Weihnachten und die Feiertage haben für mich immer eine ganz besondere Bedeutung. Neben Zeit, die wir dann im Kreise der Familie verbringen, ist es auch die Zeit des Innehaltens, der Rückschau und der Erholung. In der Regel bin ich nach einem ereignisreichen, intensiven und langen (Arbeits-)Jahr jeweils müde und froh, mich mit meiner Süssen und meinem Schatz einfach mal zurückziehen zu können. In den letzten Jahren habe ich bewusst die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr oft für mich und ohne viel Programm verbracht. Gedanken sortieren und mich fokussieren, herausschälen, was ich im neuen Jahr erreichen will und mir vornehme zu tun.

Damit alles aber passt und wir uns richtig in diese kuschlig, erholsame Familienzeit zurückziehen können, wird’s nochmals geschäftig. Emsig organisieren wir alles für die Feiertage – vom Christbaum über die letzten Geschenke bis zum Menü planen wir alles schon in den Wochen davor. Wir bestellen das Fleisch vorab beim Metzger, kaufen Champagner und guten Wein und auch die restlichen Lebensmittel und versuchen nicht noch am 24. Dezember in letzter Hektik in den Laden rennen zu müssen. Die gute Planung ist einfach das halbe Leben.

Auch ein echter Christbaum darfs sein

Dieses Jahr haben wir uns besonders auch darüber Gedanken gemacht, ob wir nun einen Christbaum kaufen sollen oder einen im Topf mieten. Seit Jahren kaufe ich den Baum immer am selben Ort. Einer Christbaum-Kultur in der Region. Diese Familie lebt unter anderem vom Verkauf der Christbäume. Deshalb haben wir uns für dieses Jahr nochmals entschieden unseren Baum dort zu kaufen. Und im Gespräch mit dem Inhaber haben wir wichtige Fakten erfahren, die unsere Entscheidung noch bestärkt haben. Zum Beispiel sind Tännchen nicht lange überlebensfähig, wenn sie in einem Topf aufgezogen werden und auch der Irrglaube, dass man ihn vom Topf in die Erde und ein Jahr später wieder in den Topf pflanzen kann, funktioniert real nicht. Eine Hektare Weihnachtsbaumkultur bindet während der Wachstumszeit von zehn Jahren bis zu 145 Tonnen CO2 und produziert gleichzeitig bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. Auch sind solche Baumkulturen ein willkommener Lebensraum für viele Tierarten. Wir freuen uns nun, unser Schweizer Naturbaum in unserer Stube zu schmücken und ihn mit all den Lichtern bei Weihnachtsmusik zu geniessen.

Weihnachten ganz entspannt

Bereits mit dem Beginn der Weihnachtsferien stellt sich bei uns diese Feiertagsstimmung ein. Wir fahren runter, gehen alles gemütlich an und sind so am 24. Dezember bereits im Feiertagsmodus. Mit Musse stehe ich dann den halben Tag in der Küche, um mein Weihnachtsmenü vorzubereiten, den Tisch schön zu dekorieren und alles vorzubereiten für den Heiligabend.

In der Regel gehen wir nach einem feinen Znacht in die Mitternachtsmesse. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahren so ergeben und ich geniesse es an diesem Abend mit einem Moment der Achtsamkeit und den Gedanken bei sich ausklingen zu lassen. Besonders überwältigend und berührend ist einfach immer, wenn alle in der nur von Kerzen beleuchteten Kirche Stille Nacht singen. Das ist Gänsehaut pur. Dies mit meinen Liebsten zu erleben und bewusst zu werden, dass ich dann genau dort am richtigen Ort bin in diesem wundervollen Leben.

Zeit für Rückschau und Erholung

Ich freue mich also ganz besonders auf die Feiertage. Und es ist mir wichtig in den Tagen vor Jahresende das alte Jahr abzuschliessen – gedanklich. Dankbar zu sein für die wunderbaren Momente und Erlebnisse, die ich mit meiner Familie, meinen Freunden und mit meinem Schatz und meiner Süssen erleben durfte. Aber auch anzuerkennen, was nicht so gut lief, was ich ändern möchte, wo ich mich ändern möchte und was ich im neuen Jahr mit neuer Energie, neuem Mut und neuer Lebensfreude anpacken will. Gespannt und neugierig was das neue Jahr bringt. Ich spüre, dass seit ich achtsamer und näher bei mir bin, ich diese letzte Woche im alten Jahr viel bewusster wahrnehme und auch das Revue passieren eine ganz andere Qualität hat. Meine Wünsche und Ziele fürs neue Jahr auch immer mit meiner Achtsamkeit und der Dankbarkeit für mein Leben zu tun haben. Es geht mir ganz stark darum im Bewusstsein für mich selbst zu sein und auch in Zukunft zu lernen und mich ganz genau wahrzunehmen.

Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal ab dem 25. Dezember eine Woche am Stück mit meiner Süssen verbringen. In den Jahren zuvor war dies leider nicht möglich und mich hat dieses ständige hin und her zwar immer gestört, aber ich konnte letztlich wenig dagegen ausrichten. Umso mehr freue ich mich nun auf diese Woche und auf Nizza in der Weihnachtszeit und ein weiteres Silvester dort und die Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen.