Familie

Sportferien im Süden verbringen. Etwas Sonne und Wärme tanken. Das ist meine schönste Vorstellung. Mit meiner Süssen bin ich von Basel nach Nizza geflogen. In weniger als einer Stunde ist man am Mittelmeer. Wir haben zum ersten Mal vom Flughafen zum Hafen das neue Tram genommen und sind so in gut einer halben Stunde mitten im Zentrum von Nizza angekommen. Und wenn man das Bus-System etwas kennt, kann man auch gleich einen Anschluss-Bus finden, der einem noch in andere Ecken der Stadt und uns natürlich zu unserer Wohnung bringt. Der ÖV in Nizza ist wirklich top. Wir finden Preis-Leistung stimmt auch voll, oder was will man sagen, wenn man eine Tageskarte für 5 EUR und eine 7-Tage-Karte für 15 EUR bekommt. Und diese Verbindung mit dem Tram vom Hafen zum Flughafen macht Nizza noch attraktiver für Touristen. Und ich bin sicher, dass die Gegend rund um den Hafen ebenfalls nochmals an Attraktivität gewinnen wird.

Immer wieder Neues in Nizza

Wir haben unsere Lieblingsorte in Nizza besucht, sind in den Gare du Sud zum Zmittag, haben in unserer Lieblingsbar den Apéro genommen und in unserem Lieblingsrestaurant unsere Moules et Frites gegessen. Wir haben auch wieder viel Neues entdeckt. Unser Radius wird immer grösser und wir lieben es neue Orte und Quartiere zu durchstreifen. So sind wir in den Parc du Ray, der erst im Januar eröffnet wurde. Er befindet sich im Norden von Nizza und soll dem Quartier neues Leben geben. Auch haben wir uns ins legendäre Hotel Negresco gewagt und dort einen exquisiten und exklusiven Apéro in der Bar gegönnt. Das beste Hotel am Platz hat uns sehr gefallen – übernachten werden wir wohl aber trotzdem nie hier. Die Promenade des Anglais und die Strassen dahinter haben wieder einen ganz anderen Charme als in der Gegend um die uns bekannte Altstadt.

Cannes

Im Gegensatz zu Nizza habe ich Cannes selten besucht und nie wirklich gemocht. Wie sich nun herausgestellt hat wohl eher zu unrecht. Wir haben die Weltbekannte und für Glanz und Glamour bekannte Küstenstadt erkundet und in den Winkeln und Gassen der Altstadt Le Suquet viel Normalität und das typisch südfranzösische Flair gefunden. Von der höchsten Stelle der Altstadt bei der Notre-Dame d’Espéerance hat man einen ganz wunderbaren Rundblick über den Hafen und die Croisette. Auch die Croisette, das Palais de Festival und die Luxusläden gehören einfach zu Cannes. Dort kann man flanieren und Schaufenster-Shopping machen. Für ausgiebiges Shopping ist dann die Rue d’Antibes geeignet. Hier sind viele bekannte Mode- und Ladenketten zu finden.

Jetzt war es mild, sonnig und ausgesprochen ruhig. Auf der Promenade konnte man gemütlich draussen essen und seinen Kaffee trinken. Wir können uns aber ausmalen, dass es im Sommer nicht so ruhig und gemächlich zu geht. Die Plätze, Strassen und Gassen rund um den Hafen, die Croisette und die Altstadt stark frequentiert sein werden. Und eine Anfahrt mit dem Auto wohl nicht mehr so einfach sein wird. Wir werden Cannes sicher im Sommer besuchen, dann aber mit dem Bus von Nizza aus.

Place Garibaldi

In Nizza lässt es sich zu jeder Jahreszeit draussen sitzen. Sobald die Sonne scheint, wird es rasch angenehm warm. Am Place Garibaldi – einem unserer Lieblingsplätze – haben wir zu Mittag gegessen. Der Place Garibaldi als erste Erweiterung der Altstadt von Nizza in Richtung Neustadt besitzt heute Gebäude mit eleganten Ockergelb Fassaden und grünen Nizzaer Fensterläden. Der Platz liegt im Herzen von Nizza, in dessen Mitte befindet sich die Statue des berühmten Giuseppe Garibaldi. Und da kamen bei mir richtige Frühlingsgefühle auf. So dort sitzen, die Sonne geniessen, ein feines Glas Wein zu trinken und durchatmen und entspannen. Das ist das Ankommen für mich. Und gleichzeitig überkommt mich dann die Wehmut – wieder wegfahren zu müssen, wo ich doch so gerne hierbleiben würde. Das Gute ist, trotz allem, zu wissen und die Möglichkeit zu haben, jederzeit wiederzukommen. Für ein Wochenende, für die Frühlingsferien, die Sommerferien, wann immer wir wollen.

…Ski fahrt die ganzi Nation.

Ski fahren liegt voll im Trend – bei Familien, Paaren, Jungen und Alten. Und es scheint irgendwie keine Frage des Budgets zu sein. Zumindest ist das mein Eindruck. Ich persönlich finde Ski fahren voll toll, aber auch mega teuer.

Vor 3 Jahren habe ich meine Freude am Ski fahren wieder für mich entdeckt, nachdem ich mehr als 10 Jahre nicht mehr auf den Skiern gestanden bin. Davor war ich schon ein richtiges Schnee-Häsli und bin im Winter nicht nur Tage und an einzelnen verlängerten Weekends auf der Piste gewesen, sondern auch in die Skiferien gefahren.

Ski fahren habe ich auf dem Pizol und Flumserberg gelernt. Ich erinnere mich gut an die Zeit als kleines Mädchen, als ich mit meinem Bruder und meinem Papa den ganzen Tag auf den Skiern stand und nicht genug kriegen konnte. Die Sandwichs, die meine Grossmutter gemacht hat, hat mein Vater in einer riesigen Bauchtasche mitgenommen und im Gondelbähnli haben wir sie jeweils verputzt. Es war mega toll, so mit meinem Vater unterwegs zu sein. Als ich älter war, bin ich auch immer ins Skilager gefahren. Und habe viele Erinnerungen an tolle Skigebiete in der Schweiz.

