Kaum zu glauben, dass bereits das Jahr 2019 Geschichte ist und somit ein Jahrzehnt zu Ende geht. Wenn ich so zurückschaue auf das letzte Jahrzehnt und wo ich heute stehe, wer ich heute bin, dann bin ich stolz und dankbar. Ich habe mich vom unsicheren Mädchen zur starken Frau entwickelt. Und das macht mich echt happy. Und es ist wahnsinnig viel passiert in diesen 10 Jahren. Vor 10 Jahren dachte ich der Lebensplan sei klar – Heirat, Familie, Kinder, Arbeit. Alles schien so, als wäre es gegeben und ich würde es genauso leben, wie ich es eben auch gelehrt wurde oder vorgelebt bekommen hab. Anfang des Jahrzehnts habe ich geheiratet und jetzt zum Ende wurde ich geschieden. Wär hätte das gedacht. Ich habe mein Leben in den letzten 10 Jahren einmal komplett umgekrempelt. Allen Unkenrufen zum Trotz, bin ich beharrlich meinem Herzen gefolgt. Und heute stehe ich da und freue mich auf das neue Jahrzehnt – auf alles was kommt. Denn ich spüre tief in mir, dass es grossartig wird. Den Ballast des letzten Jahrzehnts habe ich im 2019 gelassen. Vieles beruflich und privat abgeschlossen. Vieles hat sich auch beruhigt. Denn die Jahre nach der Trennung waren auch eine Suche. Eine Suche nach dem wahren Ich. Wer will ich sein und was will ich tun, mit wem will ich mein Leben verbringen und wie will ich denn dieses Leben leben. Und ich weiss, dass sich im 2020 mein beruhigtes Leben mit meiner Süssen, meinem Partner, meiner Familie und meinen Freunden verbringen und einen anspruchsvollen und spannenden Job haben werde.

Über die angekündigten ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr – hatte ich genug Zeit zum Nichtstun. Einfach die Sonne geniessen, viel schlafen und ausruhen, lesen und Seele baumeln lassen. Und vor allem bewusst nicht-denken. Es war perfekt. Und im Unterbewusstsein haben sich weitere Weichen gestellt und Punkte herausgeschält, die mir für 2020 wichtig sein werden. Dieses sein lassen, lässt mein Herz springen. Ich musste nichts tun und hab nun Klarheit.

Ich hatte Zeit 2019 Revue passieren zu lassen. Highlights waren wie hier auf dem Blog beschrieben all die Reisen, Kurztrips und Ausflüge mit meinem Schatz und meiner Süssen. Wir sind als Familie im 2019 zusammengewachsen und haben einen vertrauten Rhythmus und Umgang miteinander gefunden. Wir kennen uns jetzt so richtig gut und geniessen unsere gemeinsame Zeit, auch wenn wir mal nicht unterwegs sind. Aber Familie ist das grösste für uns. Wer hätte gedacht, dass wir zu Dritt so viele glückliche und innige Momente verbringen.

Selbstbestimmt und frei – so bestreite ich mein Leben!

Im 2019 habe ich meine Ehe und meinen Job gelassen. Hier einen Schlussstrich zu ziehen war wichtig. Nun sind die Dinge, die mir nicht gut getan haben, ein für alle Mal geregelt und ich kann nach vorne blicken. Es waren emotionale Befreiungsschläge und ich fühle mich stark und unabhängig, meinen Weg mit den Menschen zu gehen, dir mir gut tun – beruflich und privat. Trennungen und Scheidungen – und das sage ich aus eigener Erfahrung – sind sehr belastend, kostspielig und mit viel Schmerz und Tränen verbunden. Und solange die Scheidung nicht vollzogen ist, ist es effektiv so, dass man nicht richtig frei ist. Und heute bin ich frei auch finanziell. Ich bestreite mein Leben selbstbestimmt.

Mein Motto: „Leben und leben lassen.“

Selbstbestimmt zu sein, keine Angst zu haben und sich seiner Werte bewusst zu sein, genau das hat mir auch im Job geholfen. Ich hab zwar geduldig versucht im Job, den ich im April letzten Jahres begonnen hab, Fuss zu fassen. Aber es sollte oder wollte nicht klappen. Beruflich gesehen, was das 2019 wohl ein Zwischenjahr oder ein weiteres Lehrjahr. Letztlich kann ich aber sagen, mein Bauchgefühl lügt nie. Ich habe auch gelernt, dass meine Werte, die ich für mich habe, wie Respekt, Anstand, Freundlichkeit, Offenheit und Toleranz auch im Beruf ganz wichtig für mich sind und ich diese Werte auch bei meinem Arbeitgeber wiederfinden muss. Ich lebe nach dem Motto «Leben und leben lassen.» nur leider verstehen diese Einstellung nicht alle. Ich habe auch gelernt, dass ich zu meinen Emotionen stehen kann und ich mich nicht verstecken muss. Wenn Menschen zusammenarbeiten gibt es Reibereien und es ist nicht immer einfach, aber ich erwarte, dass man so viel Charakterstärke besitzt, um trotzdem vernünftig zusammenzuarbeiten. Der bewusste Umgang mit mir hat mir geholfen, diese Sicht einzunehmen und beharrlich daran festzuhalten. Es hat mir auch gezeigt, dass es manchmal besser ist, einfach weiter zu gehen, wenn es nach intensiven Gesprächen und dem Versuch, verständlich zu machen, was man will, nicht funktioniert. Ich bin daher auch gespannt, wie ich mein Wissen, meine Lebenserfahrung und Vorstellungen von einer guten Zusammenarbeit in meine neue Rolle einbringen kann.

1000 Dinge und Ideen zu tun im 2020

Fürs 2020 habe ich eigentlich keine Vorsätze gefasst, sondern ich möchte die Achtsamkeit und Bewusstheit in meinem Leben festigen. Dies im Bereich Gesundheit, Ernährung und Sport. Ich möchte mich noch mehr mit gesunder Ernährung befassen und hier eine Rezeptsammlung mit leckeren, einfachen und schnellen Gerichten für den Alltag plus unsere Lieblingsgerichte zusammenstellen. Sozusagen mein eigenes Kochbuch für ein gesundes Leben. Dazu gehört natürlich auch die nötige Portion Bewegung und die Freude daran sich gemeinsam zu bewegen. Hier wirds also auch Tipps und Ideen für gemeinsame Familien-Bewegungs-Erlebnisse geben.

Beruflich werde ich auch voll durchstarten. Ich freue mich jetzt schon auf meine neue Rolle und bin voller Motivation und Energie mein Wissen und Know-How einzubringen.

