5 EUR pro Weg. Sie haben inzwischen 2 Tramlinien gebaut. Die ältere führt quer durch die Stadt und die neue vom Flughafen bis zum Hafen. Altbewährtes und Gutes ist geblieben, Neues ist dazu gekommen.

Und auch ich hab mich verändert. Als Schülerin und Studentin habe ich Ferien mit meinen Freundinnen in Nizza verbracht. Damals, so kann ich mich erinnern, sind wir 10 Stunden mit dem Zug nach Nizza gefahren – Zeit genug zum Quatschen. Und in Nizza haben wir für Zwischenprüfungen oder Semesterprüfungen gelernt. Wir haben Ausflüge gemacht und sind Abends aus gegangen. Einmal bin ich so für 3 Tage nach Korsika – ohne Geld und saubere Kleider – aber lustig wars.

Seit 7 Jahren komme ich mit meiner Süssen nach Nizza. Wieder hat sich der Radius geändert, die Interessen. Uns ziehts zum Karussell oder in die Crêperie. Wir fahren mit dem Bus in der Gegend herum und schwimmen stundenlang im Pool. Und neu ist auch, dass ich mit meinem Schatz auch mal ein verlängertes Weekend oder Silvester in Nizza verbringe. Wir abends die vielen guten und auch altbewährten Restaurants testen und es uns so richtig gut gehen lassen. Glücksmomente pur zu zweit oder zu dritt.

Der erste Arbeitstag ist ja immer mit ganz unterschiedlichen Gefühlen oder Erwartungen verbunden. Einerseits ist da die Aufregung, wie denn die neuen Kollegen sind, wie der Empfang sein wird, wie der Arbeitsplatz aussieht, ob man evtl. überhaupt einen Arbeitsplatz hat, ob irgendein Einführungsprogramm besteht und und und… jeder hat da so seine persönliche Erfahrung gemacht. Nachdem ich bei einer früheren Stelle mal erlebt hab, dass ich weder einen funktionierenden Laptop noch einen aufgeräumten Arbeitsplatz vorgefunden hab, habe ich meine persönlichen Erwartungen auf Null runtergeschraubt. Das hat zur Folge, dass ich nur noch positiv überrascht werden kann.

Ich bin also an meinem ersten Arbeitstag pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt bei meinem neuen Arbeitgeber eingetroffen und wurde zu meiner Überraschung von der Assistentin sehr nett empfangen. In meinem Büro – ich habe sogar ein Einzelbüro – war ein nettes Kärtchen und ein Blümchen auf dem Tisch. Der Laptop wurde mir, nach einer Vorstellungsrunde und der Begrüssung durch meinen direkten Vorgesetzten, vorbeigebracht und erklärt. Und im Einführungsprogramm erhalte ich die Gelegenheit einen Einblick in das Unternehmen zu bekommen.

Abgesehen davon, dass ich mich schon den ganzen Tag über all dies gefreut habe, spüre ich auch eine tiefe Dankbarkeit. Jede Begegnung, die ich seither gemacht habe, beruht auf Respekt und Wohlwollen. Jeder ist offen und interessiert. Jeder denkt mit. Es ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Und das ist wunderbar.

Manchmal gibt es Begegnungen, die berühren einen zutiefst. Sie kommen völlig unerwartet aus dem Nichts und es ist wie ein Sturm, der über einen fegt. Mit den Gefühlen weiss man dann nicht wie umgehen. So eine Begegnung hatte ich vor einigen Tagen. Wir waren im Familien-Gottesdienst der vereinigten Kirchen in Bremgarten, dazu gehören die evangelische, reformierte, neuapostolische und katholische Kirche. Der Jugendchor, bei welchem auch meine Süsse mitsingt, war ebenfalls dabei. Es ging um das Thema Einheit – die Einheit des Glaubens, die Einheit der Gemeinschaft. Es ging um die Gemeinschaft trotz aller individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen.

Zu Beginn habe ich die Bekanntschaft einer wunderbaren Frau gemacht, die ich nicht kannte. Sie war eine Fremde und doch habe ich gerade eine intensive Verbindung gespürt. Beim Teilen des Brotes sind wir ins reden gekommen und haben gleich mehrere Gemeinsamkeiten festgestellt, die jede für sich geprägt hat und uns zu diesen starken und positiven, charismatischen und strahlenden Frauen werden liess, die wir sind. Wir haben in dem Moment beide eine sehr tiefe Dankbarkeit empfunden und konnten nicht genug reden. Abends haben wir sogar noch telefoniert und auch da konnten wir kaum aufhören. Es war so intensiv, dass wir uns spontan verabredet haben. Für mich ist es ein absoluter Wow-Moment. Diese Begegnung macht mich unendlich dankbar und glücklich und das an einem Sonntag, an dem ich dachte, ich höre jetzt einfach meine Süsse singen. Einem Sonntag, der doch so völlig unspektakulär begonnen hat, wurde plötzlich ein Highlight.

Wenn ich so an 2019 zurückdenke, dann überkommt mich ein feines Lächeln und ein sehr grosses Gefühl des Glücks und der Dankbarkeit. Zwar hatten wir im 2019 auch unsere Ups and Downs, aber die Erlebnisse mit meiner Süssen und meinem Schatz haben das Jahr geprägt und lassen es zu einem ganz besonderen werden.

