In den letzten 8 Wochen war ich als berufstätiges Mami im Homeoffice und habe neben meiner 80% Tätigkeit in der Kommunikation, die Beschäftigung meiner Süssen organisiert, eingekauft für uns, eingekauft für meine Mama, den Haushalt geschmissen, das Freizeitprogramm ausgedacht und für Strukturen gesorgt. Ich hatte zum Glück die grosse Unterstützung von meinem Schatz, aber es war eine anspruchsvolle, intensive, herausfordernde und anstrengende Zeit. Es ist nicht ohne von 100 auf 0 den eingespielten Schul- und Arbeitsalltag plötzlich komplett neu zu gestalten, die Nerven nicht komplett zu verlieren und alle bei Laune zu halten. Gleichzeitig durfte ich neben meinem normalen Job noch die Krisenkommunikation zum Coronavirus für meinen Arbeitgeber machen. Also definitiv keine Plämperli-Zeit.

Tagesplan für mehr Struktur

Als die geregelte Schule ausfiel haben wir einen detaillierten und umfangreichen Tagesplan eingeführt und diesen jeden Abend für den nächsten Tag mit meiner Süssen angeschaut und besprochen. Wir haben so klare Strukturen geschaffen und das hat uns allen geholfen.

Der Tagesplan bis nach den Frühlingsferien sah etwa so aus:

8.00 – 8.30Frühstück
8.30 – 9.15Rechnen
9.15 – 10.00Turnen im Garten
10.00 – 10.45Deutsch (Schreiben, Leseverständnis, etc.)
10.45 – 11.30Pause
11.30 – 12.00Mittagessen kochen helfen
12.00 – 13.30Mittagspause
13.30 – 17.00Radfahren, Spielen, Basteln, Lesen, Tanzen, CDs hören, etc.
17.00 – 18.00Abendessen kochen helfen

Zweimal die Woche haben wir gemeinsam gekocht oder ich wurde bekocht. Am Nachmittag gabs meistens Bewegung draussen. Wir haben den gewohnten und seit 5 Jahren gelebten Betreuungs- und Wochenrhythmus beibehalten und auch in den Frühlingsferien einfach den neu organisierten Alltag gelebt. Struktur. Das war das wichtigste für unsere Süsse. Wir waren so alle zufrieden. Reibereien gabs wenige und obwohl wir so eng aufeinander gehockt sind, hats gut geklappt. Aber und das möchte ich betonen ohne Unterstützung von meinem Schatz hätte ich unmöglich den enormen Berg an Arbeit und die Betreuung und Beschäftigung meiner Süssen geschafft. Schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.

Fernunterricht – Erwartungen nicht erfüllt

In den ersten 3 Wochen des Lockdowns wurden von der Schule nur wenige freiwillige Arbeiten zur Verfügung gestellt. Wir waren seit Beginn motiviert und haben freiwillig intensiv ganz viel mehr mit unserer Süssen gearbeitet. Nach den Frühlingsferien gings mit dem Fernunterricht los. Wir waren voller Erwartung. Der Fernunterricht war zwar etwas besser organisiert, aber ich hatte das Gefühl, dass es viel weniger strukturiert war, als wir es uns von den 5 Wochen zuvor und unserer eigenen Struktur gewohnt waren. Und die Menge an Arbeiten und Aufträgen – jetzt nicht mehr freiwillig – hielt sich auch sehr in Grenzen.

Selbstmanagement für 2. Klässler?

Es wurde uns mitgeteilt, dass die Kinder – unsere Süsse geht in die 2. Klasse – die Aufgaben selbständig erledigen können sollen. Ich habe aber festgestellt, dass das Selbstmanagement für meine Süsse einfach zu anspruchsvoll ist und sie sich selber noch nicht organisieren und auch die Aufträge im Rahmen des Tagesauftrags der Lehrerin nicht eigenverantwortlich angehen kann. Sie hat da klar unsere Führung und Unterstützung gebraucht. Und wie ich von anderen Eltern erfahren habe, waren wir nicht die Ausnahme.