Neues Material und neue Technik mit Skilehrer kennenlernen

Nach einer 10jährigen Pause – hab ich mir vor 3 Jahren ein Skiweekend gegönnt. Mit einer Kollegin fuhr ich nach Davos für ein Weekend. Die ganze Ausrüstung habe ich mir in Davos gemietet und auch einen Skilehrer für einen halben Tag organisiert. Ich wollte nach so langer Zeit einfach nichts riskieren. Neues Material, neue Technik – ich war einfach unsicher und wollte zuerst die Technik mit dem Caving-Ski lernen, bevor ich allein auf die Piste gehe. Es hat so wahnsinnig viel Spass gemacht und die Erinnerungen an meine Kindheit aber auch die Skiferien von früher, haben so viel Lust auf mehr gemacht, dass wir im 2018 Skiferien in Arosa gebucht haben. Meine Süsse ist in die Mini-Skischule, meine Mama hat auf sie aufgepasst und ich bin mit meinem Papa über die wunderbaren Hänge von Arosa gefahren. Es war so toll.

Skifahren fürs kleine Budget

Grundsätzlich finde ich Ski fahren sehr teuer. Nicht nur die Ski-Ausrüstung, auch die Tageskarten, die Unterkünfte, Essen und die Anfahrt gehen ins Geld. Ganz zu schweigen von Skischule für Kinder. Ich habe deshalb lange überlegt, wie und ob ich Ski-Tage verbringen möchte.

Um Geld zu sparen vor Ort haben wir nun eine Saison lang Ski gemietet. Bereits Ende November sind wir schon auf den Skiern gestanden. Wir haben ausgerechnet, dass wir mindestens 6x auf die Ski stehen müssen, damit es günstiger wird als eine Tagesmiete in den Bergen. Ausserdem haben wir festgestellt, dass man Tageskarten online voraus günstiger buchen kann. Auch gibt es vergünstigte Ski-Pässe z.B. von Raiffaisen oder über Snow’n’rail von der SBB. Z.B. inkludieren Hotels auch die Skipässe ab 2 Übernachtungen. M-Cumulus und Coop bieten ausserdem Angebote 2 Übernachtungen inkl. Frühstück und 1x Abendessen. Solche Angebote sind auch immer interessant.

Kleine Skigebiete mit Charme

Wir haben beschlossen erst mal in die kleineren Ski-Gebiete zu fahren. So waren wir auf dem Pizol – dem Skigebiet aus meinen Kindertagen. Wir haben auf der Furt übernachtet und sind den ganzen Tag auf den Skiern gestanden. Die Übernachtung hat 220.- Franken gekostet inkl. Halbpension. Dann hat die Tageskarte je 57.- Franken und die Pausen für Getränke und Essen ca. 50.-. Das Skigebiet ist ganz toll und hat wunderbar präparierte Pisten. Für mich neu war, dass wir auch auf die Bad Ragazer Seite traversieren konnten. Wir haben den Tag auf dem Pizol sehr genossen und werden Mitte Februar gleich nochmals ein Weekend dort verbringen.

Wenn ich so an 2019 zurückdenke, dann überkommt mich ein feines Lächeln und ein sehr grosses Gefühl des Glücks und der Dankbarkeit. Zwar hatten wir im 2019 auch unsere Ups and Downs, aber die Erlebnisse mit meiner Süssen und meinem Schatz haben das Jahr geprägt und lassen es zu einem ganz besonderen werden.

Heraussticht, dass wir viele Kontakte und Freundschaften knüpfen konnten und noch näher Zusammengewachsen sind. Als Paar oder als Familie waren wir einfach gut drauf, entspannt, zufrieden und glücklich, dass wir Zeit zusammen verbringen dürfen. Wir geniessen es einfach, wenn wir zusammen sind – unterwegs müssen wir nicht mal unbedingt sein. Entspannt, zufrieden und glücklich mit sich zu sein, ist meiner Meinung nach auch der Schlüssel. Wir strahlen das förmlich aus, haben Musse und genug Neugier. Wir parlieren auf Französisch, Italienisch, Englisch oder auch Dialekt und sind fröhlich und aufgestellt – wie wir halt sind. Der Rest passiert ganz allein und wir durften so ganz viele wunderbare Begegnungen machen im 2019 und neue Freundschaften schliessen. Es ist fantastisch und bereichert unser Leben und unsere Beziehung.

Zu den Höhepunkten gehören unsere unzähligen Ausflüge, Weekend-Trips und Reisen, die uns auch immer in Erinnerung bleiben. Nizza gehört, obwohl es immer speziell ist und wir es unheimlich geniessen dürfen, einfach zu unserem Lebensraum. Und Nizza ist nicht minderbedeutend für uns. Nizza hat sich als grosse Liebe gefestigt. Getoppt hat aber unsere luxuriöse Kreuzfahrt im Mittelmeer aber alles, was wir in unseren früheren Leben und auf unseren bisherigen Reisen erleben durften. Dies ist so, wenn ich die vielen Bilder anschaue, die ich gerade sortiere aber auch, wenn ich in mich hinein höre. Sowas unglaubliches wird es wohl auch nicht zweimal geben. Einerseits, weil wir zu dritt unterwegs waren, andererseits, weil uns die Möglichkeit geboten wurde auf der MSC Fantasia in der Yacht Club Klasse zu reisen. Mit den vielen Vorzügen, die dieses Schiff im Schiff Konzept bietet, wurden wir von A – Z einfach verwöhnt. Wir haben die Zeit auf dem Schiff richtig aufgesogen und einfach genossen. Die Suite, den Service, das feine Essen, die Annehmlichkeiten, die der Yacht Club bietet. Wir konnten draussen Baden, Sonne tanken und uns von A nach B schippern lassen. Auch die Ausflüge waren toll – besonders beeindruckend war Pompeij und die Führung vor Ort. Morgens, wenn es noch kaum Leute hat, ist diese Antike Ruinen-Stadt richtig mystisch.

Zwar werden wir 2020 auf keine Kreuzfahrt gehen, haben aber schon einige tolle Ausflüge, Trips und Reisen geplant. So werden wir – ganz nach meinem Motto – jedes Jahr einen neuen Ort zu bereisen nach Bordeaux fahren und den Wein, das Meer und die Landschaft erkunden. Auch fahren wir im Frühling nach Rom und freuen uns schon über ein ganz besonderes Highlight – mehr dazu aber dann im Bericht. Und im Herbst führt uns die Reise in unser geliebtes K und K nach Österreich/Ungarn. Meine Süsse freut sich bereits auf die Schlösser und alles rund um Franz und Sissi.