Heraussticht, dass wir viele Kontakte und Freundschaften knüpfen konnten und noch näher Zusammengewachsen sind. Als Paar oder als Familie waren wir einfach gut drauf, entspannt, zufrieden und glücklich, dass wir Zeit zusammen verbringen dürfen. Wir geniessen es einfach, wenn wir zusammen sind – unterwegs müssen wir nicht mal unbedingt sein. Entspannt, zufrieden und glücklich mit sich zu sein, ist meiner Meinung nach auch der Schlüssel. Wir strahlen das förmlich aus, haben Musse und genug Neugier. Wir parlieren auf Französisch, Italienisch, Englisch oder auch Dialekt und sind fröhlich und aufgestellt – wie wir halt sind. Der Rest passiert ganz allein und wir durften so ganz viele wunderbare Begegnungen machen im 2019 und neue Freundschaften schliessen. Es ist fantastisch und bereichert unser Leben und unsere Beziehung.

Zu den Höhepunkten gehören unsere unzähligen Ausflüge, Weekend-Trips und Reisen, die uns auch immer in Erinnerung bleiben. Nizza gehört, obwohl es immer speziell ist und wir es unheimlich geniessen dürfen, einfach zu unserem Lebensraum. Und Nizza ist nicht minderbedeutend für uns. Nizza hat sich als grosse Liebe gefestigt. Getoppt hat aber unsere luxuriöse Kreuzfahrt im Mittelmeer aber alles, was wir in unseren früheren Leben und auf unseren bisherigen Reisen erleben durften. Dies ist so, wenn ich die vielen Bilder anschaue, die ich gerade sortiere aber auch, wenn ich in mich hinein höre. Sowas unglaubliches wird es wohl auch nicht zweimal geben. Einerseits, weil wir zu dritt unterwegs waren, andererseits, weil uns die Möglichkeit geboten wurde auf der MSC Fantasia in der Yacht Club Klasse zu reisen. Mit den vielen Vorzügen, die dieses Schiff im Schiff Konzept bietet, wurden wir von A – Z einfach verwöhnt. Wir haben die Zeit auf dem Schiff richtig aufgesogen und einfach genossen. Die Suite, den Service, das feine Essen, die Annehmlichkeiten, die der Yacht Club bietet. Wir konnten draussen Baden, Sonne tanken und uns von A nach B schippern lassen. Auch die Ausflüge waren toll – besonders beeindruckend war Pompeij und die Führung vor Ort. Morgens, wenn es noch kaum Leute hat, ist diese Antike Ruinen-Stadt richtig mystisch.

Zwar werden wir 2020 auf keine Kreuzfahrt gehen, haben aber schon einige tolle Ausflüge, Trips und Reisen geplant. So werden wir – ganz nach meinem Motto – jedes Jahr einen neuen Ort zu bereisen nach Bordeaux fahren und den Wein, das Meer und die Landschaft erkunden. Auch fahren wir im Frühling nach Rom und freuen uns schon über ein ganz besonderes Highlight – mehr dazu aber dann im Bericht. Und im Herbst führt uns die Reise in unser geliebtes K und K nach Österreich/Ungarn. Meine Süsse freut sich bereits auf die Schlösser und alles rund um Franz und Sissi.

Kaum zu glauben, dass bereits das Jahr 2019 Geschichte ist und somit ein Jahrzehnt zu Ende geht. Wenn ich so zurückschaue auf das letzte Jahrzehnt und wo ich heute stehe, wer ich heute bin, dann bin ich stolz und dankbar. Ich habe mich vom unsicheren Mädchen zur starken Frau entwickelt. Und das macht mich echt happy. Und es ist wahnsinnig viel passiert in diesen 10 Jahren. Vor 10 Jahren dachte ich der Lebensplan sei klar – Heirat, Familie, Kinder, Arbeit. Alles schien so, als wäre es gegeben und ich würde es genauso leben, wie ich es eben auch gelehrt wurde oder vorgelebt bekommen hab. Anfang des Jahrzehnts habe ich geheiratet und jetzt zum Ende wurde ich geschieden. Wär hätte das gedacht. Ich habe mein Leben in den letzten 10 Jahren einmal komplett umgekrempelt. Allen Unkenrufen zum Trotz, bin ich beharrlich meinem Herzen gefolgt. Und heute stehe ich da und freue mich auf das neue Jahrzehnt – auf alles was kommt. Denn ich spüre tief in mir, dass es grossartig wird. Den Ballast des letzten Jahrzehnts habe ich im 2019 gelassen. Vieles beruflich und privat abgeschlossen. Vieles hat sich auch beruhigt. Denn die Jahre nach der Trennung waren auch eine Suche. Eine Suche nach dem wahren Ich. Wer will ich sein und was will ich tun, mit wem will ich mein Leben verbringen und wie will ich denn dieses Leben leben. Und ich weiss, dass sich im 2020 mein beruhigtes Leben mit meiner Süssen, meinem Partner, meiner Familie und meinen Freunden verbringen und einen anspruchsvollen und spannenden Job haben werde.

Über die angekündigten ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr – hatte ich genug Zeit zum Nichtstun. Einfach die Sonne geniessen, viel schlafen und ausruhen, lesen und Seele baumeln lassen. Und vor allem bewusst nicht-denken. Es war perfekt. Und im Unterbewusstsein haben sich weitere Weichen gestellt und Punkte herausgeschält, die mir für 2020 wichtig sein werden. Dieses sein lassen, lässt mein Herz springen. Ich musste nichts tun und hab nun Klarheit.