Und wir werden wieder Reisen, an noch unbekannte aber auch bekannte Orte. Bereits haben wir viele Reisepläne geschmiedet. Ich bin gespannt, was das noch junge Jahr bringt und ich freue auf jeden der verbleibenden Tage im 2020.

Weihnachten und die Feiertage haben für mich immer eine ganz besondere Bedeutung. Neben Zeit, die wir dann im Kreise der Familie verbringen, ist es auch die Zeit des Innehaltens, der Rückschau und der Erholung. In der Regel bin ich nach einem ereignisreichen, intensiven und langen (Arbeits-)Jahr jeweils müde und froh, mich mit meiner Süssen und meinem Schatz einfach mal zurückziehen zu können. In den letzten Jahren habe ich bewusst die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr oft für mich und ohne viel Programm verbracht. Gedanken sortieren und mich fokussieren, herausschälen, was ich im neuen Jahr erreichen will und mir vornehme zu tun.

Damit alles aber passt und wir uns richtig in diese kuschlig, erholsame Familienzeit zurückziehen können, wird’s nochmals geschäftig. Emsig organisieren wir alles für die Feiertage – vom Christbaum über die letzten Geschenke bis zum Menü planen wir alles schon in den Wochen davor. Wir bestellen das Fleisch vorab beim Metzger, kaufen Champagner und guten Wein und auch die restlichen Lebensmittel und versuchen nicht noch am 24. Dezember in letzter Hektik in den Laden rennen zu müssen. Die gute Planung ist einfach das halbe Leben.

Auch ein echter Christbaum darfs sein

Dieses Jahr haben wir uns besonders auch darüber Gedanken gemacht, ob wir nun einen Christbaum kaufen sollen oder einen im Topf mieten. Seit Jahren kaufe ich den Baum immer am selben Ort. Einer Christbaum-Kultur in der Region. Diese Familie lebt unter anderem vom Verkauf der Christbäume. Deshalb haben wir uns für dieses Jahr nochmals entschieden unseren Baum dort zu kaufen. Und im Gespräch mit dem Inhaber haben wir wichtige Fakten erfahren, die unsere Entscheidung noch bestärkt haben. Zum Beispiel sind Tännchen nicht lange überlebensfähig, wenn sie in einem Topf aufgezogen werden und auch der Irrglaube, dass man ihn vom Topf in die Erde und ein Jahr später wieder in den Topf pflanzen kann, funktioniert real nicht. Eine Hektare Weihnachtsbaumkultur bindet während der Wachstumszeit von zehn Jahren bis zu 145 Tonnen CO2 und produziert gleichzeitig bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. Auch sind solche Baumkulturen ein willkommener Lebensraum für viele Tierarten. Wir freuen uns nun, unser Schweizer Naturbaum in unserer Stube zu schmücken und ihn mit all den Lichtern bei Weihnachtsmusik zu geniessen.

Weihnachten ganz entspannt

Bereits mit dem Beginn der Weihnachtsferien stellt sich bei uns diese Feiertagsstimmung ein. Wir fahren runter, gehen alles gemütlich an und sind so am 24. Dezember bereits im Feiertagsmodus. Mit Musse stehe ich dann den halben Tag in der Küche, um mein Weihnachtsmenü vorzubereiten, den Tisch schön zu dekorieren und alles vorzubereiten für den Heiligabend.

In der Regel gehen wir nach einem feinen Znacht in die Mitternachtsmesse. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahren so ergeben und ich geniesse es an diesem Abend mit einem Moment der Achtsamkeit und den Gedanken bei sich ausklingen zu lassen. Besonders überwältigend und berührend ist einfach immer, wenn alle in der nur von Kerzen beleuchteten Kirche Stille Nacht singen. Das ist Gänsehaut pur. Dies mit meinen Liebsten zu erleben und bewusst zu werden, dass ich dann genau dort am richtigen Ort bin in diesem wundervollen Leben.

Zeit für Rückschau und Erholung

Ich freue mich also ganz besonders auf die Feiertage. Und es ist mir wichtig in den Tagen vor Jahresende das alte Jahr abzuschliessen – gedanklich. Dankbar zu sein für die wunderbaren Momente und Erlebnisse, die ich mit meiner Familie, meinen Freunden und mit meinem Schatz und meiner Süssen erleben durfte. Aber auch anzuerkennen, was nicht so gut lief, was ich ändern möchte, wo ich mich ändern möchte und was ich im neuen Jahr mit neuer Energie, neuem Mut und neuer Lebensfreude anpacken will. Gespannt und neugierig was das neue Jahr bringt. Ich spüre, dass seit ich achtsamer und näher bei mir bin, ich diese letzte Woche im alten Jahr viel bewusster wahrnehme und auch das Revue passieren eine ganz andere Qualität hat. Meine Wünsche und Ziele fürs neue Jahr auch immer mit meiner Achtsamkeit und der Dankbarkeit für mein Leben zu tun haben. Es geht mir ganz stark darum im Bewusstsein für mich selbst zu sein und auch in Zukunft zu lernen und mich ganz genau wahrzunehmen.

Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal ab dem 25. Dezember eine Woche am Stück mit meiner Süssen verbringen. In den Jahren zuvor war dies leider nicht möglich und mich hat dieses ständige hin und her zwar immer gestört, aber ich konnte letztlich wenig dagegen ausrichten. Umso mehr freue ich mich nun auf diese Woche und auf Nizza in der Weihnachtszeit und ein weiteres Silvester dort und die Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen.

Eine besondere Freude in der Vorweihnachtszeit ist das gemeinsame Basteln mit meiner Süssen. Ich kann mich gut erinnern, dass ich selber mit meiner Mutter immer gebastelt habe zu Weihnachten und schöne selbstgemachte Dinge an mein Grossmami, Gotti und Götti verschenkt habe.

Ich habe mir in den letzten Jahren einiges einfallen lassen. So ist einiges an lässigen Sachen zusammengekommen. Als meine Süsse noch kleiner war, war es viel schwieriger mit ihr zu basteln, aber für einen selbstbemalten Rahmen mit einem schönen Bild oder eine bemalte Hülle für die Zündholzschachtel aus Holz hat es noch bald gereicht. Wichtig ist ja die Geste, die zählt. Und mir bedeutet es viel mit meiner Kleinen so Zeit zu verbringen, mit ihr zu basteln und etwas mehr oder weniger Sinnvolles herzustellen. Und auch etwas Kleines macht allen Freude.