Weihnachten und die Feiertage haben für mich immer eine ganz besondere Bedeutung. Neben Zeit, die wir dann im Kreise der Familie verbringen, ist es auch die Zeit des Innehaltens, der Rückschau und der Erholung. In der Regel bin ich nach einem ereignisreichen, intensiven und langen (Arbeits-)Jahr jeweils müde und froh, mich mit meiner Süssen und meinem Schatz einfach mal zurückziehen zu können. In den letzten Jahren habe ich bewusst die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr oft für mich und ohne viel Programm verbracht. Gedanken sortieren und mich fokussieren, herausschälen, was ich im neuen Jahr erreichen will und mir vornehme zu tun.

Damit alles aber passt und wir uns richtig in diese kuschlig, erholsame Familienzeit zurückziehen können, wird’s nochmals geschäftig. Emsig organisieren wir alles für die Feiertage – vom Christbaum über die letzten Geschenke bis zum Menü planen wir alles schon in den Wochen davor. Wir bestellen das Fleisch vorab beim Metzger, kaufen Champagner und guten Wein und auch die restlichen Lebensmittel und versuchen nicht noch am 24. Dezember in letzter Hektik in den Laden rennen zu müssen. Die gute Planung ist einfach das halbe Leben.

Auch ein echter Christbaum darfs sein

Dieses Jahr haben wir uns besonders auch darüber Gedanken gemacht, ob wir nun einen Christbaum kaufen sollen oder einen im Topf mieten. Seit Jahren kaufe ich den Baum immer am selben Ort. Einer Christbaum-Kultur in der Region. Diese Familie lebt unter anderem vom Verkauf der Christbäume. Deshalb haben wir uns für dieses Jahr nochmals entschieden unseren Baum dort zu kaufen. Und im Gespräch mit dem Inhaber haben wir wichtige Fakten erfahren, die unsere Entscheidung noch bestärkt haben. Zum Beispiel sind Tännchen nicht lange überlebensfähig, wenn sie in einem Topf aufgezogen werden und auch der Irrglaube, dass man ihn vom Topf in die Erde und ein Jahr später wieder in den Topf pflanzen kann, funktioniert real nicht. Eine Hektare Weihnachtsbaumkultur bindet während der Wachstumszeit von zehn Jahren bis zu 145 Tonnen CO2 und produziert gleichzeitig bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. Auch sind solche Baumkulturen ein willkommener Lebensraum für viele Tierarten. Wir freuen uns nun, unser Schweizer Naturbaum in unserer Stube zu schmücken und ihn mit all den Lichtern bei Weihnachtsmusik zu geniessen.

Weihnachten ganz entspannt

Bereits mit dem Beginn der Weihnachtsferien stellt sich bei uns diese Feiertagsstimmung ein. Wir fahren runter, gehen alles gemütlich an und sind so am 24. Dezember bereits im Feiertagsmodus. Mit Musse stehe ich dann den halben Tag in der Küche, um mein Weihnachtsmenü vorzubereiten, den Tisch schön zu dekorieren und alles vorzubereiten für den Heiligabend.

In der Regel gehen wir nach einem feinen Znacht in die Mitternachtsmesse. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahren so ergeben und ich geniesse es an diesem Abend mit einem Moment der Achtsamkeit und den Gedanken bei sich ausklingen zu lassen. Besonders überwältigend und berührend ist einfach immer, wenn alle in der nur von Kerzen beleuchteten Kirche Stille Nacht singen. Das ist Gänsehaut pur. Dies mit meinen Liebsten zu erleben und bewusst zu werden, dass ich dann genau dort am richtigen Ort bin in diesem wundervollen Leben.

Zeit für Rückschau und Erholung

Ich freue mich also ganz besonders auf die Feiertage. Und es ist mir wichtig in den Tagen vor Jahresende das alte Jahr abzuschliessen – gedanklich. Dankbar zu sein für die wunderbaren Momente und Erlebnisse, die ich mit meiner Familie, meinen Freunden und mit meinem Schatz und meiner Süssen erleben durfte. Aber auch anzuerkennen, was nicht so gut lief, was ich ändern möchte, wo ich mich ändern möchte und was ich im neuen Jahr mit neuer Energie, neuem Mut und neuer Lebensfreude anpacken will. Gespannt und neugierig was das neue Jahr bringt. Ich spüre, dass seit ich achtsamer und näher bei mir bin, ich diese letzte Woche im alten Jahr viel bewusster wahrnehme und auch das Revue passieren eine ganz andere Qualität hat. Meine Wünsche und Ziele fürs neue Jahr auch immer mit meiner Achtsamkeit und der Dankbarkeit für mein Leben zu tun haben. Es geht mir ganz stark darum im Bewusstsein für mich selbst zu sein und auch in Zukunft zu lernen und mich ganz genau wahrzunehmen.

Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal ab dem 25. Dezember eine Woche am Stück mit meiner Süssen verbringen. In den Jahren zuvor war dies leider nicht möglich und mich hat dieses ständige hin und her zwar immer gestört, aber ich konnte letztlich wenig dagegen ausrichten. Umso mehr freue ich mich nun auf diese Woche und auf Nizza in der Weihnachtszeit und ein weiteres Silvester dort und die Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen.

Eine besondere Freude in der Vorweihnachtszeit ist das gemeinsame Basteln mit meiner Süssen. Ich kann mich gut erinnern, dass ich selber mit meiner Mutter immer gebastelt habe zu Weihnachten und schöne selbstgemachte Dinge an mein Grossmami, Gotti und Götti verschenkt habe.

Ich habe mir in den letzten Jahren einiges einfallen lassen. So ist einiges an lässigen Sachen zusammengekommen. Als meine Süsse noch kleiner war, war es viel schwieriger mit ihr zu basteln, aber für einen selbstbemalten Rahmen mit einem schönen Bild oder eine bemalte Hülle für die Zündholzschachtel aus Holz hat es noch bald gereicht. Wichtig ist ja die Geste, die zählt. Und mir bedeutet es viel mit meiner Kleinen so Zeit zu verbringen, mit ihr zu basteln und etwas mehr oder weniger Sinnvolles herzustellen. Und auch etwas Kleines macht allen Freude.

Akryl-Schneidebretter bemalen

Vor 3 Jahren hat sie Akryl-Schneidebretter bunt bemalt mit wasserfester Farbe von Gonis. Die Schneidebretter sind im Geschirrspühler waschbar und die Bemalung hält gut.

Selbstgeröstetes Granola im bemalten Glas

Letztes Jahr haben wir zusammen Müesli-Gläser gestaltet und selber Granola-Müesli hergestellt.

350 g kernige Haferflocken

100 g Mandelblättchen

50 g Walnüsse grob gehackt

50 g Kokosflocken

30 g Sesamsamen

3 TL Zimt

180 g flüssigen Honig

6 EL Öl

100 g Trockenfrüchte wie Cranberries, Aprikosen, etc.