Wir sind alle extrem gefordert

Ich habe mit Unterstützung von meinem Schatz den Unterrichts- und Lehrauftrag übernommen. Nicht freiwillig wohlverstanden. Und ich bin keine ausschliessliche Lehrperson. Ich habe noch weitere Verpflichtungen und als berufstätiges Mami sowieso generell das Kunststück zu erbringen Beruf und Familie zu vereinbaren. Ich war und bin durchaus bereit mit meiner Süssen zu rechnen und Deutsch zu lernen. Aber als dann die Lehrer noch das Gefühl hatten, mich mit Bastel-Aufträgen zu beschäftigen, habe ich dann wirklich rot gesehen. Ich habe das unmissverständlich bemerkt und wurde dann als überfordert abgestempelt. Es ist äusserst schade, dass hier nicht mehr Wohlwollen von den Schulen kommt. Dass von den Lehrpersonen nicht mehr Verständnis gezeigt wird für diese ausserordentliche Situation in den Familien und bei Eltern, die gerade extrem gefordert sind. Und wenn du nicht mitmachst, heisst es: „Schade, für das Kind.“ Und wenn du mitmachst, heisst es: „Schön, dass das Kind doch noch mitmachen konnte.“ Ich finde das herablassend. So wie wenn solche Bastelarbeiten überlebensnotwendig sind. Hier fehlt definitiv das Fingerspitzengefühl.

Mehr Wertschätzung und Akzeptanz

Wir sollten Wertschätzung erhalten. Also: «Ein Hoch auf uns!» So sollte es sein. Wir sollten beglückwünscht, gelobt und gefeiert werden. Was berufstätige Eltern in den letzten bald 8 Wochen geleistet haben in einem Alltag, der alles andere als normal ist, der uns in überaus grossem Mass fordert, ist unglaublich. Ein neuer Alltag, der uns an die Grenzen bringt, der aber gleichzeitig wundervoll ist, bereichernd, voller Chancen und Zeit als Familie. Wir sollten auch mal beklatscht werden. Wir sollten auch mal einen grossen Dank von den Schulen, den Arbeitgebern, der Gesellschaft erhalten. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir als Eltern die enorme Belastung mit Job, Haushalt und Homeschooling rsp. Betreuung und Beschäftigung der Kinder einfach so ohne mir nichts dir nichts leisten können und funktionieren. Es ist mega toll, wie wir uns durchgeschlagen haben als ErsatzlehrerIn, Mutter, Berufsfrau. Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen versucht, diese zusätzlichen Pflichtaufträge der Schule auch noch unter einen Hut zu bringen. Wir haben ja (nicht) Unmengen von freier Zeit zur Verfügung.

Drum ein Hoch auf uns! Ein Hoch auf wie wir alles meistern im Moment und ein Hoch auf unsere Stärke, Kreativität und guten Nerven, die wir definitiv alle brauchen.

Ich liebe Blumen. Wenn ich einen Strauss zu Hause habe, mache ich eigentlich immer ein Foto davon. Dazu noch eine schöne Vase. Und man hat den perfekten Hingucker auf dem Tisch. Die Blumen stehen bei mir immer auf dem Esstisch. Und der Esstisch ist das Zentrum. Jetzt sowieso, wenn ich zu Hause im Homeoffice am Tisch sitze und arbeite. Wenn wir drinnen frühstücken oder unsere Malzeiten einnehmen. Wir sitzen auch am Tisch uns spielen Spiele.

Blumen sind für mich ein Wohlfühlfaktor. Seit Anfang April als mir bewusst wurde, dass ich keine Blumen mehr im Laden kaufen kann, gönne ich mir mit einem Blumenabo wöchentlich einen Frühlingsstrauss. Diese kleinen Frühlingssträusse, vor allem die Tulpen, haben mir sehr gefehlt.

Diese Blumensträusschen haben uns ein klein wenig Normalität beschert in diesen ausserordentlichen Zeiten. Normalität, die uns Stabilität gibt. Und sie bereiten letztlich einfach Freude.

Ich freue mich, jeden Dienstag auf den neuen Strauss.

Wir lieben ihn den Rhabarber. Er bringt den Frühling auf den Tisch und schmeckt herrlich frisch und saftig in der Wähe oder dem Kuchen. Die Rhabarberwähe ist im Frühling unsere absolute Lieblingswähe und auch bei meiner Süssen sogar der Kuchen für ihre Geburtstagsfeier.