Ich hatte Zeit 2019 Revue passieren zu lassen. Highlights waren wie hier auf dem Blog beschrieben all die Reisen, Kurztrips und Ausflüge mit meinem Schatz und meiner Süssen. Wir sind als Familie im 2019 zusammengewachsen und haben einen vertrauten Rhythmus und Umgang miteinander gefunden. Wir kennen uns jetzt so richtig gut und geniessen unsere gemeinsame Zeit, auch wenn wir mal nicht unterwegs sind. Aber Familie ist das grösste für uns. Wer hätte gedacht, dass wir zu Dritt so viele glückliche und innige Momente verbringen.

Selbstbestimmt und frei – so bestreite ich mein Leben!

Im 2019 habe ich meine Ehe und meinen Job gelassen. Hier einen Schlussstrich zu ziehen war wichtig. Nun sind die Dinge, die mir nicht gut getan haben, ein für alle Mal geregelt und ich kann nach vorne blicken. Es waren emotionale Befreiungsschläge und ich fühle mich stark und unabhängig, meinen Weg mit den Menschen zu gehen, dir mir gut tun – beruflich und privat. Trennungen und Scheidungen – und das sage ich aus eigener Erfahrung – sind sehr belastend, kostspielig und mit viel Schmerz und Tränen verbunden. Und solange die Scheidung nicht vollzogen ist, ist es effektiv so, dass man nicht richtig frei ist. Und heute bin ich frei auch finanziell. Ich bestreite mein Leben selbstbestimmt.

Mein Motto: „Leben und leben lassen.“

Selbstbestimmt zu sein, keine Angst zu haben und sich seiner Werte bewusst zu sein, genau das hat mir auch im Job geholfen. Ich hab zwar geduldig versucht im Job, den ich im April letzten Jahres begonnen hab, Fuss zu fassen. Aber es sollte oder wollte nicht klappen. Beruflich gesehen, was das 2019 wohl ein Zwischenjahr oder ein weiteres Lehrjahr. Letztlich kann ich aber sagen, mein Bauchgefühl lügt nie. Ich habe auch gelernt, dass meine Werte, die ich für mich habe, wie Respekt, Anstand, Freundlichkeit, Offenheit und Toleranz auch im Beruf ganz wichtig für mich sind und ich diese Werte auch bei meinem Arbeitgeber wiederfinden muss. Ich lebe nach dem Motto «Leben und leben lassen.» nur leider verstehen diese Einstellung nicht alle. Ich habe auch gelernt, dass ich zu meinen Emotionen stehen kann und ich mich nicht verstecken muss. Wenn Menschen zusammenarbeiten gibt es Reibereien und es ist nicht immer einfach, aber ich erwarte, dass man so viel Charakterstärke besitzt, um trotzdem vernünftig zusammenzuarbeiten. Der bewusste Umgang mit mir hat mir geholfen, diese Sicht einzunehmen und beharrlich daran festzuhalten. Es hat mir auch gezeigt, dass es manchmal besser ist, einfach weiter zu gehen, wenn es nach intensiven Gesprächen und dem Versuch, verständlich zu machen, was man will, nicht funktioniert. Ich bin daher auch gespannt, wie ich mein Wissen, meine Lebenserfahrung und Vorstellungen von einer guten Zusammenarbeit in meine neue Rolle einbringen kann.

1000 Dinge und Ideen zu tun im 2020

Fürs 2020 habe ich eigentlich keine Vorsätze gefasst, sondern ich möchte die Achtsamkeit und Bewusstheit in meinem Leben festigen. Dies im Bereich Gesundheit, Ernährung und Sport. Ich möchte mich noch mehr mit gesunder Ernährung befassen und hier eine Rezeptsammlung mit leckeren, einfachen und schnellen Gerichten für den Alltag plus unsere Lieblingsgerichte zusammenstellen. Sozusagen mein eigenes Kochbuch für ein gesundes Leben. Dazu gehört natürlich auch die nötige Portion Bewegung und die Freude daran sich gemeinsam zu bewegen. Hier wirds also auch Tipps und Ideen für gemeinsame Familien-Bewegungs-Erlebnisse geben.

Beruflich werde ich auch voll durchstarten. Ich freue mich jetzt schon auf meine neue Rolle und bin voller Motivation und Energie mein Wissen und Know-How einzubringen.

Und wir werden wieder Reisen, an noch unbekannte aber auch bekannte Orte. Bereits haben wir viele Reisepläne geschmiedet. Ich bin gespannt, was das noch junge Jahr bringt und ich freue auf jeden der verbleibenden Tage im 2020.

Weihnachten und die Feiertage haben für mich immer eine ganz besondere Bedeutung. Neben Zeit, die wir dann im Kreise der Familie verbringen, ist es auch die Zeit des Innehaltens, der Rückschau und der Erholung. In der Regel bin ich nach einem ereignisreichen, intensiven und langen (Arbeits-)Jahr jeweils müde und froh, mich mit meiner Süssen und meinem Schatz einfach mal zurückziehen zu können. In den letzten Jahren habe ich bewusst die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr oft für mich und ohne viel Programm verbracht. Gedanken sortieren und mich fokussieren, herausschälen, was ich im neuen Jahr erreichen will und mir vornehme zu tun.

Damit alles aber passt und wir uns richtig in diese kuschlig, erholsame Familienzeit zurückziehen können, wird’s nochmals geschäftig. Emsig organisieren wir alles für die Feiertage – vom Christbaum über die letzten Geschenke bis zum Menü planen wir alles schon in den Wochen davor. Wir bestellen das Fleisch vorab beim Metzger, kaufen Champagner und guten Wein und auch die restlichen Lebensmittel und versuchen nicht noch am 24. Dezember in letzter Hektik in den Laden rennen zu müssen. Die gute Planung ist einfach das halbe Leben.