Alle Zutaten (bis auf die Früchte) in einer grossen Schüssel vermischen. Dann den Mix auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech flach verteilen. Die Mischung bei zirka 180° C (kein Umluft) ca. 20 Minuten lang backen.
Das Müesli alle 10 bis 15 Minuten wenden, damit es schön knusprig wird. . Nach dem Abkühlen mit den Trockenfrüchten mischen und in die Gläser abfüllen.

In einem Müesli-Glas aufbewahren.

Trinkschokolade

Passend zum Granola-Müesli haben wir ausserdem Trinkschokolade hergestellt.

  • 200 g Dunkle Schokolade
  • 200 g weiße Schokolade
  • 10 Eisstiele (Es gehen auch Cake-Pop-Stiel oder Holz-Teelöffel)
  • 10 Plastik Schnappsgläser 2cl
  • Streusel / Mini Marshmallows als Verziehrung

Die Schokolade getrennt klein hacken und im Wasserbad bei geringer Wärmezufuhr schmelzen. Mit Teelöffeln (oder auch einem Spritzbeutel) erst die weiße Schokolade zur Hälfte in die Becher füllen. Das Schnappsglas ein paarmal auf den Boden klopfen, damit die Schokolade glatt wird. Ein wenig abkühlen (aber nicht hart werden) lassen.

Die dunkle Schokolade vorsichtig oben drauf geben. Wieder das Schnappsglas ein paar Mal auf den Boden klopfen, damit die Schokolade glatt wird und einen Eisstiel gerade oben rein stecken. Danach Streusel oder Marshmallows obendrauf und für 2-3 Stunden in den Kühlschrank.

Wir haben die Trinkschokolade-Stiele in Säckchen verpackt und zu den Gläsern mit dem Granola mitgegeben.

Bienenwachstücher selber gemacht

Bienenwachstücher liegen ja voll im Trend. Deshalb habe ich mich im Internet schlau gemacht, wie man diese herstellen kann und was es für Zutaten braucht. Man findet heute bereits vollständige Sets zur Herstellung mit allen Zutaten online. Es geht aber auch, wenn man die einzelnen Zutaten einzeln bestellt oder organisiert. Ist einfach etwas aufwändiger. Die Herstellung selber ist dann ich so eine Hexerei, wenn auch eine etwas klebrige Angelegenheit.

Ich habe auf dem Internet unter:  https://loumalou.ch/bienenwachstuch-selber-machen/ alle wichtigen Informationen gefunden.

Alle Zutaten habe ich online bestellt:

60g Bienenwachs

40g – 50g Harz

10 g Mandelöl

Baumwollstoff

Diese Zutaten reichten bei uns für insgesamt 15 Tücher, in verschiedenen handlichen quadratischen Grössen. Damit der Rand nicht zu stark ausfranst, haben wir eine Zickzack-Schere zum Zuschneiden der Stoffstücke genommen.

Tools

Leere mittlere Konservendose

Alter breiter Pinsel

Pfanne für das Wasserbad

Altes Bügeleisen und Backblech

Backpapier

Harz mörsern, damit die Stücke nur noch grobkörnig sind, in die Konservendose geben und im Wasserbad unter Umrühren mit einem Holzstab schmelzen. Das dauert ziemlich lange und es ist – wie das Wort sagt – harzig, bis es zähflüssig oder weich wird.

Sobald das Harz einigermassen geschmolzen ist, Bienenwachs und Öl dazugeben und im Wasserbad weiter langsam schmelzen. Immer gut umrühren und geduldig sein, bis alles geschmolzen ist.

Sobald alles geschmolzen ist, kann man beginnen die Baumwolltücher zu bestreichen. Dafür legt man zuerst Backpapier auf ein Blech und dann den Bauwollstoff drauf. Mit der Mischung wird das Tuch nun grob bestrichen. Dann ein zweites Tuch in der gleichen Grösse darüber legen, erneut grob bestreichen. Es lassen sich so 3-4 Tücher stapeln, diese wieder mit Backpapier abdecken und dann mit einem alten Bügeleisen ohne Dampf bügeln, bis der Wachs schmilzt. Damit alle Tücher gleichmässig werden, lohnt es sich die Tücher dann auseinander zu nehmen und jedes zwischen zwei Backpapieren zu bügeln. Ausserdem kann man so noch Wachs dazutun, sollten die einzelnen Tücher zu wenig gewachst sein. Das Wachs trocknet danach schnell und die Tücher werden steif.

Wir haben die Herstellung der Wachstücher als aufwändig und nicht ganz Kinderleicht empfunden. Als Geschenke sind sie aber mit dem gemusterten Stoff gut angekommen.

Ich habe ausserdem noch eine Anwendungs- und Pflegehinweise mitgegeben, da noch nicht alles mit Bienenwachstüchern arbeiten.

Wie benutze ich Bienenwachstücher?

Damit die Freude am Bienenwachstuch lange hält gilt es ein paar Grundregeln zu berücksichtigen:

  • Bienenwachstuch ist nicht zum Verpacken von Fleisch geeignet.
  • Sollte mal etwas im Bienenwachstuch vergessen gehen und schimmeln, rate ich das Bienenwachstuch nicht mehr weiter zu brauchen.
  • Bienenwachstuch nicht extremer Hitze aussetzen.
  • Bienenwachstuch nur mit mildem Reinigungsmittel und kaltem Wasser waschen.

Mit einem Bienenwachstuch kannst du dein Sandwich, deine Gurke, den Käse, das Brot, die Avocado, die Zwiebel, deine Schüssel etc. schnell und einfach verpacken:

  1. Das Sandwich einpacken wie du es früher mit Alu- oder Klarsichtfolie gemacht hast.
  2. Die warmen Hände gut an die „Bienenwachstuchnähte“ drücken. Das Wachs wird weich und klebt. Das Tuch wird sozusagen verschweisst. Fertig.

Analog dazu verfährt man mit Schüsseln: Tuch über die offene Schüssel legen und mit den Händen andrücken.

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Meine Wohnung dekorieren, auf Weihnachtsmärkten rumspazieren und die Auslagen begutachten, Glühwein trinken, die Lichter anschauen, selber Guetzli oder Grittibänzen backen, bei Kerzenschein erste Weihnachtslieder hören, Geschenke basteln und für die Feiertage das Weihnachtsmenü zusammenstellen.

Bekanntlich rennt die Zeit vor Weihnachten ja nur so dahin, aber ich nehme mir immer bewusst Zeit und nicht viel vor. Ich will diese wenigen Wochen geniessen mit meinen Lieblingsritualen und mich bewusst einstimmen auf das Jahresende. Ich liebe es Weihnachtslichter anzuschauen in der Stadt, Glühwein zu trinken, zu basteln für Weihnachten mit meiner Süssen und mich in diesen dunkeln Wochen von warmem Licht in meiner Wohnung bei einer Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ich mag dieses Gehetze und Gerenne nicht und vermeide es auch, darauf einzusteigen.

Zofingen der Weihnachtsmarkt der Sinne als Geheimtipp

Einer meiner Lieblingsweihnachtsmärkte ist und bleibt der Christchindlimarkt in Bremgarten. Auch wenn nach vielen Jahren immer wieder die gleichen Stände am gleichen Ort zu finden sind, ist der Bummel durch die hübsche Altstadt über die überdachte historische Brücke an der Reuss jedes Jahr wieder ein Highlight. Vor allem am Donnerstagabend, wenn es noch nicht so viele Leute hat, ist es wunderschön. Ein Glühwein und etwas zu Essen darf natürlich nicht fehlen.

Auch nach Zürich gehe ich immer gerne vor Weihnachten und lasse mich treiben. Ich erinnere mich gut an letztes Jahr als ich diese Vorweihnachtszeit mit meinem Schatz ganz intensiv geniessen konnte. Es war einfach so gemütlich und wir haben einen kleinen Rundgang über die Bahnhofstrasse und die verschiedenen Märkte auf dem Bellevue, dem Werdmühleplatz und im HB von Zürich gemacht. Dieses Jahr hat uns besonders der Markt auf dem Münsterhof gefallen, einfach weils, als wir eintrafen, noch nicht so übervölkert war. Und weil der Dezember bei uns ja eben nicht voll verplant ist, reicht es immer für einen spontanen Abstecher nach Zürich. Im HB haben wir am Abend vor dem 4. Advent im Chäs-Atelier noch ein Raclette gegessen und zwei tolle Ladies kennengelernt. Und bereits ist abgemacht, dass wir uns auch dieses Jahr wieder dort treffen. Der Tisch ist bereits reserviert.

Mein persönlicher Geheimtipp für die Weihnachtsmärkte ist aber der Weihnachtsmarkt in Zofingen. In der hübschen alten Zähringerstadt hats noch Platz, eine Vielzahl richtig toller Stände und anständige Preise, was den Glühwein anbetrifft.

Weihnachtsdeko-Tipp zum Nachbasteln

Vor einigen Jahren habe ich für die Eingangstüre eine schöne und sehr einfache Wanddeko gebastelt. Dafür sind wir in den Wald und habe Äste gesucht und diese in Form eines Dreiecks aufgereiht und mit Hanfschnur mit immer gleichem Abstand an den Enden festgebunden. Zum Schluss haben wir es mit klein Christbaumkugeln, kleinen Glöckchen, Federn und einer Lichterkette dekoriert. Jedes Jahr, wenn ich diese Wanddeko wieder aufhänge, erfreue ich mich aufs Neue – weils nicht einfach gekauft ist, weils einfach schön und speziell aussieht.

Mit meiner Süssen zu basteln und backen ist auch immer ein Highlight in der Adventszeit. Für den Samichlaus-Tag haben dieses Jahr selber Grittibänzen gemacht aus einem einfachen Zopfteig. Es war schön zu sehen, wie sehr sie sich für alles interessiert und wie sie lernen wollte, wie man jetzt den Teig macht, knetet und mit welcher Freude sie dann die Bänzen verziert und mit Ei bestrichen hat. Ja, einen hat sie extra für den Samichlaus gemacht, den sie ihm dann am Abend geben wollte.

Mit meiner Süssen bastle ich in der Regel in den Wochen vor Weihnachten immer etwas für die Grosseltern, Papi, Götti und Gotti. Aber dazu später – wir wollen sie ja überraschen.

Wenn mir jemand von einiger Zeit mal gesagt hätte, dass ich einmal 3 Kids im Alter von 3-10 Jahren übers Wochenende zu Besuch hab, den hätte ich laut gelacht. Doch es war sogar meine eigene Idee und übers Wochenende hatte ich eine fröhliche, laute Rasselbande bei mir Zuhause. Zusammen mit meiner Süssen also 4 Kids und diese alle zufriedenstellen und unterzubringen. Was für ein Job! Aber das schicke ich voraus – ich war einfach nur happy. Es hat voll viel Spass gemacht und ich konnte mich auch ganz darauf einlassen. Das musste ich auch, denn es herrschte Ausnahmezustand. Tatkräftig hat mich zum Glück mein Schatz unterstützt. Und ich kann mich jetzt zu den Mami-Bloggerinnen gesellen, die regelmässig über Tipps und Tricks zur Bespassung der Kids bei Regenwetter oder am Wochenende schreiben und ich kann nun auch die Mamis noch mehr bewundern, die tagein tagaus mehr als 1 Kind betreuen und nicht noch viel Zeit haben für ihre persönlichen Bedürfnisse. Denn eins ist klar, diese kann man eher hintenanstellen.

Hier meine eigenen Tipps, wenn so eine Rasselbande zum Übernachten kommt. Ich habe mir ja schon einige Wochen vorher Gedanken gemacht, wie ich das machen könnte. Ich hab mir da ja ziemlich was aufgehalst und bin es mir ja nicht gewohnt, so viele Kids bei mir zu haben. Aber wie heisst es so schön, kopfüber ins Abenteuer. Und mit der richtigen Grundeinstellung ist schon vieles erreicht. Ich hab mich zum Beispiel darauf eingestellt, dass nicht alles Picobello sauber ist oder ruhig und wir unseren gewohnten Wochenend-Rhythmus haben können. Der sieht ja eher so aus, dass wir ausschlafen, gemütlich frühstücken, dann etwas zu Hause wuseln, nach draussen gehen oder etwas unternehmen, Abends evtl. Besuch haben oder auf Besuch gehen und Sonntags dann im ähnlichen Stil.

In meiner Wohnung würde einem schnell die Decke auf den Kopf fallen, weil sie schlicht für 6 Köpfe zu klein ist, war auch klar: wir machen ein Outdoor-Programm. Auch ist die Frage nach dem Essen und was ich denn für alle kochen könnte bei mir ein Thema gewesen, ganz zu schweigen von der Schlafsituation. Wie bringe ich 3 Gäste bei mir zum Schlafen unter.