Was auch wunderbar fruchtig schmeckt, wie die Rharbarberwähe, aber noch etwas festlicher wirkt, ist der Rhabarberkuchen. Er besteht aus einem feinen luftigen Biscuit-Rührteig und ganz viel Rhabarber. Dadurch wird er sehr saftig und schmeckt wunderbar.

350gr Rhabarber

150g weiche Butter

200g Zucker

1 TL Vanillepaste

3 Eier

200g Mehl

2 TL Backpulver

Puderzucker, zum Bestäuben

Springform (ca. 24cm Durchmesser)

Backpapier, Butter

So wird’s gemacht

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und Rand gut einbuttern. Ofen auf 180° vorheizen. Rhabarber waschen und in Würfel schneiden.

Butter, Zucker und Vanillepaste gut verrühren und nacheinander die Eier dazu geben. Mehl und Backpulver vermischen und unter die Masse geben.

Den Teig in die Springform füllen, Rhabarber darüber verteilen. Dann auf der untersten Rille rund ca. 50 Minuten backen.

Den Kuchen herausnehmen und in der Form auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Wir haben 5 Wochen lang das Familienleben gemanagt. Wir haben uns organisiert, für meine Süsse haben wir täglich ein Tagesprogramm zusammengestellt. Wir haben jeden Tag strukturiert – es gab Lernphasen mit Rechnen, Lesen, Schreiben und Sport, genug Pausen, gemeinsamen Radtouren, Picknicks und Koch- und Backspass. Wir haben und das darf ich ganz ehrlich sagen, viele bereichernde Momente als Familie erlebt. Ich sehe diese Zeit nach wie vor als Chance. Diese Entschleunigung und das bewusste Innehalten. Ich gebe zu, es ist anspruchsvoll, vor allem nach so langer Zeit. Ich habe so viel Arbeit und so viele Pendenzen bei meiner Arbeit, ich bin überaus ausgelastet und auch belastet. Wenn ich nicht meinen Partner hätte, der mich in Bezug auf die Betreuung meiner Süssen unterstützt hätte, dann wäre das Arbeitspensum mit der Betreuung meiner Süssen zu Hause in der Katastrophe geendet und für mich unmöglich geworden. Und ich war voll ausgelastet mit der Corona-Krisenkommunikation für meinen Arbeitgeber. Dennoch, es war gut. Es war schön. Es war anspruchsvoll. Und es war eine Chance.

Fernunterricht als zusätzliche Herausforderung

Nun seit Montag haben wir neu den Fernunterricht. Nun kommt der Tagesplan von der Schule. Rechnen, Deutsch, Singen und Realien sind alles Fächer, die sich gut in unseren Tagesplan integrieren lassen. Jetzt geht die Schule «weiter», nun dürfen wieder neue Dinge gelernt werden. Neu wird wieder verlangt, dass strukturiert oder angeleitet gelernt werden soll. Und so heisst es, dass das Pensum oder die Aufgaben weitestgehend von den Kindern alleine und selbstständig erledigt werden können. Da tun sich meines Erachtens aber schon Gräben auf.

Welche 1. und 2. Klässler können selbstorganisiert Punkt für Punkt Aufträge erledigen?

Wie viele 1. und 2. Klässler können denn wirklich selbständig Aufträge Punkt für Punkt zu verschiedenen Fächern alleine erledigen? Meine Tochter benötigt eine genaue Führung und Anleitung. Ohne das geht’s einfach nicht. Und da ist die Herausforderung angesetzt. Ich sollte im Homeoffice arbeiten und gleichzeitig nun meine Tochter nach striktem Lern- und Fernunterrichtplan betreuen. Irgendwie geht das nicht auf. Und von der Schule wird jetzt erwartet, dass die Aufgaben nun erledigt werden. Sie sind nämlich nicht mehr freiwillig. Da ist nun auch der Haken. Rechnen, Deutsch, Singen und Realien sind als Kernfächer auch kein Problem. Hier haben wir schon immer ein grosses Engagement als Eltern geleistet und es macht auch Spass mit ihr zu arbeiten.

