Kochen

Meine Mama hat Anfang Woche ihren 75. Geburtstag gefeiert. Und zur Feier des Tages habe ich Sie mit meinem Papa zum Abendessen eingeladen. Einen hübschen Blumenstrauss gabs oben drauf.

Ich liebe es zu kochen, kreativ neues auszuprobieren und für Freunde und Familie zu kochen. Ich hab früher oft Gäste bewirtet und jeden Sonntag zum Abendessen etwas spezielles gekocht, aber dann als ich ausgezogen bin und mit kleinem Kind zu Hause sass, ist für lange Zeit, diese Leidenschaft eingeschlafen. Ich habe die Zeit einfach für anderes gebraucht und genutzt – was letztlich auch nicht schlecht war. Und ganz wichtig in der Küche in meiner Mietwohnung in Wohlen liess es sich einfach nicht so gut kochen. Die Küchengeräte vom Kühlschrank über Herd bis Backofen waren einfach nicht so mein Ding. Irgendwie billige Qualität. Wie auch immer, Lust zu kochen hatte ich nicht so. Aber hier in meiner neuen schönen und modernen Wohnung, in der wir seit nun drei Jahren wohnen, kam die Lust zum Kochen, Backen und Ausprobieren schnell wieder und ich hab mich letztes Jahr wieder vermehrt daran gemacht auch Gäste zu bewirten und fein zu kochen!

Das Menü

Auf dem Menüplan stand ein Randencarpaccio aus gebackenem Randen mit Nüssli-Salat und Champignons, dann ein Kalbsschnitzelchen mit Zitronen-Kräuter-Sauce auf einem Beet aus gebratenen Zucchetti-Stangen. Zum Dessert gabs ein Schokoladen-Praliné. Abgerundet wurde das Ganze mit feinem italienischem Wein, Espresso und einem Amaro del Capo.

Ich mag lieber Menüs, die leicht sind und dann nicht so schwer auf dem Magen liegen. Und ich schaue immer auf regionale Produkte, Bio-Qualität, Fleisch vom Metzger. Die Gerichte sollen möglichst wenige Kohlenhydrate aufweisen und trotzdem munden. Hmmm, meinen Eltern und meinem Partner hats geschmeckt und diese kleine Geburtstagsfeier ist richtig gut gelungen.

Gut, wenns regnet am Sonntag, dann könnte man einfach im Bett bleiben. Aber mit Kind geht das nicht. Auch wenn ich die Hoffnung hatte, sie schläft länger, ist sie natürlich schon um 7.15 Uhr aufgestanden. Also nicht mal ausschlafen ist drin gelegen. Meine Süsse hält einem schon Sonntagsfrüh ziemlich auf trapp. Wir haben also gefrühstückt, Spiele gespielt und ich durfte dann zuerst mal im Regen bei 2°C auf eine 6 Km-Laufrunde.

Und dann haben wir gebacken. Ein geeignetes Schlecht-Wetter-ohne-Fernseher-Programm. Wir haben gemeinsam einen Gugelhopf gebacken und meine Eltern zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Meine Tochter ist ja immer voll dabei, wenn sie mit mir backen oder kochen darf. Sie steht dann konzentriert und gespannt auf dem Treppchen neben mir und hilft mir wo es nur geht. Sie ist ganz begeistert bei der Sache und es macht auch immer mehr Spass! Jetzt wiegt sie das Mehl ab, schlägt selber die Eier in den Topf und rührt selber mit dem Rührgerät. Es ist so schön zu sehen, wie sie sich entwickelt, sie mich kopiert und wie schnell sie lernt.

Marroni-Gugelhopf – ausnahmsweise hat sogar meine Tochter davon gegessen!

Und der Kuchen hat mmmh so fein geduftet und auch geschmeckt. Das Sonntags-Regen-Programm hat alle also ganz happy und letztlich auch müde gemacht.