3 Schlafplätze und ein munteres Durcheinander

Ich habe für meine Süsse vor einem Jahr eine Matratze unter dem Bett gekauft, die für Übernachtungsgäste gedacht ist. Auch habe ich ein Ausziehsofa. Und für die kleine Bohne wurde das Kinderbett geliefert. Und die Bettwäsche für alle. Die Zuteilung war auch organisiert und dann wars dann doch nicht so…die Kleine lag im grossen Bett, die Grossen haben die Betten getauscht und letztlich lagen alle 3 im gleichen Bett. Aber alle waren erholt und am Sonntag haben sie sogar bis halb 9 Uhr geschlafen. Auch hat sich gezeigt, dass ich für ein Wochenende oder einige Nächte durchaus mehr Personen bei mir beherbergen kann. Und ich liebe ein volles Haus.

Pizza, Pasta & Wienerli im Teig

Essenstechnisch habe ich für die sichere Seite entschieden. Am Freitagabend gabs Spaghetti Bolognese mit viel Rüebli und Dinkel-Spaghetti. Highlight war dann die selbstgemachte Pizza für alle. Belegt haben wir den selbstgemachten Pizzateig nach Lust und Laune mit Peperoni, Oliven, Champignons, Salami, Schinken und natürlich Mozzarella. Dazu gabst Nüssli-Salat. Geschmeckt hats allen bestens. Und als schnelles Mittagessen habe ich dann für alle Wienerli im Teig und dazu Salat gemacht. Für eine solche Rasselbande zu kochen, ist für mich eine Herausforderung, schliesslich wollte ich alle satt und zufrieden sehen.

Im Wald bräteln – immer ein Hit

Um alle gut zu beschäftigen und auch müde zu kriegen, sind wir in den Wald und haben an einer Feuerstelle Würste gebraten, Marshmallows geröstet und waren somit eine gute Zeit beschäftigt. Im Rucksack habe ich neben Anzündhilfen fürs Feuer, Gurken, Peperoni, Brot, Cervelats, Mandarinen, Chips & Marshmallows auch Wasser, ein Sackmesser, Feuerzeug und Papier gepackt. Wir hatten Glück – es war zwar kühl, aber gross geregnet hat es nicht und später hat sogar die Sonne geschienen. Der Marsch hat alle hungrig gemacht und neben Holz suchen, Würste braten, essen und Marshmallows rösten, waren wir alle wunderbar den halben Tag beschäftigt. Es war toll und ich liebe es draussen zu sein und solche Dinge zu erleben, die mich doch sehr an meine Kindheit erinnern.

Abendprogramm mit DVD schauen und selbstgemachten Popcorn

Wir haben das den Kids versprochen, dass sie am Abend einen Film schauen dürfen. Dazu gabs selbstgemachtes Popcorn. Und später einschlafen war dann auch kein Thema mehr, auch wenn die Schlafplätze komplett neu verteilt wurden. Und weil alle so grogi und voll müde waren, haben sie bis um 8.30 Uhr geschlafen am Sonntagmorgen.

Das Weekend war ganz ganz toll und ich freue mich sehr, dass wir es so gut hingekriegt haben mit 4 Kids. Es hat Spass gemacht, mich voll auf sie einzulassen und ich konnte dadurch meinen Berufsalltag und Dinge, die mich zuweilen belasten, völlig vergessen. Nicht nur für die Eltern also Erholung, sondern auch irgendwie für mich.

Der Hafen von Marseille

Auf unsere Herbstferien haben wir uns schon länger, aber in den letzten 2 Wochen ganz besonders gefreut. Es war einfach Zeit für eine Pause, etwas Abstand und Erholung nach Wochen, die irgendwie stressig waren. Und diese Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia war einfach der Hammer.

Eine Reise auf dem Meer

Letzten Herbst – ebenfalls in den Herbstferien habe ich mir den Traum einer Kreuzfahrt erfüllt – ein besonderes Geschenk an mich sollte es sein – sozusagen zum Abschluss einer langen Trennungs- und Scheidungszeit. Ich bin dann mit meiner Mutter, meiner Süssen und einer Freundin eine Woche auf der MSC Poesia auf dem östlichen Mittelmeer rumgeschippert und wir haben Bari, Olympia, Athen, Mykonos und Dubrovnik angeschaut. Mir gefallen die Städte und Orte mit viel Geschichte und somit bin ich mit Olympia und der Akropolis voll auf meine Kosten gekommen. Unsere Mädelsrunde war auch richtig toll und wir haben eine fantastische Zeit auf dem Schiff verbracht. Da es so toll war, hat mich das nicht mehr los gelassen und immer wieder habe ich nach einer Reise auf dem Meer für die Herbstferien geschaut.

MSC Yacht-Club vor Neapel

Im Juni hatte ich dann das ultimative Angebot und wir haben eine Suite auf der MSC Fantasia gebucht mit einer eigentlich unspektakulären Route auf dem Mittelmeer mit Marseille, Palma, Ibiza, Neapel und Livorno. Bereits in Genua bei der Einschiffung wurden wir von einem Butler bis zum Schiff begleitet und mit Prosecco willkommen geheissen. Statt langes Warten konnten wir gleich auf die Kabine. Und wir haben die Annehmlichkeiten und den Luxus des MSC Yacht Clubs geniessen dürfen. Und die Route, die ich zuerst als wenig spektakulär erachtet habe, war wahnsinnig abwechslungsreich.

Marseille – verrucht schön

Notre-Dame de la Garde

Marseille haben wir auf eigene Faust erkundet. Wir sind zur Basilika Notre-Dame de la Garde hoch und haben neben der imposanten Basilika auch die fantastische Aussicht genossen. Der Hafen von Marseille – früher als gefährlich und verrucht bekannt – zeigt sich heute strahlend und die Mole ist von vielen Restaurants und Cafés gesäumt. Das treiben am und ums Wasser ist emsig und es gibt viel zu entdecken. Wir werden bestimmt wieder kommen – eine Anreise von Nizza ist ja nur noch ein Katzensprung.

Ibiza – klein, wild und fein

Palma und Mallorca haben wir nur aus der Ferne vom Schiff aus betrachtet. Wir haben die Top Sail Lounge genossen, gebadet, gelesen, ausgeruht, gegessen und uns eine Massage gegönnt. Höhepunkt war das Buffet-Dinner unter den Sternen. In Ibiza sind wir dann auf eine Inselrundfahrt, um einen Eindruck von der Insel zu erhalten. Die malerischen Dörfchen, die schönen Strände und die unterhaltsame Erzählung des Reiseleiters haben den Aufenthalt auf Ibiza zu einem Highlight gemacht. Und es blieb genug Zeit, um die Sonne und das traumhafte Spätsommerwetter auf Deck zu geniessen.