Werken als Beschäftigungsprogramm für Eltern

Doch was ist mit dem Fach Werken? Da hätte meine Tochter doch einen Hasenkopf modellieren sollen. Sie als knapp 8-Jährige kann das nicht allein. Es braucht intensive und gezielte Anleitung von mir. Das Problem – ihr machts keinen Spass und ich bastle nicht gern auf Auftrag für die Schule irgendwelche Dinge, die eh nur im Abfallkübel landen. Ich bastle mit meiner Süssen sehr gern. Wir haben zum Beispiel grad Betonhasen gegossen oder aus Aludosen Krönchen gemacht. Auch haben wir gekocht und gebacken. Aber ganz ehrlich ein Beschäftigungsprogramm für mich und auch uns beide brauche ich nicht. Ich bin gut ausgelastet mit meinem Job, dem Haushalt und der Betreuung und Begleitung meiner Süssen. Und wenn ich denn mal Zeit habe, werde ich bestimmt nicht auf Auftrag etwas basteln, das mir eh keine Freude macht. Das überträgt sich grad auch auf meine Süsse.

Gezielte Aufgaben – aber bitte mit Fokus auf Kernfächer

Ich kann grundsätzlich sagen, dass ich froh bin, dass jetzt gezielter und mehr Vorgaben von der Schule kommen. Ich bin aber sehr dezidiert der Meinung, dass man in diesen Fernunterricht klar auf die Kernfächer fokussieren sollte. Werken gehört nicht zu den Kernfächern und kann nach meinem Gutdünken auch gut aufgeschoben werden auf die Zeit, wenn der Unterricht wieder stattfindet.

Anpassung des 3-Phasenplans der Schule Aargau zwingend notwendig

Dass der Unterricht erst nach 5 Wochen strukturierter vorgegeben wird von der Schule und dass die Kinder wieder Neues lernen dürfen, finde ich super. Ich bin aber entsetzt, dass man vorher 3-5 Wochen einfach alleine gelassen wurde und selber die ganze Betreuungsaufgabe inkl. Freiwilliger Repetition übernehmen und organisieren musste. Der Kontakt zu den Lehrpersonen war minimal. Mich erstaunt dies. Und ich sehe diese 3 Phasenplanung, die vom Kanton vorgegeben wurde, sehr kritisch. Diese Notfallphasenplanung muss auf politischer Ebene zwingend angepasst werden. So eine struktur- und organisationslose Situation der Aargauer Schulen ist in Zukunft zu vermeiden. Der Kanton hat das Gesetz entsprechend anzupassen und die Schulen sind angehalten Konzepte zu entwickeln, dass der Unterricht jederzeit und kurzfristig auf Fern- und Online-Unterricht umgestellt werden kann.

Dieses Jahr stand Ostern ganz im Zeichen der Erholung und des feinen Essens. Die Kalorien wurden mit ein paar Jogging-Einheiten wettgemacht. Ostern waren sehr ruhig. Die üblichen österlichen Rituale wie die Versammlung vor dem grossen Osterfeuer am Ostersamstagabend. Das Beisammensein mit Freunden und Familie. Die Kirchenglocken, die eben nicht läuten und erst nach der Osternacht, wenn die Osterkerze und das Weihwasser geweiht sind, wieder zu läuten beginnen. Solche kleinen feinen Zeichen der Verbundenheit haben mir dieses Jahr besonders gefehlt. Und natürlich auch, dass wir nicht in die Frühlingsferien reisen konnten.

Wir haben es uns daher zu Hause erst recht gemütlich gemacht. Das Wetter lud zum Verweilen im Freien ein. Wir sind joggen gegangen, Rad fahren, haben im Garten gelesen, gefaulenzt und Spiele gespielt. Dann habe ich fein gekocht und mich an neuen Rezepten probiert. Es war ganz toll. Es hat der Seele und dem Bauch sehr gut getan und letztlich wars dann gar nicht mehr so schlimm, dass all die österlichen Rituale aufs nächste Jahr verschoben werden mussten.

Die kulinarischen Highlights stelle ich euch hier vor:

Mediterraner Lammbraten mit Kolrabi und Cherry-Tomaten

1 kg Lammschulterbraten ohne Knochen

2 Zweiglein Tymian

2 Zweiglein Rosmarin

Küchenschnur

1 TL Olivenöl

Salz & Pfeffer

3 Kolrabi

6 Bundzwiebeln

2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

250 gr. Cherrytomaten

4 Zweiglein Thymian

2 Zwiebeln

1 EL Butter

4 Zweiglein Thymian

4 Zweiglein Rosamarin

2 dl Portwein

4 dl Fleischbouillon

1 EL Butter

1 EL Mehl

Salz & Pfeffer

So wirds gemacht:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Fleisch mit Thymian und Rosmarin mit der Küchenschnur zusammenbinden. Fleisch mit Öl bestreichen, würzen mit Salz und Pfeffer. Fleisch auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Fleischthermometer an der dicksten Stelle einstecken.