Auch ein echter Christbaum darfs sein

Dieses Jahr haben wir uns besonders auch darüber Gedanken gemacht, ob wir nun einen Christbaum kaufen sollen oder einen im Topf mieten. Seit Jahren kaufe ich den Baum immer am selben Ort. Einer Christbaum-Kultur in der Region. Diese Familie lebt unter anderem vom Verkauf der Christbäume. Deshalb haben wir uns für dieses Jahr nochmals entschieden unseren Baum dort zu kaufen. Und im Gespräch mit dem Inhaber haben wir wichtige Fakten erfahren, die unsere Entscheidung noch bestärkt haben. Zum Beispiel sind Tännchen nicht lange überlebensfähig, wenn sie in einem Topf aufgezogen werden und auch der Irrglaube, dass man ihn vom Topf in die Erde und ein Jahr später wieder in den Topf pflanzen kann, funktioniert real nicht. Eine Hektare Weihnachtsbaumkultur bindet während der Wachstumszeit von zehn Jahren bis zu 145 Tonnen CO2 und produziert gleichzeitig bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. Auch sind solche Baumkulturen ein willkommener Lebensraum für viele Tierarten. Wir freuen uns nun, unser Schweizer Naturbaum in unserer Stube zu schmücken und ihn mit all den Lichtern bei Weihnachtsmusik zu geniessen.

Weihnachten ganz entspannt

Bereits mit dem Beginn der Weihnachtsferien stellt sich bei uns diese Feiertagsstimmung ein. Wir fahren runter, gehen alles gemütlich an und sind so am 24. Dezember bereits im Feiertagsmodus. Mit Musse stehe ich dann den halben Tag in der Küche, um mein Weihnachtsmenü vorzubereiten, den Tisch schön zu dekorieren und alles vorzubereiten für den Heiligabend.

In der Regel gehen wir nach einem feinen Znacht in die Mitternachtsmesse. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahren so ergeben und ich geniesse es an diesem Abend mit einem Moment der Achtsamkeit und den Gedanken bei sich ausklingen zu lassen. Besonders überwältigend und berührend ist einfach immer, wenn alle in der nur von Kerzen beleuchteten Kirche Stille Nacht singen. Das ist Gänsehaut pur. Dies mit meinen Liebsten zu erleben und bewusst zu werden, dass ich dann genau dort am richtigen Ort bin in diesem wundervollen Leben.

Zeit für Rückschau und Erholung

Ich freue mich also ganz besonders auf die Feiertage. Und es ist mir wichtig in den Tagen vor Jahresende das alte Jahr abzuschliessen – gedanklich. Dankbar zu sein für die wunderbaren Momente und Erlebnisse, die ich mit meiner Familie, meinen Freunden und mit meinem Schatz und meiner Süssen erleben durfte. Aber auch anzuerkennen, was nicht so gut lief, was ich ändern möchte, wo ich mich ändern möchte und was ich im neuen Jahr mit neuer Energie, neuem Mut und neuer Lebensfreude anpacken will. Gespannt und neugierig was das neue Jahr bringt. Ich spüre, dass seit ich achtsamer und näher bei mir bin, ich diese letzte Woche im alten Jahr viel bewusster wahrnehme und auch das Revue passieren eine ganz andere Qualität hat. Meine Wünsche und Ziele fürs neue Jahr auch immer mit meiner Achtsamkeit und der Dankbarkeit für mein Leben zu tun haben. Es geht mir ganz stark darum im Bewusstsein für mich selbst zu sein und auch in Zukunft zu lernen und mich ganz genau wahrzunehmen.

Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal ab dem 25. Dezember eine Woche am Stück mit meiner Süssen verbringen. In den Jahren zuvor war dies leider nicht möglich und mich hat dieses ständige hin und her zwar immer gestört, aber ich konnte letztlich wenig dagegen ausrichten. Umso mehr freue ich mich nun auf diese Woche und auf Nizza in der Weihnachtszeit und ein weiteres Silvester dort und die Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen.

«Liebe ist, wenn es Spass macht, treu zu sein.»

Unbekannt

Dieser Spruch ist mir neulich aufgefallen. Ich hab ihn dann meinem Schatz vorgelesen und wir haben darüber diskutiert, dass es bei uns tatsächlich so ist. Aber weshalb ist diese Beziehung wohl so und weshalb empfinden wir heute so? Dass alles passt? Ok – aber was passt denn wirklich? Der Weg hierhin war steinig und schmerzhaft und es war jetzt auch nicht über Nacht so, dass ich nach der Trennung wieder jemanden gefunden hab. Nach der Trennung von meinem Ex-Mann war ich mehrere Jahre auf der Reise – auf der Reise zu mir. Ich war überzeugt, dass irgendwann wieder jemand auftaucht, bei dem alles passt und mit dem ich mein wunderbares, volles und reiches Leben teilen darf. Auch die Vorstellung noch länger allein zu sein hat mir keine Angst bereitet – denn die Arbeit an mir hat mir geholfen zufrieden und dankbar mit mir und meinem Leben zu sein.

Diese Reise zum Traumpartner beginnt – und davon bin überzeugt – mit der Reise zu sich. Und genau, das war der Schlüssel. Ich hab so viel gelernt, erfahren, erlebt – Glück und Schmerz. Es war wichtig herauszufinden: Wer bin ich denn? Was will ich denn? Wen will ich an meiner Seite? Neben viel darüber nachdenken, habe ich viel geredet und reflektiert. Ich habe endlich meine Werte formulieren können und auch, wie ich mein Leben leben und wen ich in meinem Leben haben will.