Was dieses grosse Schiff zu bieten hat, merkt man erst, wenn man mal einen Tag auf See verbringt. Es war einfach nur beruhigend, sich nicht zwischen 10 andere im Wirlpool zu quetschen, am Buffet kein Gerangel, um das letzte Pommes Frites zu haben und jedem Dichtestress in der wunderbaren Kabine oder im Yacht-Club aus dem Weg gehen zu können. Erholung pur – während andere Ballermann-Feeling auf Deck 14 und 15 haben. Nicht ganz unseres.

Pompeji – ganz ohne Worte

Das absolute Highlight der Reise war aber Pompeji und die 2-stündige Führung durch die ausgegrabene Stadt. Die Geschichte ist wahnsinnig spannend und aufgrund der Überlieferung aus Aufzeichnungen kann heute gut rekonstruiert werden, wie das Leben damals 79 nach Chr. war. Ich bin tief beeindruckt, wie auch damals schon das Streben nach Glück wichtig war, zeigen die Relikte, die Ausgrabungen, die Zeichnungen und Funde.

Livorno haben wir dann sozusagen wieder links liegen gelassen und unseren letzten Tag auf dem Schiff verbracht. Beim Baden, Lesen, Zeichnen, Essen, Reden und schlicht Geniessen. Für jeden von uns hatte es was dabei. Die Zeit auf dem Schiff ist wie im Fluge vergangen. Die Annehmlichkeiten und der Luxus im Yacht Club waren wahnsinnig toll. Umso schwerer war es wieder heim zu fahren. Ich kann mir denken, dass nun viele sagen, dass Kreuzfahrtschiffe ökologische Dreckschleudern sind. Die Schiffe fahren, ob wir einsteigen oder nicht. Ich finde es grossartig von A nach B zu reisen, andere Städte und Regionen zu sehen ohne ständig den Koffer neu packen zu müssen. Und ganz ehrlich – ich werde wieder auf eine Kreuzfahrt gehen – das Fieber hat mich gepackt und ich freue mich drauf.

Heimkommen in mein schönes Zuhause macht mich glücklich.

Auch das Heimkommen in meine schöne aufgeräumte Wohnung, macht mir dann nach so einer Luxus-Woche wieder Freude. Nach einer Woche immer bedient werden, jeden Wunsch erfüllt zu bekommen, soviel zu essen und zu trinken wie man will, keinen Finger zu rühren, ist es schön, wieder mal selbst in der Küche zu stehen und wieder mal selbst den Kochlöffel zu schwingen, selber die Wäsche zu machen und nicht nur bedient zu werden. Auf Dauer würde man nämlich mistfaul und einfältig.

Entspannen an der Promenade des Anglais

Im August war ich noch voll im Ferienmodus – gestartet sind wir in den Monat mit den Tagen am Gardasee. Nochmals Zweisamkeit, entspannen, erholsame Tage im schönen Italien mit feinem Essen und gutem Wein. Im Büro ging es gemächlich zu – Ferienstimmung und meine Süsse war noch beim Papa. Und beendet haben wir den Monat und wohl den Sommer mit 2 Tagen am Meer in Nizza. Ein Kraft-Tank-Energie-Auflade-Wochenende in meinem 2. Zuhause. Wir waren an der Promenade des Anglais am Castel Plage – einem Privat-Strand vor allem bei Schwulen beliebt und haben einfach nichts getan. Gelesen, gebadet, geredet, gesünnelet und genossen. Es war perfekt. 2 Tage Sommer, Sonne, Meer – mehr brauch ich nicht. Abends sind wir in unser Lieblingsrestaurant und haben Moules et Frites gegessen. Und am Sonntag sind wir nach dem Aufstehen nach Villefranche gejoggt. Erst abends sind wir wieder heimgefahren. Das Wochenende war wunderbar erholsam.

Mitte August ging die 2. Klasse los und meine Süsse war recht aufgeregt. Aber sie ist toll gestartet. Halt schon ne Grosse. Die Abläufe sind jetzt bekannt, die Klassenkameradinnen und –kameraden kennt sie und sie läuft wieder mit den Nachbarsmädchen in die Schule. Halleluja und bin ich dankbar. Ich begleite sie nur noch kurz nach draussen – sage Tschüss und sie marschiert los. Ich bin schon sehr stolz auf meine Süsse. Und ich hoffe, dass sie sich weiter so entwickelt.

Gute Vorsätze bis Ende Jahr

Ich habe einiges neu angefangen, zusammen mit dem neuen Schuljahr. So habe ich mir vorgenommen wieder mehr Sport und Fitness zu machen und auch mit dem monatlichen MBSR-Training begonnen. Dieser Moment der Ruhe mit Meditation, Gedanken und Yoga hat mir im August geholfen mich ganz auf den Augenblick zu fokussieren. Einfach mal eine Stunde praktisch ohne Gedanken nur für mich. Zeit für keine Gedanken. Zeit einfach am Körper zu arbeiten, hineinzuhören wie es gerade ist und zu spüren, dass es eben gerade gut ist. Ich freue mich bereits auf den nächsten MBSR-Moment. Im Alltag mache ich seit 4 Wochen neu Pilates. Auch dort erstaunt mich im Moment noch, dass ich eine Stunde lang Körperarbeit machen kann ohne gross zu denken oder abzuschweifen und ich spüre bereits wie gut mir diese Bewegungen tun. Wie ich sicherer, stärker und stabiler im Rumpf werde. Gleichzeitig habe ich mein Jogging-Programm intensiviert und gehe nun 2-3 Mal die Woche meine Runden drehen in der Reussebene. Ich habe dies jetzt 4 Wochen durchgezogen und bereits stellt sich eine schöne Routine ein und mein körperliches Wohlbefinden ist gestiegen.

Wenn man versteht wie man sich verhält, kann man entsprechend lenken und dirigieren.