Kolrabi schälen, in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln längs halbieren, neben dem Fleisch verteilen mit Olivenöl betreufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten und Thymian drauf verteilen.

Braten im Ofen ca. 40 Minuten in der Mitte des Ofens. Kerntemperatur ca. 60° C.

Zwiebeln schälen, in Stücke schneiden. Butter in der Pfanne warm werden lassen. Zwiebeln, Thymian und Rosmarin andämpfen. Portwein dazugiessen, aufkochen und bis auf die Hälfte einkochen. Fleischbouillon dazugiessen, aufkochen und auf die Hälfte einkochen. Absieben in eine kleine Pfanne, Butter und Mehl unter Rühren dazugeben, bei kleiner Hitze 5 Minuten köcheln.

Das Fleisch herausnehmen und zugedeckt 10 Minuten stehen lassen. Fleisch tranchieren und mit dem Gemüse und der Sauce anrichten.

Osterfladen mit Himbeeren

1 runder Mürbeteig

4 dl Milch

1 dl Wasser

2 Prisen Salz

125 g Rundkornreis (Milchreis)

150 gr Himbeeren

3 Eier

1 dl Rahm

120 g Zucker

½ Zitronen

0.5 TL Vanillepaste

Puderzucker zum Bestäuben

So wird’s gemacht:

Für den Belag in einer Pfanne die Milch mit dem Wasser und dem Salz aufkochen. Den Reis hineingeben und unter gelegentlichem Umrühren bei kleiner Hitze zugedeckt 20–25 Minuten garen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Den Milchreis abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Teig in einem Blech ausrollen und mehrmals einstechen.

Die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Rahm und dem Zucker hellschaumig schlagen. Die gelbe Schale der Zitronenhälfte fein dazureiben. Dann die Vanillepaste und den Milchreis unterrühren. Die Eiweisse zu steifem Schnee schlagen. Den Eischnee sorgfältig unter die Reismasse heben. Die Mischung auf dem Teigboden verteilen. Die Himbeeren darüber verteilen.

Den Osterfladen im 200 Grad heissen Backofen auf der zweituntersten Rille 35−40 Minuten backen, bis er schön gebräunt ist. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Lustige Zopfhasen

500 gr Zopfmehl

2 TL Zucker

1.5 TL Salz

75 gr Butter

21 gr Hefe

3 dl Milch lauwarm

1 Ei

Mandeln, Rosinen und Hagelzucker als Deko.

So wird’s gemacht:

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde bilden. Salz auf den Rand der Mulde streuen. Zucker darüber streuen. Butter in Flocken auf den Mehlrand legen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. In die Mulde geben. Alles zusammenmischen und so lange kneten, bis es ein glatter Teig gibt. Diesen 1 Stunde aufgehen lassen. Dann 150 gr Teig separieren für die Arme. Aus dem Rest 5 gleiche Stücke formen. Diese in ca. 25 cm lange Stücke formen. 10 oben einschneiden und miteinander verdrehen als Ohren. Unten 5 cm einschneiden als Füsse. Nach den Ohren einen Kopf herausbilden. Aus dem 150 gr Teig 5 10 cm Stücke rollen. Eines unterhalb des Kopfs auf der Hinterseite als Arme drunterlegen. Dann nochmals aufgehen lassen. Dekorieren. Mit Ei bestreichen, evtl. Hagelzucker drauf streuen, bei 180 Grad, 20 Minuten backen.

In den letzten 3 Monaten wurde mir bewusst, was mir bei einer Arbeitsstelle und in der Zusammenarbeit mit Arbeitskollegen besonders wichtig ist. Zum ersten Mal seit Jahren bin ich einfach zufrieden im Job. Ich fühle mich angenommen, angekommen. Ich bin rundum motiviert und glücklich.