Auf dem Weg war es richtig und wichtig, dass ich allein war und mich nicht gleich wieder Hals über Kopf in eine Beziehung gestürzt hab. Ich hatte viel Zeit – Zeit für mich allein, Zeit mit meiner Süssen, Zeit für Ferien mit ihr, Zeit für Reisen allein. Ich konnte und musste alles selber entscheiden. Und das hat mich stark gemacht. Auch der Schmerz über vielleicht gescheiterte Liebschaften, der Schmerz aufgrund der Scheidung, der immer wiederkehrende Streit mit meinem Ex über die Betreuung. Das ewige Hin und Her. Ich hab selber gedacht, selber entschieden, selber bestimmt.

Und ich habe mir ein wunderbares Umfeld aufgebaut. Ich habe meine Freundschaften intensiv gepflegt, habe auch neue Freundschaften geknüpft und Menschen kennengelernt, die mich inspirieren, meinen Horizont erweitern, mich wahrnehmen, ernst nehmen und so akzeptieren, wie ich bin. Ich bin offen und interessiert. Und dies habe ich gefeiert. Mein 40. Geburtstag war ein Fest mit all den Menschen, die mich Jahrzehnte oder erst wenige Jahre begleiten. Menschen, die mir ganz viel bedeuten, ob sie erst kurz in meinem Leben sind oder mich schon ewig kennen. Es war mein Fest. So wie ich bin – fröhlich, lustig, mit viel Lachen und guter Stimmung. Feinem Essen und gutem Wein. Ich hab mir die Party gemacht, wie ich bin. Meinen Stempel aufgesetzt.

Und auch wenn ich bis vor 2 Jahren schon weit gekommen war, mich in meinem selbstbestimmten Leben eingerichtet hatte und glücklich und stolz war auf alles was ich erreicht hatte, so war ich allein. Niemand konnte mein Herz entflammen und keiner entsprach dem Mann, den ich im Universum bestellt hatte. Der Mann, der ja sagt zu mir – ohne wenn und aber. Der Mann, der mit mir reist, unterwegs ist, mit mir bei Wein und gutem Essen über Gott und die Welt philosophiert, der mit mir Sport treibt, der mich aber auch meine Süsse nimmt, wie wir sind, der mich unterstützt, gross macht und einfach liebt. Der Mann, mit dem ich Pferde stehlen kann. Der Mann, der mein bester Freund, mein Partner, mein Liebhaber ist.

Genau, dieser Mann und es ist kaum zu glauben, ist erst einige Monate später wieder in mein Leben getreten. Ich habe immer gewusst, wenn er denn mal vor dir steht, dann weiss ich es einfach und dann gibt’s auch keine Diskussionen, keine Unsicherheit und kein Ja, aber. Dann passts, dann muss ich nicht mehr darüber nachdenken. Und genau so war es. Ich weiss, wer ich bin, ich weiss, dass ich mein Leben alleine meistern kann und das erst noch gut und ich weiss, was ich will und wen ich an meiner Seite will. Als er endlich dastand – hab ich keinen Moment gezögert. Es war einfach klar und seit 1.5 Jahren gehen wir gemeinsam diesen Weg. Anfängliche Unsicherheiten konnten wir in der Zwischenzeit hinter uns lassen und ganz ehrlich – es wird immer intensiver, immer enger und vollkommener. Wir haben soviel Spass miteinander und wir verstehen uns zu zweit oder zu dritt wunderbar. Wir ergänzen uns, stützen uns und sind für einander da. Es ist alles im Fluss und es hat noch nie so mit jemandem gepasst wie mit ihm. Das Zitat am Anfang «Liebe ist, wenn es Spass macht, treu zu sein» passt voll. Und es macht alles Sinn. Der Weg hierher zu dieser selbstbestimmten Beziehung, in der wir beide Individuen bleiben, die gemeinsam den Weg gehen, in der jeder so sein darf, wie er ist, war notwendig. Denn ohne dieses «Mich-Kennenlernen» und verstehen, wen ich an meiner Seite will – hätte ich nie den Mann angezogen, der mir all das und viel mehr gibt, als was ich mir je geträumt hätte.

Die Reise beginnt in dir. Und erst wenn du gefestigt bist, bei dir, dich kennst und weisst, wer du bist und was du willst und weisst, du kannst es allein, dann bist du bereit für einen Partner. Ich habs erlebt.  

Was für ein ereignisreicher Sonntag. Wahltag. Als durch und durch politischer Mensch hab ich das intensiv verfolgt. Ich bin bis vor einigen Jahren selber in einer Partei tätig gewesen und habe sogar vor 4 Jahren für den Nationalrat kandidiert. Es war Leidenschaft pur. Ich habe sowohl meinen Job als meine politischen Ämter immer mit Herzblut gemacht. Bis zum Bruch. Denn manchmal treffen Persönlichkeiten aufeinander, die einfach nicht miteinander können, auch wenn sie noch dieselben Ziele verfolgen. Ich habe mich darauf zurückgezogen – beruflich umorientiert und geniesse seither viele freie Abende abseits des Rampenlichts. Und etwa zu 80% der Zeit stört es mich nicht, dass die Politik ohne mich weiterläuft. In den vergangenen Jahren habe ich mich auch bezüglich meiner Parteizugehörigkeit oder –gesinnung emanzipiert und gehe dezidiert meinen Weg – und äussere mich, falls notwendig auch dazu. Befreit hab ich mich dann vor gut einem Jahr ganz, als ich sogar den Austritt aus der Partei gegeben hab und nun als wachsames Zoon-Politikon das Geschehen beobachte.