Nach den Sommerferien sind nun alle wieder zurück bei der Arbeit – erholt und voller Energie. Bei meiner Arbeit merkt man auch, dass alle wieder mit Volldampf das 2. Halbjahr in Angriff nehmen. Und ich muss mir im Arbeitsumfeld noch einige strategische Gedanken machen, wie ich mich selber positioniere und wohin ich in den nächsten 6 Monaten noch gehen rsp. welche Prioritäten ich setzen möchte. Ich lerne beständig – wie ich mich in der Organisation orientiere, welche Vorgaben nun mal im Grossunternehmen vorgegeben sind, wie ich mich da einbringen oder dort zurücknehmen kann. Es waren Monate der Eingewöhnung seit April. Die groben Rahmenbedingungen stimmen für mich als Mami. Homeoffice und das 80%-Pensum sind mir wichtig, damit ich genügend Zeit für meine Süsse habe und doch eine Tätigkeit in der ich gefordert und gefördert werde. Grundlegend habe ich mir in den letzten Tagen aber Überlegungen zu meinem Verhaltensstil und dem von anderen gemacht. Wer bin ich im Beruf, wer bin ich privat? Nur allein diese Erkenntnis bestätigt auch meine Sicht von mir – über die Adjektive, wer ich denn bin – habe ich hier schon einige Male geschrieben. Zusammengefasst zeigen die Adjektive meinen Verhaltensstil. Ich weiss jetzt, weshalb ich mich wann wie einbringe oder weshalb ich wann wie reagiere. Und das konnte bereits erfolgreich umsetzen – wenn man versteht wie man ist, kann man sich entsprechend einbringen und lenkend in die richtige Richtung dirigieren. Geholfen bei meiner Selbsterkenntnis hat mir mein Schatz und ein Buch, das er mir freundlicher weise geschenkt hat.

Es darf auch leicht sein

Im Moment läuft es gerade sehr ruhig. Sozusagen im Westen nichts Neues – und wenn alles so im Fluss ist, fehlen einem manchmal etwas die Worte. Alles ist im Fluss – keine gröberen Probleme im Job, kein Streit wegen der Betreuung oder der Scheidung – die ist ja durch. Kein Stress sonst wo, die Beziehung ist im Fluss, wir verbringen schöne Momente zusammen, aber auch mit vielen Freunden und Bekannten. Wir sind offen und knüpfen schnell Kontakte. Ja, wir fühlen uns wohl zusammen. Und das sich wohl fühlen, trifft auch auf mich alleine zu. Ich fühle mich wohl, geerdet, ruhig, bei mir und reagiere gelassener auf Dinge, die mich vor einigen Monaten noch völlig aus der Bahn geworfen hätten. Ich weiss wer ich bin, ich kenne meine Grenzen, habe eine klare Meinung und vertrete diese. Das gibt mir ein Gefühl der Stärke ohne zu kämpfen. Ich bin bei mir. Ja, es ist gerade leicht. Und es darf leicht sein. Nach Jahren, die gespickt waren mit Problemen, Schmerz und Tränen, ist dieses Gefühl der Leichtigkeit, des Angekommen seins und des inneren Friedens – wunderschön und gleichzeitig nicht fassbar.

Wir erweitern unsere Wohnung von Frühling bis Herbst, sobald es warm wird und solange es warm bleibt um unser 5. Zimmer – unseren Garten. Jedes Jahr pflanzen wir in unzähligen Töpfen Gemüse an, hegen und pflegen es, geben jeden Tag Wasser und verwerten das Gemüse dann in unzähligen feinen Gerichten. Wir lieben es abends länger draussen zu sitzen, zu reden, lachen, spielen. Ein gutes Glas Wein zu trinken und was Leichtes vom Grill zu essen. So sehen unsere Sommerabende aus.

Ich wollte immer einen gemütlichen Gartenbereich, der zum Verweilen und Draussen sitzen einlädt. In meinem Garten und Sitzplatz habe ich relativ viel Umschwung und Platz. Der Sitzplatz erstreckt sich über die ganze Länge der Wohnung und hat sowohl einen beschatteten Bereich unter dem oberen Balkon, wie auch eine Fläche die stark und bis zum Sonnenuntergang besonnt ist. Den vielen Platz habe ich nun in verschiedene Bereiche eingeteilt und mein Wunsch war, auch verschiedene Pflanzen und Gemüse zu ziehen. Unter der Überdachung habe ich neben einem Esstisch auch neu eine coole und gemütliche Lounge. Und auf der besonnten Seite steht ein kleiner Bistrotisch mit zwei Stühlen. Ich liebe es morgens früh, dort kurz zu sitzen und in der Morgenfrische den Tag zu starten. Einige schöne Solarlampen erhellen am Abend den Garten.

Letztes Jahr habe ich ausserdem einen massgefertigten Aluminium-Trog bestellt, um den Bereich vor der Trennwand zum Nachbarn schöner zu gestalten. Nun steht dort also ein gut 3 Meter langer Trog mit einem Apfel- und einem Quitten-Baum drin. Bin gespannt, wie viele Äpfel und Quitten ich dieses Jahr ernten darf. Unter den Bäumchen können wir nun Gemüse, Kräuter oder Blumen pflanzen. Die sonnige, windgeschützte Lage eignet sich gut für Tomaten. Ausserdem haben wir dieses Jahr in diesem Trog Kohlrabi, Salat und Kräuter gepflanzt. In sechs Töpfen wird’s zusätzlich noch Auberginen, Zucchetti und Gurken geben. Dafür sind wir extra in die Gärtnerei gefahren und haben uns beraten lassen. Es gibt schon viele Pflanzen, die für Töpfe geeignet sind und speziell dafür gezüchtet wurden. Somit eignet sich so ein Topf-Garten auch für den Balkon. Für meine Süsse ist es auch ein Erlebnis zusammen mit mir zu gärtnern, dem Gemüse beim Wachsen zuzuschauen und es dann beim gemeinsamen Kochen zu verarbeiten oder ganz einfach, zu pflücken und zu essen. Sie liebt es den Pflanzen Wasser zu geben und dabei noch ihre eigenen Wasserplansch-Spiele zu machen. Und kaum ist es warm, zieht sie ihre Badehose an und nutz den Rasensprenger für ne Abkühlung.

Und seit ich einen persönlichen Gärtner habe, ist der Rasen viel schöner, meine Pflänzchen gedeihen prächtig und abends sitzen wir am Tisch, essen ein feines Znacht, trinken ein gutes Glas Wein oder machen es uns gemütlich auf der Lounge. Mein 5. Zimmer ist jetzt fast perfekt. Es fehlen noch einige Deko-Elemente, um das Sommerfeeling zu Hause zu perfektionieren. Wohl fühlen tun wir uns alle schon und wir freuen uns auf den Sommer zu Hause – wenn das Wetter stimmt.

Massgefertigter Pflanztrog aus Aluminium: Rohner AG in Teufen AR