Es sind drei ganz einfache Punkte:

  • Wertschätzung und kollegiales Arbeitsumfeld

In meinem neuen Job, den ich nun seit 3 Monaten habe, ist es mir besonders aufgefallen. Meine Arbeitskollegen, mein Vorgesetzter, die Geschäftsleitung alle haben mich wohlwollend, interessiert und offen aufgenommen. Meine Meinung und meine Erfahrung zählen hier. Ich darf und muss mich einsetzen – strategisch, operativ. Ich kann mich überall einbringen, meine Ideen und Vorstellen. Ich werde angehört, unterstützt, ernst genommen. Ich fühle mich daher unglaublich wohl hier. Ich bin nach 3 Monaten schon voll integriert. Habe viele Projekte und bin schon ein integrierter Teil der Stiftung.

Die Einarbeitung verlief unangestrengt, ruhig und ohne grosses Programm. Die Arbeitskollegen sind alle interessiert und offen. Wenn ich eine Frage habe, irgendetwas nicht weiss oder Hilfe brauche, werde ich unterstützt. Meine neuen Arbeitskollegen sind da und helfen mir unkompliziert. Ich werde nicht als Konkurrenz gesehen und niemand hat das Gefühl, dass ich den Job eines anderen streitig machen könnte.

Es macht enorm viel Spass so zu arbeiten. Und es ist sehr motivierend.

  • Spannende Projekte und Sprung ins kalte Wasser

Kaum angekommen, bin ich bereits mit verschiedenen strategischen Projekten betraut und habe die Leitung von Teilprojekten übernommen. Es sind strategische Projekte. Und ich darf zusammen mit tollen Arbeitsgruppen die Vision weiterentwickeln, das Intranet aufbauen, die Kommunikation vorantreiben. Ich habe schon lange nicht mehr so arbeiten dürfen. Auch hier, meine Erfahrung und Meinung wird grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Die Vorgehensweise oder Herangehensweise wird unterstützt und ich habe das Vertrauen der Geschäftsleitung die strategischen Projekte umzusetzen. Ich bin ausserdem nicht allein. Zum ersten Mal seit Jahren hab ich endlich wieder Projektverantwortung und werde entsprechend ernst genommen. Zu Beginn wars ein Sprung ins kalte Wasser, der sich nun als absolut bereichernd und motivierend herausstellt.

  • Entwicklungsmöglichkeiten on- und off-the-Job

Es heisst immer, Entwicklungsmöglichkeiten im Job sind enorm wichtig. Ich habe leider noch nie einen Arbeitgeber gehabt, der mich on oder off the Job fördern wollte, oder nur bedingt. Sobald ich Interesse zeigte oder mehr wollte, wurde ich zurückgepfiffen oder es hat dann für mich nicht gegolten. Hier habe ich nach nicht mal 3 Monaten die Zusage für eine Weiterbildung im Führungs- und Management-Bereich. Motivation pur! Oder? Weiter werde ich hier gefordert und gefördert. Es macht enorm Spass, dass ich sowohl strategisch als auch operativ mitarbeiten und mitdenken darf.

Zickenkrieg, Gärtchendenken und Missgunst waren noch nie mein Ding. Führungsschwäche und ein schwaches Management sind ebenfalls Gründe weshalb die Mitarbeiter unzufrieden sind. Ich habe in den vergangenen Jahren – es waren mehrere und auch mehrere Arbeitsstellen festgestellt, dass es allzuoft an der massiven Führungsschwäche liegt, die Missgunst, Gärtchendenken und Zickenkrieg begünstigen und letztlich Grund sind für Burn-out und psychische Probleme. Und heute bin ich mehr als zufrieden und dankbar für die Chance, die ich in diesem Job nun erhalten habe. Es wurde Zeit und jetzt ist es gut. Ich schaue nicht zurück, denn ich gehe nur vorwärts.

Seit neuestem mache ich wöchentlich einen Kochplan und kaufe noch gezielter ein. Mein Kühlschrank ist gut gefüllt mit Gemüse, Salat, Fleisch, Käse und Milchprodukten sowie Eiern. Ich hatte auch schon vorher einen gut bestückten Vorratsschrank und bei mir kriegt jeder, der spontan auf Besuch kommt, immer Spaghetti oder Risotto.