Akryl-Schneidebretter bemalen

Vor 3 Jahren hat sie Akryl-Schneidebretter bunt bemalt mit wasserfester Farbe von Gonis. Die Schneidebretter sind im Geschirrspühler waschbar und die Bemalung hält gut.

Selbstgeröstetes Granola im bemalten Glas

Letztes Jahr haben wir zusammen Müesli-Gläser gestaltet und selber Granola-Müesli hergestellt.

350 g kernige Haferflocken

100 g Mandelblättchen

50 g Walnüsse grob gehackt

50 g Kokosflocken

30 g Sesamsamen

3 TL Zimt

180 g flüssigen Honig

6 EL Öl

100 g Trockenfrüchte wie Cranberries, Aprikosen, etc.

Alle Zutaten (bis auf die Früchte) in einer grossen Schüssel vermischen. Dann den Mix auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech flach verteilen. Die Mischung bei zirka 180° C (kein Umluft) ca. 20 Minuten lang backen.
Das Müesli alle 10 bis 15 Minuten wenden, damit es schön knusprig wird. . Nach dem Abkühlen mit den Trockenfrüchten mischen und in die Gläser abfüllen.

In einem Müesli-Glas aufbewahren.

Trinkschokolade

Passend zum Granola-Müesli haben wir ausserdem Trinkschokolade hergestellt.

  • 200 g Dunkle Schokolade
  • 200 g weiße Schokolade
  • 10 Eisstiele (Es gehen auch Cake-Pop-Stiel oder Holz-Teelöffel)
  • 10 Plastik Schnappsgläser 2cl
  • Streusel / Mini Marshmallows als Verziehrung

Die Schokolade getrennt klein hacken und im Wasserbad bei geringer Wärmezufuhr schmelzen. Mit Teelöffeln (oder auch einem Spritzbeutel) erst die weiße Schokolade zur Hälfte in die Becher füllen. Das Schnappsglas ein paarmal auf den Boden klopfen, damit die Schokolade glatt wird. Ein wenig abkühlen (aber nicht hart werden) lassen.

Die dunkle Schokolade vorsichtig oben drauf geben. Wieder das Schnappsglas ein paar Mal auf den Boden klopfen, damit die Schokolade glatt wird und einen Eisstiel gerade oben rein stecken. Danach Streusel oder Marshmallows obendrauf und für 2-3 Stunden in den Kühlschrank.

Wir haben die Trinkschokolade-Stiele in Säckchen verpackt und zu den Gläsern mit dem Granola mitgegeben.

Bienenwachstücher selber gemacht

Bienenwachstücher liegen ja voll im Trend. Deshalb habe ich mich im Internet schlau gemacht, wie man diese herstellen kann und was es für Zutaten braucht. Man findet heute bereits vollständige Sets zur Herstellung mit allen Zutaten online. Es geht aber auch, wenn man die einzelnen Zutaten einzeln bestellt oder organisiert. Ist einfach etwas aufwändiger. Die Herstellung selber ist dann ich so eine Hexerei, wenn auch eine etwas klebrige Angelegenheit.

Ich habe auf dem Internet unter:  https://loumalou.ch/bienenwachstuch-selber-machen/ alle wichtigen Informationen gefunden.

Alle Zutaten habe ich online bestellt:

60g Bienenwachs

40g – 50g Harz

10 g Mandelöl

Baumwollstoff

Diese Zutaten reichten bei uns für insgesamt 15 Tücher, in verschiedenen handlichen quadratischen Grössen. Damit der Rand nicht zu stark ausfranst, haben wir eine Zickzack-Schere zum Zuschneiden der Stoffstücke genommen.

Tools

Leere mittlere Konservendose

Alter breiter Pinsel

Pfanne für das Wasserbad

Altes Bügeleisen und Backblech

Backpapier

Harz mörsern, damit die Stücke nur noch grobkörnig sind, in die Konservendose geben und im Wasserbad unter Umrühren mit einem Holzstab schmelzen. Das dauert ziemlich lange und es ist – wie das Wort sagt – harzig, bis es zähflüssig oder weich wird.

Sobald das Harz einigermassen geschmolzen ist, Bienenwachs und Öl dazugeben und im Wasserbad weiter langsam schmelzen. Immer gut umrühren und geduldig sein, bis alles geschmolzen ist.

Sobald alles geschmolzen ist, kann man beginnen die Baumwolltücher zu bestreichen. Dafür legt man zuerst Backpapier auf ein Blech und dann den Bauwollstoff drauf. Mit der Mischung wird das Tuch nun grob bestrichen. Dann ein zweites Tuch in der gleichen Grösse darüber legen, erneut grob bestreichen. Es lassen sich so 3-4 Tücher stapeln, diese wieder mit Backpapier abdecken und dann mit einem alten Bügeleisen ohne Dampf bügeln, bis der Wachs schmilzt. Damit alle Tücher gleichmässig werden, lohnt es sich die Tücher dann auseinander zu nehmen und jedes zwischen zwei Backpapieren zu bügeln. Ausserdem kann man so noch Wachs dazutun, sollten die einzelnen Tücher zu wenig gewachst sein. Das Wachs trocknet danach schnell und die Tücher werden steif.

Wir haben die Herstellung der Wachstücher als aufwändig und nicht ganz Kinderleicht empfunden. Als Geschenke sind sie aber mit dem gemusterten Stoff gut angekommen.

Ich habe ausserdem noch eine Anwendungs- und Pflegehinweise mitgegeben, da noch nicht alles mit Bienenwachstüchern arbeiten.

Wie benutze ich Bienenwachstücher?

Damit die Freude am Bienenwachstuch lange hält gilt es ein paar Grundregeln zu berücksichtigen:

  • Bienenwachstuch ist nicht zum Verpacken von Fleisch geeignet.
  • Sollte mal etwas im Bienenwachstuch vergessen gehen und schimmeln, rate ich das Bienenwachstuch nicht mehr weiter zu brauchen.
  • Bienenwachstuch nicht extremer Hitze aussetzen.
  • Bienenwachstuch nur mit mildem Reinigungsmittel und kaltem Wasser waschen.

Mit einem Bienenwachstuch kannst du dein Sandwich, deine Gurke, den Käse, das Brot, die Avocado, die Zwiebel, deine Schüssel etc. schnell und einfach verpacken:

  1. Das Sandwich einpacken wie du es früher mit Alu- oder Klarsichtfolie gemacht hast.
  2. Die warmen Hände gut an die „Bienenwachstuchnähte“ drücken. Das Wachs wird weich und klebt. Das Tuch wird sozusagen verschweisst. Fertig.

Analog dazu verfährt man mit Schüsseln: Tuch über die offene Schüssel legen und mit den Händen andrücken.

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Meine Wohnung dekorieren, auf Weihnachtsmärkten rumspazieren und die Auslagen begutachten, Glühwein trinken, die Lichter anschauen, selber Guetzli oder Grittibänzen backen, bei Kerzenschein erste Weihnachtslieder hören, Geschenke basteln und für die Feiertage das Weihnachtsmenü zusammenstellen.

Bekanntlich rennt die Zeit vor Weihnachten ja nur so dahin, aber ich nehme mir immer bewusst Zeit und nicht viel vor. Ich will diese wenigen Wochen geniessen mit meinen Lieblingsritualen und mich bewusst einstimmen auf das Jahresende. Ich liebe es Weihnachtslichter anzuschauen in der Stadt, Glühwein zu trinken, zu basteln für Weihnachten mit meiner Süssen und mich in diesen dunkeln Wochen von warmem Licht in meiner Wohnung bei einer Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ich mag dieses Gehetze und Gerenne nicht und vermeide es auch, darauf einzusteigen.

Zofingen der Weihnachtsmarkt der Sinne als Geheimtipp

Einer meiner Lieblingsweihnachtsmärkte ist und bleibt der Christchindlimarkt in Bremgarten. Auch wenn nach vielen Jahren immer wieder die gleichen Stände am gleichen Ort zu finden sind, ist der Bummel durch die hübsche Altstadt über die überdachte historische Brücke an der Reuss jedes Jahr wieder ein Highlight. Vor allem am Donnerstagabend, wenn es noch nicht so viele Leute hat, ist es wunderschön. Ein Glühwein und etwas zu Essen darf natürlich nicht fehlen.

Auch nach Zürich gehe ich immer gerne vor Weihnachten und lasse mich treiben. Ich erinnere mich gut an letztes Jahr als ich diese Vorweihnachtszeit mit meinem Schatz ganz intensiv geniessen konnte. Es war einfach so gemütlich und wir haben einen kleinen Rundgang über die Bahnhofstrasse und die verschiedenen Märkte auf dem Bellevue, dem Werdmühleplatz und im HB von Zürich gemacht. Dieses Jahr hat uns besonders der Markt auf dem Münsterhof gefallen, einfach weils, als wir eintrafen, noch nicht so übervölkert war. Und weil der Dezember bei uns ja eben nicht voll verplant ist, reicht es immer für einen spontanen Abstecher nach Zürich. Im HB haben wir am Abend vor dem 4. Advent im Chäs-Atelier noch ein Raclette gegessen und zwei tolle Ladies kennengelernt. Und bereits ist abgemacht, dass wir uns auch dieses Jahr wieder dort treffen. Der Tisch ist bereits reserviert.

Mein persönlicher Geheimtipp für die Weihnachtsmärkte ist aber der Weihnachtsmarkt in Zofingen. In der hübschen alten Zähringerstadt hats noch Platz, eine Vielzahl richtig toller Stände und anständige Preise, was den Glühwein anbetrifft.

Weihnachtsdeko-Tipp zum Nachbasteln

Vor einigen Jahren habe ich für die Eingangstüre eine schöne und sehr einfache Wanddeko gebastelt. Dafür sind wir in den Wald und habe Äste gesucht und diese in Form eines Dreiecks aufgereiht und mit Hanfschnur mit immer gleichem Abstand an den Enden festgebunden. Zum Schluss haben wir es mit klein Christbaumkugeln, kleinen Glöckchen, Federn und einer Lichterkette dekoriert. Jedes Jahr, wenn ich diese Wanddeko wieder aufhänge, erfreue ich mich aufs Neue – weils nicht einfach gekauft ist, weils einfach schön und speziell aussieht.

Mit meiner Süssen zu basteln und backen ist auch immer ein Highlight in der Adventszeit. Für den Samichlaus-Tag haben dieses Jahr selber Grittibänzen gemacht aus einem einfachen Zopfteig. Es war schön zu sehen, wie sehr sie sich für alles interessiert und wie sie lernen wollte, wie man jetzt den Teig macht, knetet und mit welcher Freude sie dann die Bänzen verziert und mit Ei bestrichen hat. Ja, einen hat sie extra für den Samichlaus gemacht, den sie ihm dann am Abend geben wollte.

Mit meiner Süssen bastle ich in der Regel in den Wochen vor Weihnachten immer etwas für die Grosseltern, Papi, Götti und Gotti. Aber dazu später – wir wollen sie ja überraschen.

«Liebe ist, wenn es Spass macht, treu zu sein.»

Unbekannt

Dieser Spruch ist mir neulich aufgefallen. Ich hab ihn dann meinem Schatz vorgelesen und wir haben darüber diskutiert, dass es bei uns tatsächlich so ist. Aber weshalb ist diese Beziehung wohl so und weshalb empfinden wir heute so? Dass alles passt? Ok – aber was passt denn wirklich? Der Weg hierhin war steinig und schmerzhaft und es war jetzt auch nicht über Nacht so, dass ich nach der Trennung wieder jemanden gefunden hab. Nach der Trennung von meinem Ex-Mann war ich mehrere Jahre auf der Reise – auf der Reise zu mir. Ich war überzeugt, dass irgendwann wieder jemand auftaucht, bei dem alles passt und mit dem ich mein wunderbares, volles und reiches Leben teilen darf. Auch die Vorstellung noch länger allein zu sein hat mir keine Angst bereitet – denn die Arbeit an mir hat mir geholfen zufrieden und dankbar mit mir und meinem Leben zu sein.

Diese Reise zum Traumpartner beginnt – und davon bin überzeugt – mit der Reise zu sich. Und genau, das war der Schlüssel. Ich hab so viel gelernt, erfahren, erlebt – Glück und Schmerz. Es war wichtig herauszufinden: Wer bin ich denn? Was will ich denn? Wen will ich an meiner Seite? Neben viel darüber nachdenken, habe ich viel geredet und reflektiert. Ich habe endlich meine Werte formulieren können und auch, wie ich mein Leben leben und wen ich in meinem Leben haben will.

Auf dem Weg war es richtig und wichtig, dass ich allein war und mich nicht gleich wieder Hals über Kopf in eine Beziehung gestürzt hab. Ich hatte viel Zeit – Zeit für mich allein, Zeit mit meiner Süssen, Zeit für Ferien mit ihr, Zeit für Reisen allein. Ich konnte und musste alles selber entscheiden. Und das hat mich stark gemacht. Auch der Schmerz über vielleicht gescheiterte Liebschaften, der Schmerz aufgrund der Scheidung, der immer wiederkehrende Streit mit meinem Ex über die Betreuung. Das ewige Hin und Her. Ich hab selber gedacht, selber entschieden, selber bestimmt.