Als Zoon-Politikon ist meine Leidenschaft für Politik ungebrochen.

Wie gross die Leidenschaft für die Politik ist, zeigt sich dann aber am Wahltag. Ich konnte nicht aufhören die News zu schauen – ungläubig über Wahlsiege, Sitzgewinne von gewissen Exponenten und Verlusten von andern. Es hab mich voll chribbelig gemacht und ich war ganz nervös. Verstehen tue ich die Resultate immer noch nicht ganz – und hoffe nun natürlich, dass diese grüne Welle uns einfache Bürgerinnen und Bürger im Mittelstand nicht finanziell völlig fertigmacht. Davor hab ich echt Angst. Ich hoffe, dass ich mich diesbezüglich wieder beruhigen kann, denn ich denke, dass die Mühlen in Bern langsamer malen als anderswo und bei uns zum Glück noch gefeilscht werden muss, bis ein Gesetz oder ein Vorstoss durchgewunken wird.

Restaurant Niesenberg – idyllisches Herbstambiente

Abgesehen von meiner Aufregung über den Wahlausgang hatte ich ein unspektakuläres Wochenende. Wir haben am Freitag Freunde getroffen zum Znacht in einem tollen Restaurant. Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen Ecken die tollsten Restaurants im Aargau zu finden sind. Und ich hab auf meiner Restaurant-Liste einen weiteren Geheimtipp aufgenommen. Das Restaurant Niesenberg auf dem Niesenberg. Das Essen und der Wein waren sensationell, die Gespräche angeregt. Bestimmt werden wir im Sommer, wenn man schön draussen sitzen kann, wieder hierherkommen. Der Samstagabend und Sonntag stand im Zeichen der Familie mit einem gemeinsamen Znacht und die Ruhe vor dem Sturm am Sonntag haben wir bei der Schweizermeisterschaft im Steckenpferde-Rennen verbracht. So lustig, was es alles gibt. Hobby Horsing wie das offizielle genannt wird, ist anscheinend eine offizielle Disziplin und es gibt überall Turniere und Veranstaltungen. Wir haben zugeschaut wie Kinder – hochkonzentriert und voll bei der Sache entweder den Dressurkurs oder dein Spring-Parcours bestritten haben. Die Gewinnerinnen haben wie bei Reitturnieren üblich eine Rosette fürs Pferd erhalten. Lustig wars.

Heute finde ich mein Glück in mir.

Wie sehr ich auf dem Weg bin, habe ich dieses Wochenende auch wieder bemerkt. Es scheint Früchte zu tragen, dass ich so an mir gearbeitet hab, meine Grenzen, Werte verinnerlicht habe und für mich einstehe. Und ich habe auch erfahren dürfen, dass ich froh sein darf, mein Glück in mir zu finden, weil ich die Dinge tue, die mich zufrieden machen und weil ich jeden Tag diese Zufriedenheit und Dankbarkeit empfinden darf. Was ich nicht ausstehen kann, das ist Negativität und Gejammer immer und zu jederzeit. Ich kann das nicht ausstehen, wenn man nichts, aber gar nichts Schönes an seinem Leben finden kann, wenn alles nur schlecht oder negativ ist. Und noch weniger kann ich ausstehen, wenn man statt vor der eigenen Haustüre zu kehren, möglichst noch die vermeintlichen Probleme oder die Leben von anderen seziert, um möglichst nicht an sich selber zu arbeiten.

Letztlich war das Wochenende irgendwie aufwühlend, aufgrund all der verschiedenen Personen, Themen und Ereignisse. Am meisten aufgewühlt hat mich aber die Erkenntnis, dass nicht alle einfach bei sich, zufrieden mit sich und dankbar für ihr Leben sind. Und ich werde jetzt darüber nachdenken, wie ich solche Menschen oder ihr Verhalten nicht mehr zu sehr an mich ranlasse und wie ich Ruhe bewahren kann, auch wenn die Person mir sehr nahe steht. Achtsam. Wie immer. Ausatmen und einatmen. Dankbar für alles was ich hab.

Ach ja, diese farbigen Blätter und Bäume tun es mir gerade besonders an. Ich freue mich über die Fotos oder wenn ich in die schöne farbige Natur schaue.

Herbstfarben

Gerade läuft wieder viel bei mir. Eine gute Phase für mich, denn nach dem ich im September gefühlt keine kleinen Glücksmomente im Alltag gesehen hab, bin ich grad echt entspannt und sehr zufrieden im Hier und Jetzt. Die vielen kleinen Dinge sind es, die mich grad sehr glücklich machen. Der Kurztrip nach Nyon zu meinem Arbeitgeber, das verlängerte Weekend in meinem geliebten Nizza oder das VIP-Feeling in Mailand. Aber auch die Herbstfärbung der Bäume, die Rückkehr meiner Süssen nach den Ferien und ihre unbändige Energie oder die Verbundenheit mit meinem Schatz. Es läuft gerade wieder viel und es ist einfach wunderbar. Ich spüre so viel positive Energie und das macht mich total happy.