Ich liebe es schon immer zu kochen und fein zu essen, doch seit wir jetzt gar nicht mehr ins Restaurant können, hat sich meine Einstellung nochmals geändert. Kochen ist für mich wie Yoga. Ich kann stundenlang in der Küche stehen und kreativ neue Rezepte ausprobieren. Hier kann ich abschalten und mich entspannen. Und da ich selber sehr gern gut esse, tut sich mir gerade eine riesige Vielfalt an feinen Gerichten, neuen Rezepten und Ideen auf. Und das gemeinsame Essen hat auch an Bedeutung gewonnen. Wir essen seit 3 Wochen noch besser. Hinzukommt, dass das gemeinsame Kochen auch meinen Schatz und meine Süsse in die Küche lockt und sie mir 2x pro Woche auch etwas zum Znacht zaubern. Dass sich beide so unkompliziert ans kochen wagen und die Küche auf ihre Art erobern, freut mich ganz besonders.

Die Mittagessen fallen bei uns immer klein aus. Meine Süsse braucht etwas in den Magen. Wir grossen können mit späten Frühstück nach der Joggingrunde oder einem kleinen Salat bis abends gut über die Runden kommen. Und für meine Süsse gibt es leichte und einfache Mahlzeiten. Abends ist dann die Zeit für feine Gerichte, neue Rezepte und gemeinsame Zeit in der Küche und dann am Esstisch. Es ist wie ein noch bewussteres gemeinsames Ritual und diese gemeinsamen Momente ohne Schulaufgaben, Pendenzen im Job und sonstige Ablenkung tun uns gut.

Was ich in den letzten 3 Wochen neues entdeckt habe und was definitiv auf unseren regelmässigen Kochplan kommt, habe ich hier zusammengefasst:

Tagliatelle mit Poulet und Spinat

Tagliatelle mit Fenchel

Ricotta-Gnocchi

Orangencrème

Mandel-Makrönli

4 Eiweiss steif schlagen, 100 gr. Zucker dazugeben, schlagen bis es glänzt. Dann 300 gr. Mandeln beifügen. Entweder mit einem Spritzsack Makrönchen auf ein Blech drücken oder mit 2 Löffeln Makrönchen formen. 5-6 Stunden trocknen lassen, backen: Ober- und Unterhitze, 8-12 min. bei 180°C.

5 Blutorangen

4 Blätter Gelatine

4 Eigelb

4 EL Zucker

1 TL Vanillepaste

1 dl Rahm

1 Becher Crème fraîche (180 g)

Eine Orange gründlich heiss spülen und mit Küchenpapier trockenreiben. Die Schale der Orange abhobeln. Die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Die restlichen Orangen auspressen; man braucht 4 dl Saft.

Abgemessenen Orangensaft sowie Orangenschale in eine Pfanne geben. Die Eigelb sowie den Zucker dazurühren. Die Vanillepaste beifügen. Alles langsam unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Die Pfanne vom Feuer nehmen. Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren in der heissen Creme auflösen. Dann die Schüssel in ein kaltes Wasserbad stellen und die Creme kalt schlagen.

Den Rahm steif schlagen. Zuerst die Crème fraîche unter die Creme rühren. Dann den Rahm sorgfältig unterziehen. Die Orangencreme vor dem Servieren mindestens 2 Stunden kalt stellen. Mit gehackten Pistazien garnieren.

Aus den 4 Eiweiss habe ich Mandelmakrönli gemacht. Man kann daraus auch Baiser oder andere Eiweiss-Gebäcke herstellen.

500 gr Ricotta

2 Eigelb

160 gr Dinkel und Halbweissmehl gemischt

50 gr geriebener Parmesan

1 TL Salz

Mehl

Ricotta mit den Eigelben verrühren. Das Mehl mit dem Parmesan und Salz mischen. Die Ricotta-Masse mit der Mehlmischung gut verrühren.

Den Teig auf ein gut bemehltes Holzbrett stürzen und ich acht Teile schneiden. Jeden Teil zu einer langen Wurst rollen und jeweils 2 cm lange Stücke abschneiden. Mit einer Gabel leicht eindrücken.

Wasser mit dem Wasserkocher aufkochen, salzen. Portionenweise Gnocchi ins kochende Salzwasser geben. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, sobald sie an die Oberfläche steigen. Wamstellen.

Dazu passt: Tomaten-Gemüse-Sauce, Pesto-Sauce, o.ä.