Und ich habe mir ein wunderbares Umfeld aufgebaut. Ich habe meine Freundschaften intensiv gepflegt, habe auch neue Freundschaften geknüpft und Menschen kennengelernt, die mich inspirieren, meinen Horizont erweitern, mich wahrnehmen, ernst nehmen und so akzeptieren, wie ich bin. Ich bin offen und interessiert. Und dies habe ich gefeiert. Mein 40. Geburtstag war ein Fest mit all den Menschen, die mich Jahrzehnte oder erst wenige Jahre begleiten. Menschen, die mir ganz viel bedeuten, ob sie erst kurz in meinem Leben sind oder mich schon ewig kennen. Es war mein Fest. So wie ich bin – fröhlich, lustig, mit viel Lachen und guter Stimmung. Feinem Essen und gutem Wein. Ich hab mir die Party gemacht, wie ich bin. Meinen Stempel aufgesetzt.

Und auch wenn ich bis vor 2 Jahren schon weit gekommen war, mich in meinem selbstbestimmten Leben eingerichtet hatte und glücklich und stolz war auf alles was ich erreicht hatte, so war ich allein. Niemand konnte mein Herz entflammen und keiner entsprach dem Mann, den ich im Universum bestellt hatte. Der Mann, der ja sagt zu mir – ohne wenn und aber. Der Mann, der mit mir reist, unterwegs ist, mit mir bei Wein und gutem Essen über Gott und die Welt philosophiert, der mit mir Sport treibt, der mich aber auch meine Süsse nimmt, wie wir sind, der mich unterstützt, gross macht und einfach liebt. Der Mann, mit dem ich Pferde stehlen kann. Der Mann, der mein bester Freund, mein Partner, mein Liebhaber ist.

Genau, dieser Mann und es ist kaum zu glauben, ist erst einige Monate später wieder in mein Leben getreten. Ich habe immer gewusst, wenn er denn mal vor dir steht, dann weiss ich es einfach und dann gibt’s auch keine Diskussionen, keine Unsicherheit und kein Ja, aber. Dann passts, dann muss ich nicht mehr darüber nachdenken. Und genau so war es. Ich weiss, wer ich bin, ich weiss, dass ich mein Leben alleine meistern kann und das erst noch gut und ich weiss, was ich will und wen ich an meiner Seite will. Als er endlich dastand – hab ich keinen Moment gezögert. Es war einfach klar und seit 1.5 Jahren gehen wir gemeinsam diesen Weg. Anfängliche Unsicherheiten konnten wir in der Zwischenzeit hinter uns lassen und ganz ehrlich – es wird immer intensiver, immer enger und vollkommener. Wir haben soviel Spass miteinander und wir verstehen uns zu zweit oder zu dritt wunderbar. Wir ergänzen uns, stützen uns und sind für einander da. Es ist alles im Fluss und es hat noch nie so mit jemandem gepasst wie mit ihm. Das Zitat am Anfang «Liebe ist, wenn es Spass macht, treu zu sein» passt voll. Und es macht alles Sinn. Der Weg hierher zu dieser selbstbestimmten Beziehung, in der wir beide Individuen bleiben, die gemeinsam den Weg gehen, in der jeder so sein darf, wie er ist, war notwendig. Denn ohne dieses «Mich-Kennenlernen» und verstehen, wen ich an meiner Seite will – hätte ich nie den Mann angezogen, der mir all das und viel mehr gibt, als was ich mir je geträumt hätte.

Die Reise beginnt in dir. Und erst wenn du gefestigt bist, bei dir, dich kennst und weisst, wer du bist und was du willst und weisst, du kannst es allein, dann bist du bereit für einen Partner. Ich habs erlebt.  

Hamburg war schon lange eine Wunsch-Städte-Reise-Destination von mir. Leider hat es erst jetzt im November geklappt. Mit einer Freundin bin ich für ein Weekend nach Hamburg gereist und habe diese wunderschöne und vielseitige Hansestadt kennengelernt. Auf dieses Mädelsweekend haben wir uns lange gefreut und viele Dinge schon von zu Hause aus geplant. Highlight war aber ganz klar die Morgenmatinee in der Elbphilharmonie.

Afternoon-Tea und Olivia Jones Bar

Am Freitagnachmittag hat sich uns Hamburg im schönen Herbstlicht präsentiert und wir sind zuerst zum Nachmittagstee, wie es Neudeutsch heisst. Im Eatons Place einem Kleinod im Altona-Viertel wird einem auf perfekt englische Art ein wunderbarer Afternoon-Tea serviert. Alles ist liebevoll englisch eingerichtet und die drei Herren hinter der Theke machen ihre Arbeit auch auf freundlich englische Art. Wir haben Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und süsse Küchlein gegessen und viel sehr feinen Tee getrunken. Es war himmlisch so in Hamburg anzukommen. Nach dem vielen Essen sind wir zur Elbe runtergelaufen und dann alles entlang der Elbe bis nach St. Pauli und der Reeperbahn. Ich und Reeperbahn. Aber das gehört zu Hamburg wie der Fischmarkt, das Rathaus, die Speicherstadt und die Elbphilharmonie. Wir sind am Schluss in der Bar von Olivia Jones gelandet und es war echt lustig.

Historisches, Lustiges und eindrückliche Gebäude

Die Stadt wirklich erkundet haben wir dann am Samstag, bis am Abend hatten wir mehr als 20000 Schritte auf dem Zähler. Hamburg lässt sich gut zu Fuss erkunden. Zum Frühstück sind wir ins Café Mutterland Cöllns, gleich beim Rathaus. Eine Institution wie wir feststellen durften, denn bereits zum Frühstück geht nichts ohne Reservation. Was uns natürlich zuerst etwas irritiert hat. Wir haben uns dann am Tischchen im Eingangsbereich platziert. Das Frühstück und vor allem die Auswahl an verschiedenen Gerichten, feinen frischen Brötchen und Brotsorten ist toll und es hat sehr gut geschmeckt. Nach dem stärkenden Frühstück sind wir auf eine Free Walking Tour.

3 Stunden hat uns der Student Martin durch sein Hamburg geführt. Er studiert Stadtentwicklung und konnte uns viel Historisches mit auf den Weg geben und hat uns mit Gedichten, Witzen und lustigen Geschichten gut unterhalten. In den drei Stunden sind wir vom Rathaus, an die Binnen-Alster über den Domplatz zur St. Nikolai-Kirche vorbei am Nikolaifleet runter zur Deichstrasse und dann über die Fussgängerbrücke in die Speicherstadt, wo der Rundgang auf dem Sandtorhafen mit Blick auf die Elbphilharmonie endete. Wir haben uns danach im Alsterhaus eine kurze Pause im Café gegönnt und sind noch wie es sich gehört shoppen gegangen.