Stippvisite in der Romandie

Genferseeregion mit Weinbergen

Letzte Woche war ich beruflich in Nyon. Ich durfte für meinen Arbeitgeber eine Pressekonferenz organisieren und hab zum ersten Mal auch die Büros dort gesehen. Die Reise von mir nach Nyon ist ja eine halbe Weltreise – vor allem mit dem Zug, bereits um 5.15 hätte ich auf den Bus gehen müssen. Also habe ich mich entschieden bei meinem Schatz in Zofingen zu übernachten. An sich ja nichts Spezielles – aber ich hab alleine dort den Abend verbracht und dort geschlafen – er jettet grad auch um die Welt. Dies brachte mir 1.25 h mehr Zeit zum Schlafen. Dennoch musste ich um 6.32 Uhr den Zug Richtung Genf nehmen. Und trotz der frühen Morgenstunde, war ich voll motiviert, positiv und hab mich einfach auf den Tag gefreut. Die Fahrt nach Nyon entlang des Genfersees ist ja schon ein Highlight und ich hab mir fest vorgenommen mal einen City-Gourmet-Trip nach Lausanne zu machen inkl. dieser tollen Zugfahrt dorthin.

Meine Ode auf Nizza endet auch hier nicht

Leuchtturm und Hafen

Bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr sind wir losgefahren, um ein verlängertes Weekend in Nizza zu verbringen. Und es ist unglaublich – aber die Entspannung hat sich sofort eingestellt. Nichts mehr tun. Abschalten. Geniessen. Wir haben auf dem Balkon ein kleines Zvieri gemacht, gelesen und die warme Sonne genossen. Und wir haben viel geschlafen – alle aufgeladene Energie war weg – keine Termine und schwupps wirst du einfach müde und der Körper nimmt sich was er braucht. Erholung pur ohne viel zu tun. Ganz herrlich. Abends sind wir draussen gesessen, haben Apéro getrunken, Moules et Frites gegessen in unserem Lieblingsrestaurant La Mama oder irgendwo sonst in einem unserer bevorzugten Restaurants.

Als VIP an der Piazza di tre Torri

Milano – Piazza dei tre Torri

Mein nächster Stopp war dann Milano – nicht wegen der Fashion, sondern wegen meines Jobs. Ich durfte den Hauptsitz meines Arbeitgebers besuchen. Was für ein Highlight. Ich hab mich gefühlt eine very important Person, die für eine very important Firma arbeitet – die Menschen, die dort arbeiten sind einfach nur stolz, das zu dürfen. Es war mega inspirierend. Und hat mich auch voll happy gemacht. Von Mailand hab ich wenig gesehen – aber die Gegend um die Piazza Tre Torri ist modern und sehr beeindruckend. Ich habe 1.5 tolle Tage in Mailand verbracht mit meiner Arbeitskollegin und viele neue Kollegen kennengelernt. Der Austausch war ja so spannend und hat meine Stimmung zusätzlich gehoben. Ausserdem hatten wir auf der Heimfahrt – zum ersten Mal bin ich regulär durch den neuen Gotthard-Tunnel gefahren – einfach viel Zeit, um uns besser kennenzulernen und uns auszutauschen.

Eine Million schöner kleiner Dinge – #onemillionlittlethings

Meine Stimmung hebt sich im Moment nur schon, wenn ich in die Natur schaue – die Blätter färben sich nun langsam und die satten orange und rot Töne lassen mein Herz höherschlagen. So habe ich meine Jogging-Runde verlängert, um Zeit zu haben die Farben einzufangen und am Mittag bin ich extra nach draussen gegangen, um die Sonne zu geniessen und die farbigen Laubbäume zu fotografieren. Was zählt sind die kleinen Dinge – die Augen offen zu halten für die Schönheit der Natur, den Moment wahrzunehmen und ihn zu geniessen. Ich fühle mich im Moment sehr geerdet und verbunden mit mir. Dies wirkt sich auch auf meine Umgebung aus. Mit meinem Schatz fühle ich diese Tiefe ebenfalls und auch die Flausen meiner Süssen, die nach den Herbstferien wieder zu Hause ist, bringen mich eher zum Lachen und Schmunzeln. Die vielen kleinen Dinge im Alltag machen das Leben so einzigartig und darüber bin ich grad einfach dankbar. Dankbar für alles was mir grad geschenkt wird.

Im September ist der Alltag so vor uns hingeplätschert mit Arbeit, Schule, Haushalt. Eigentlich ein ganz normaler Monat, der mich aber nicht so inspiriert hat. Ich konnte irgendwie das kleine Glück nicht einfangen, festhalten und dankbar dafür sein. Und doch im Rückblick bildet der September ein Monat voller kleiner feiner Glücksmomente.

Mädelswochenende auf dem Jochpass

So waren wir mit einer Studienfreundin und ihren beiden Mädels unterwegs. Wir haben aus unseren jährlichen Zusammentreffen mit Ausflügen in der Zentralschweiz eine Tradition werden lassen, die letztes Jahr mit der Wanderung zum Seealpsee und dem Äscher ein absolutes Naturhighlight war. Da uns diese atemberaubende Bergkulisse und das Zusammensein so gefallen hat, haben wir für dieses Jahr wieder ein solches Wanderwochenende eingeplant. Diesmal wollten wir von Melchseefrutt über den Jochpass nach Engelberg wandern. Niemand hätte gedacht, dass genau unser Wochenende von einem Schnee- und Wintereinbruch geprägt war und wir die Wanderung absagen mussten. Auf den Berg rsp. den Jochpass sind wir trotzdem und haben einen gemütlichen Nachmittag und Abend in diesem schönen Berggasthaus verbracht beim Reden, Spielen, Apéro trinken und einem feinen Znacht sind alle auf ihre Kosten gekommen. Und auch bereits für nächstes Jahr haben wir unser Wanderwochenende wieder eingeplant. Wohin es geht, wissen wir zwar noch nicht, aber aufs Zusammensein freuen wir uns bereits alle.