Mit den Restaurant-Tipps von Martin haben wir abends noch versucht ein Restaurant zu finden. Aber ohne Reservation mindestens 5 Tage im Voraus ist in Hamburg zur üblichen Essenszeit leider nichts zu machen. Erst nach 8 sind wir ins Portugiesen-Viertel und haben uns im «O Pescador» eine Tapas-Platte und Portugiesischen Wein gegönnt.

Bezaubernde Klänge in der imposanten Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie ist nicht nur von aussen imposant, sondern auch innen sehr eindrücklich. Wir hatten Tickets für die Matinée am Sonntag um 11. Und sind kurz vor Beginn nach dem Frühstück und mit Gepäck beladen noch in den kleinen Saal reingehuscht. Der koreanische Künstler Jongdo An hat ein atemberaubend schönes Klavierkonzert geboten. Ich bin sehr beeindruckt, wie seine Finger nur so über die Tasten flogen und er ganz ohne Noten wunderbare Musik von Bach, Chopin und Schumann gespielt hat.

Es war ein rundum harmonisches, abwechslungsreiches und tolles Wochenende. Und in Hamburg bin ich echt nicht zum letzten Mal gewesen. Wir haben uns oft gesagt, schade sind es nur so wenige Tage, wir hätten noch so viel sehen können und uns einfach mehr Zeit lassen wollen. Und deshalb sag ich auf ganz bald wieder im Norden.

Wenn mir jemand von einiger Zeit mal gesagt hätte, dass ich einmal 3 Kids im Alter von 3-10 Jahren übers Wochenende zu Besuch hab, den hätte ich laut gelacht. Doch es war sogar meine eigene Idee und übers Wochenende hatte ich eine fröhliche, laute Rasselbande bei mir Zuhause. Zusammen mit meiner Süssen also 4 Kids und diese alle zufriedenstellen und unterzubringen. Was für ein Job! Aber das schicke ich voraus – ich war einfach nur happy. Es hat voll viel Spass gemacht und ich konnte mich auch ganz darauf einlassen. Das musste ich auch, denn es herrschte Ausnahmezustand. Tatkräftig hat mich zum Glück mein Schatz unterstützt. Und ich kann mich jetzt zu den Mami-Bloggerinnen gesellen, die regelmässig über Tipps und Tricks zur Bespassung der Kids bei Regenwetter oder am Wochenende schreiben und ich kann nun auch die Mamis noch mehr bewundern, die tagein tagaus mehr als 1 Kind betreuen und nicht noch viel Zeit haben für ihre persönlichen Bedürfnisse. Denn eins ist klar, diese kann man eher hintenanstellen.

Hier meine eigenen Tipps, wenn so eine Rasselbande zum Übernachten kommt. Ich habe mir ja schon einige Wochen vorher Gedanken gemacht, wie ich das machen könnte. Ich hab mir da ja ziemlich was aufgehalst und bin es mir ja nicht gewohnt, so viele Kids bei mir zu haben. Aber wie heisst es so schön, kopfüber ins Abenteuer. Und mit der richtigen Grundeinstellung ist schon vieles erreicht. Ich hab mich zum Beispiel darauf eingestellt, dass nicht alles Picobello sauber ist oder ruhig und wir unseren gewohnten Wochenend-Rhythmus haben können. Der sieht ja eher so aus, dass wir ausschlafen, gemütlich frühstücken, dann etwas zu Hause wuseln, nach draussen gehen oder etwas unternehmen, Abends evtl. Besuch haben oder auf Besuch gehen und Sonntags dann im ähnlichen Stil.

In meiner Wohnung würde einem schnell die Decke auf den Kopf fallen, weil sie schlicht für 6 Köpfe zu klein ist, war auch klar: wir machen ein Outdoor-Programm. Auch ist die Frage nach dem Essen und was ich denn für alle kochen könnte bei mir ein Thema gewesen, ganz zu schweigen von der Schlafsituation. Wie bringe ich 3 Gäste bei mir zum Schlafen unter.

3 Schlafplätze und ein munteres Durcheinander

Ich habe für meine Süsse vor einem Jahr eine Matratze unter dem Bett gekauft, die für Übernachtungsgäste gedacht ist. Auch habe ich ein Ausziehsofa. Und für die kleine Bohne wurde das Kinderbett geliefert. Und die Bettwäsche für alle. Die Zuteilung war auch organisiert und dann wars dann doch nicht so…die Kleine lag im grossen Bett, die Grossen haben die Betten getauscht und letztlich lagen alle 3 im gleichen Bett. Aber alle waren erholt und am Sonntag haben sie sogar bis halb 9 Uhr geschlafen. Auch hat sich gezeigt, dass ich für ein Wochenende oder einige Nächte durchaus mehr Personen bei mir beherbergen kann. Und ich liebe ein volles Haus.

Pizza, Pasta & Wienerli im Teig

Essenstechnisch habe ich für die sichere Seite entschieden. Am Freitagabend gabs Spaghetti Bolognese mit viel Rüebli und Dinkel-Spaghetti. Highlight war dann die selbstgemachte Pizza für alle. Belegt haben wir den selbstgemachten Pizzateig nach Lust und Laune mit Peperoni, Oliven, Champignons, Salami, Schinken und natürlich Mozzarella. Dazu gabst Nüssli-Salat. Geschmeckt hats allen bestens. Und als schnelles Mittagessen habe ich dann für alle Wienerli im Teig und dazu Salat gemacht. Für eine solche Rasselbande zu kochen, ist für mich eine Herausforderung, schliesslich wollte ich alle satt und zufrieden sehen.

Im Wald bräteln – immer ein Hit

Um alle gut zu beschäftigen und auch müde zu kriegen, sind wir in den Wald und haben an einer Feuerstelle Würste gebraten, Marshmallows geröstet und waren somit eine gute Zeit beschäftigt. Im Rucksack habe ich neben Anzündhilfen fürs Feuer, Gurken, Peperoni, Brot, Cervelats, Mandarinen, Chips & Marshmallows auch Wasser, ein Sackmesser, Feuerzeug und Papier gepackt. Wir hatten Glück – es war zwar kühl, aber gross geregnet hat es nicht und später hat sogar die Sonne geschienen. Der Marsch hat alle hungrig gemacht und neben Holz suchen, Würste braten, essen und Marshmallows rösten, waren wir alle wunderbar den halben Tag beschäftigt. Es war toll und ich liebe es draussen zu sein und solche Dinge zu erleben, die mich doch sehr an meine Kindheit erinnern.

Abendprogramm mit DVD schauen und selbstgemachten Popcorn

Wir haben das den Kids versprochen, dass sie am Abend einen Film schauen dürfen. Dazu gabs selbstgemachtes Popcorn. Und später einschlafen war dann auch kein Thema mehr, auch wenn die Schlafplätze komplett neu verteilt wurden. Und weil alle so grogi und voll müde waren, haben sie bis um 8.30 Uhr geschlafen am Sonntagmorgen.

Das Weekend war ganz ganz toll und ich freue mich sehr, dass wir es so gut hingekriegt haben mit 4 Kids. Es hat Spass gemacht, mich voll auf sie einzulassen und ich konnte dadurch meinen Berufsalltag und Dinge, die mich zuweilen belasten, völlig vergessen. Nicht nur für die Eltern also Erholung, sondern auch irgendwie für mich.

Zum zweiten Mal innerhalb von 5 Monaten sind wir nach London geflogen. Weg von den berühmten Sehenswürdigkeiten wie Westminster Abbey, Big Ben, Tower of London, London Eye oder Covent Garden, haben wir es uns einfach gut gehen lassen und die gemeinsame Zeit genossen. So sind wir gediegen zum Afternoon-Tea im legendären Brown’s Hotel und sind durch Kew Gardens spaziert. Auch haben wir ganz oft den Bus genommen und natürlich haben wir Shopping gemacht.

Wir haben im Victory Services Club am Marble Arch an der Ecke zum Hyde Park gewohnt. Dabei handelt es sich um ein Hotel exklusiv für Member – der vor allem britischen Marine und Armee. Das Hotel ist voll in englischem Stil, sehr luxuriös und elegant. Das Zimmer war neu renoviert und für Londoner Verhältnisse auch sehr gross. In der Bar kriegt man für vernünftige Preise alles was das Herz begehrt und auch das Frühstücksbuffet ist grosszügig. Das Hotel bietet einen guten Ausgangspunkt für Erkundungen.

Notting Hill mit sündhaften Zimtschnecken

Als erstes sind wir nach unserer Ankunft nach Notting Hill an die berühmte Portobello Road. Das ist zwar ein Touristen-Magnet, aber am Nachmittag hielten sich die Menschenmassen in Grenzen. Die aufgrund des Hollywood-Films mit Julia Roberts und Hugh Grant bekannte Gegend hat mir schon immer total gut gefallen. Wir haben also bei regnerisch-stürmischem Wetter den Markt besucht, die Seitensträsschen angeschaut und die besten Zimtschnecken in einem süssen Café gegessen. Die Seitensträsschen sind malerisch und viele Boutiquen und Restaurants laden ein zum Wiederkommen. Auch wirkt dieses Quartier eher wie ein Dorf und nicht wie die Grossstadt. Was mir an London einfach immer noch am besten gefällt.

Goldener Herbst in Kew Gardens

Die Highlights folgten dann aber am Sonntag. Mit der Underground sind wir nach Kew Gardens gefahren. Der Botanische Garten von London – weit ausserhalb der City. Ich liebe es, wenn die Züge durch die Gegend fahren und man so schön sieht, wie sich die Quartiere oder Orte verändern. Die Station Kew Gardens ist dann auch ein hübscher kleiner Bahnhof und man fühlt sich eher auf dem Land als noch in der Stadt.

Der Garten oder Park ist riesig und lädt zum Flanieren und Wandern ein, vorbei an unzähligen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen. Die beiden Gewächshäuser aus dem frühen 19. Jahrhundert bieten Platz für Palmen und andere Gewächse. Besonders jetzt im Herbst hat der Park seinen Reiz mit dem farbigen Laub und dem unvergleichlichen Licht. Ich war voll hingerissen von den vielen Fotosujets, die sich mir boten und hab den Spaziergang bei herrlichem Wetter sehr genossen. Ich liebe es zu fotografieren und das zeigt sich meistens auch in den vielen Fotos, die ich allein an so einem Tag mache.

Afternoon-Tea klassisch

Am späteren Nachmittag haben wir uns dann chic gemacht und sind zum Brown’s Hotel gefahren für den legendären und weitherum bekannten Afternoon-Tea. Es war einfach nur luxuriös. Wir haben Champagner getrunken und die feinen salzigen Häppchen und später die Scones mit Clotted Cream und die süssen Gebäcke genossen. Der perfekte Start in den Geburtstag. Und unbedingt empfehlenswert. Es gibt alles à Discretion. Und neben der Teemischung des Hauses ist die Auswahl der Afternoon Tea’s grossartig. Danach braucht man definitiv keinen Znacht mehr. Nur noch einen langen Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel.

Die Tage in London sind verflogen. Die Momente beim Entdecken weiterer Ecken der Stadt haben mir sehr gut getan. Auch hatte ich Zeit genug um den 2. Roman von Lucinda Rileys Serie die sieben Schwestern fertig zu lesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Serie über die sieben Schwestern so packen würde. Ich kann im Moment nicht genug davon kriegen.

Acht Quitten durfte ich von meinem Quittenbaum ernten. Und das schon im 2. Jahr, seit er in meinem Garten steht. Ich habe mich schon den ganzen Sommer über darüber gefreut, dass ich so viele Quitten am Baum hab. Und als ich sie dann endlich ernten durfte, habe ich mir einige Gedanken über schmackhafte Rezepte gemacht. Quitten gehören für mich zum Herbst. Genauso wie Kürbisse.

Aus den Quitten habe Quittenschnitze, Quittengelee und eine Quittenwähe gemacht. Die Rezepte dazu findet ihr hier:

Quittenschnitze

2-3 Quitten

0.5 dl Wasser

75 gr Zucker

2 TL Vanillepaste

2 Einmachgläser

Quitten abreiben und mit Schale in schmale Schnitze schneiden. Wasser, Zucker und Vanillepaste aufkochen, Quitten dazu geben, aufkochen. Dann in die Gläser abfüllen und sterilisieren, z.B. mit einem Dampfgarer.

Quittengelee

5-6 Quitten (ca. 1.5 Liter Quittensaft)

Wasser

750gr Gelierzucker 2:1

2 TL Vanillepaste

Marmeladegläser

Quitten abreiben und mit Schale in Stücke schneiden. In einen Topf füllen und mit Wasser auffüllen. Ca. 45 Minuten kochen, bis sie weich sind. Dann in ein Sieb mit einem Entsafter-Tuch umleeren und über Nacht stehen lassen.