Inspiriert vom Golfschnupperkurs

Ein weiteres kleines Glück war unser Golfschnupper-Kurs. Diesmal hat die Sonne geschienen und zwar so richtig. Mitte September haben wir den Sonntag somit auf dem Golfplatz in Holzhäusern verbracht und uns die Technik des Golfspiels zeigen lassen. Vor Jahren habe ich ja schon mal einen Golfkurs besucht und nach zig Abschlägen und vielen Versuchen den Golfball richtig zu treffen, entnervt aufgegeben. Es fehlte mir am Pfiff und auch wünschte ich mir schneller zu erfahren, was denn genau notwendig ist, um die Platzreife zu erlangen. Mit typisch englischem Humor hat uns der Golfpro in Holzhäusern aber die notwendigen Informationen erteilt und man könnte in einem Intensiv-Training die Spielreife für die Plätze der Migros bereits nach 2 Grundkursen und dem Knigge-Kurs erlangen. Das nach 5 Tagen. Wenn das keine Aussicht ist. Uns hats jedenfalls gefallen und wir überlegen im Frühling 2020 den Intensiv-Kurs zu machen und dann die Migros-Golfplätze unsicher zu machen.

Grosse Hochzeitssause

Das grosse Highlight des Septembers war aber die Hochzeit eines befreundeten Paares in Deutschland. Wir sind bereits am Freitag hingefahren und haben das Brautpaar am Samstag im Rathaus empfangen. Da wir so früh angereist sind, konnten wir am Vorabend noch gemütlich zu dritt Znacht essen und das Wochenende einläuten. Am Samstag gingen wir noch auf Shopping-Tour und haben für meine Süsse ihr ultimatives Hochzeits- und Festkleid gefunden im H&M. Auch ich wollte dann noch etwas im H&M schnuppern und mir eine so schicke karierte Hose kaufen. Doch keine wollte passen. Ganz frustriert – ich trage definitiv nicht Grösse 44 – bin ich aus dem Laden raus. Die Shopping-Laune war weg. Ich war dann auch nicht sicher, ob ich mein Glück im S. Oliver nochmals versuchen soll. Reinschnuppern und die Karo-Hosen bestauenen, das wollte ich dann doch und habe doch tatsächlich eine Hose gefunden – in einer akzeptablen Grösse – nämlich 36. Puh. Der Tag war also gerettet und wir konnten uns schön zurechtgemacht auf zur Hochzeit machen. Es war alles so herrlich liebevoll. Die vielen Kids hatten einen eigenen riesigen Kindertisch mit mindestens 5 verschiedenen Gerichten auf der Kinderkarte. Dazu gabs eine tolle Tanzband und sogar einen Zauberer. Wir haben viel und fein gegessen, bei guter Musik getanzt und uns wunderbar mit unseren Tischnachbarn unterhalten. Der Abschied am anderen Mittag – nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist uns wie immer sehr schwer gefallen.

Und wenn man diese drei Highlights meiner kleinen Glücksmomente nimmt und ich mich noch daran erinnere, dass ich ja noch meinen Geburtstag gefeiert habe und ihn im Wellness verbringen durfte, dann war es ein toller Monat. Und genau daran will ich mich erinnern. Lustigerweise kann man sich zum Glück relativ schnell nicht mehr an die Alltagsunannehmlichkeiten erinnern, die Probleme im Job, in der Schule, der Streit dort oder die Meinungsverschiedenheit da. Und wenn ein Monat einfach so dahinplätschert, einfach so vergeht, ist es umso wichtiger, sich die guten Dinge, die schönen Momente und die positiven Erlebnisse in Erinnerung zu rufen und sie dort zu bewahren. Ich habe mich im September viel zu sehr von den negativen oder schweren Dingen beeinflussen lassen. Ich war angespannt, gereizt und fühlte mich gestresst. Habe mir über Dinge den Kopf zerbrochen, die jetzt gar nicht mehr der Rede wert sind. Dabei sollte ich ja wissen, dass mit etwas Distanz, mit etwas mehr Gelassenheit und weniger Gedankenkarussell alles viel einfach wäre. Aber wenn man so gestresst oder genervt ist, man viele Termine hat oder viele Steine auf dem Weg liegen, ist das ja leider leichter gesagt als getan.

Sport für Körper und Geist

Erstaunlicherweise konnte ich meinen Fitness- und Jogging-Rhythmus ohne Probleme einhalten. Ich gehe seit Anfang Schuljahr einmal die Woche ins Pilates und jogge 2-3 mal die Woche. Und wenn ich es nicht tue, dann fehlt mir etwas. Und eigentlich freut mich diese Entwicklung sehr. Wie wichtig Sport sein kann und welchen Effekt regelmässiger Sport haben kann, hat uns die Begegnung mit der ehemaligen Olympionikin Almut Brömmel gezeigt, welche wir im Hotel in Deutschland kennengelernt haben. Sie trainiert heute mit 84 Jahren noch junge Leichtatletik-Talente und nimmt sogar noch an Landesmeisterschaften teil. An jenem Wochenende in Deutschland hat sie einmal mehr einen Wettbewerb in der Kategorie Ü80 gewonnen.

Zwetschgen-Kuchen macht glücklich

Im September habe ich es auch kaum geschafft zu backen oder mir Zeit genommen etwas Feines zu kochen. Was geblieben ist, ist der Zwetschgen-Kuchen, den ich für unseren Besuch gebacken habe. Mein Zwetschgenkuchen war nicht so eine grosse Sache, da ich einen einfachen Gleichschwer-Rührteig mit Vanille verfeinert gemacht und die Zwetschgen darin versenkt habe. Geschmeckt hat es allen trotzdem gut.