Die Flüssigkeit mit Gelierzucker und Vanillezucker aufkochen. Gelierprobe machen, dann heiss in Marmeladegläser abfüllen und evtl. sterilisieren in einem Dampfgarer.

Aus dem Quittenmus lässt sich dann eine wunderbare Quittenwähe machen. Sie duftet herrlich nach Quitten.

Quittenwähe

600gr Quittenmus

2.5 dl Rahm

2 Eigelb

75 gr. Zucker

1 TL Zimt

2 EL Maizena

Wenig Wasser

2 Eiweiss steif geschlagen

1 Blätterteig oder Kuchenteig rund

Sultaninen

Quittenmus mit Rahm pürieren. 2 Eigelb, in Wasser aufgelöste Maizena, Zucker und Zimt vermischen. Steif geschlagenes Eiweiss darunterheben. Kuchenteig dicht einstechen, Sultaninen nach belieben darauf verteilen. Mus verteilen und im den auf 220°C vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze), 40 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Mit Puderzucker bestreuen und lauwarm, evtl. mit einer Kugel Zimtglace servieren.

Was für ein ereignisreicher Sonntag. Wahltag. Als durch und durch politischer Mensch hab ich das intensiv verfolgt. Ich bin bis vor einigen Jahren selber in einer Partei tätig gewesen und habe sogar vor 4 Jahren für den Nationalrat kandidiert. Es war Leidenschaft pur. Ich habe sowohl meinen Job als meine politischen Ämter immer mit Herzblut gemacht. Bis zum Bruch. Denn manchmal treffen Persönlichkeiten aufeinander, die einfach nicht miteinander können, auch wenn sie noch dieselben Ziele verfolgen. Ich habe mich darauf zurückgezogen – beruflich umorientiert und geniesse seither viele freie Abende abseits des Rampenlichts. Und etwa zu 80% der Zeit stört es mich nicht, dass die Politik ohne mich weiterläuft. In den vergangenen Jahren habe ich mich auch bezüglich meiner Parteizugehörigkeit oder –gesinnung emanzipiert und gehe dezidiert meinen Weg – und äussere mich, falls notwendig auch dazu. Befreit hab ich mich dann vor gut einem Jahr ganz, als ich sogar den Austritt aus der Partei gegeben hab und nun als wachsames Zoon-Politikon das Geschehen beobachte.

Als Zoon-Politikon ist meine Leidenschaft für Politik ungebrochen.

Wie gross die Leidenschaft für die Politik ist, zeigt sich dann aber am Wahltag. Ich konnte nicht aufhören die News zu schauen – ungläubig über Wahlsiege, Sitzgewinne von gewissen Exponenten und Verlusten von andern. Es hab mich voll chribbelig gemacht und ich war ganz nervös. Verstehen tue ich die Resultate immer noch nicht ganz – und hoffe nun natürlich, dass diese grüne Welle uns einfache Bürgerinnen und Bürger im Mittelstand nicht finanziell völlig fertigmacht. Davor hab ich echt Angst. Ich hoffe, dass ich mich diesbezüglich wieder beruhigen kann, denn ich denke, dass die Mühlen in Bern langsamer malen als anderswo und bei uns zum Glück noch gefeilscht werden muss, bis ein Gesetz oder ein Vorstoss durchgewunken wird.

Restaurant Niesenberg – idyllisches Herbstambiente

Abgesehen von meiner Aufregung über den Wahlausgang hatte ich ein unspektakuläres Wochenende. Wir haben am Freitag Freunde getroffen zum Znacht in einem tollen Restaurant. Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen Ecken die tollsten Restaurants im Aargau zu finden sind. Und ich hab auf meiner Restaurant-Liste einen weiteren Geheimtipp aufgenommen. Das Restaurant Niesenberg auf dem Niesenberg. Das Essen und der Wein waren sensationell, die Gespräche angeregt. Bestimmt werden wir im Sommer, wenn man schön draussen sitzen kann, wieder hierherkommen. Der Samstagabend und Sonntag stand im Zeichen der Familie mit einem gemeinsamen Znacht und die Ruhe vor dem Sturm am Sonntag haben wir bei der Schweizermeisterschaft im Steckenpferde-Rennen verbracht. So lustig, was es alles gibt. Hobby Horsing wie das offizielle genannt wird, ist anscheinend eine offizielle Disziplin und es gibt überall Turniere und Veranstaltungen. Wir haben zugeschaut wie Kinder – hochkonzentriert und voll bei der Sache entweder den Dressurkurs oder dein Spring-Parcours bestritten haben. Die Gewinnerinnen haben wie bei Reitturnieren üblich eine Rosette fürs Pferd erhalten. Lustig wars.

Heute finde ich mein Glück in mir.

Wie sehr ich auf dem Weg bin, habe ich dieses Wochenende auch wieder bemerkt. Es scheint Früchte zu tragen, dass ich so an mir gearbeitet hab, meine Grenzen, Werte verinnerlicht habe und für mich einstehe. Und ich habe auch erfahren dürfen, dass ich froh sein darf, mein Glück in mir zu finden, weil ich die Dinge tue, die mich zufrieden machen und weil ich jeden Tag diese Zufriedenheit und Dankbarkeit empfinden darf. Was ich nicht ausstehen kann, das ist Negativität und Gejammer immer und zu jederzeit. Ich kann das nicht ausstehen, wenn man nichts, aber gar nichts Schönes an seinem Leben finden kann, wenn alles nur schlecht oder negativ ist. Und noch weniger kann ich ausstehen, wenn man statt vor der eigenen Haustüre zu kehren, möglichst noch die vermeintlichen Probleme oder die Leben von anderen seziert, um möglichst nicht an sich selber zu arbeiten.

Letztlich war das Wochenende irgendwie aufwühlend, aufgrund all der verschiedenen Personen, Themen und Ereignisse. Am meisten aufgewühlt hat mich aber die Erkenntnis, dass nicht alle einfach bei sich, zufrieden mit sich und dankbar für ihr Leben sind. Und ich werde jetzt darüber nachdenken, wie ich solche Menschen oder ihr Verhalten nicht mehr zu sehr an mich ranlasse und wie ich Ruhe bewahren kann, auch wenn die Person mir sehr nahe steht. Achtsam. Wie immer. Ausatmen und einatmen. Dankbar für alles was ich hab.

Ach ja, diese farbigen Blätter und Bäume tun es mir gerade besonders an. Ich freue mich über die Fotos oder wenn ich in die schöne farbige Natur schaue.